Schlagwörter
Demokratie, Desinformation, Kriegspropaganda, Lügen, Neoliberalismus, Russland, USA, Verschweigen, Verzerren
Die Ökologisch-Demokratische Partei hat Dr. Daniele Ganser am 30. Mai zu einem Vortrag nach München eingeladen und der Termin war wieder mal in kürzester Zeit ausgebucht. Ganser wird begrüßt wie ein Pop-Star und liefert unterhaltsam und inspirierend ein großes Bild der globalen Machtverhältnisse vor dem Hintergrund unserer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Energiewende statt Erdölkriege
Wir wurden sozialisiert im Erdölrausch.
Wichtiger Hinweis: Die anfangs schlechte Tonqualität ist ab 2:17 min einwandfrei!
Krieg um Erdöl und Erdgas – Wo liegen die geopolitischen Interessen der USA und Russlands?
Dr. phil. Daniele Ganser – Historiker, Energie- und Friedensforscher, Buchautor
- Wieso werden Kriege geführt?
- Stimmt das Bild, das die Medien zeichnen?
- Wo liegen die eigentlichen Interessen der Großmächte?
Es erwartet uns ein ungeheuerlicher Blick hinter die Kulissen des internationalen Machtgefüges.
Weitere Informationen unter facebook.com/oedpmuenchen
Mitveranstalter: E. F. Schumacher-Gesellschaft für politische Ökologie e.V.
Dank an anonymuus für den Hinweis an den Propaganda-Melder!![]()

Okay
Das ist der Vortrag, über den sich ein prekär abhängiger Lohnlügner der SZ ziemlich abfällig geäußert hatte. Am Ende sinds 500 zahlende Zuschauer, die Veranstaltung ausverkauft.
Toller Vortrag!
Nur der „Wichtige Hinweis“ stimmt nicht. Die Tonqualität bleibt über den gesamten Vortrag hinweg miserabel. Nur am Anfang kommt aufgrund des Auftaktapplauses noch eine erhebliche Übersteuerung hinzu.
Naja, auch wenn ich ihn sehr schätze, ist mir doch bekannt, das es auch andere Theorien gibt, also im Bezug auf die Endlichkeit von Erdöl. Zum Beispiel sollen sich ja angeblich erschöpfte Erdölquellen nach einigen Jahren wieder aufgefüllt haben, so das da wieder eine Förderung möglich ist.
Siehe:
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2008/06/welche-energiekrise.html
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2010/01/wissenschaftler-bestatigen-erdol-ist.html
Zumindest hätte er darauf mal eingehen sollen, was er dazu meint. In einem früheren Vortrag zu Energien hatte er das auch nicht gemacht.
Es gibt verschiedene Theorien über die Entstehnung von Erdöl, das ist korrekt. Die im Westen vertretene ist eine Entsprechung der Kohlebildung: Organische Überreste werden überlagert, geraten unter Druck und werden in Millionen von Jahren zu Öl.
Demgegenüber steht die vor allem im Osten (der alten Sowjetunion zB.) vertretene Theorie, Erdöl stamme aus den Tiefen der Erde und würde kontinuierlich neugebildet.
Ich wage nicht, einzuschätzen, welche Theorie stimmt,. Und die Tatsache, daß erschöpfte Lagerstätten sich zum Teil wieder regenerieren, scheint die „abiotische“ Theorie zu stützen. Doch selbst wenn das der Fall wäre, so ist die Förderleistung nach einer solchen „Selbstregeneration“ erheblich geringer.
So oder so: Wir fördern derzeit viel zuviel Öl. Viel mehr, als sich gemäß der abiotischen Theorie nachbilden könnte. Damit bleibt Gansers Ansatz grundsätzlich korrekt.
mal wieder topvortrag von dr ganser
Vielen Dank für den Hinweis!
Wie immer ein sehr informativer Vortrag von Dr. Daniele Ganser, wie auch die anschließend halbstündige Fragerunde. Für Leute wie mich, die Ganser schon länger verfolgen, zwar nicht viel Neues dabei, aber es ist wohltuend, seine eigene Meinung/Erkenntnis/Einschätzung auf diese Art und Weise bestätigt zu bekommen.
Er nennt die Dinge beim Namen, holt die Leute dort ab wo sie stehen, so daß selbst der ideologisch Verblendetste und/oder Ahnungsloseste nicht umhin kann, dem folgen zu können, sofern er denn gewillt ist, sich mit den Themen vorurteilsfrei und sachlich auseinander zu setzen.
Ich war letztes Jahr auf einem seiner Vorträge in Witten und habe das Bashing per Presse und auch vor Ort von einer handvoll „Kritikern“ live miterlebt. Ausser platte Verleumdungen und Parolen können diese Leute bis dato nicht ein einziges für mich nachvollziehbare Argument bringen, welches Gansers Aussagen sach- und fachlich auch nur ansatzweise zu widerlegen in der Lage wäre.
In diesen verrückten Zeiten brauchen wir mutige Leute wie Ganser!
In dem Zusammenhang haben sich die ÖR gestern übrigens ganz wunderbar selbst erlegt. Ich hatte Langeweile und habe mir kurz vor zehn erst Teile der Regionalnachrichten von NDR und WDR angesehen. Topthema waren nachwievor die Unwetter der letzten Tage mit Tornados in Hamburg (NDR) bzw. Überschwemmungen in NRW (WDR). Der NDR-Nachrichtenonkel stellte sogar die Frage, ob die zunehmende Zahl an Filmchen mit Tornadosichtungen daran liegt, dass heutzutage alle mit Handys rumlaufen. Im nachfolgenden Bericht dann die klare Aussage, dass es in Hamburg noch nie einen Tornado gab. Sven Plöger durfte dann noch erklären, dass der übliche Nord-Süd-Jetstream über Europa dieses Jahr sehr schwach ist wegen des geringer werdenden Temperaturgefälles zwischen arktischer Polkappe und Äquätor, und sich die Wetterzonen deshalb kaum bewegen, usw.
Dann umgeschaltet auf ZDF und Marionetta Slomka in der Anmoderation gleich im ersten Satz: „Tornados hat’s in Deutschland schon immer gegeben, nur hat heutzutage eben jeder ein Handy mit Kamera in der Tasche…“
Und, zack, war die Kiste auch schon wieder ausgeschaltet.
Klimawandel? Den gibt’s hier nicht! Gehen Sie weiter, hier gibt’s nichts zu sehen.
Was ist das wieder für ein verdrehter Quatsch. Zuerst müssen die Erdölkriege geführt werden und dann kommt irgendwann die Energiewende. Die Reihenfolge ist wichtig und muß schon eingehalten werden.
Häh? Dein Beitrag ist unverständlich. Was hast Du denn an dem Vortrag nicht verstanden.
Er hat schon verstanden, hehe.
Schnell ausgebucht, wie ein Popstar: Psychologen wissen das schon sehr lange: Auch negative Werbung (im Mainstream oder bei Wikipedia“ ist gute Werbung (oder kann es jedenfalls sein). Hauptsache, man redet darüber. Ohne diese ständigen Diffamierungen wäre Ganser nicht einmal halb so bekannt, wie er es inzwischen ist.
Das ist doch mal eine positive Nachricht!
Danke für die Info!