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Attac-Palaver: Süddeutsche, Spiegel und Co:
Die Leitmedien als Sprachrohr der politisch und wirtschaftlich Mächtigen

Am 30. Mai hielt David Goeßmann für die attac-gruppe München einen bemerkenswerten Vortrag, der nun auf YouTube verfügbar ist.

Er schlägt den Bogen von den Ursprüngen der modernen Propaganda zu Beginn des 1. Weltkriegs bis in die heutige Zeit, in der die Massenmedien das Denken der Menschen bestimmen.

Für regelmäßige Leser der Propagandaschau findet sich zwar einiges Bekanntes, dennoch ist der Vortrag besonders hörenswert, weil Goeßmann eigene Akzente setzt und in der zweiten Hälfte auf aktuelle Beispiele zu sprechen kommt.

Vom Afghanistankrieg über die Griechenlandkrise bis zum Klimaschutz: Der Medienkritiker David Goeßmann, Gründer von Kontext-TV, erläutert, wie deutsche Leitmedien die Realität systematisch filtern und die Ereignisse ideologisch rahmen. Anstatt Macht und Mächtige zu überwachen, fungieren die Mainstreammedien als Gatekeeper der Eliten. Das Ergebnis ist eine blockierte Demokratie.

Bild: David Goeßmann, Kontext TV

Moderne Massenmedien, so Edward Herman und Noam Chomsky in ihrem Standardwerk „Manufacturing Consent“, tendieren aufgrund institutioneller Filter dazu, Zustimmung zum politischen Kurs der Eliten herzustellen. David Goeßmann liefert eine Reihe von Belegen, wie auch deutscher Journalismus gemäß den Erwartungen des Propaganda-Modells funktioniert. Wenn sich die politischen und ökonomischen Eliten über einen Kurs verständigt haben, filtern die Medien unliebsame Tatsachen aus. Die Bedürfnisse und Interessen der Bevölkerungsmehrheit kommen dabei unter die Räder.

Dieses „Palaver von Attac München“ soll einen Leitfaden für kritischen Nachrichtenkonsum anbieten und zur Diskussion einladen.

Referent: David Goeßmann, Journalist, Gründer des Fernsehmagazins kontext-tv.de

Quelle: attac-München