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Das „Aleppo Media Centre“ wird vom französischen Außenministerium, der EU und den USA finanziert

von Vanessa Beeley                                    Übersetzung FritztheCat

beeley_amcDie Schlagzeile lautete: „Kleiner Junge lebend aus Trümmern gerettet“. Das Video und die Fotos des Aleppo Media Centre (AMC) von Omran Daqneesh, auch als „Dusty Boy“ von Aleppo bekannt, der von den berüchtigten White Helmets im von Terroristen besetzten Ost-Aleppo gerettet wurde, verbreitete sich wie ein Lauffeuer, das von den westlichen Massenmedien in die Propaganda-Stratosphäre geschossen wurde.

Fast jedes Fabrikat der Massenmedien weltweit hat dieses Video gezeigt und das mittlerweile berüchtigte Standfoto des „Dusty Boy“ Omran. Das staubige Kind voller Blut wurde auf einen Stuhl in einem Krankenwagen gesetzt, der anscheinend in makellosem Zustand war. Wo er doch in einem angeblichen Kriegsgebiet zum Einsatz kommt. Und da wird mit einer Anzahl von Kameras und Handys fotografiert, aber nicht einer kümmert sich medizinisch um ihn – es sah aus wie ein inszenierter Fototermin.

Niemand kümmert sich um seine angeblichen Wunden, keine Halskrause, keine Bahre. Nachdem jemand gerade „aus Trümmern“ geborgen wurde muss man von einer Wirbelsäulenverletzung ausgehen (Standardprozedur bei Erstversorgung). „Aus den Trümmern“ eines Gebäudes, das nach den Behauptungen des AMC von „Luftangriffen Russlands und des syrischen Regimes“ bombardiert wurde.

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– PROPAGANDA VERTEILER: Das Aleppo Media Centre versorgt die USA, UK,die NATO-Staaten, Al Jazeera aus Katar und viele andere mit Bildern für einen Regimewechsel. AMC leistet Werbehilfe für registrierte Terror-Organisationen, die in Syrien operieren.

Das Aleppo Media Centre hat einen Propaganda-Hit gelandet – der Rufe nach einer Flugverbotszone und einer westlichen Interventionspolitik laut werden ließ. Alles darauf konzentriert, den gescheiterten US-Plan für einen „Regimewechsel“ in Syrien zu retten. Jedoch begannen eine Reihe unabhängiger internationaler Journalisten, Medienanalytiker und Friedensaktivisten, diese Bilder und seine Quellen zu hinterfragen. Das hat einige extrem verstörende Details zu Tage gefördert – nicht nur zu dem Bild selbst, sondern vor allem über jene Organisation die die lechzenden westlichen Medien füttert.

„Vor kurzem wurde ein erschütterndes Foto eines blutenden und anscheinend verwirrten syrischen Kindes, das in einem Krankenwagen in Aleppo saß, in den einheimischen und internationalen Medien weit verbreitet. Als Antwort darauf haben einige Journalisten die Obama-Regierung aufgefordert, „tätig zu werden“, unter anderem zur Bombardierung militärischer Ziele der Regierung in Syrien.“Stellungnahme der „Veterans for Peace“

Für weitere Details über die „Dusty Boy“-Propaganda betrachten Sie bitte den Videobericht von 21st Wire: „Aleppo, Syria, ‚Dusty Boy‘ Image Staged“

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Schaut man auf das Ereignis zurück: Der Medienaufstand, angeführt von Washington, London, Europa, den Golfstaaten, der Türkei und Israel, war absichtlich überwältigend und diente nicht nur als der gewohnte Auslöser für die sattsam bekannten Reaktionen der neokolonialistischen Regierungen. Er diente auch erfolgreich als Ablenkungsmanöver und Nebelkerze, geschaffen um das tägliche Massaker zu verbergen, das die Terroristen, die von den USA/NATO und den Golfstaaten unterstützt werden, auch bekannt als „moderate Rebellen“ von Ost-Aleppo (etwa 220.000 Menschen gibt es dort noch, viele davon Terroristen und deren Familien) an den syrischen Zivilisten begehen, die zu den kaum erwähnten 1,5 Millionen Zivilisten in West-Aleppo gehören, einem Gebiet, das von der syrischen Regierung und von der syrischen Nationalarmee kontrolliert und beschützt wird.

