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Assad, Demokratie, Desinformation, EU, Flüchtlinge, Kriegspropaganda, NATO, Propaganda, Russland, Syrien, Ukraine, USA, Verschweigen, Verzerren

Die Ukraine zwischen Faschismus, Pöbelherrschaft und Zerfall
Und jetzt, im Mai 2016, wird es immer deutlicher, wenn nicht sogar unleugbar, dass das ganze „ukrainische Projekt“ ein völliges Schlamassel ist, womöglich noch schlimmer und weitaus gefährlicher als das Schlamassel in Libyen oder im Irak.
von Übersetzung FritztheCat
Über die Rumpfukraine wird zur Zeit wenig geredet, vor allem nicht in den westlichen Konzernmedien, und es gibt einen guten Grund dafür: Das kurzlebige „Banderastan“ der Ukronazis fliegt auseinander. Das ist keine große Überraschung, denn das ganze Konzept war von Anfang an niemals tragfähig. Erinnern wir uns wie alles begann.
Es ist wichtig daran zu erinnern, dass es keine spontane Revolution oder einen Aufstand in der Ukraine gab, der Euromaidan hatte nichts mit Europa zu tun, aber viel mit den USA. Oh sicher, dem ukrainischen Volk hat man erzählt, es ginge um einen „EU-Beitritt“, aber diese Möglichkeit kam nicht im entferntesten in Betracht. Der einzige Zweck des Euromaidan war es, die Wiedergeburt „einer neuen Sowjetunion“ zu verhindern. So irre die Vorstellung einer UdSSR 2.0 sein mag, das war es, was in den stets paranoiden, sich selbst täuschenden und ignoranten Köpfen des „tiefen“ amerikanischen Staats war. Zwei der Hauptsprecher für diesen US „deep state“ haben sich deutlich geäußert:
Als erstes eine entscheidende Äußerung von Hillary Clinton Anfang Dezember 2012:
„Es gibt eine Bewegung zu einer Re-Sowjetisierung der Region…So wird man es nicht nennen. Man wird es eine Zollunion nennen, man wird es Eurasische Union nennen und so weiter…Aber in einem kann man sicher sein: Wir wissen was das Ziel ist und wir versuchen effektive Wege zu finden um das zu bremsen oder zu verhindern.“
Nun, es hat absolut keine Bedeutung darüber zu reden, ob Hillary mit ihrer Interpretation richtig oder falsch liegt. Was von Bedeutung ist: Sie und ihre politischen Meister glauben wirklich, dass Putin die Sowjetunion wieder erschaffen will.
Als nächstes müssen wir uns an eine weitere entscheidende Aussage erinnern, dieses Mal von Zbigniew Brzezinski, der schrieb:
„Ohne die Ukraine ist Russland kein Imperium mehr, aber mit der Ukraine – zuerst gekauft und dann gebändigt – wird es automatisch zu einem Imperium…Nach seinen Worten ist die Neue Weltordnung unter der Vorherrschaft der Vereinigten Staaten gegen Russland gerichtet und auf den Teilstücken Russlands errichtet. Die Ukraine ist der westliche Vorposten um eine Wiederherstellung der Sowjetunion zu verhindern.“
Nochmals: Es geht nicht darum, ob der üble Zbig richtig oder falsch liegt. Was entscheidend ist: Das war die wahre Ursache für den Euromaidan. Die Amerikaner wollten ein Anti-Russland an den Grenzen zu Russland errichten. Ein solches Anti-Russland wäre eine extreme Gefahr und ein destabilisierender Nachbar für Russland gewesen. Und hätte Russland in der Ukraine interveniert, dann wäre wieder ein köchelnder Kalter Krieg auf einem neuen Niveau entstanden, der den „Schutz“ Europas durch die USA für die nächsten 50 oder 60 Jahre gerechtfertigt hätte. Eine Win-Win Situation für Uncle Sam. Das war ein großartiger Plan, nur hat er natürlich nicht funktioniert.
Zunächst haben die Russen die Amerikaner zweimal kalt erwischt: Erstens durch die Anwendung militärischer Gewalt dort wo man es nicht erwartet hat (Krim) und zweitens, dass sie keine militärische Gewalt dort angewendet haben wo man es erwartet hat (Donbass). Das waren wirklich schlechte Nachrichten für das anglozionistische Imperium: Die Krim, das unumstrittene „Kronjuwel“ einer „unabhängigen Ukraine“, wurde ohne ein Todesopfer mit Russland wiedervereinigt, während der Donbass (mit Sicherheit der reichste und fortschrittlichste Teil der „unabhängigen Ukraine“) sich ohne jede offene russische Militärintervention lossagte. Das hatten die US Strategen nicht erwartet.
