Schlagwörter
Demokratie, Desinformation, Mediendiskurs, Propaganda, Staatsmedien
Letze Woche Donnerstag haben wir hier die weitestgehend unterdrückten Ergebnisse eine großen Umfrage thematisiert, die belegen, dass rund zwei Drittel der befragten jungen Bürger wenig bis kein Vertrauen in Medien und Politik haben und dass sich mehr als ein Drittel an einem Aufstand gegen die Macht beteiligen würde. Für die Schweiz zeigt – zumindest was das Misstrauen in die Medien betrifft – eine Studie ähnliche Werte.
Schweizer Medien:
Das Vertrauen schwindet
… Doch wie hoch ist das Vertrauen in die Schweizer Medien nun wirklich? Dazu findet man in der Mitteilung des Instituts keine Angaben. Und auch die Zeitungsberichte zur Studie erwähnen diese wichtige Kennzahl nicht. Aus gutem Grund – denn die Resultate sind erschütternd.
Demnach halten nur noch 50% der Schweizer Bevölkerung die Nachrichten für glaubwürdig. Das Vertrauen in die Medienunternehmen und in die Journalisten liegt mit 39% bzw. 35% sogar noch tiefer. Mit anderen Worten: Rund zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung vertraut den eigenen Journalisten nicht mehr. (S. 25 & 60)
Dennoch behauptet das Forschungsinstitut – das u.a. vom Bundesamt für Kommunikation finanziert wird – die traditionellen und öffentlichen Medien würden das Vertrauen ins Mediensystem »fördern«. Die Daten zeigen jedoch nur, dass diese Medien von kritischen Konsumenten immer wie weniger genutzt werden. (S. 3) …

Nur 2/3, die Leute schlafen immer noch.
In der BRD sieht es wohl nicht „besser“ aus. Die Falschinformation springt uns aus den Medien regelrecht an. Im Moment wird Stimmung gegen das Internet gemacht. Man zieht die Kinder-Pornografie als verdammenswertes Beispiel heran (was sie auch ist!), was die Verantwortlichen bis jetzt kaum gestört hat und immer die Freiheit des Internets gepriesen wurde. Jetzt weiß man nicht, wie man den Zugriff auf dieses Medium am wirkungsvollsten einschränken kann.