Dazu: Keine „Dusty Boy“-Empörung für den 7-jährigen Haider, erschossen von Scharfschützen der NATO-Terroristen in der Stadt Foua/Idlib

Allein in den ersten zwei Augustwochen wurden durch Mörserfeuer, überwiegend der Al Nusra Front, in West-Aleppo 143 Zivilisten ermordet, darunter 54 Kinder und 23 Frauen. Diese Information bekam Vanessa Beeley von Dr. Zahar Buttal, dem Direktor der Aleppo Medical Association, während ihres Besuchs in West-Aleppo am 14. August 2016.

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Der AMC-Fotograf Mahmoud Raslan lieferte das inszenierte Foto von Omran an die gierigen westlichen Medienstationen.

Die üblichen Verdächtigen

Wenn die BBC, CNN, New York Times, Washington Post, Al Jazeera und andere auch nur oberflächlich im Netz gesucht hätten, dann hätten sie schnell herausgefunden, was gründlichere Medien entdeckt haben.

Die Identifikation des mutmaßlichen Fotografen von „Dusty Boy“ Omran: Ein Mann namens Mahmoud Raslan (oder Rslan), der sich selbst als „Aktivist, Fotojournalist“ bezeichnet. Mit seinem eigenen Profil und den Bildern im sozialen Netz wurde Raslan als ein 100%iger Sympathisant der Terroristen entlarvt – sehr schnell enttarnt durch eine Reihe respektierter und verlässlicher Medien, darunter Sputnik News:

„Fotos des Omran-Fotografen, einem Mann namens Mahmoud Raslan, die online in den sozialen Medien zirkulieren, zeigen ihn wie er mit den Mördern den Tod eines anderen Kindes – dem 12jährigen Abdullah Tayseer Issa, der letzten Monat von US-unterstützten „moderaten Rebellen“ grausam geköpft wurde – bemitleidet … Diese Fotos, die in den sozialen Medien kursieren und von LiveLeak gesammelt wurden (Vorsicht, grausame Bilder!) zeigen screenshots von Raslans Facebookseite, darunter ein Bild, das ihn grinsend und posierend mit den Terroristen der Nour al-Din al-Zenki-Bewegung zeigt, die Issa kaltblütig ermordet haben.“

Raslan hat seine neue Medienberühmtheit ausgenutzt und seine herzzerreißende Geschichte in Umlauf gebracht. Zuerst an den Telegraph, und der hat die Story gebracht, ohne sich offensichtlich über die terroristischen Wurzeln von Raslan zu informieren:

„Als ich das Foto machte begannen die Tränen zu fließen. Ich habe nicht zum ersten Mal geweint. Ich habe oft geweint wenn ich die traumatisierten Kinder filmte. Ich weine immer. Wir Kriegsfotografen weinen immer.“

Die Misshandlung, die Folter und das Köpfen des 12jährigen Abdullah Issa (unten sehen Sie die Kindsmörder mit Raslan) haben damals keine Krokodilstränen bei dem Terroristensympathisanten Raslan erzeugt.

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Während seiner verschiedenen Streifzüge in die undurchsichtige Welt der vom Tiefen Staat kontrollierten „Mockingbird-Medien“ (Anm.d.Ü.: heißt von der CIA gesteuert, siehe „Operation Mockingbird“) beharrte Raslan darauf, dass er ein „Freiberufler“ sei. Der sich mal bei Al Jazeera versucht, mal bei AFP, und der dem Aleppo Media Centre „nahesteht“.

Sarah Flounders, die Chefin von International Action Centre, sagte zu RT:

„Nein, ich glaube dieser Fotograf ist absolut bekannt dafür, auf Facebook und YouTube ständig Fotos und Bilder zu posten die die Zinki-Miliz preisen, eigentlich eine terroristische Organisation – was schon vor der schrecklichen Enthauptung eines palästinensisch-syrischen Kindes gut bekannt war. Es ist einfach unvorstellbar, sich ihn als Menschenrechtsaktivisten vorzustellen. Er nennt sich selbst „Medienaktivist“, aber seine Rolle war es, die terroristischen Aktivitäten in Syrien zu bejubeln und zu unterstützen.“

Eine seine Äußerungen, die Raslan auf Facebook postete: „Einige meiner schönsten Zeiten habe ich mit Selbstmordattentätern verbracht“.

