Atlantic Council bläst zur Hatz auf „Trojanische Pferde des Kremls“

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„Die Primärquellen verraten, was die Mächtigen wirklich denken“, so lautete einer unserer Artikel aus dem Oktober, in dem Entkoffeinator empfahl, anstatt die Mainstreammedien zu wichtig zu nehmen, verstärkt die Primärquellen der Eliten zu studieren, um deren Pläne und Strategien rechtzeitig zu erkennen und zu durchschauen.

atlanticcouncil_trojanhorses

Atlantic Council: The Kremlins Trojan Horses (pdf)

Auch der Atlantic Council, dessen Präsident Fred Kempe den Zuschauern bei Maybrit Illner gerade erst weismachen wollte, seine Kumpane von der CIA lügen nicht, veröffentlicht regelmäßig Pamphlete, die zeigen, wie transatlantische Strippenzieher, Propagandisten und Kriegstreiber denken, planen und Einfluss auf Politik und Medien nehmen. Norbert Häring hat in einem jüngsten Elaborat des selbsternannten „Think Tanks“, an dem auch der einschlägig bekannte Stefan Meister (DGAP) beteiligt ist, Empfehlungen für kommende Kampagnen entdeckt, mit denen unter anderem deutsche Spitzenpolitiker als „Trojanische Pferde“ des Kreml gebrandmarkt werden sollen.

Atlantic Council bläst zur Hatz auf Gabriel, Wagenknecht und Gauland

Wer des Englischen hinreichend mächtig ist, unbedingt lesen: Der Atlantik Council, ein eminent wichtiger Lobby- und Politikberatungsverein in Washington hat eine Studie herausgebracht, in der er Politiker verschiedener Parteien, einschließlich Sigmar Gabriel, zu Putins Fünfter Kolonne erklärt und Medien, Geheimdienste und „Zivilgesellschaft“ zur Hatz auf diese auffordert. Martin Schulz hat offenbar mächtige Unterstützer bei seinem erstaunlichen Wunsch nicht nur Außenminister, sondern – statt Gabriel – auch SPD-Kanzlerkandidat zu werden.

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17 Gedanken zu “Atlantic Council bläst zur Hatz auf „Trojanische Pferde des Kremls“”

  1. Die EU ist das Trojanische Pferd von Europa. Es wird in einigen Jahren wie in Israel werden, jeder wird eine Waffe bereit haben, das Friedensobjekt und Nobelpreistraeger EU.

  2. Gabriel auf der Liste?
    Macht ihn ja fast sympatisch, zudem soll er wohl zumindest versucht haben den Ausverkauf der Bundesfernstraßen aufzuhalten. Die SPD bleibt dennoch unwählbar.

    • Anonymous sagte:

      „Macht ihn ja fast sympatisch“
      Und da soll mal jemand sagen, dass die Leute sich nicht verarschen lassen.

    • Historix sagte:

      Wer sich wirklich für die ThinkTanks interessiert, der muss das Buch „Die Denkfabriken“ von F.W. Engdal lesen das im Kopp Verlag erschienen ist. Über den leiben Gabriel lacht man dann nur noch.
      Der Atlantic Council ist Anfang der 60er gegründet worden und ist zusammen zu erwähnen mit dem CFR, Trilateralen Kommission, Bilderberg Gruppe, German Marshall Fund, usw. Sie haben alle nur ein Ziel und das ist den Einfluss der USA in der Welt zu manipulieren. Dabei spielen die Medien ein enorme Rolle. Lest das Buch!

  3. FatJeckyll sagte:

    Ja, Wikipedia ist sehr tendenziös, da wird meine Ironie nicht so viel ausrichten wie der Beitrag heideltals.

    Ob allerdings Lehrer und Wissenschaftlerauch nur annähernd über die US Mentoren der Urnazis informiert sind, möchte ich hiermit in verschärften Zweifel ziehen.

  4. FritztheCat sagte:

    Klasse!

  5. Nixversteher sagte:

    Erinnert nicht nur sehr stark sondern ist eigtl. fast wortwörtlich die frühe sowjetische Propaganda aus den 20ern und 30ern. Da war immer die Rede von „Interventen“, „imperialistischen Agenten“ und „unzuverlässigen Elementen“ daheim die Rede.

    Zur Verteidgung der sowjetischen Propaganda muss man sagen es agb tatsächlich eine Intevention von England, Frankreich und USA im russischen Bürgerkrieg 1917-1920 und einen polnischen Angriffskrieg gegen das junge Sowjetrussland 1919-1921.

    Ich hoffe doch stark, dass das „Trojanische Pferd“ der Wahrheit sich durchsetzt.

    • Kassandra sagte:

      Richtig, der Westen griff Sowjetrussland an wie schon vorher Napoleon das Zarenreich und später Hitler. Der Unterschied ist, dass die USA und der Westen nie von der UdSSR angegriffen wurden. Die hatte genug im eigenen Land zu tun. Aber der Westen schrie ständig: haltet den Dieb! und war selbst der Kriegstreiber, damals wie heute. Zu Sowjetzeiten verletzten ständig US-Nato-Flugzeuge den sowjetischen Luftraum und den Luftraum der DDR u.a. sozialistischer Staaten.
      Richtig ist, dass der Westen das sozialistisch-kommunistische Beispiel fürchtete (??) und bis heute alles tut, um es nicht hochkommen zu lassen.

