Schlagwörter
Aufklärung, Demokratie, Desinformation, Kriegspropaganda, NATO, Syrien, Türkei, Terror, USA, Verschweigen
Es ist ausgesprochen deprimierend, sich tagtäglich mit dummen, skrupel- und rückgratlosen PR-Machern und transatlantischen Propagandisten in den deutschen Mainstreammedien auseinanderzusetzen, die für einen Judaslohn ihre eigenen Nachbarn an den IS verscherbeln würden. Schlimmer noch: Diese Leute haben gemeinsam mit ihren politischen Hintermännern den IS, al-Nusra und andere bedrohliche – und zugleich bedauernswerte – Kreaturen überhaupt erst zu dem gemacht, was sie heute sind.
Um diesem Abgrund aus Presstitution, Verkommenheit und Verblödung zum Wochenende einen Lichtblick gegenüberzustellen, kommt Sibel Edmonds gerade recht. In der Vita der ehemalige FBI-Übersetzerin mit aserbaidschanisch-iranischen Wurzeln spiegeln sich die letzten Jahrzehnte westlich-kolonialistischer Geopolitik im Nahen und Mittleren Osten. Nachdem sie innerhalb des FBI Inkompetenz und kriminelle Machenschaften aufgedeckt hatte und gefeuert wurde, gründete sie die „National Security Whistleblowers Coalition“ (NSWBC), die in den USA Whistleblower berät und unterstützt, die staatliches Fehlverhalten aufdecken wollen.
2010 gründete sie das Portal Boiling Frogs Post und hat gerade eine höchst erfolgreiche Kickstarter-Kampagne beendet, mit der 170.000$ als Fundament für das im Aufbau befindliche, unabhängige NEWSBUD-Network eingesammelt wurden.
Sibel Edmonds ist eine herausragende Expertin für die Türkei und den Nahen und Mittleren Osten und hat zudem aufgrund ihrer Arbeit für das FBI tiefe Einblicke in die US-Politik dieser Region, was sich unter anderem dadurch zeigte, dass sie den geplanten Putsch gegen Erdogan – sowie die Gülen-, CIA- und NATO-Hintergründe – schon 6 Monate zuvor im Interview mit James Corbett vorhersagte!

The Final Stage of Erdogan’s Takedown – BFP Eyeopener (22.12.2015)
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„He is going to be replaced with someone much worse. I can guarantee you that, because history repeats itself in those countries…I dont know if its going to be a direct military coup, but the CHP behind the scenes… have formed alliance with Gulen-movement…“ (Sibel Edmonds; Dez. 2015)
Bemerkenswert sind dabei die Parallelen in der Behandlung von Baschar al-Assad und Erdogan in den westlichen Medien. Wie schon im Falle Assads, der (nicht zu Unrecht) als Reformer gepriesen wurde und noch Ende Februar 2011 eine Home-Story in der Vogue bekam, die heute nur noch in den Internet-Archiven zu finden ist, dreht sich seit dem verhinderten Putsch in der Türkei das Fähnchen gegen Erdogan, den Präsidenten, der im November 2011 – als er von den USA genötigt, den Krieg gegen seinen ehemaligen Freund Assad vorantrieb – Coverboy des Time-Magazins war und schon immer abseits der Öffentlichkeit (gedeckt von den westlichen Medien) einen brutalen Krieg gegen Kurden und Oppositionelle führte. Im gleichen November 2011, als Erdogan TIMEs Man of the Year war, berichtete Edmonds BFP über die Ausbildung der militanten syrischen Opposition (darunter ISIS) auf der NATO-Basis Incirlik!
Laut Edmonds plausibler Darstellung schoben die USA den Krieg in Syrien an, um Erdogan dann mit diesem Krieg an der Backe, Millionen Flüchtlingen und Terror im eigenen Land hängen zu lassen. Die USA wendeten sich alsbald dem Putsch in der Ukraine zu und waren sich wohl mit Israel dahingehend einig, dass es durchaus von Vorteil sei, wenn sich Sunniten und Schiiten in Syrien gegenseitig massakrieren.
Auch zu RT (Kriegstreiberei) und der Anerkennung, die Vladimir Putin weithin in alternativen westlichen Medien genießt, hat Edmonds eine klare Meinung, die man zur Kenntnis nehmen sollte, auch wenn sie der jüngeren Geschichte Russlands nicht gerecht wird.