In einem Interview mit Al Babwa gibt Raslan alles, um seinen angekratzten Ruf zu reparieren:

„Ich würde nie mit einer Gruppe zusammenarbeiten, die mit meinen persönlichen Ansichten nicht übereinstimmt. Aber manchmal müssen wir Bilder mit denen machen.“ Und er fügt hinzu: „Normalerweise mache ich Hunderte Selfies, was ich halt so an der Front sehe. Wir von der Presse machen Hunderte Bilder die wir in unseren Archiven verwahren.“

Demnach können wir darauf warten, dass das nächste Mal wenn Raslan an der „Front“ ist, seine Facebook- und Twitterseite voll ist mit Selfies, die Raslan mit ISIS, Al Nusra (Al Qaeda), Nour al-Din al-Zenki zeigen und mit jedem den er an der „Front“ begegnet.

Folge der Geldspur: Wer finanziert das Aleppo Media Centre?

Jetzt wird’s interessant. Die Autorin Anne Barnard von der New York Times schreibt einen angemessen aufrüttelnden Bericht zu der Omran-Geschichte. Man muss sich daran erinnern, dass sie vor nicht allzu langer Zeit auch eine feine Trauerrede für einen Selbstmordattentäter geschrieben hat. In ihrem Bericht bezeichnet sie das Aleppo Media Centre als:

„Eine seit langer Zeit bestehende Gruppe aus Anti-Regierungs-Aktivisten und Bürgerjournalisten, die den Konflikt dokumentieren…“

Jeder der auf der richtigen Seite diese dreckigen Kriegs um Syrien steht, wird bei dem Doppelschlag aus „Aktivist“ und „Bürgerjournalist“ im gleichen Satz zusammenzucken, und wenn dann noch zum Ausgleich das Wort „Regierungsgegner“ eingestreut wird – dann ist das Propagandabild perfekt.

Was Barnard von der NYT ihren Lesern nicht erzählt: Diese Terminologie (wenn sie von den PR-Medien der NATO benutzt wird) deutet im Allgemeinen eine Vorliebe für wahhabische Bartträger an, die Takbeer (Gott ist groß) rufen, wenn sie mit den verschiedensten Geschossen auf Zivilisten zielen. Und es ist bekannt, dass der Auswahlprozess bei den „moderaten Rebellen“ sicherstellt dass jene, die sich nicht an die extremistische Ideologie der „moderaten Rebellen“ halten, zu Ungläubigen erklärt und kurzerhand exekutiert werden.

Folge dem Geld

Suchen wir zunächst einmal nach den Finanzquellen dieser Gruppe aus Aktivisten/Bürgerjournalisten – eingebettet in eine Schar religiös extremistischer Terrorgruppen und anderer Regierungsagenten von US/NATO. Sie gibt es nur in den von der Al Nusra Front dominierten Gebieten Ost-Aleppos. Und das ist der Startplatz der täglichen „Höllenkanonen“-Geschosse, die das Leben von 1,5 Millionen Syrern im vom syrischen Staat und der Armee kontrollierten West-Aleppo erschüttern.

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Sott.net hat zu Recht darauf hingewiesen: Das Aleppo Media Centre ist ein „Projekt“ der Syrian Expatriates Organisation (SEO):

„Es sieht so aus als sei die SEO eine Gruppe amerikanischer Bürger syrischer Abstammung, die ihr Büro in der K Street in Washington D.C. haben. Eine Straße die berühmt dafür ist, dass sie das Zentrum der amerikanischen Lobbyindustrie ist, mit den Büros der unzähligen Denkpanzer, der Lobbyisten und Anwaltskanzleien.“ – Sott.net

Auf der Webseite der SEO finden wir, dass sie bei der Gründung des Aleppo Media Centre behilflich waren:

„Die Nachrichtenberichterstattung und die Medienreichweite gehörten zu den Hauptaufgaben, die für den zivilen Aufstand in Syrien wichtig waren. Das Aleppo Media Center, ein spezialisiertes Nachrichtenzentrum für Aleppo und seine Vororte, wurde mit einer großzügigen Spende der SEO gegründet. Seit Oktober 2012 ist die SEO neben der gewährten finanziellen Hilfe verantwortlich für die Koordinierung des AMC und für die Bereitstellung technischer und logistischer Hilfe.“

SEO ist jedoch nicht der einzige Wohltäter dieses wichtigen Medienzentrums, das im al Nusra-Land eingebettet ist. Im Dezember 2015 feierte der französische Staatssender Canal France International (CFI) die Tatsache, dass das Aleppo Media Center über UKW aus Aleppo, Idlib und Hama berichtet. Ich wiederhole: Idlib und Hama sind – neben Ost-Aleppo – weitere Festungen der al Nusra Front.

