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Das „Goodbye“ der Briten in Richtung EU ist – sollten die Machthaber in Brüssel und Berlin nicht einlenken – nur der Anfang vom Ende eines antidemokratischen Elitenprojektes. Dass es vom Mutterland des europäischen Parlamentarismus ausgeht und nun im Vaterland des europäischen Faschismus eine Welle der Propaganda und Desinformation auslöst, ist kennzeichnend für die gesamte Situation und Sinnbild einer als Farce wiederkehrenden europäischen Tragödie.

Was seit dem vergangenen Freitag in der deutschen Lügenpresse vorwiegend über die Engländer ausgekübelt wird, soll die wahren und berechtigten Motive der britischen EU-Gegner vergessen machen. Unterprivilegierte, Alte, Landeier und vor allem Rassisten hätten dort mehrheitlich gegen die EU gestimmt und viele von ihnen würden dies nun „bereuen“ – so die Märchen der zwangsalimentierten und politisch kontrollierten Hirnwäscher in ARD und ZDF. In Wahrheit hatte die Mehrheit der Briten schlicht und einfach die Nase voll davon, sich von einem Regime in Brüssel vorschreiben zu lassen, wie sie ihre eigene Gesellschaft zu organisieren haben.

Löst man sich innerlich von der gleichgeschalteten Propaganda einer deutschen Medienmeute und betrachtet die Dinge nüchtern und objektiv, dann sehen wir mit Blick auf das Referendum einen Feiertag der europäischen Demokratie. Sollten weitere Länder dem Beispiel der Briten folgen, öffnet sich plötzlich die ganze Weite des politischen Raumes für ein reformiertes europäisches Projekt, basierend auf selbstbestimmten und wahrhaftig demokratisch verfassten Nationen – vielleicht gerade noch rechtzeitig, bevor der Filz des Brüsseler Totalitarismus – der sich nun auch noch anschickt, die Bürger ungefragt mit CETA zu knechten – sich unwiderruflich verfestigt hätte.

Die widerwärtige Rolle der deutschen Staatsmedien wird auch in dieses europäische Kapitel eingehen. Die Erben des Joseph Goebbels, die schon im Auftrag Schäubles gegen griechische Volksabstimmungen hetzten, werden auch mit Blick auf den Brexit historisch auf der falschen Seite der Geschichte zu finden sein. Ihre ganze Verlogenheit und unverhohlene Absicht, die deutsche Öffentlichkeit zu manipulieren, statt zu informieren, zeigt sich exemplarisch in der aufgebauschten Berichterstattung über eine unbedeutende – und vor allem verfälschte – Online-Petition, mit der sie in ihrer grenzenlosen Dummheit die politische Aussagekraft und Wirkmächtigkeit eines staatlich organisierten Referendums untergraben wollten.

So berichtete die ARD nicht nur auf ihren Webseiten wiederholt und geradezu euphorisch über 2 Millionen am 25. Juni und „sogar“ 3 Millionen am 26. Juni, die sich angeblich auf besagter Online-Petition für ein neues Referendum einsetzen würden.

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Auch in tagesschau und tagesthemen wurde diese Petition prominent in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt.

ARD 25.06.2016 tagesschau

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Julie Kurz: „Das Referendum revidieren, unter anderem wegen einer Wahlbeteiligung unter 75%, das fordert eine Online-Petition,. Mehr als 1,5 Millionen haben sie bereits unterschrieben. Auch eine Petition für Londons Unabhängigkeit bekommt Zulauf.“

Zwischen tagesschau und tagesthemen war die Zahl der Unterzeichner dann auch noch von 1,57 Millionen auf 2,39 Millionen „explodiert“ – beeindruckend!