In totaler Verwirrung haben sie dem Militär und den Todesschwadronen der Ukronazis befohlen, die abtrünnige Region wieder zurückzuerobern, und die Junta hätte das beinahe geschafft. Nur ein verzweifelter letzter Widerstand der Novorussen, gefolgt durch die Öffnung eines großen Voentorg (wörtlich „Militärhandel“, der Name eines sehr bekannten Warenlagers für Waffen. „Voentorg“ bezieht sich jetzt auf die verdeckte Lieferung von militärischem Gerät an Novorossia) und ein gut organisierter „Nordwind“ (die Entsendung freiwilliger Militärspezialisten) haben das verhindert. Nach diesem kritischen Moment hatten die Ukronazis keinen weiteren größeren Erfolg mehr und ihre Offensiven in Saur Mogila und Debaltsevo endeten in einem völligen Desaster.
Danach hat die Junta in Kiew alles ausprobiert, von Bombardements bis zu willkürlichen Artillerieangriffen, dem Gebrauch von Phosphorgas, Terrorattacken, sogar mit ballistischen Raketen und natürlich der False Flag MH17. Aber nichts funktionierte. Die Novorussen hatten sich eingegraben und ihre taktischen Fähigkeiten und ihre Moral waren den Kräften der Junta haushoch überlegen. Noch schlimmer: Die Novorussen schafften es, wenngleich unter großen Schwierigkeiten, ihre Freiwilligenmilizen doch noch in eine geschlossen konventionelle Streitkraft umzuwandeln. Natürlich sind die Kräfte in Donezk und Lugansk, verglichen mit dem russischen Militär, mit ihren Fähigkeiten noch Lichtjahre hinterher, aber verglichen mit der sogenannten „ukrainischen Armee“ oder den Todesschwadronen der Nazis sind sie wesentlich fähiger und klüger.
Zweitens: Das Ausmaß der Misswirtschaft, der Korruption und der blanken Blödheit, die die neue, herrschende „Elite“ (sozusagen) an den Tag legt, hat wahrhaft afrikanische Qualitäten. Zum Beispiel haben diese nationalistischen Kretins wirtschaftliches Harakiri begangen, indem sie fast alle Beziehungen zu Russland abgebrochen haben. Diese Verbindungen waren zwar wichtig für Russland, aber für die Ukraine waren sie absolut lebenswichtig. Darüber hinaus haben Poroschenko und sein Klüngel aus pseudo-nationalistischen Oligarchen alles veruntreut was man veruntreuen kann und haben ganz einfach das Geld gestohlen, das der Westen als „Hilfe“ zur Unterstützung der Neuen Ukraine bereitstellte.
Drittens: Obwohl die westlichen Konzernmedien eine riesige strategische PSYOP organisierten, damit die Ukronazis als wohlmeinende Patrioten dargestellt werden, die zu Europa gehören und frei leben wollen: Die Orks waren mit ihren Worten, Taten und Symbolen so dumm und offen, dass es den Menschen im Westen zunehmend klar wurde, dass der Westen nicht mit ein paar „freiheitsliebenden Demokraten“ verhandelte, sondern mit rechtgläubigen Nazis ins Bett stieg. Nicht nur das, der Westen bezahlte sogar dafür, um mit denen ins Bett zu steigen. Nicht dass die Konzernlenker Europas zu zimperlich gewesen wären, mit psychopathischen Mördern ins Bett zu steigen. Aber im Fall der Ukraine bedeutete das den Verlust eines noch viel wichtigeren Marktes: Russland.
Und jetzt, im Mai 2016, wird es immer deutlicher, wenn nicht sogar unleugbar, dass das ganze „ukrainische Projekt“ ein völliges Schlamassel ist, womöglich noch schlimmer und weitaus gefährlicher als das Schlamassel in Libyen oder im Irak. Wenigstens besitzt Libyen eine kleine Bevölkerung und der Irak kann womöglich mit Hilfe des Iran in eine Art Normalität zurückgeholt werden, wenn denn der Westen damit aufhört, zur Destabilisierung der gesamten Region Daesh zu benutzen. Aber in der Ukraine leben noch ca. 40 Millionen Menschen (offiziell sind es 45 Mio., aber ohne die Krim, den Donbass und die Geflüchteten sind es jetzt wahrscheinlich unter 40 Mio.), voll in der Mitte Europas (zumindest wenn einer, im Gegensatz zu mir, „Osteuropa“ für einen Teil Europas hält). Und es zerfällt. Schnell.
