Schlagwörter
ARD, Demokratie, Desinformation, Propaganda, Staatsmedien, Ukraine, Verschweigen, Verzerren

Wäre zweifellos ein Highlight in den gleichgeschalteten deutschen Medien, wenn es doch nur in Moskau wäre: Gewalt und Brandstiftung gegen Journalisten in Kiew.
Programmbeschwerde:
Nazis in Kiew? Aber nicht bei der ARD!
„Guten Tag, sehr geehrter Herr Intendant Marmor,
wir begrüßen sie zu einer neuen notwendigen Programmbeschwerde“.
Am Sonntag, 03.09. 16, nachmittags um 16 Uhr, blockierten zwanzig ukrainische Nationalisten das Gebäude des Fernsehsenders Inter in der Kiewer Schusewa-Straße, nordwestlich des Stadtzentrums, und steckten es dann in Brand (Fotos und Videos). Journalisten und andere Mitarbeiter, die sich nicht aufs Dach retten konnten, wurden schwer misshandelt. Die Angreifer riefen: „Ukraine über alles“, „Moskauer ans Messer“. Am Eingang des Redaktionsgebäudes wurden ukrainische Flaggen gehisst, Zelte aufgestellt und mitgebrachte Autoreifen in Brand gesteckt. Die Ereignisse erinnern an das Pogrom vor zwei Jahren in Odessa…
Die britischen Medien haben immerhin berichtet, teilweise ausführlich:
http://www.bbc.com/news/world-europe-37288630
Aus Österreich haben einige Medien die Ereignisse knapp wiedergegeben, z.B. der Standard:
http://derstandard.at/2000043836502/Feuer-bei-ukrainischem-TV-Sender
Deutschland… mal wieder weitgehend Fehlanzeige, nach langem Suchen dann dies hier:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ukraine-fernsehsender-wegen-rauchbombe-evakuiert.121ab9a8-67ef-42e3-bc04-480311cffdd4.html
Soviel zur ausgewogenen Berichterstattung unserer Medien über die Entwicklungen in der Ukraine…traurig und peinlich zugleich.
Versteh ich das richtig, dass die ARD gar nicht dazu berichtet hat? Zumindest habe ich nichts auf der Tagesschauseite und auch nichts bei Google gefunden. Es wird echt immer schlimmer, frecher und dreister.
Der letzte richtig dicke Hund war meiner Meinung das Schweigen der Tagesschau zu der Beziehung von Omran Daqneesh, seinem Fotografen Mahmoud Raslan und dem „anderen“ syrischen Jungen – wie hieß er nochmal? Achja, Abdullah Issa -, dem von Mahmouds Freunden der Kopf abgeschnitten wurde. 3 Tage wurde der kleine Junge auf Tagesschau.de gefeiert. Als die Beziehung des Fotografen zu seinen Kopfabschneiderfreunden ans Licht kam, gab es kein Wort mehr zu ihm. Das Schärfste dabei war, dass man bei der Berichterstattung zu Omran zuvor noch mit russischen Propagandavorwürfen kokettiert hatte. Das ist wirklich pervers.