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BTL= Below The Line nennt der Guardian seine Leser-Community, die unter den Artikeln kommentiert. Der Begriff stammt bemerkenswerterweise aus dem Marketing und bezeichnet dort unkonventionelle Werbemaßnahmen. Der folgende Beitrag des Guardian-Watchblogs offguardian zeigt einmal mehr, dass nicht nur in Deutschland Meinungen massiv zenisert werden, die der transatlantischen Propaganda widersprechen.

Der Guardian löscht 45% der BTL-Kommentare, um seine Syrien-Agenda zu kontrollieren
von offguardian                                        Übersetzung FritztheCat

Der Guardian hat keine Zeit vergeudet, um dieses al Nusra-Werbevideo weiter aus­zu­beu­ten.

Guardian_Aleppo_boy1525Nachdem man zuvor schon die Titelseiten damit zugepflastert hat, ohne die Quellen zu checken. Es war kaum auf den Servern er­schienen, da hat es der Graun [Anm.d.Ü.: das Schimpfwort für den Guardian] schon als Plattform benutzt, um – wieder einmal – für die offizielle westliche Sichtweise über Syrien zu werben. Nämlich, es sind Assad und seine verbündeten Russen, die Zivilisten und ein paar niedlich unklar definierte „Rebellen“ quälen. Wenn man sie nur dazu bringen könnte, damit aufzuhören wäre alles in Butter.

Wir müssen von der „gegenwärtigen“ Sichtweise reden, denn die ändert sich laufend. Ja, Assad war wirklich zuvor der Oberschurke unserer Tage. Aber nachdem man daran scheiterte, eine Erlaubnis für Luftschläge gegen ihn zu bekommen, da besagte die offizielle Sichtweise plötzlich, ISIS sei das Problem und die oberste Bedrohung der westlichen Zivilisation, ihr erinnert euch? Und das blieb so, bis die Russen intervenierten und damit begannen, ISIS zu bombardieren. Was ganz unerwartet diese offizielle Sichtweise in Stücke schlug. Und jetzt haben wir die Version 3, oder ein Update Version 2. Jetzt wird ISIS ganz plötzlich und unerwartet von einer Bedrohung für die Welt mit ihrem Multimilliarden Öldollar und Kunstschätze-Imperium zu einer Art kaum wahrgenommenem Randspieler, dessen genauer Aufenthaltsort niemals definiert wird, außer dass sie nie dort sind wo gerade die Russen bombardieren – da sind immer nur die „Moderaten“. Jetzt ist wieder einmal Assad das Problem, aber vor allem ist es Russland, denn seit die da unten sind, haben sie buchstäblich nichts gemacht außer Krankenhäuser zu bombardieren. Denn ihr wisst ja – es gibt Filmbösewichter, die sind einfach aus reiner Lust heraus böse, und wir im Westen sind die Helden, die sie irgendwie aufhalten müssen.

Diese Sichtweise hatte nie großen Erfolg, vor allem weil sie dämlich ist. Und jetzt funktioniert sie überhaupt nicht mehr. Was man uns zuletzt servierte, „Die Sicht des Guardian auf zivile syrische Opfer: Omran Daqneesh – ein Kriegskind“, wurde am 18. August um 19:58 veröffentlicht und blieb nur zwei Stunden für Kommentare geöffnet. In der Zeit explodierte das Leserforum BTL vor Wut und wurde von den Moderatoren gerupft. Das Ergebnis ist eine Schande. Von den 75 Kommentaren die nicht ganz verschwanden (was vorkommt), wurde bei 34 (45%) der Inhalt gelöscht. Und sogar danach waren bei den übriggebliebenen 55% nicht alle auf Linie.

Der Guardian musste 45% seiner eigenen Lesermeinungen löschen, nur damit er auch nur irgendwie seine Agenda hochhalten konnte.

Wer die terroristische Quelle des Videos auch nur erwähnte, der wurde rausgeworfen. Jeder Kommentar, der den Medien-“Helden“ der Stunde, Mahmoud Raslan, als einen Unterstützer von al Nusra oder als einen Freund der Kopfabschneider eines Jungen identifizierte, der wurde entfernt. Viele Andere die nur darauf hinwiesen, dass in der Sichtweise Lücken und Unstimmigkeiten seien, wurden ebenfalls gelöscht. Hier nur ein Ausschnitt des Gemetzels, falls es als Quelle in der Zukunft gesäubert wird:

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[Anm.d.Ü.:Sehr oft erscheint: „Dieser Kommentar wurde entfernt, da er sich nicht an unsere Regeln („community standards“) hält“. monteverdi1610 bringt es auf den Punkt: „Bitte schließt doch die Kommentarfunktion wenn ihr kein Debatte wollt. Das Entfernen so vieler Kommentare sagt einiges über die Furcht des Guardian vor jenen, die die ‚offizielle Sichtweise‘ anzweifeln.“]

Deutlicher geht’s nicht, oder? Die Linie des Herausgebers spiegelt nicht mehr die Leserschaft wieder. Die Menschen durchschauen die emotionale Manipulation, den moralischen Relativismus. Sie erkennen, dass sich der Guardian die Augen mit einem Taschentuch abtupft und jammernde Geräusche vorgaukelt, während er für jene Irren wirbt, die aus Syrien ein neues Libyen machen wollen, wobei sie Tausende von Omrans töten werden.

Es hat 2012 nicht funktioniert, es hat 2013 nicht funktioniert und jetzt funktioniert es noch weniger. Die Menschen wollen keinen Krieg in Syrien, denn sie wissen, was das für die Menschen in der Region und für die Menschen auf der ganzen Welt bedeutet, auch wenn es der Guardian nicht weiß.