Der Umsturz in der Ukraine wurde als ein Umsturz der „Millionäre gegen die Milliardäre“ beschrieben, und da ist viel Wahres dran. Die Oligarchen sind eindeutig eine der Hauptkräfte der Neuen Ukraine. Die andere Hauptkraft sind die Neonazis, größtenteils aus der Westukraine. Die dritte und oft vergessene Kraft sind die verschiedenen Mafia-Clans (ethnische und örtliche), die sich, obwohl oft mit eng mit den Oligarchen und Nazis verbandelt, von diesen beiden unterscheiden, hauptsächlich wegen der unterschiedlichen Motive und einer anderen Geisteshaltung. Das Wichtigste zu allen drei Gruppen: Sie sind jetzt bis an die Zähne bewaffnet. Richtig – die Oligarchen haben ihre eigenen „Sicherheitsdienste“, die Nazis haben ihre Todesschwadronen und die Mobster haben ihre Gangs aus bewaffneten Schurken. Zu den Polizisten der Orks: die halten sich raus. Aber die SBU (die KGB der Orks, Anm.d.Ü.: der Sicherheitsdienst der Ukraine), die in ihrer Geschichte noch nicht einen einzigen westlichen Spion erwischt hat, ist dermaßen mit Kidnapping, Folter und der generellen Terrorisierung auch noch der letzten übrig gebliebenen Anti-Nazi-Ukrainer beschäftigt, dass sie für Recht und Ordnung keine Zeit oder keine Lust mehr hat. Wenn überhaupt, dann ist die SBU im Grunde „zu vermieten“: An die Oligarchen, die Nazis und sogar an die Mobster.
Zu den ukrainischen Armeekräften: Sie bestehen vor allem aus Männern aus dem Osten der Ukraine und ihnen fehlt der ideologische Wille der Todesschwadronen, die hauptsächlich aus der Westukraine kommen. Und das erklärt zum Teil, warum weder die Regulären noch die Todesschwadronen in den Gefechten Erfolg hatten. Es steht fest, dass weder die Regulären noch die Todesschwadronen die Mittel oder den Willen besitzen, Recht und Ordnung wiederherzustellen, ganz zu schweigen davon, etwas gegen das wirtschaftliche Desaster zu unternehmen.
Mit anderen Worten: Es gibt überhaupt keine Rechtsstaatlichkeit mehr. Und wenn das Land bisher noch nicht den „somalischen Weg“ beschritten hat, dann liegt es vor allem an der Trägheit. Aber wenn die Folgen des wirtschaftlichen Zusammenbruchs offensichtlich werden, dann wird die Gewalt explodieren.
Jetzt wo die westliche Hilfe mehr oder weniger zum Erliegen gekommen ist und das Land bis aufs Hemd ausgeraubt wurde, hat die Zentralregierung immer weniger Einfluss auf die Regionen. Eine jede davon wird von örtlichen Oligarchen/Kriegsherren regiert. Das ist höchstwahrscheinlich der erste Schritt in einem unvermeidlichen Prozess der Auflösung der Restukraine mit Lvov und Ivano-Frankovsk, die zusammen ein Mini-Banderastan im Westen des Landes errichten werden. Odessa und die südliche Ukraine werden sich früher oder später von der Kontrolle Kiews lösen wollen und entweder unabhängig oder in der einen oder anderen Form zu Russland gehen. Und der Zentralukraine wird nichts bleiben außer marodierenden Gangsterbanden a la Mad Max.
Und das Donbass (und natürlich die Krim) sind für immer verloren – und Kiew weiß das. Der beste Beweis für diese Erkenntnis Kiews ist die unleugbare Tatsache, dass die Junta absolut keine Anstrengungen unternahm, die Menschen in den abtrünnigen Regionen der Ukraine dafür zu gewinnen, in die Arme Kiews zurückzukehren. Anstatt die Renten zu bezahlen (wonach sie gesetzlich verpflichtet wären) haben sie die Pensionsgehälter der Menschen im Donbass gestohlen. Und zur Krim hat Kiew eine Wasserblockade, eine Transportblockade, eine Lebensmittelblockade und eine Stromblockade verhängt. Und während Russland alles Nötige für die Menschen auf der Krim zur Verfügung stellte, wird die engherzige und äußerst miese Schikane die Menschen auf der Krim kaum für die Nazijunta in Kiew erwärmen. Tatsache ist, dass es Kiew schon lange aufgegeben hat, die „Vatniki“ zu überzeugen. Man hat sie eh immer schon gehasst und als untermenschliche halb-asiatische Bastarde betrachtet.