ARD 25.06.2016 tagesthemen

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Frank Jahn: „Am Liebsten möchten sie die Uhr zurück drehen. Mit einer Online-Petition für ein neues EU-Referendum versuchen sie es. Mehr als 2 Millionen haben unterschrieben.“

Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Nur zwei Tage, nachdem über 33 Millionen Bürger in einem staatlich organisierten Referendum ihre Stimme abgegeben haben, will die ARD mit einer lachhaften Online-Petition Stimmung und Propaganda gegen das Ergebnis verbreiten, weil es ihr politisch nicht in den Kram passt.

Nicht nur in tagesschau, tagesthemen und den Webseiten der ARD wurde diese dubiose Petition propagiert, sondern auch den gesamten Tag über in stündlichen Nachrichtenmeldungen und Magazinsendungen des ARD-Hörfunks. Gleichschaltung par excellence! Was tatsächlich dahinter steckt, hat offensichtlich nicht ein einziger Redakteur des mit Milliarden Euro gemästeten öffentlich-rechtlichen Staatsfunks recherchiert.

Auch das ZDF hatte diesen substanzlosen Mumpitz aus den gleichen Gründen der politischen Stimmungsmache in die Hauptnachrichten übernommen.

ZDF 25.06.2016 heute 19.00 Uhr

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Phoebe Gaa: „Fast 2 Millionen Unterstützer hat eine Petition, die ein neues Brexit-Referendum fordert – und ständig werden es mehr. Sie wünschen sich eine zweite Chance, doch die wird es wohl nicht geben.“

Im heute-journal wird der gleiche Mist erneut gesendet.

ZDF 25.06.2016 heute-journal

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Nicole Diekmann: „In London Protest gegen den Brexit und im Internet geht eine Petition für ein neues Referendum durch die Decke.“

Sie geht also „durch die Decke“, die zwielichtige Petition der vermeintlichen 3 Millionen, die – wenn es sie als reale Unterstützer tatsächlich gäbe – immer noch nur ein Bruchteil jener wären, die da am Donnerstag leibhaftig und demokratisch kontrolliert abgestimmt hatten.

In Wahrheit aber war schon zu diesem Zeitpunkt klar, dass die Petition in großem Ausmaß manipuliert war. Man musste sich dazu nur anschauen, wer da abgestimmt hat. Das sind eigentlich journalistische Mindeststandards, die man aber von Propagandaanstalten wie ARD und ZDF nicht erwarten kann. Wie oben gezeigt, hat die ARD tagesschau sogar noch einen Tag später, am 26. Juni, Stimmung mit den virtuellen 3 Millionen aus dem Vatikan, Nordkorea oder Ägypten gemacht.

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Bild anklicken, Tweet vom 25. Juni 15:17 Uhr!

Am 26. Juni hat die BBC – die diesen Mumpitz ebenfalls verbreitete – eingeräumt, dass es bei der Online-Petition keinerlei Kontrolle dahingehend gab, ob es sich tatsächlich um wahlberechtigte, britische Bürger handelte und dass man einem Betrug nachgehe. Spaßvögel hatten schon zuvor auf 4chan gezeigt, wie sie die Petition mit einem simplen Script manipuliert haben.

Die öffentlich-rechtlichen Propagandaanstalten ARD und ZDF haben die Zuschauer in ihren Hauptnachrichten bis heute nicht über die von ihnen zuvor verbreiteten Falschinformationen ausfgeklärt.

Wer sich darauf verlässt, von den Staatssendern unabhängig, umfassend, wahrheitsgemäß und unparteilich informiert zu werden – so wie es in den Rundfunkstaatsverträgen gefordert wird, ist einmal mehr der Dumme. Er wird tagtäglich für bescheuert verkauft, an der Nase herum und in die Irre geführt. Der eigentliche Skandal ist aber nicht nur die ganz offensichtlich nicht vorhandene Recherche und die Weigerung, solche Fehler den Zuschauern einzugestehen und zu korrigieren. Der eigentliche Skandal ist, dass hier erneut versucht wird, ein demokratisches Votum mit allen Mitteln – und seien sie noch so absurd – zu diskreditieren, weil das Ergebnis der eigenen politischen Agenda zuwider läuft.