Auf der französischen CFI-Webseite kann man folgendes Statement zum Start des AMC Radiosenders finden:

„Seit 2012 hat das Aleppo Media Centre, das permanent etwa 20 in Syrien stationierte Journalisten zusammenbringt, eine kontinuierliche Berichterstattung der Nachrichten geliefert, die die Region betreffen, mit Artikeln, Fotografien und Videos, die auf ihrer Webseite und in den sozialen Medien veröffentlicht werden.

Dank der Unterstützung des „Syrian Media Incubator“ in Gaziantep (Türkei) plant das Zentrum jetzt ein ganz neues Projekt: Einen örtlichen Radiosender in Aleppo, der jeden Tag zwei Stunden auf der Frequenz 99.0 MHz sendet und etwa 15 Stunden pro Tag im Internet.

Im Jahr 2015 hat der Incubator verschiedene Trainingskurse für die Journalisten des AMC zu Radio und Video abgehalten. Im November haben sie zum Kauf von Studioausrüstung beigetragen und beim Studioaufbau mitgeholfen. Und man hat das Team im Gebrauch geschult.

Im Dezember erhielten zwei Mitglieder des Zentrums auch ein ‚Ausbildertraining‘, was ihnen ermöglichen wird, Bürgerjournalisten in Syrien selbst zu trainieren.“

Also, das Aleppo Media Centre erhält auch die Unterstützung einer Organisation die sich Syrian Media Incubator nennt, stationiert in Gaziantep in der Türkei. Interessante Namenswahl, wo doch die Türkei schon als Brutkasten (incubator) der von US/NATO, Golfstaaten und Israel unterstützten Terrorsöldner jeglicher Couleur gedient hat, die über die türkische Grenze nach Syrien eindrangen, zusammen mit Waffen und Nachschub – alle zusammen der Hauptgrund, warum sich der Syrienkonflikt ausweitet und für das syrische Volk einen endlosen Kreislauf aus Elend und Blutvergießen darstellt.

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Und hier wird es wirklich interessant. Der „Syrian Media Incubator“ ist ein von Canal France International (CFI) gegründetes Projekt. CFI ist die französische Kooperationsagentur und der Mediendienstleister für das französische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten. Ja, das frühere französische Außenamt finanziert das Aleppo Media Centre, die erste und wichtigste Quelle für „Nachrichten“ aus Aleppo, für sämtliche Massenmedien in UK, USA und Europa.

Steht alles in Rot, Weiß und Blau auf der Webseite der französischen Regierung:

„Canal France International (CFI), die französische Kooperationsagentur und Medienbetreiber des französischen Außenministeriums, hat vor kurzem zwei substantielle Verträge mit der Europäischen Union abgeschlossen (Wert € 2,7 Mio.), um in der arabischen Welt Projekte zur Unterstützung unabhängiger Medien zu entwickeln.

Beim ersten handelt es sich um einen Zweijahresvertrag für ein Projekt zur weiteren Entwicklung unabhängiger Medien in Syrien, hauptsächlich durch die Bereitstellung von Training.

Das Projekt erhält eine Zuwendung von € 1,5 Mio, einschließlich € 1,2 Mio von der EU. Das übergeordnete Ziel ist es, einer neuen Generation von syrischen Journalisten zu ermöglichen, heute hochqualitative und professionelle Informationen zu erstellen und zukünftig zu den Stützpfeilern einer Medienlandschaft nach der Krise zu werden.

Im April 2014 wird CFI ein Medienzentrum in der türkischen Stadt Gaziantep eröffnen, den Syrian Media Incubator, 60km von der syrischen Grenze, nördlich von Aleppo. Diese gemeinsame Arbeitsplattform zielt darauf ab, moderne Telekommunikationsmittel zu liefern und syrische Journalisten zu unterstützen, die entschlossen sind, weiterhin Nachrichten aus ihrem Land zu übermitteln, koste es was es wolle.