Der neue Vorsitzende der Verkhovna Rada, des ukrainischen Parlaments, und die Nummer Zwei im Staat ist Andrei Parubii, ein offenkundiger Nazi mit mentalen Problemen, so behaupten Gerüchte, er redet jetzt ernsthaft über einen Visa-Zwang mit Russland. Damit hindert er 4-5 Millionen Ukrainer in Russland daran, in Russland zu arbeiten und Geld nach Hause zu schicken. Das hört sich verrückt an? Ist es auch. Aber das sind die gleichen Leute, die den ukrainischen Luftraum für russische Fluglinien sperrten, was dazu führte, vorhersehbar, dass Russland seinen Luftraum für Ukrainer gesperrt hat. Ein Blick auf die Landkarte zeigt, wer dabei mehr verloren hat.
Und wenn die Wirtschaft zum Stillstand kommt, dann werden die ideologischen Grabenkämpfe nach und nach durch primitivere Formen des Wettbewerbs um Waren und Dienstleistungen ersetzt, in manchen Regionen sogar um Lebensmittel und Unterkünfte. Wenn dieser Prozess einsetzt, dann wird sich die Rumpfukraine vom Faschismus in eine Ochlokratie (Pöbelherrschaft) verwandeln und dann wird die Rumpfukraine wahrscheinlich zerbrechen und eine neue Flüchtlingswelle wird die EU überschwemmen.
Das Erstaunlichste an dem Ganzen ist, dass sich die ukrainischen Nationalisten das alles wirklich selbst angetan haben. Wenn die Ukraine zwischen 1991 und 2014 auf inkompetente und korrupte Art regiert wurde, so haben sich die neuen Führer in Kiew auf einen Weg gemacht, den man nur als selbstmörderisch bezeichnen kann. Betrachtet man das Chaos in der heutigen Ukraine, dann ist es kaum zu glauben, dass 1991 die Ukraine ein hoch entwickeltes Land war, mit einem enormen Potential und es schien enorm davon zu profitieren, eine natürliche Brücke zwischen dem Osten und dem Westen zu sein. Die gegenwärtige Apokalypse ist ausschließlich handgemacht, angestachelt durch hasserfüllte ideologische Verblendung, ein fantastisches Ausmaß an Korruption und einem offensichtlich völligem Mangel an gesundem Menschenverstand.
Den Ukrainern wurde ein Zukunft wie Deutschland versprochen, stattdessen haben sie Somalia bekommen. Für all jene, die in diese gigantische Täuschung verwickelt waren, wird ein dickes Ende kommen.
ganz an ARD & ZDF vorbei
Ein offener Brief an Angela Merkel:
http://www.fit4russland.com/widerstand/1692-ein-offener-brief-an-die-deutsche-bundeskanzlerin-angela-merkel
Da werden die Tage einige Telefone klingeln.
Wollen ihre wohlwollenden Unternehmer wieder mit so einem kriminellen Umfeld von Parteien in Verbindung gebracht werden?
Sieht man nach Syrien, Libyen und Ukraine etc.., so ist das Massenmord für die Todsünde der Gier Fr. Merkel.
Was für eine Schande.
Um das klar zu stellen: Nicht der wunderbare Brief ist eine Schande, sondern unsere Bundesregierung, richtig so?
Gut, dass du das richtig stellst.
Allerdings wäre wohl keiner außer dir auf so eine Idee gekommen.