  6. Hans mein Igel sagte:

    Natürlich rechnen die Strippenzieher nicht mit einem Kanzler Schulz, dann könnten die auch gleich den Stegner favorisieren. Und der allgemeine Brechreiz gegen diese Typen ist bestens bekannt.

    Aber selbst in der nächsten GroKo als Minister kann der Schulz übelsten Schaden für Deutschland und Europa via Brüssel anrichten. Und genau das wird sein Auftrag sein (inclusive Installierung von TTIP zur Rettung des Dollar).

  7. Maria T. G. sagte:

    Ich erkläre mir auch den von der FAZ inszenierten Boateng-„Skandal“ gegen Gauland im Sommer dieses Jahres mit Gaulands für alle Transatlantiker gefährlichem Wunsch nach guten Beziehungen zu Rußland. So ein Mann muß als Rassist gestempelt werden, um ihn unwählbar zu machen. Daß er den Frieden mit Rußland erhalten will, braucht dann gar nicht weiter erwähnt zu werden.

  8. Heftig , mich erinnerte das gleich an die Kommunisten & Judenverfolgung , jeder der mit dem „schrecklichen Iwan“ kollaboriert soll an den öffentlichen Pranger gestellt und ausgepeitscht werden ! Dafür soll jetzt Soros NED Geld eingesetzt werden, wofür man in Russland keine Verwendung mehr hat , weil dort hat dem dem Treiben ein Ende gesetzt.

  9. Heideltal sagte:

    Ob Herrn Meister wirklich bewusst ist, was er da macht? Ich habe hier einmal in einem Wikipedia Artikel, der die Kollaboration mit der deutschen Besatzungsmacht in Frankreich beschreibt, die Worte deutsch durch US-amerikanisch ausgetauscht. Der Text ließt sich jetzt so:

    Die Kollaboration in Deutschland (1945–2017) bezeichnet die freiwillige Zusammenarbeit und das gemeinsame Handeln von Deutschen mit der US-amerikanischen Besatzungsmacht auf deutschem Staatsgebiet zwischen 1945 und 2017. Sie umfasst nicht nur die staatliche Kollaboration mit den USA, wie sie Konrad Adenauer anlässlich seiner am 30. Oktober 1948 im deutschen Rundfunk ausgestrahlten Ansprache gefordert hatte, sondern auch jegliche sonstige Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Dienststellen oder Personen außerhalb des deutschen Staatsapparates.
    Drei Arten der Kollaboration lassen sich unterscheiden:
    – die Staatskollaboration des Merkel-Regimes
    – die dem Faschismus nahestehende politische Kollaboration, die eine eigenständige politische oder militärische (Bundeswehr gegen Russland) Zusammenarbeit anstrebte
    – die unpolitische private Kollaboration von Unternehmern, Künstlern usw.
    Diese Form der Kollaboration war zum Teil auch eine von den Siegern aufgezwungene technische Kollaboration
    Deutsche Historiker sprechen auch von einer Alltags-Kollaboration (collaboration au quotidien), um bestimmte alltagsrelevante Verhaltensweisen zu beschreiben, die nicht als aktive politische Stellungnahme zu werten sind: z. B. gute persönliche Beziehungen zu US-Amerikanern; das Verschicken von Denunziationsbriefen an die US-Think-Tanks oder an die CIA; Unternehmer, die sich aus eigener Initiative um Aufträge von US-amerikanischen Stellen bewarben; Liebesbeziehungen deutscher Frauen zu US-amerikanischen Soldaten oder auch zu CIA-Angehörigen («collaboration horizontale»).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kollaboration_in_Frankreich_(1940–1944)

    • FatJeckyll sagte:

      Großes Kino, gratuliere neidlos.

      Die Kollaboration begann USA Deutschland früher zB durch die Kopie des Antijudaismus Henry Fords durch Adolf Hitler oder die Übernahme von Propagandatechniken Walter Lippmanns durch Joseph Goebbels.

      Aber woher sollte Wikipedia das wissen?

      • Anonymous sagte:

        War der letzte Satz ironisch gemeint, ok, aber falls nicht: Wikipedia ist schon ganz schön schlau u. weiß sehr viel mehr, als sie es letztendlich aufschreiben, die sind nämlich ganz schön tendenziös! (die politischen Artikel, die wissenschaftlichen werden generell nicht beanstandet, sogar sehr geschätzt, z.B. von Lehrern)

    • Kassandra sagte:

      Die Kollaboration mit den USA, besser die sklavische Unterordnung unter die USA, durchzieht schon alle Bereiche des täglichen Lebens. Es läuft kein Film ohne englisches Gedudel. Sobald einer den Mund aufmacht, singt er englisch. Die Westdeutschen sind schon seit 1945 mit diesem Virus infiziert. Vielleicht sehen sie das als ganz natürlich an. Ich finde es unerträglich. Auch die meisten Titel und Werbesprüche sind englisch. Im Sender NDRKultur gibt es nur noch wenig internationale Komponisten, meist englisch-amerikanische. Diese Gehirnwäsche macht mir Angst um unsere Eigenständigkeit. Begebe ich mich nach heutigem Sprachgebrauch damit in die Nähe der „Antiamerikanisten, Rechten und Rassisten“?

    • VieR.TeN.OR sagte:

      Wunderbar getroffen!

      Laut gelacht dazu. :)

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