Dieses Eingeständnis der französischen Regierung ist wahrlich spektakulär. Untersuchen wir das Statement: Frankreich und die EU, kaum unparteiliche Beobachter in diesem Krieg, den die USA und ihre Alliierten NATO, Golfstaaten und Israel gegen Syrien führen. Diese zwei finanzieren und unterstützen ein Medienprojekt, das immer dann an strategischen Punkten Propagandastürme entfacht, wenn die Syrisch-Arabische Armee dabei ist, Aleppo aus den Klauen der Terroristenbanden der US-Koalition zu befreien. Ihre „Stürme“ haben ausgereicht, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von den wahren Scheußlichkeiten abzulenken, die von den terroristischen Einheiten gegen syrische Zivilisten in Aleppo begangen werden. Und um wieder einmal eine Flugverbotszone ins Spiel zu bringen, das ultimative Werkzeug das die NATO braucht, um Syrien in einen gescheiterten Staat wie Libyen zu schrumpfen.

beeley_amc5Beachten Sie, dass die EU auch eine der Hauptfinanzquellen für eine weitere NGO der syrischen Opposition ist, das „Syrian Observatory for Human Rights“ (SOHR), eine in England stationierte Einmannshow, die von einem früher in Syrien verurteilten Straftäter betrieben wird, ‚Rami Abdelrahman‘ (dessen wirklicher Name Osama Ali Suleimani lautet). Er arbeitet in Koordination mit dem britischen Außenministerium. Das ist wichtig, denn wie das AMC beliefert das SOHR eben dieselben westlichen Massenmedien und das US-Außenministerium und dessen Verbündete – mit allen „Nachrichten“ und „Daten“ zu dem was angeblich in Syrien passiert.

Ob es sich um die Geschichte mit Omran handelt oder die jüngsten Behauptungen über den Einsatz von Chlorgas durch die syrische Armee: Sie alle dienen einem Ziel, das weniger dem syrischen Land dient als dem Verstärken der „Regimewechsel“-Politik der USA/NATO. Dieses Ziel stand auf ihrer syrischen to-do-Liste weit vor 2011 ganz oben, als der gegenwärtige und vorgeplante schmutzige Krieg gegen Syrien mit Washingtons Agenturen für „Nation-building“ (Zerstörung) richtig Fahrt aufnahm.

beeley_amc6– Ein Mann trägt ein Kind, Männer wirken emsig: Ein gefühlsgeladenes und inszeniertes Bild, gemacht vom Aleppo Media Centre
Quelle AMC/Washington Times

Noch einmal: Wir sehen diese selbsternannten „Bürgerjournalisten“ tief in diese neu eingerichteten Terrorkolonien eingebettet – terroristische Enklaven aus fanatischen, mit Drogen vollgepumpten, unberechenbar gewalttätigen und kriminellen Fraktionen, die scharf darauf sind, mit Glas, Splittern oder Chlor gefüllte Sprengstoffbehälter willkürlich in dicht besiedelte Wohngebiete von West-Aleppo abzufeuern.

Diese „Bürgerjournalisten“ genießen ihre Rolle und ihren Aufenthalt in den terroristischen Hochburgen und sie haben sicher keine Angst vor diesen mordenden Verbrechern, die nicht vor den gemeinsten Scheußlichkeiten zurückschrecken. Dazu zählt das Abschneiden des Kopfes eines 12jährigen, abgemagerten und vor Furcht schluchzenden Kindes, des zuvor erwähnten Abdullah Issa.

Wir sehen bei der Kreation eines weiteren Abschnitts des westlichen Schattenstaats zu. Verborgen durch eine Serie vom Westen finanzierter „NGO-Projekte“, errichtet im Nebel des Kriegs, Stein für Stein, bis dieser Abschnitt eine undurchdringliche Mauer bildet zwischen der breiteren Öffentlichkeit und der Wahrheit dessen was wirklich in Syrien und mit dem syrischen Volk passiert.

Diese Insel der Schattenmedien wird errichtet, um das US/NATO Propagandazelt aufzuspannen – eines das die Stimmen verstummen lässt, die man normalerweise aus Syrien hören würde, die aber geschwärzt werden mit erfundenen und gefälschten Bildern und anderen verdrehten Berichten, die die islamistische Terroristen kategorisch als „Rebellen“ und „Freiheitskämpfer“ bezeichnen.

Die authentische Stimme, die Mehrheit der Stimmen, sollte die des syrischen Volkes sein – im Gegensatz zu dem Kriegsgeschrei der von USA/NATO ausgewählten „Opposition“ – von denen die Mehrzahl noch nicht einmal in Syrien lebt.