In der gestern veröffentlichten Newsbud-Gesprächsrunde mit Spiro Skouras, James Corbett und Sibel Edmonds gibt es erneut tiefe und erhellende Einblicke in die aktuelle Lage in und um die Türkei – und was das für die Welt bedeutet.
„Ein Wendepunkt in der globalen Sicherheitsarchitektur“

Turkey’s NATO Exit & the New Turkey-Russia Alliance: A Turning Point in the Global Power Structure (19.08.2016)
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Zum möglichen NATO-Austritt der Türkei und einem Angebot an Russland, die Basis in Incirlik zu benutzen, sagt Edmonds:
„Ich denke nicht, dass die Türkei blufft und ich denke nicht, dass Russland blufft – auch wenn ich mir im Moment bei Russland nicht sicher bin – aber wie sehen eine Situation, die enorme weltweite Änderungen nach sich ziehen und die einen Dominoeffekt zum Guten oder zum Desaster entwickeln kann.“
Ein NATO-Austritt der Türkei (vielleicht auch nur aus der militärischen Integration) wäre sicherlich ein geopolitischer Paukenschlag, gegen den der Brexit vergleichsweise zum Ringelpiez im Kindergarten schrumpfen könnte. Allerdings hängt dieser – darauf geht die Runde leider nicht ein – erheblich davon ab, wer zu diesem Zeitpunkt Präsident in den USA wäre. Edmonds sieht die Gefahr eines dritten Weltkriegs am Horizont, denn die US-Falken würden eine solche Demütigung und Schwächung kaum einfach runterschlucken und zur Tagesordnung übergehen.
Es gibt aber auch Licht am Horizont, denn Erdogan wird möglicherweise – ermuntert von Russland – seine Haltung zu Assad und dem Krieg in Syrien ändern. Eine Befriedung Syriens aber, die nach der Befreiung Aleppos und der Vernichtung und Zerschlagung der islamistischen Horden, die sich im Norden des Landes versammelt haben, denkbar wäre, würde komplett gegen westliche Politik verlaufen. Was wir heute an „humanistischer Propaganda“ in der deutschen Lügenpresse und aus dem verlogenen Mundwerk eines Frank-Walter Steinmeier hören, dient – auch gegen deutsche Interessen – einzig und allein dazu, den Krieg der Islamisten so lange wie möglich in die Länge zu ziehen.
„Diese ganze Geschichte wurde nicht von der Türkei initiiert und gestartet. Alles in Syrien passierte auf Anordnung der NATO. Das Gleiche gilt für Jordanien. Wer hat wohl Jordanien angewiesen, sich daran zu beteiligen?“ (Edmonds)
Ich kenne diese Journalisten (die im Gegensatz zu unseren Maulhuren die Bezeichnung verdient haben) auch schon seit Jahren. Nicht schlecht übrigens auch Ryan Dawson, der auch mal für BFP gearbeitet hat.
Aber was Steinmeier angeht, muss ich ja mal sagen, dass ich den Verdacht habe, dass er und Merkel und andere möglicherweise durchaus selbst entweder Bescheid wissen, oder zumindest ausreichende Zweifel daran haben, wie die US-Politik gesteuert ist, bzw. wie die hiesige Politik durch sie gesteuert wird. Immerhin kann man davon ausgehen, dass sie regelmäßige BND-Briefings bekommen. Oder Post von Leuten wie Wimmer, Hörstel und anderen. Und immerhin sind sie es zum Teil, von denen die inzestuöse Beziehung zur Presse gefüttert wird. Wahrscheinlich denken sie auch, dass es besser ist, das Volk auf Linie zu halten in dieser schwierigen Zeit, um sich selbst die Arbeit nicht zu erschweren oder das Schiff ruhig zu halten.
Anders kann ich mir den Säbelrassel-Ausreißer Steinmeiers vor ein paar Wochen nicht erklären, und Merkel hat ja auch (ich glaube das war auf die Ukraine bezogen, da könnte ich mich aber irren) vor nicht allzu langer Zeit mal einen Befehl aus Washington missachtet. Das dürfte noch deutlicher werden, wenn die Kacke so richtig ans Dampfen kommt.
Übrigens fände ich mal einen Artikel zu den 28 Seiten ganz gut. Das hat Ryan Dawson für meine Begriffe ganz gut durchgearbeitet: https://www.youtube.com/watch?v=SGeoWQUpJvY
Die Kommentare bestätigen insgesamt ,den Wunsch nach Erhellung einer objekt –
tiven Wertung des Kampfes absoluten Hegemonieanspruches der Erde.
