Schlagwörter
Dämonisierung, Desinformation, Doppelmoral, Heuchelei, Propaganda, Putin, Russland, Verschweigen, Verzerren
21 Freitag Okt 2016
Posted in Allgemein
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Dämonisierung, Desinformation, Doppelmoral, Heuchelei, Propaganda, Putin, Russland, Verschweigen, Verzerren
Der Text ist schon kunstvoll geschrieben, mit der Realität hat er trotzdem kaum etwas zu tun.
Durchs Regierungsviertel geht eh kaum Verkehr, auch die U-Bahn benutzt nur, wer da zu tun hat.
Kurze Sperrungen gibt es in Berlin öfter mal, auch für Porky & Co.
Ich selbst bin mit meinem Jeep 10min vor 18 Uhr problemlos durch das Viertel gefahren, habe 100m weiter geparkt und bin zurückgelaufen an die Ecke, wo für Zuschauer und Presse, ungefähr gleich viel, an der Bordsteinkante abgesperrt war.
Staatsbesuche in Deutschland
G. W. Bush kam nach Deutschland. Am 23.Februar 2005 machte er Station in Mainz und am 11. Juni 2008 in Ostdeutschland – Stralsund, Trinwillershagen.
Gullydeckel wurden zugeschweißt, Fenster der Anwohner verriegelt – bei Öffnen lief man Gefahr von US-Sicherheitskräften erschossen zu werden – Autos entlang seines Weges wurden abgeschleppt. Die Einwohner wurden von Agenten ebenfalls aus USA (wieso eigentlich in einem souveränen Staat?) überprüft und mussten durch Sicherheitsschleusen gehen und sich ausweisen. In den Städten erstarb das Leben. Kein Mensch außer den US – Sicherheitskräften und schwerbewaffneter Polizei durfte auf der Straße sein. In rasendem Tempo fuhren die gepanzerten Limousinen ihrem Ziel entgegen. Sie fuhren durch Geisterstädte. So sieht der Staatsbesuch des mächtigsten Mannes der Welt bei Freunden aus.
Aber die US-Bürger begreifen nicht, was die Menschen gegen sie und ihre Repräsentanten haben. Sie fragen beklommen: Warum hassen sie uns?
Als die Menschen im Westen noch glaubten, dass die Kommunisten kleine Kinder fressen und ihnen ihren Gott und ihren Wohlstand nehmen wollen, konnte man ihnen noch das Märchen vom guten Onkel Sam als Wahrheit verkaufen. Damals jubelten sie in West-Berlin Kennedy, einem der Schlächter von Vietnam zu ; wie heute übrigens Obama. Nach dem erbärmlichen Zerfall des sozialistischen Blocks und seiner Wirtschaftsmacht konnte der US – Imperialismus seine Maske fallen lassen. Es gibt keine Macht der Welt, die ihn stoppt. China ist nie nach außen aggressiv geworden und kommt als Militärmacht noch nicht in Frage. Aber mit dem Wirtschaftsgiganten China droht erneut die „Gelbe Gefahr“. Dieses System scheint sich zu bewähren. Daher auch die ständigen Hasstiraden gegen dieses Land
Die Länder des Islam sind kein einiger Militärblock. Ein Kommunismus a la Mao oder Pol Pot ist indiskutabel. Das erstarkende Russland wird mit allen Mitteln der Demagogie angegriffen. Sogar Nobelpreise wurden an seine Gegner vergeben. Der Intimfeind Putin wird mit Schmutz beworfen.
Die USA werden wohl wie einst das Reich der Römer durch innere Widersprüche implodieren. Interessant dazu sind die Bücher von Peter Scholl-Latour Weltmacht im Treibsand, Koloss auf tönernen Füßen u.a.
20.06. 06 Bush ist in Wien. Auch hier ähnliche Zustände. Er wohnt nicht einmal in einem Superhotel, sondern an einem geheimen Ort, verbarrikadiert und scharf bewacht.
