Schlagwörter

, , , , , ,

So lange sie in Syrien morden, sind Verbrecher wie der Ansbach-Bomber Muhammad Daleel moderate „Rebellen“. Mit diesem James-Dean-Label werden militante Fanatiker und Kopfabschneider, die mehrheitlich nichts anderes im Sinn haben, als einen „islamischen“ Staat saudischer Prägung im Irak und Syrien zu errichten, der deutschen Bevölkerung seit Jahren als legitime „Freiheitskämpfer“ verkauft, um den von Washington beschlossenen Sturz der Regierung Assad zu betreiben.

Ansbach_IS800

Ansbach-Bomber Muhammad Daleel

Wer sich über die Hintergründe des Anschlags von Ansbach ein Bild machen möchte, das annähernd der Wahrheit entspricht, sollte möglichst beide Seiten des Konflikts studieren. Im Falle Daleel gibt es sowohl die transatlantische Propaganda der Mainstreammedien, als auch Veröffentlichungen IS-naher Quellen.

Christoph Sydow vom SPIEGEL ist einer jener westlichen Kriegstreiber, die seit dem Ausbruch der Gewalt in Syrien Kriegspropaganda für militante Verbrecher und den Unfug einer „Demokratisierung“ des Landes im westlichen Sinne verbreiteten. Die wahren geopolitischen Hintergründe wurden gezielt verschwiegen. Die legitime und von der großen Mehrheit getragene syrische Regierung, die sich gegen Terroristen zu wehren hatte, die mittlerweile auch nahezu täglich in Europa zuschlagen, wurde dämonisiert, mit Sanktionen geschwächt und ihre fanatischen Gegner mit Geld, Logistik und Waffen aufmunitioniert. Der Terror, der heute nach Europa kommt, ist im Irak und Syrien geboren und aufgewachsen. Der journalistische Abschaum der transatlantischen Mainstreammedien hat ihn medial über Jahre gerechtfertigt, verschwiegen, verharmlost, gedüngt und gepeppelt.

Auch im Falle Syriens muss man sich vor Augen halten, dass mit einem wahrhaftigen Journalismus eine andere Realität möglich gewesen wäre. Wenn Militanz und Gewalt in Syrien nicht von der US-gesteuerten Lügenpresse gerechtfertigt und propagiert worden wären, wenn die Mainstreammedien diese Gewalt genauso verurteilt hätten, wie sie sich über jegliche oppositionelle Gewalt oder Terror im Westen echauffieren, dann hätte die Politik der EU und USA diese Verbrecher auch nicht unterstützen können. Wären die syrischen Terroristen isoliert worden, von Geld und Waffen abgeschnitten und aufgefordert worden, ihre Ziele friedlich und mit politischen Mitteln zu verfolgen, dann wäre Syrien heute noch ein funktionierender Staat, Hunderttausende würden noch leben, es gäbe keinen Millionen Flüchtlinge und die Regierung Assad hätte man in der Fortsetzung ihres Reformkurses unterstützen können.

Die Medien unter Kontrolle der USA haben diese Realität verhindert und mit ihrer Propaganda gegen die syrische Regierung den Boden für Terrorismus und Flüchtlingsströme bereitet.

Dass diese Lügenpresse nach wie vor Informationen unterschlägt, die ihren Herren in Washington nicht in den Kram passt und dass sie bewusst die Hintergründe des von ihr selbst befeuerten Terrorismus in der öffentlichen Wahrnehmung verkleistert, zeigt ein aktueller Artikel jenes Terrorpaten Christoph Sydow im SPIEGEL.

Spiegel_Ansbach_SydowDer Artikel von gestern Abend will angeblich zeigen, wer der Ansbach-Bomber Muhammad Daleel ist. Er stützt sich dabei unter anderem auf aktuelle Informationen des IS-Organs Amaq News Agency.

Der SPIEGEL strikt folgende Geschichte:

In dem nun aufgetauchten Video des Attentäters von Ansbach fällt noch eine zweite Passage auf: So sagt Mohammad Daleel, dass er seinen Treueeid auf den Anführer der Terrormiliz, Abu Bakr al-Baghdadi, mit dem Film „erneuere“. Daraus lässt sich schließen, dass er ihn schon einmal abgelegt hat.

Tat er das seinerzeit in Syrien? Oder legt Mohammad Daleel in den Aufnahmen bewusst eine falsche Fährte, um das Misstrauen der Öffentlichkeit gegenüber Flüchtlingen insgesamt zu schüren?

