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wdrDass die Staatssender ARD, DLF und ZDF nicht nur in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik fortwährend Propaganda im Sinne der Regierung betreiben, statt den Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrags nachzukommen oder – falls ihnen der Rundfunkstaatsvertrag nicht bekannt sein sollte – sich grundsätzlich an den originären Aufgabe eines unabhängigen und den Bürgern verpflichtetem Journalismus zu orientieren, der da wäre, die Mächtigen zu kontrollieren, kann man täglich an mannigfaltigen Beispielen festmachen. Auch in Sachen CETA und TTIP müssen Bürger auf alternative Medien ausweichen, um sich umfassend zu informieren, weil sie in den Regierungs­sendern mit Meinungs­mache statt Information, Nachrichten­unter­drückung, Hirn­wäsche und Propaganda konfrontiert und manipuliert werden.

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Wir stellen der Agitation des mit Zwangsgebühren gemästeten WDR, die seriöse Berichterstattung eines unabhängigen Portals – in diesem Fall TELEPOLIS – gegenüber, um den Kontrast von Staatspropaganda zu seriösem Journalismus deutlich zu machen. Das heißt selbstverständlich nicht, dass Telepolis oder andere alternativen Quellen grundsätzlich seriöser wären, aber sie sind grundsätzlich staatsferner, kritischer und eher den Bürgern verpflichtet, als die von den Parteien kontrollierten staatlichen Anstalten.

Wie seriöser, faktenorientierter und unparteilicher Journalismus aussieht, zeigt exemplarisch der aktuelle Beitrag von Peter Mühlbauer auf TELEPOLIS zur vertagten CETA-Entscheidung:

telepolis_ceta_vertagt598Wer sich den Beitrag kurz durchliest wird umfassend und sachlich über die aktuellen Vorgänge informiert. Was ist passiert? Warum ist es passiert? Wer sind die Beteiligten? etc. Dass man diese Form des seriösen Journalismus bei ARD und ZDF – wenn überhaupt – nur noch dann bekommt, wenn es um „Gedöns“-Themen geht, können kritische und regelmäßige Konsumenten von ARD und ZDF leidvoll bestätigen.

Vergleichen wir also nun das über Werbung und einen mittelständischen Verlag finanzierte TELEPOLIS mit den staatskontrollierten Milliardenschmarotzern des WDR, die Bürger in den Knast schmeißen lassen, wenn sie die staatliche Propaganda zum Verrecken nicht fressen und erst recht nicht finanzieren wollen. Wir beginnen mit dem, was der WDR als „Nachrichten“ bezeichnet, einem Format also, an das eigentlich die höchsten Ansprüche journalistischer Unabhängigkeit, Objektivität, Unparteilichkeit und Seriösität zu richten sind. Regelmäßige Leser werden an dieser Stelle sch(m)erzhaft Lachen, aber so sollte es tatsächlich eigentlich sein.

„CETA IN GEFAHR!“

So dröhnt es heute tatsächlich stündlich aus dem Radio. CETA ist in Gefahr! Diese Gefahr – für das aus Sicht des Staatssenders WDR unabdingbare Abkommen – sind freche Wallonen, die sich anmaßen, eine andere Meinung zu haben als die Brüsseler Oligarchie. Dass diese Wallonen ähnliche oder gleiche Bedenken gegen CETA haben, wie Millionen andere EU-Bürger, darunter eine relative Mehrheit der Deutschen, wird von der WDR-Propaganda einmal mehr gewohnheitsmäßig totgeschwiegen.

