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tplogoVor ziemlich genau einem Monat haben Staats- und Kon­zern­medien in einer abgestimmten Kampagne gegen Alexander Gauland ein vermeintliches „Zitat“ skandalisiert, dass ihm „Journalisten“ der FAS erst in den Mund gelegt und dort dann auch noch umgedreht hatten. Eine rassistische Beleidigung des früheren Verkehrsministers und CSU-Spitzenpolitikers Peter Ramsauer gegen einen griechischen Foto­reporter wird in der Lügenpresse hingegen heruntergespielt und infrage gestellt.

Ramsauer_Griechenland

„Rühr mich nicht an, du schmutziger Grieche.“

Das soll Ramsauer lautet glaubwürdigen Zeugenaussagen sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch zu einem Fotoreporter gesagt haben, als er vermutlich in das übliche Gerangel der Fotografen um die besten Plätze bei einem Besuch von Sigmar Gabriel bei Alex Tsipras geraten war.

Während es sich im Falle Gaulands um einen Politiker der AfD handelt, dem von Seiten der Journalisten ein Zitat in den Mund gelegt wurde, das nicht einmal eine rassistische Ansicht Gaulands wiedergab, sondern eine Ansicht darüber, wie möglicherweise ein Teil der Bevölkerung über Jerome Boateng denkt – einen Nationalspieler, den Gauland laut eigener Aussage gar nicht kannte-, handelt es sich bei Ramsauer um einen Spitzenpolitiker und ehemaligen Bundesminister der CSU und um eine unzweideutige und rassistische Beleidigung, für die es glaubwürdige Zeugen gibt.

Im Falle Gaulands drehte die gleichgeschaltete Lügenpresse in einer konzertierten Aktion geradezu durch. Die ARD brachte auf ihrem Desinformationsportal „tagesschau.de“ gleich mehrere Beiträge ohne zuvor Rücksprache mit Gauland gehalten zu haben oder den inhaltlichen Kern der Aussage richtigzustellen. In den Nachrichtensendungen der ARD-Hörfunkanstalten wurde das vermeintliche Zitat stündlich skandalisiert. Die Kampagne gipfelte darin, dass das „Thema“ ein Spiel der Nationalmannschaft überschattete und in der Talk-Show „Anne Will“ – nach der bekannten Masche „Fünf gegen Gauland“ – weiter ausgewalzt wurde.

Im Falle Ramsauers, derzeit Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, bemüht sich die Lügenpresse das Thema weitestgehend herunterzuspielen. Auf den Webseiten der tagesschau wurde ein einziger, die Äußerungen in Abrede stellender, kurzer Hinweis veröffentlicht:

Debatte um angebliche Beleidigung
Rangelei mit Ramsauer oder doch mehr?
Stand: 02.07.2016 02:51 Uhr

Anders als bei Gauland hat die Redaktion im Falle Ramsauers bereits ein Dementi eingeholt. Undenkbar, dass man es gewagt hätte, zu berichten, ohne vorher Rücksprache und Meinung des Ex-Ministers einzuholen.

In den „Nachrichten“ und Magazinen der Hörfunkanstalten der ARD findet der Skandal überhaupt nicht statt. Der WDR als die größte Anstalt schweigt sich komplett aus. Im Falle Gaulands hatte Buhrows Propaganda vor einem Monat auf allen Frequenzen die Trommeln gerührt und notorisch die Lüge verbreitet, Gauland hätte Boateng beleidigt. Die Konzernmedien, die ebenfalls durchweg Teil der Gauland-Kampagne waren und das Thema prominent auf den Frontseiten ausschlachteten, berichten nun vorwiegend kleinlaut, haben – anders als im Fall des AfD-Politikers – ebenfalls das Dementi Ramsauers parat und tun ihr Bestes, die rassistische Beleidigung herunter zu kochen.

Was in den gleichgeschalteten Mainstreammedien los wäre, wenn nicht Ramsauer, sondern ein Spitzenpolitiker der AfD dieses Worte gesagt hätte, kann sich wohl jeder vorstellen, der sich von der Lügenpresse nicht mehr für dumm verkaufen läßt.