Die Methode:

„Zur Wiederholung: CFI arbeitet bereits in Partnerschaft mit „International Media Support“ (IMS) und den Reportern Ohne Grenzen (RSF) und half insbesondere dabei mit, 2013 einen unabhängigen syrischen Radiosender aufzubauen, genannt Radio Rozana, der aus Paris sendet und sich auf ein Netzwerk aus 30 Korrespondenten in Syrien stützt. CFI hat 2013 für diese Korrespondenten etliche Ausbildungsseminare abgehalten.“

Die Zielländer:

„Der zweite Vertrag mit der EU wird CFI über einen Zeitraum von drei Jahren befähigen, Projekte zu finanzieren, die bei der Entwicklung von Online-Informationsdiensten in Algerien, Marokko, Tunesien, Ägypten, Jordanien, Palästina, Libanon und Syrien helfen.“

Das eindeutige Ziel und das Endspiel:

„Damit wird CFI, während sich die arabische Welt im Eiltempo weiterentwickelt, seine Anstrengungen verdoppeln um jene unabhängigen Medien zu unterstützen, die in dem zerbrechlichen Prozess der gegenwärtigen Demokratisierung eine große Rolle spielen sollen.“

Die Billigung durch die französische Regierung:

„Das französische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Internationale Entwicklung (das Außenministerium, MAEDI) hat CFI damit beauftragt, seine Hilfspolitik zur Entwicklung öffentlicher und privater Medien umzusetzen und, allgemeiner, die audiovisuelle Industrie mit einem dreifachen Medienplan, in Ländern in denen Entwicklungshilfe gewährt wird.

Seine Ziele beinhalten die Verbreitung von Information (Propaganda), die Stärkung der Zivilgesellschaft und des Rechtsstaats, und er unterstützt die neuen Demokratien in „zerbrechlichen Staaten“. Er hat die Unterstützung von France Televisions und Arte France, damit die Dienste professionelle Standards erfüllen.“

Medien wie Aleppo Media Centre werden in einer CFI-Studie als „Bollwerk gegen Propaganda aus Damaskus“ beschrieben. Dabei wird die sogenannte Propaganda aus Damaskus eh schon augenblicklich abgewürgt, und zwar von allen Ebenen der Regierungen der US-Koalition, von Menschenrechtsgruppen, von den kontrollierten Oppositionsgruppen, dem von Soros finanzierten Komplex aus Anti-Syrien-NGOs, den NATO-Lieblingen „White Helmets“ und schließlich die NATO-nahen Think Tanks… da fragt man sich wozu es noch ein Bollwerk braucht, wenn es bereits eine mächtige internationale Lobby gegen den syrischen Staat gibt.

Die Billigung aus Israel:

Man muss hier erwähnen dass Israel, ein Hauptprofiteur des Krieges der US-Koalition gegen Syrien, in der „Times of Israel“ bis Ende März 2015 eine Seite für die Berichte des Aleppo Media Centres freihielt (gemäß Dr. Bouthaina Shaaban, politische und Medienberaterin von Präsident Bashar al Assad). Das ist eine Ehre, die nur denen zusteht, die in den engen Rahmen der zionistischen geopolitischen Vision eines zerbrochenen und zerteilten Nahen Ostens passen, besonders mit seinem ewigen Rivalen Syrien – zerbrochen entlang imaginärer religiöser Linien, eine Politik die von Israel verfolgt wird – und von seinem immer mehr bloßgestellten Komplizen Saudi Arabien.

Die Hauptdarsteller

beeley_amc7– Zein Al Rifai. Mitbegründer des Aleppo Media Centre. Foto: Rozana.fm

Einer der Mitbegründer des AMC ist Zein Al Rifai, zusammen mit Youcef Seddik. In einem Interview mit „Syria Deeply“, einem weiteren der unzähligen neuen Medienzentren, die an der Propaganda gegen den syrischen Staat und die nationale Armee arbeiten, beantwortet Rifai die Fragen mit den jetzt üblichen Floskeln und glatten Lügen:

„Aleppo war eine der ersten Städte in denen es zu Protesten kam und die dortigen Demonstrationen an der Universität waren signifikant. Aber leider haben die Medien damals nicht über Aleppo berichtet und die frühen Proteste wurden nicht dokumentiert“, sagte Al Rifai

Vielleicht wurden diese „frühen Proteste“ nicht dokumentiert weil sie gar nicht so stattgefunden haben wie sie der AMC-Gründer Zein Al Rifai beschreibt.

ANMERKUNG: „Syria Deeply“ wird von der Asfari Foundation finanziert, deren CEO ist Ayman Asfari, der auch $300.000 an die „Syria Campaign“ spendete, die wiederum Teil bei der Erschaffung der White Helmets war, den vielleicht erfolgreichsten Agenten der NATO.