Dieser Zielrichtung ,der menschenverachtenden Clique sind auf scheinheilige Werbetour nach Komplizenschaft unterwegs ,um die Unterwerfung mehrheitsfähiger
gestalten zu können.
Resourcenschonung !Durch Gewinnung geopolitischen Übergewichtes ,statt unbe -friedigte Pazifiksituation.?
Tolles Interview mit Sibel Edmonds und James Corbett!
Ja, durch die Entwicklung in der Türkei kommt jetzt einiges in Bewegung.
Und man muß noch weitere Faktoren in die Beurteilung einer zukünftigen Entwicklung miteinbeziehen – sozusagen als weitere „Variablen“ einer mathematischen Gleichung:
1.) China
a) China wird jetzt neuerdings außenpolitisch – und in einer Konfliktzone parteinehmend (das ist neu!) – aktiv.
Denn Washington betreibt es ja seit ein paar Jahren, nun auch China (nach Rußland) militärisch (z. B. „THAAT“) und auch militär-politisch einzukreisen. Dazu sehr gut: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/washington-treibt-nicht-nur-mit-russland-machtspielchen-sondern-jetzt-auch-mit-china.html;jsessionid=0C31CD5B9795A9CDF63600B61DA334E0 . Nach dem Motto: ‚Wenn ihr uns vor der Haustür ärgert, ärgern wir euch zumindestens schon mal in der Dritten Welt`, engagiert sich die VR China jetzt in Syrien. China will militärisch Beistand leisten (wenn auch nicht mit eigenen Soldaten – zumindest derzeit). Und China will auch Syrien wieder aufbauen: https://www.tagesschau.de/ausland/syrien-china-101.html .
b) In Afghanistan machen die Taliban erhebliche Fortschritte (ich hatte diesen link schon einmal zitiert): http://blogs.rediff.com/mkbhadrakumar/2016/08/10/taliban-at-the-gates-of-little-america/ . Von Interesse ist hier, daß China eine gemeinsame Grenze mit Afghanistan hat. Das vergißt man nur zu leicht. Ja, die gemeinsame Grenze ist zwar nur ganz kurz, aber immerhin: China ist ein unmittelbarer Nachbar Afghanistans. China kann die USA/Nato auch in diesem Land „ärgern“. Z. B. tragbare Boden-Luft-Raketen an die Taliban verteilen oder ähnliches. Abseits vom Militärischen kann China hier auch politisch in vermittelnder oder gar befriedender Weise tätig werden und das politische Gewicht der USA/Nato in Afghanistan marginalisieren. Angesichts der Einkreisung mit existenzbedrohenden US-Raketenstationen muß China auch ein Interesse haben, daß der Nachbar Afghanistan frei von solchem Zeugs bleibt.
2.) Ein zukünftiger bedeutender Faktor wird auch der auch der m. E. in naher Zukunft unvermeidbare wirtschaftliche „Crash“ in den westlichen Staaten (und über diese hinaus) sein. Daß eine neue „Bankenrettung“ notwenig sein wird, ist ohnehin klar. Das meine ich aber nicht. Ich meine jetzt einen bevorstehenden Börsen-Crash. Nun ist ein Börsen-Crash zwar immer unangenehm für Aktionäre, Kapitalhalter (Banken usw.) und für die Staathaushalte (geringere Steuereinnahmen). Aber ein Börsenabsturz ist alle paar Jahre ganz normal und zu verkraften.
Aber diesmal wird der nächste Börsenabsturz sehr gefährlich und zu einer krisenartigen Situation führen. Dies liegt daran, daß die Geldüberschwemmung („Quantitive Easing“) der Wirtschaften durch die Zentralbanken (Fed, EZB, BoJ) – und auch deren „Nullzinspolitik“ – dazu geführt hat, daß ‚Gott und die Welt‘ in Aktien eingestiegen sind. Wo soll man sein Geld denn sonst lassen? Banken sind viel zu gefährlich und wackelig, Immobilien sind völlig überteuert, Gold+Silber bieten sich nicht an, da sie nicht krisensicher sind (bei einem Absturz der Wirtschaft werden auch Gold-Depots massenweise aufgelöst, da dann Cash gebraucht wird).