Und die befragten handverlesenen Bürger sind natürlich begeistert von dem mächtigsten Mann der Welt. Kommt keiner auf die Frage, welche Angst der in Wahrheit hat oder lebt er auch nach dem alten Spruch „viel Feind – viel Ehr`“?
Ähnlich verfuhr man beim G8-Treffen in Heiligendamm. Sobald westliche Politiker im Ausland (Koloníe?) auftauchen, gilt höchste Sicherheitsstufe.
Entschuldigung, der PC war zu schnell.
Nun ja, Melanie Berger hat hier beispielhaft umgesetzt, was im Lokaljournalismus sonst als durchaus löblich gilt, nämlich ein allgemeinpolitisches Thema auf die Ebene der lebensweltlichen Erfahrung der Leser herunterzubrechen. Das Muster hatte vor ein paar Wochen – vgl. https://propagandaschau.wordpress.com/2016/10/01/syrien-das-offene-versagen-der-us-propagandataeuschungen/ – kein Geringerer als die New York Times vorgegeben. Dort führen sogenannte Experten aus, Putin gefalle sich in der Rolle des Störers, sie mache ihm Spaß.
Die lokaljournalistische Exemplifizierung macht den Stuß dann freilich nicht besser, sondern nur sichtbarer. Vielleicht hat die Redaktion ja sogar sogar subversive Absichten verfolgt. Doch wahrscheinlich sind die Leute einfach nur dumm.
So langsam glaub ich die Schreiberlinge wenden nicht gekennzeichnete Satire an,das kann doch keiner ernstnehmen
“ (…) Ein Tagesspiegel-Redakteur befürchtet, dass ihn wegen der ganzen Sicherheitsvorkehrungen sein Sohn an seinem heutigen Geburtstag gar nicht besuchen kann. (…) “
Welch ein Katzenjammer und Drama.
Zunächst ständig, völlig zu Unrecht, als Lügenpresse beschimpft und jetzt, wegen des bösen Putins, kann der Bub noch nicht mal brav sein Geburtstagsgeschenk beim Papa von der Höchstleistungspresse abgeben.
Und der Leser, dem das genau so völlig egal ist, wie ob die Clinton Schnupfen hat, muss völlig gefühlskalt sein und wählt bestimmt die AfD. Nein, der ist bestimmt Reichsbürger! ;)
Kann sich bitte schnell mal der Erdboden öffnen und das Gebäude, in der sich die Redaktion vom Tagesspiegel befindet, verschlingen? Danke!
Keine Sorge, Papi hat vielleicht bald ganz viel Zeit, seinen Sprössling zu besuchen. Die Druckauflage des Tagesspiegels ist im Vergleich zum Vorjahr wieder um knapp 10% eingegangen…
…..
und bekommt dann hoffentlich nicht gleich einen neuen Job, weil der Bedarf bei der Online-Auflage stark gestiegen ist.
Denn ich bin der Meinung, dass die sinkenden Print-Auflagen in erster Linie darauf zurückzuführen sind, dass der Konsument ganz nach dem „Geiz ist geil“-Prinzip schlicht auf die Internet-Version umsteigt.
Ist natürlich nicht repräsentativ, aber wenn ich in der Straßenbahn, in der Berufsschule etc so das Surfverhalten der Mitmenschen betrachte, sehe ich niemanden, aber auch wirklich niemanden, der sich nicht von den üblichen Verdächtigen von ARD bis SPON informieren lässt.
Offensichtlich mal wieder ein „getrennt“ lebender Vater..
Ja, über den Putin Besuch konnte man sich wirklich nicht freuen. Hätte sein Besuch wenigstens das Erscheinen dieser Propaganda Blätter für 1 Tag verhindert – aber so… DDR-Partei-Zeitungen konnte man wenigstens noch zum Hintern auswischen verwenden – wenn nichts anderes zur Hand war. Aber diese Blätter möchte man noch nicht mal dem zumuten…