[Anm.d.Ü.: Ayman Asfari ist auch CEO von Petrofac, einem „führenden Dienstleister in der Öl- und Gasproduktion und der Raffinerieindustrie“. Sein Unternehmen ist entlang des gesamten westlichen Persischen Golfs tätig. Zu den weiteren Spendern der Syria Campaign gehört auch die Rockefeller Brothers Foundation]

Hier eine Aussage von Dr. Tony Sayegh, einem angesehenen Chirurgen in West-Aleppo, auf die Frage, wie Aleppo vor dem Konflikt aussah:

„Im Juli 2012 hat sich alles verändert. Aber es waren nicht die Einwohner Aleppos, die gegen die Herrscher rebellierten. Teile der Stadt wurden von bewaffneten Gruppen aus Kämpfern anderer Gebiete Syriens und aus anderen Ländern eingenommen. Tony Sayegh glaubt, dass das Ziel der Invasion viel größer war als die Kontrolle über eine einzelne Stadt.

Der Versuch, die Regierung Syriens mit Waffengewalt und Unruhen zu stürzen, ist gescheitert. Daraufhin haben sie sich entschieden, ihr Augenmerk auf Aleppo zu richten und damit die syrische Wirtschaft zu untergraben. Die bewaffneten Gruppen haben die Wasserversorgung und die Elektrizität übernommen, um die Versorgung der Einwohner zu unterbrechen. Und sie konzentrierten sich auf die Industrie. Ganze Fabriken wurden zerlegt und in die Türkei geschafft. Sie haben alles gestohlen. Seit dem Punkt steht alles auf dem Kopf und es begann eine schwere Zeit für Aleppo.“

beeley_amc8– Ein Foto auf Zein Al Rifais Facebook-Seite, mit den wehenden neuen Fahnen der syrischen Opposition. Das lässt keine Zweifel aufkommen wo seine Sympathien liegen. Foto: facebook

Sucht man nach den Aktivitäten von Rifai und Seddik, dann zeigt sich, dass diese zwei „Bürgerjournalisten“, die gegen die syrische Regierung sind, mit Leichtigkeit nach Frankreich hineinkommen und dort einige verkaufsfördernde Redetouren abhalten konnten. Das ist außergewöhnlich wenn man bedenkt, dass es für die Mehrzahl der säkularen, normalen syrischen Bürger, die für die Regierung sind (oder einfach gegen die NATO-Intervention), nahezu unmöglich ist, ein Visum zu bekommen. Dank der harten Sanktionen der USA und der EU gegen den syrischen Staat, auch wenn das hauptsächlich das Volk betrifft.

Darüber hinaus werden die beiden Männer in der französischen Presse ständig als „Anti-Assad-Aktivisten“ und „Journalisten“ bezeichnet, denen es aber nichts ausmacht, an der Seite von Terrorgruppen wie Nusra Front (dem Al Qaeda-Ableger in Syrien) zu arbeiten, wenn es um das gemeinsame Ziel geht, Präsident Assad zu stürzen.

„Wir unterhalten gute Beziehungen zu den meisten Oppositionsgruppierungen. Wir haben alle ein gemeinsames Ziel: Syrien von der Tyrannei zu befreien. Aber jeder von uns hat seinen eigenen Weg gewählt um das zu erreichen. Wir haben über Gebiete in Aleppo und Idlib berichtet, die von Jabhat al Nusra kontrolliert werden. Sie haben uns überhaupt nicht behindert.“ – Zein Al Rifai zu Syria Deeply

beeley_amc9Beide Männer zeigen nicht nur eine Nähe zu einer Organisation, die für einen hohen Prozentsatz der Abscheulichkeiten verantwortlich ist, die gegen das syrische Volk und darüber hinaus begangen wurden. Darüber hinaus ist eine ihrer regelmäßigen Gesprächpartner und Fürsprecherinnen keine Geringere als Hala Kodmani, die Schwester der Führerin der Oppositionsbewegung „Syrian National Council“ (SNC), Bassma Kodmani (Foto links).