Das beste Video vom PUTSCH – Mc Cain
(der NATO-GRÜNE Cem Özdemir machte den Bückling
vor dem Typen – Fotobeweis unten im Artikel > goo (punkt) gl/lDDuK5 )
John McCain, Elmar Brok, Cem Öedemir und die SWP Berlin Kriminellen auch mit den Gangstern des Auswärtigen Amtes eine Einheit. auch ein Guido Westerwelle war auf dem Maidan, Völkerrechts widrig, ebenso lieferte über die VAE, Clemens von Goetze Waffen nach Libyen an Terroristen und dann die kriminelle Energie des Volker Perthes SWP-Berlin mit Syrien. Unglaublich was für Verbrecher gut dotierte Staats Jobs haben
„Den Ukrainern wurde ein Zukunft wie Deutschland versprochen, stattdessen haben sie Somalia bekommen.“
Genauso wäre auch die DDR geendet, wenn die BRD nicht aus taktischen Gründen diesen Landesteil gepäppelt hätte. Wie hätte das in der Welt ausgesehen, wenn die DDR dahingesiecht wäre? Also musste alles getan werden um „blühende Landschaften“ aufzubauen. Auch in der DDR hätten sich wohl Oligarchen bereichert (so haben es die „Alteigentümer“ aus dem Westen getan) und das Volk wäre verarmt wie Russland unter Jelzin. Das bedeutet kein Lob für die BRD, nur für ihre geschickte Taktik. Und so muss die ehemalige DDR als leuchtendes Beispiel für die fallenden Oststaaten (und alle anderen) herhalten.
„Genauso wäre auch die DDR geendet, wenn die BRD nicht aus taktischen Gründen diesen Landesteil gepäppelt hätte. Wie hätte das in der Welt ausgesehen, wenn die DDR dahingesiecht wäre?“
Eine zu simple Sicht. Die DDR war eben auch viel mehr Kapitalismus als die meisten denken – als verlängerte Werkbank des Westens. Der Wohlstand des Westens war die Armut des Ostens (wenn man das so nennen mag, bei bestimmten Dingen war die DDR nämlich nicht arm). Die DDR hat zwar Sozialismus gepredigt, aber seit Honnecker einen defacto Monopolkapitalismus in Innern durchgezogen. Mit seinen staatlichen Werkzeugen und einschl. einer alternativlosen Ideologie (ja genau wie heute) hat es dieses System konserviert und den Zerfall eingeleitet. Vor allem hat es sich auf einen „Partner“ im Westen eingelassen, der schon damals von Freiheit und Demokratie predigte, aber letztlich doch nur die Rendite pflegte und gierig nach dem bis dato Unerreichten strebte. Die DDR wurde so über Schulden genauso erpresst, wie jedes Dritte Welt Land bis in die heutige Zeit.
Was war denn die Übernahme der der DDR vor allem? Sie war ein gewaltiges Konjunkturprogramm für die westliche Wirtschaft. Die war nämlich in einer tiefen Krise, das Land war längst aufgebaut, der Konsum geriet an seine Grenzen. Die ersten Zeichen der Globalisierung wurden sichtbar, Industriezweige (z.B. Textil und Schiffbau) dümpelte dahin und Arbeitslosigkeit stieg.
Und um diese Konjunkturspritze für das darbende Kapital maximal zu gestalten, musste bei den „armen Brüdern und Schwestern“ im Osten soviel Porzellan wie möglich zerschlagen werden. Eines wird schlichtweg ausgeblendet: dass nämlich die DDR trotz allem ein hochentwickeltes Industrieland mit exzellenter Bildung und Forschung und einer ganzen Reihe wettbewerbsfähiger Unternehmen war. Unternehmen die mit aller Macht von den tollen Machern aus dem Westen herunter gewirtschaftet wurden um sie zum Schrottpreis zu verschleudern und in Spekulationsobjekte zu verwandeln.
Dass die DDR „aufgepäppelt“ wurde, ist eines der schäbigen Propaganda-Märchen, an die wir allzu gern glauben.
Beste Grüße
ped43z
eine wichtige Klarstellung!
Als Musterbeispiel für die „Übernahme“ des Ostens sehe ich den Zuschlag an Kali+Salz für den kompletten DDR-Kalibestand (damals fast 1/3 der Weltkaliproduktion!). Kostenpunkt: 1,- DM
K+S legte daraufhin die kompletten östlichen Betriebe still (die Ressourcen gehören freilich immer noch K+S, und können gehoben werden, sobald die West-Schächte nichts mehr hergeben) – mit der Folge, dass auf dem Weltmarkt das Angebot um ein Drittel zurückging – die Preise nach oben gingen (Oligopol mit Kanadiern & K+S >50% des Weltmarktes) und sich der Aktienkurs von K+S mehr als verzehnfachte.
Soweit zur „Aufpäppelung“ des Ostens. Der Vertrag mit K+S ist übrigens Verschlusssache und darf weder von der Öffentlichkeit noch von den Abgeordneten des thüringischen Landtages eingesehen werden.
Oh, Kali … das war eine ganz böse, böse Geschichte, die damals – im Gegensatz zu anderen Sauereien – sogar Medienthema war.