Verschärft wird die Lage dadurch, daß die aktiennotierte Unternehmen die billigen Kredite (Nullzinspolitik) dazu genutzt haben, massenweise ihre eigenen Aktien zurückzukaufen. Dadurch steigt ja der Kurs der eigenen Aktie – und damit die an die Großkopferten in den oberen Etagen der Konzerne verteilten Boni, da diese von der Höhe her fast immer an den Aktienkurs gebunden sind.
Es gibt auch Konzerne, die so fett Geld verdient haben, daß sie gar nicht erst Kredite für den Aktenrückkauf aufnehmen müssen. Bestes Beispiel ist „Apple“. Apple hat in den letzten Jahren wahnsinnig viel verdient und hat das Geld nicht nur in den Rückkauf eigener Aktien gesteckt, sondern hat sich, weil noch so viel Geld übrig war, voll in den Aktienmarkt im allgemeine eingekauft. Wo soll man mit dem Geld sonst auch hin? Apple ist praktisch das, was man vor einigen Jahrzehnten noch über Siemens spöttelte: „Eine Bank mit angeschlossenem Elektroladen“
Jetzt kommt noch die Schweizer Nationalbank hinzu: Der Franken notiert viel zu hoch. Dies, weil der seriöse schweizer Franken massenweise als Fluchtort für Sicherheit suchendes Geld ‚mißbraucht‘ wird. Unter dem hohen Franken leidet der schweizer Export und insbesondere die für die Schweiz wichtige Tourismusindustrie. Um den Wert des Franken zu senken, hat die schweizer Nationalbank deshalb die Geldmenge des Franken gewaltig erhöht. Denn wenn es etwas viel gibt, wird es ja billiger. Der so enorm vermehrte Franken (in Händen der Nationalbank) muß jetzt aber auch irgendwo angelegt werden. Also ist auch die schweizer Nationalbank massiv in den Aktienmarkt eingestiegen: http://finanzmarktwelt.de/wer-kauft-weiter-kraeftig-us-aktien-der-groesste-hedgefonds-der-welt-39145/ .
Auch das ölproduzierende Land Norwegen hat die Staatsgewinne aus der Ölförderung zur Sicherung der Renten und der Altersversorgung der Bürger schon seit Jahrzehnten in Aktien angelegt. Auch Norwegen ist sozusagen ein „Bank mit angeschlossener Tankstelle“.
Wenn jetzt der Aktienmarkt auch nur einmal deutlich herunterkommt (noch kein „Crash“!) kommt es nicht nur zu einer massenweise Wertvernichtung, sondern es kommt zu einer eskalierenden „Rückkoppelung“. Den z. B. die Konzerne, die auf Kredit („Kredit ist doch so billig“ – Nullzinspolitik) eigene Aktien zurückgekauft hatten, werden von den unruhig werdenden Kreditgebern (Banken, Fonds, Privatinvestoren) zur Hinterlegung einer höheren Sicherheit oder sogar zu Bedienung/Auflösung des seinerzeitigen Kredits aufgefordert. Um sich liquide zu machen, müssen diese Konzern ihre eigenen Aktien, der sie erst unlängst gekauft hatten, wieder auf den Aktienmarkt werfen. Notwendig brechen dadurch die Aktenpreise erneut gewaltig ein. Sogar Kreditgebern, die zuvor übermäßig flüssig waren, mangelt es nun an Liquidität. Sie werden jetzt die Bedienung ihrer Kredite auch von solchen Firmen verlangen, die Kredite aufgenommen hatten nicht zum Rückkauf eigener Aktien, sondern für ganz normale Investitionen. Und diese Betriebe kommen jetzt in finanzielle Schwierigkeiten. Das spricht sich herum. Und da richtig große Betriebe praktisch immer aktiennotiert sind, brechen die Kurse erneut(!) ein. Wegen der Rückkoppelung führt das zu einer weiteren Eskalation des Börseneinbruchs und nun zu einem wirklichen „Crash“. Da die „Rückkoppelung“ aber nicht aufgehoben werden kann, kann die ständige Eskalation des Absturzes – anders als noch vor, sagen wir mal: 10 Jahren – kein Ende finden.
Es wird also nicht bei einem einfachen Börsen-„Crash“ bleiben, sondern – anders als in der Vergangenheit – wird dieser „Super-Crash“ einfach keinen Boden finden.