Bassma Kodmanis Referenzen als Lieblingskandidatin der NATO für die syrische Opposition und zweifache Bilderberg-Teilnehmerin wurden im Detail vom Autor Charlie Skelton im Guardian beschrieben:

„Es entwickelt sich ein Bild von Kodmani als treuem Leutnant der anglo-amerikanischen Demokratie-Propotion-Industrie. Ihre ‚Herkunft‘ ist Damaskus (nach Angaben der SNC-Webseite), aber sie hat enge und langjährige Beziehungen zu genau den Mächten, die sie dazu aufruft, in Syrien zu intervenieren.“

Schlussfolgerungen

Eine schnelle Suche nach „Aleppo Media Centre + Omran“ zeigt, wie bedeutend dieses vom Westen unterstützte Medienzentrum für die mit der NATO liierte Propagandamühle ist. Praktisch jedes große Massenmedium verlässt sich auf die Videos und Berichte des AMC, um ihren US-Koalitionsfluss an Anti-Assad-Geschichten zu verstärken und zu erhalten. Der Guardian, Channel 4, die BBC, der Telegraph, CNN, Fox News, Time, FT und viele weitere sind davon abhängig, dass das AMC die Dinge produziert, die sie alle benutzen, um ihre Märchen zu Syrien zusammenzubrauen.

So sieht kurz und bündig „Smart Power“ aus – eine Schöne Neue Welt, in der fette Medienbonzen in ihren stinkvornehmen Bürohochhäusern in London, Paris und Manhattan sich nicht mehr selbst ihre Hände in Kriegsgebieten schmutzig machen müssen. Sie haben jetzt ihre „Aktivisten“ und „Bürgerjournalisten“, die das für sie erledigen.

Das Problem besteht im Falle des AMC darin, dass ihre Berichte nach jedem professionellen oder moralischen Standard weder ausgewogen noch objektiv sind. Sie werden vom französischen Außenministerium, der EU und den USA bezahlt – die alle schwer in die militärische Operation der US-Koalition und den „Fahrplan“ für Syrien investiert sind. Und in die mögliche Belohnung für den „Regimewechsel“, von dem sie alle so träumen.

Schlimmer noch: Das Aleppo Media Center ist exklusiv in den Gebieten der Al Nusra Front, Arar al-Sham und anderen von Terroristen kontrollierten Gebietern eingebettet. Sie arbeiten nach ihren eigenen Worten eng mit Al Nusra Front zusammen, solange an den Zielen des Regimechange festgehalten wird. Egal wie viele syrische Zivilisten dabei massakriert werden – wie es ohne Zweifel in Aleppo und überall im ganzen Land passiert.

Sie sind ein wichtiges Zahnrad in einem viel größerem, finsteren Netzwerk aus Demokratisierungs-Promotern und neokolonialistischen Raubtieren. Sie werden auch von Israel zur Geltung gebracht, selbst ein Hauptgewinner eines fortdauernden Konflikts und des Chaos in Syrien und der Region.

Letzten Endes werben sie für die Idee, dass man Syrien, um es zu verbessern, erst einmal zerstören muss. Betrachtet man alle verfügbaren Beweise: Die westlichen, staatsfinanzierten Medien arbeiten als eine Werbeagentur, die diese Idee einer absichtlich falsch informierten Öffentlichkeit verkauft.

Die gleichen in Syrien eingebetteten Medien und die Satelliten-Massenmedien verteilen großzügig den Titel „Hitler“ an Präsident Assad, ein billiges Instrument zur Dämonisierung, dass sie und ihre „SMART Power Teams“ regelmäßig bei anderen Regimewechsel-Zielen verwendet haben: Muammar Gaddafi (Libyen), Saddam Hussein (Irak), Slobodan Milosevic (Jugoslawien/Serbien), um nur ein paar zu nennen.

Ihre „Hitlerisierungs“-Kampagnen haben reiche imperialistische Ernten eingefahren. Jedoch zeigt ein Studium von Hitlers eigener These zur Propaganda sehr deutlich, dass es der globale Norden und seine Maschine der Massenmedien sind, die sich sehr eng an der intellektuellen Arroganz orientieren, die Hitler selbst im Detail beschreibt – als essentiellen Bestandteil zur Kontrolle der Massen und die Garantie zur Zustimmung für ewigen Krieg.

Gerade darin liegt die Kunst der Propaganda, dass sie, die gefühlsmäßige Vorstellungswelt der großen Masse begreifend, in psychologischer richtiger Form den Weg zur Aufmerksamkeit und weiter zum Herzen der breiten Masse findet.

Hitler, Mein Kampf


21st-Century-Vanessa BeeleyVanessa Beeley ist Autorin für 21WIRE und hat seit 2011 die meiste Zeit im Mittleren Osten gelebt und von dort berichtet – als unabhängige Journalistin, Autorin, Fotografin und Friedensaktivistin. Sie ist Mitglied des Lenkungsausschuss im Syria Solidarity Movement und Mitstreiterin der „Global Campaign to Return to Palestine“.

Weitere Artikel finden sich auf ihrem Blog The Wall Will Fall.