Schlagwörter

, , , , , ,

spiegel_online_logoMit einem einzigen Satz die Welt auf den Kopf stellen, Täter zu Opfern machen und Opfer zu Tätern. Und das auch noch so, dass die Konsumenten es nicht im Geringsten bemerken – das ist die hohe Kunst der Propaganda.

Dass man diese Manipulationen beim Spiegel aus dem Ärmel schüttelt wie Trickbetrüger einen Satz gezinkter Karten, sollte niemanden mehr verwundern. Das Hamburger Magazin und sein Online-Kanal hetzen seit Jahren mit massiver Desinformation und einseitiger Propaganda für Krieg und Destabilisierung Syriens. Jetzt schießen sie auch noch einem mutigen türkischen Journalisten in den Rücken, auf den es heute schon einen Anschlag des türkischen Staates und den eines irren Attentäters gegeben hat.

Eine der unangenehmen Wahrheiten, die die westliche Propaganda seit Jahren aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verdrängen sucht, ist die unverhohlene Unterstützung der Türkei für militante Kämpfer und Terroristen in Syrien. Lieferungen von Saringas, Ölgeschäfte mit dem IS, False-Flag-Anschläge und Pläne für eben solche, ein abgeschossenes türkisches Kampfflugzeug und zuletzt der Abschuss eines russischen durch die türkischen Verbrecher sind nur die bekanntesten Schandtaten, mit dem NATO-Mitglied Türkei den Krieg im Nachbarland betreibt.

Einer der mutigen türkischen Journalisten, die die Waffenlieferungen Erdogans an syrische Terroristen aufdeckten, ist der heute vor Gericht verurteilte und obendrein von einem bewaffneten Täter attackierte Can Dündar. Als ob all das noch nicht genug wäre, schießen ihm am selben Tag auch noch die eigenen „Kollegen“ der Hamburger Schmierenjournaille in den Rücken.

SPON_Dündar1527

Bild anklicken, SPIEGEL ONLINE!

„Dündar und der Hauptstadtkorrespondent Erdem Gül müssen sich unter anderem wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente, versuchten Umsturzes der Regierung und Unterstützung einer Terrororganisation verantworten. Hintergrund der Anklage war ein Bericht der „Cumhuriyet“ über angebliche Waffenlieferungen der Türkei an Extremisten in Syrien aus dem vergangenen Jahr. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte Anzeige gegen Dündar und Gül erstattet. Sowohl Erdogan als auch der türkische Geheimdienst MIT wurden im Prozess als Nebenkläger zugelassen.“ (SPON)

Dass das kleine aber feine Wörtchen „angeblich“ in diesen wenigen Sätzen an den falschen Stellen platziert wurde, ist ganz sicher kein Zufall. Tatsächlich muss sich Dündar nicht wegen „versuchten Umsturzes“ und „Unterstützung einer Terrororganisation“ vor Gericht verantworten, sondern wegen dieser erhobenen Vorwürfe! An dieser Stelle wäre also ein „angeblich“ oder eine andere Infragestellung zwingend notwendig gewesen, will man die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bzw. des Klägers nicht als erwiesene Fakten erscheinen lassen.

Andererseits stellt der SPIEGEL dann – trotz erdrückender und öffentlich bekannter Beweise -, die Recherchen Dündars infrage, indem man von „angeblichen Waffenlieferungen der Türkei an Extremisten in Syrien“ schreibt. Peng! So schnell ist die Welt auf den Kopf gestellt und ein mutiger Journalist und seine Arbeit diskreditiert.