Die Folgen für die westlichen Staaten, aber auch für China, Rußland, Ost- und Südostasien, Indien, Lateinamerika usw. sind unabsehbar! Die Kosten für die vielen Angriffskriege, die z. B. die Bundeswehr in Afghanistan, Syrien, Mali (über v. d. Leyens Mali-Krieg aber auch vom deutschen Syrienkrieg hören wir überhaupt nichts mehr!) usw. führt, sind vom Staatshaushalt nicht mehr finanzierbar. Die imperiale Kriegspolitik stößt nun zumindest finanziell an die Grenzen der Machbarkeit . Dies ist auch ein Faktor der zukünftigen Entwicklung.
Und daß das alles unmittelbar bevorsteht sehen wir z. B. am Chart des Dow seit ca. 2002:
http://www.imagenetz.de/f43a4ea0b/Dow.jpg.html . Aus dem weißen Trend ist der Dow bereits herausgefallen („Steigung war zu steil, die Pumpe macht nicht mehr mit“). Ja, er ragt „trotzig“ wieder ein bißchen in den weißen Trend hinein, nach der Chart-Technik heißt das aber nichts. Und was den roten Trend angeht, da ist der Dow bereits an der Oberkante. Der Dow steht sozusagen „auf dem Dach“. Und da geht’s dann nun mal nicht mehr höher (Beim Dax und anderen Indizes ist es kaum anders).
Ja gut, könnte man sagen, Aktienmärkte gehen rauf und runter, das ist ganz normal. Wenn man einatmet, atmet man anschließend aus. So ist das eben: Was soll daran schlimm sein? Schlimm daran ist dieses Mal, daß der Dow (und die andern Indizes) NICHT AUSATMEN DARF!
interessante Ausführungen. Ein Widerspruch. Es ist keine „Wertvernichtung“. Es sind Buchwerte die könnten ohne Probleme für die reale Wirtschaft einfach gestrichen werden.
Nein, so kann man das nicht sehen, finde ich..
Richtig ist, daß natürlich (fast) alles „Buchwert“ ist . Auch die „Geld“mengenvermehrung durch die Schweizer Nationalbank. Da wurden natürlich nicht Unmengen an Geldscheinen gedruckt. Die hätten im normalen „Geldumlauf“ auch gar nicht untergebracht werden können.
Wenn ich den Kaufpreis für ein neues Auto an das Autohaus überweise ist das natürlich ausschließlich ein „Buchgeld“- und „Buch“ungsvorgang. Da sieht niemand einen Geldschein.
Auch Schulden sind immer Buchwert. „Immer“ weil es kein Negativgeld gibt. Auch ein altmodischer Schuldschein ist kein Geld.
Und mit den Schulden fängt es wieder an. Bereits bei der Weltwirtschaftskrise 1929 hatten viele U/S-Bürger Aktien auf Kredit gekauft. Jahrelang war mit Aktien nur Geld zu machen gewesen. Was sollte da schief gehen? Aber als der Markt nun einbrach, hatten diese Kleinspekulanten nicht nur nicht gewonnen, sondern sie steckten bis über die Ohren in Schulden. Da wurde nichts „gestrichen“!
Heutigen Kleinaktionären und -spekulanten, die auf Kredit zocken, wird es genauso ergehen. Mein Augenmerk liegt aber auf den großen Firmen und deren Aktienkauf auf Kredit. Wenn der Markt einbricht und die – zumeist: eigenen – Aktienpakete unverkäuflich werden bzw. nur zu einem Minipreis abgestoßen werden können, dürften viel Betriebe und Konzerne überschuldet sein. Und das ist selbstverständlich ein Problem für die „Realwirtschaft“! Auch für die Kreditgeber übrigens (Banken, Großinvestoren usw.). Wenn ihre Gläubiger zeitgleich und in großer Anzahl nicht mehr zahlen können bzw. in Insolvenz gehen, wird sogar die finanzielle Existenz so manches Gläubigers auf dem Spiel stehen.
Warum sonst hat die Bundesregierung – allein für die deutschen Banken – bei der Bankenrettung ab 2008 ca. 285 Mrd. Euro an die Banken fließen lassen, wenn die Banken doch nur von massenhafte Ausfällen von „Buch“-Schulden betroffen waren. Dazu gut, Gysi:: https://www.youtube.com/watch?v=5B8DwyWLPE8 .
@sw
Es gibt natürlich einen Aspekt, der Deinem Einwand nahe kommt. Dies ist der Umstand, daß „Buchgeld“ einfach ins Nichts verschwinden kann – ohne daß es ein anderer bekommt. Natürlich ist das ein Wertverlust für den urspr. Berechtigten (VW könnte mit „Buchgeld“ in Höhe vom 15 Mrd. Euro sein Abgasschwindelstrafe problemlos bezahlen. Verdampft dieses Buchgeld bekommt VW echte Probleme).