Daniela Tepper:Das Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada ist weiter in Gefahr! Die EU-Staaten wollen dem Abkommen zustimmen. Nur Belgien wird nicht unterschreiben, denn die belgische Region Wallonie bleibt vorerst bei ihrem Nein. Das hat das Regionalparlament entschieden…

Andreas Meyer-Feist: „… Bleibt es beim Nein, dann bremst die Wallonie ganz Europa aus….“

Das ist nichts anderes als öffentlich-rechtliche Agitation im Sinne der Regierung und obendrein Stimmungsmache gegen Demokratie und gegen eine Region in Belgien, die Demokratie tatsächlich ernst nimmt. Dabei ist es kaum einen Monat her, dass die neueste Umfrage auch in Deutschland mehr Gegner als Befürworter von CETA ausgemacht hat.

zeit_ceta_umfrage558Diese unverschämte Propaganda in den sogenannten „Nachrichten“ wird allerdings noch einmal bei weitem durch das übertroffen, was der WDR den Hörern zur besten abendlichen Sendezeit in den Magazinen vorsetzt. Auch diese wären eigentlich sachlicher und unparteilicher Information verpflichtet, betreiben aber durchweg in allen entscheidenden Fragen der Wirtschafts-, Sicherheits- und Außenpolitik unverhohlene Desinformation, Agitation und Propaganda im Sinne der Regierung.

Im „Echo des Tages“, einem zur besten Sendezeit um 18:30 Uhr auf WDR und NDR ausgestrahltem, unsäglichen Äquivalent des Hörfunks zur Meinungsmache in tagesthemen oder heute-journal, sind gestern Abend nicht demokratische und/oder rechtsstaatliche Grundsätze entscheidend, ob, wann und wie ein solches Abkommen zustande kommen sollte, sondern „der Geduldsfaden“ der Kanadier!

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Download (27MB; ab 0:50 – 7:00 Min.)

Antje Diekhans: „… Die EU Verschob die Entscheidung, denn Belgien, Rumänien und Bulgarien wollten nicht – oder noch nicht – zustimmen. Ein EU-Gipfel ende der Woche soll Klarheit bringen, falls den Kanadiern bis dahin nicht der Geduldsfaden reißt.

Sebastian Schöbel: Dass den Kanadiern so langsam die Lust am Freihandelsabkommen CETA verloren geht, hat man in der EU inzwischen wahrgenommen… Sogar die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Ausstiegsklausel ist drin…

Ist das nicht fantastisch? SOGAR einer Forderung des Bundes­ver­fas­sungs­gericht wurde jetzt nachgekommen! Für einen staatlichen Hörfunkstricher des WDR ist das schon fast eine Selbstentleibung der Politik, wenn sie sich an Recht und Gesetz halten soll.

Wer noch nicht genug hat, von Regierungsprostituierten und ihrer Agitation auf GEZ-Kosten – die sich ja bis zu diesem Zeitpunkt als „Nachrichten“ bzw. „seriöse Berichterstattung“ ausgeben wollte -, der darf sich noch den kurz darauf folgenden – und zur kompletten Verdummung und Verhöhnung der Hörer als „Kommentar“ gekennzeichneten – Sermon des bereits einschlägig bekannten Ralph Sina zu Gemüte führen.  Sein Hör- und Hetzstück ist – inklusive der dümmlichen Drohung, China könnte sich angesichts eines gescheiterten Abkommens die Hände reiben – ein Paradebeispiel antidemokratischer Agitation, die auch im „Stürmer“ einen würdigen Platz gefunden hätte.

Ralph Sina: „CETA – Nein, danke! – CETA – Non merci! – Ein kleines frankophones Dreimillionen-Volk bestimmt, was 500 Millionen Europäer zu lassen haben…“ (ebd.)

Wie gesagt: selbst in Deutschland ist eine Mehrheit gegen CETA und viele wissen gar nicht worum es geht. Warum wissen sie es nicht? Weil sie es nicht wissen sollen. Weil der Staat sie mit ARD und ZDF blöd und gefügig hält und bei Widerspruch willfährige Maul- und Klauenhuren auf den Sender schickt, die dann gegen Bürger und Demokraten hetzen, die sich nicht vorschreiben lassen wollen, was eine kleine, korrupte, politische und wirtschaftliche Clique meint, was gut für sie ist.