Ob Daleel hier eine „falsche Fährte“ im Auftrag des IS legt oder wieder einmal der Spiegel im Auftrag der US, darüber kann man nur Mutmaßungen anhand von Plausibilitätserwägungen anstellen.

Fakt ist: Um unerkannt in Deutschland unterzutauchen, ist der einfachste Weg, als Flüchtling hierher zu kommen und sich von Refugee-Welcome-Chören herzen zu lassen. Dass auf diese Weise auch Misstrauen gegenüber Migranten geschürt wird, ist allenfalls ein im Sinne des IS schöner Nebeneffekt. Daleel musste darüberhinaus, als er die Bombe baute, seinen Tod oder lebenslange Haft zumindest in Kauf genommen haben. Dass jemand in einer solchen Situation in einem „Abschiedsvideo“ Lügen (Treueeid auf Baghdadi) auftischt, erscheint nicht sehr plausibel, schließlich ist dies seine letzte Gelegenheit, die Dinge offen auszusprechen, die ihn im Leben wichtig waren.

Auf Twitter finden sich Informationen, die von der transatlantische Propaganda bisher totgeschwiegen werden. Nicht ausgeschlossen, dass man sie auch beim Spiegel gestern bereits vorliegen hatte. Sie kommen von einem Sprachrohr des IS und erzählen die Geschichte eines Mörders, der – so lange er in Syrien Menschen tötete – von der westlichen Propaganda als „Rebell“ verkauft wurde.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

https://twitter.com/jenanmoussa/status/758032999514537984

Nach Darstellung des IS ging Daleel also bereits vor dem Krieg in Syrien in den Irak, und kämpfte dort als „Mujahedin“ für ISI (Islamischer Staat im Irak), die aus Zarqawis Al Kaida im Irak hervorgegangen war.

Mit Beginn des Krieges in Syrien hat er dort mit verschiedenen Gruppen gegen die Regierung Assad gekämpft und sich Jabhat al-Nusra angeschlossen. Eine der Terrorgruppen, die von der westlichen Lügenpresse regelmäßig totgeschwiegen oder unter „moderate Rebellen“ subsummiert werden. Er kämpfte fortan in Aleppo bis er von einer Granate verletzt wurde und das Land zur Behandlung verlassen musste. Seit der offiziellen Deklaration des „Islamischen Staat in Irak und Syrien“ (2014) lebte er bereits im „Land der Ungläubigen“ Europa. Die Polizei habe seine Unterkunft angeblich einmal durchsucht und „Dank Allah“ nichts gefunden. Einen Tag vor dem Anschlag soll er den Ort ausgekundschaftet haben – ständig in Kontakt mit dem IS. Er wollte zahlreiche „Kreuzzügler“ auf dem Fest töten und als dies nicht gelang suchte er sich ein Lokal, wo er einige verletzte.

Was bedeutet das? Wenn es sich bewahrheitet – und es klingt durchweg plausibel – dann handelt es sich um einen jener Terroristen, dessen „Karriere“ ohne westliche Kriege im Irak und Syrien undenkbar wäre. Einer, der uns von der Lügenpresse noch als „Rebell“ verkauft wurde, während die syrische Bevölkerung schon unter seinem Terror leiden musste. Angesichts dieser Vita klingt seine im Asylverfahren erflunkerte und nun vom Spiegel aufgetischte Geschichte vom Flüchtling, der Angst vor Krieg und Gewalt hatte, wie purer Hohn.

Es wäre vollkommen naiv anzunehmen, der IS hätte nicht noch eine ganze Reihe solcher schlafenden Bomben nach Europa geschmuggelt und würde genau dies jetzt und jeden kommenden Tag erneut versuchen. Für die deutschen und europäischen Sicherheitsbehörden ist es genauso unmöglich, diese Leute komplett herauszufischen, wie das für den syrische Geheimdienst möglich war.

Selbst wenn man potentielle Täter im Verdacht hat, gibt es keinerlei Handhabe, solange es keine Beweise gibt. Der bestialische Mord an einem französischen Priester durch einen Täter mit Fußfessel ist dafür vielleicht das eindringlichste Beispiel.

Es gibt also absolut nichts, was für eine Beruhigung der Lage spricht und dieser Terror – das muss man sich immer wieder vergegenwärtigen – ist das Produkt westlicher Kriege und einer transatlantischen Lügenpresse, die diese Kriege medial vorbereitet und forciert hat. Dass diese Lügenpresse die Informationen des IS veröffentlicht, darf man getrost bezweifeln. Sie würden weiteren Menschen die Augen öffnen, was wirklich gespielt wird und wer für diese Verbrechen die Verantwortung trägt.