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Lueckenpresse240Unter all den Diskussion in den vergangenen Monaten über den Zustand unserer Medien war eine vom Westend-Verlag organisierte Runde am vergangenen Freitag im Frankfurter main-Forum der IG-Metall eine der wenigen, die wir hier auf der Frontseite mit gutem Gewissen empfehlen können. Teilnehmer waren der Autor von »Lückenpresse« Ulrich Teusch, Stephan Hebel, Peter Zudeick und Jens Berger.

Lückenpresse. Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten

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Kritische Selbstreflexion, interessante Einblicke in den Journalistenalltag, etwas zu pessimistische Prognosen und im Anschluss an die kurzweilige Stunde auf dem Podium als Bonus bemerkenswerte Statements und Fragen aus den Reihen der Zuschauer.

Von der Seite der Westend-Verlags:

Die etablierten Medien stecken in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise. Teile des Publikums proben den Aufstand, öffentliche und veröffentlichte Meinung driften auseinander. Nicht nur hierzulande, auch in vielen Ländern geraten die angeblichen Leitmedien unter Beschuss. Stein des Anstoßes sind die Inhalte – Stichwort „Lügenpresse“. Doch sind Lügen wirklich das Problem? Ulrich Teusch stellt zwei andere, weit gravierendere Faktoren ins Zentrum seiner Analyse: die Unterdrückung wesentlicher Informationen und das Messen mit zweierlei Maß. Beide Defizite sind in unserem Mediensystem strukturell verankert. Wenn sich daran nichts ändert, wird sich das Siechtum der Mainstreammedien fortsetzen. Und der Journalismus, wie wir ihn kannten, wird bald der Vergangenheit angehören.

Teilnehmer:

Ulrich Teusch lebt als freier Publizist in Edermünde bei Kassel. Er schreibt Sachbücher und ist Hörfunkautor. Für sein SWR-Feature „Nicht schwindelfrei – Über Lügen in der Politik“ erhielt er 2013 den Roman-Herzog-Medienpreis. Im Dezember 2015 lief dann sein viel beachtetes Feature im SWR mit dem Titel „Vertrauen ist gut … Die Medien und ihre Kritiker“. Autor des

Stephan Hebel ist seit zwei Jahrzehnten Leitartikler, Kommentator und politischer Autor. Er schreibt für die Frankfurter Rundschau sowie für Deutschlandradio, Freitag, Publik Forum und weitere Medien. Er ist zudem regelmäßiger Gast im „Presseclub“ der ARD und ständiges Mitglied in der Jury für das „Unwort des Jahres“. Hebel ist Autor der Bestseller „Mutter Blamage“ und „Gute-Macht-Geschichten“, aktuell ist von ihm „Sehr geehrter AfD-Wähler, wählen Sie sich nicht unglücklich“ im Westend Verlag erschienen.

Jens Berger ist freier Journalist und politischer Blogger der ersten Stunde. Er ist Redakteur bei den NachDenkSeiten und Herausgeber des Blogs Spiegelfechter. Berger befasst sich mit sozial-, wirtschafts- und finanzpolitischen Themen und ist Autor des Bestsellers „Wem gehört Deutschland?“ (Westend 2014).

Moderation: Peter Zudeick (freier Journalist und Autor: „Tschüss, ihr da oben“, „Das alles und noch viel mehr würden wir machen, wenn wir Kanzler von Deutschland wär’n“)