Es war auch sehr schön mitanzusehen, wie die Fördergelder für die Werften in Mecklenburg-Vorpommern plötzlich in Bremen auftauchten. Die Werften hatten auf Jahre volle Auftragsbücher und wurden geschliffen. Das war aber mehr Thema fürs Lokalblatt.
„Der deutsche Goldrausch“ – sehr lesenswert.
Die Treuhandakten sind nicht ohne Grund für (mindestens?) 50 Jahre unter Verschluss.
Und Rohwedder wurde auch nicht ohne Grund erschossen.
Na ja, die Sache mit den blühenden Landschaften, die der Helmut versprochen hat, diskutiere ich höchst ungern.
Die Armutsgefährdungsquote war 2007 (Neuere Zahlen habe ich leider auf die Schnelle nicht gefunden.) in den „neuen BL“ doppelt so hoch wie in den alten (Altersgruppe 0-64 Jahre). In der Generation ü65 war sie damals gleich, was vermutlich dadurch zu erklären ist, dass die Generation Ost, die zwischen 1990 und 2000 etwa in Rente gegangen ist, noch sehr durchgehende Erwerbsbiographien hatte.
Das reißen auch niedrige Baulandpreise nicht raus.
Ein sehr guter Artikel! Danke.
Schaut mal auf der Seite vom Saker bei den Kommentaren. Da findet man einen sehr interessanten Kommentar von Uncle Bob 1.
Ist zwar englisch, aber sehr lesenswert!
Apropos „übler Zbig“: Was ist denn in Jens Berger gefahren, ausgerechnet in den Nachdenkseiten die neuesten Ideen des üblen Zbig bezüglich der Festigung des Imperiums zu veröffentlichen?
http://www.nachdenkseiten.de/?p=33386
Man muss seine Feinde kennen – ganz einfach!
http://www.amazon.de/Tell-Truth-Shame-Devil-2015/dp/193778729X
Die eingefrorene Situation muss irgendwann wieder aufbrechen. Denn die Ukraine ist kein Gebilde, das von sich aus überleben kann. Es wird immer schlimmer und der Westen hat eine immer größere Last zu tragen. Vor allem, natürlich, Europa auf Befehl der USA. Doch irgendwann wird auch Europa dagegen rebellieren. Am Ende brökelt die Macht der USA durch die ganze Situation noch weiter.
Die EU.
Da wollen wir doch hoffen, dass das Machtzerbröseln der U.S.A. so schnell gehen möge, dass sie nicht mehr genug Zeit haben, die Welt endgültig und komplett in Brand zu stecken.
… die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt.
@ Dok, danke für die Antwort, alles wieder in Ordnung. Ich habe gestern auf Phönix
die Aufteilung Afrikas angesehen 1840, beteiligt waren Deutschland, England,
Portugal, Frankreich, Amerika, Belgien, es ging um die Verteilung der Bodenschätze.
Sehr lehrreich es sich an zusehen. Ich wurde gleich in die heutige Zeit versetzt zum
Vergleich. Ihr Artikel wieder ein Volltreffer. MfG
Super-Artikel! Treffender kann man es nicht formulieren. Die russische Seele vergisst nicht.
Gut auf den Punkt gebracht.
Wobei „gut“ das falsche Wort ist. „Treffend“ paßt besser.
ein hervorragender Artikel, ja, der Saker ist schon klasse.
die einzigen, die mal wieder nichts kapieren (bzw. nichts kapieren wollen), sind merkel und steinmeier.
Die kapieren sehr wohl, was da abgeht. Denn das, was dabei rauskam, nämlich ein failed state direkt an Russlands Westgrenze ist genau das, was herauskommen sollte – ein ewiger Quell der Unruhe und Unsicherheit. Merkel oder Steinmeier ist das total wurscht – persönliche Konsequenzen für die beiden sind ja weit und breit nicht in Sicht und der Plebs geht ihnen völlig am Arsch vorbei !
MfG
tja, leider, aber vielleicht gibt es irgendwann ja mal ein nürnberg 2.0.
Nicht ganz, die wissen schon genau, was sie tun für den Hegemon. Die VSA stänkern und unterminieren wo sie können, Die EU ist nur ein erbärmlicher Vasallenhaufen, der als Begleitmusik und zur Finanzierung mißbraucht wird. Wurde ja sehr schön beim ESC vorgeführt! Einfach nur noch ekelerregend.
da stimm ich ihnen zu.