Bemerkenswert aber ist doch, daß nicht nur die Zentralbanken (Fed, EZB, BoJ, BoE) „Buchgeld“ sozusagen aus dem Nichts schöpfen können, sondern daß dieses „Buchgeld“ in gewaltigem Maße auch wieder zurück ins Nichts fallen kann. Wenn so ein Aktienmarkt richtig abstürzt, verschwinden u. U. Billionen Euro, Dollar, Yüan, Yen, die niemand bekommt. Beim Poker wäre das nicht möglich: Was der eine verliert, bekommen die anderen. Das hat jedoch nichts mit „Buchgeld“ zu tun. Denn dasselbe wie für Poker galt auch für meine Skatrunden als Schüler, bei welchen immer angeschrieben (=“Buchgeld“!) wurde und es vielleicht erst in der nächsten Woche zur Auszahlung durch den/die Verlierer kam. Da ging auch nichts verloren.
Großartiger Journalismus aus tief empfundener Humanität und Aufrichtigkeit auf allerhöchstem Niveau.
Es spricht für die Qualität von Sibel Edmonds, dass sie angesichts eines möglichen, eigentlich wünschenswerten NATO-Zerfalls auch auf die enormen Gefahren einer solchen Entwicklung hinweist.
Man kann sich nur bedanken für diese Fenster zur Wahrheit, die von Dok immer wieder neu geöffnet werden.
Passend zu den beeindruckenden Analysen von Edmonds und Corbett die folgende Meldung.
Assad gegen Kurden: Im Syrienkrieg droht eine neue Front – SPIEGEL ONLINE
http://www.spiegel.de/politik/ausland/assad-gegen-kurden-im-syrienkrieg-droht-eine-neue-front-a-1108706.html
Nachdem der Westen in den letzten Jahren zunächst im Irak, dann auch in Syrien den Kurdenkonflikt für seine Interessen zu nutzen gesucht hat – Angela Merkel ist ja bekanntlich eine evangelische Christin, bei der die Benennung kurdischer Jungen nach deutschen Panzerabwehrwaffen große Freude auslöst – könnte die beschriebene Entwicklung den Syrienkrieg durch einen syrisch-türkisch-russischen Schulterschluss endgültig entscheiden – zu Ungunsten des Westens und Israels.
Steht der versuchte Putsch in der Türkei und die danach erfolgte Hinwendung zu Russland auch in Zusammenhang mit der Kurdenpolitik der USA? Planen die US neben einem Kurdenstaat im Norden Syriens, des Irak (und Iran) eine Spaltung der Türkei zur Errichtung eines Kurdistans von US Gnaden?
„Türkei und Syrien wenden sich gegen US-Verbündete“
„Russen und Syrer haben offenbar nicht die Absicht, sich von den jüngsten Drohungen aus Washington beeindrucken zu lassen: Sie müssen verhindern, dass mit Hilfe der Kurden-Miliz YPG ein Korridor entsteht, der Syrien spaltet. Auch das Nato-Land Türkei teilt die strategischen Ziele der Russen und Syrer.“
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/08/21/tuerkei-und-syrien-wenden-sich-gegen-us-verbuendete/
Das ehem.Nachrichtenmag und Bildfür“Intellektuell“ als Beleg. Ich bitte dich was soll der Schmarrn.
Danke für den informativen Artikel.
Mir war die Frau vorher nicht bekannt.
die Frau ist Super, mir 15 Jahre bekannt: auch über den Internatoinalen Drogen Schmuggel der Amerikaner und war die absolut sensationelle Frau auch rund um die 11.9.2001 Untersuchung, als sie outete, das das FB’I und CIA durchaus Details wusste, Terroristen sogar einfliegen liess und mit Visa ausstatttete
„die enorme weltweite Änderungen nach sich ziehen und die einen Dominoeffekt zum Guten oder zum Desaster entwickeln kann.“: ein Satz, den man sichz merken sollte! Bei der gegenwärtigen Gemengenlage ist „Desaster“ das wahrscheinliche Ergebnis.
Dem Hund hat man eine Wurst weggenommen, aus dem Bellen wird nun ein beißen.
respekt vor dieser frau, ich wünschte, wir alle hätten ihren Mut.