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kenfmWenn man sich tagtäglich mit moralisch verkommenen Kriegs- und Volks­ver­hetzern in den Staats- und Konzern­­medien beschäf­tigen muss ist es geradezu eine Wohltat, Menschen wie Bernd Duschner eine Weile zuzuhören, die nicht nur die Wahr­heit offen aussprechen, sondern die Humanis­mus, Moral und echte Werte vorleben. Werte, die von der Lügen­presse regelmäßig nur missbraucht werden, um Eliten­interessen durchzusetzen.

KenFM im Gespräch mit: Bernd Duschner

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Bernd Duschner wurde 1951 in Nabburg in der Ober­pfalz geboren. Nach dem Abitur hat er Volks­wirt­schaft an der UNI Erlangen-Nürnberg studiert. Heute arbeitet er als Firmen­kunden­betreuer für eine große Ver­sicherungs­gesell­schaft. Unter dem Eindruck des Nato-Luft­krieges gegen Jugo­slawien hat er 1999 mit Freunden den Verein „Freundschaft mit Valjevo e.V.“ gegründet, der sich jetzt auch für Hilfs­bedürf­tige in Syrien engagiert.

Ein Auszug aus dem Gespräch:

Bernd Duschner (40.min): „Man muss sich immer anschauen, was nach dem Krieg in diesen Ländern passiert. Das ist eigentlich immer das Gleiche. Man eignet sich das Land an. Das heißt: man privatisiert alles, was an Rohstoffen da ist, an Fabriken. Privatisiert heißt, es wird verkauft. Wer kann es kaufen? Wer finanziell betucht ist. Wer das Plazet der Besatzungsmacht hat. Der kann aufkaufen. Das passiert.

Man baut die Zölle ab. Damit man mit den eigenen Waren sich den Markt nehmen kann. Überschwemmt ihn. Sie sehen das ja, wenn Sie nach Valjevo gehen beispielsweise, dass sie in den Geschäften nur fremde Ware haben und haben dann deswegen Massenarbeitslosigkeit. Die Märkte sind nicht mehr geschützt.

Wir haben ja im 19. Jahrhundert, als England die führende Wirtschaftsmacht war, haben wir das Deutschland ja mit hohen Zöllen geschützt, damit die eigene Industrie erstmal Absatzmärkte hatte. Damit sie einstellen konnte und das Land sich entwickeln konnte. Und erst als man auf gleicher Augenhöhe war, dann kann man sagen: OK, jetzt baue ich ab und es können auch die anderen Produkte rein.

Und Serbien hätte nach dem Krieg sowas auch gebraucht. Einen geschützten Markt. Es hätte Entschädigung gebraucht. Das fehlt mir übrigens auch in der Friedensbewegung, dass man ganz klar sagt: Wir haben das Land zerstört, jetzt müssen wir Wiederaufbau leisten. Oder Irak. Man geht her, man überfällt ein Land. Sagt: Das waren Massenvernichtungsmittel. Man wusste, die konnten nicht da sein, es waren vorher UN-Inspektoren dort – über Jahre…“

Jebsen: „Man gibt später auch zu, dass man getäuscht wurde oder hat…“

Bernd Duschner: „…bewusst, bewusst getäuscht hat! Dann besetzt man das Land. Man strengt sich an, irgendwelche Massenvernichtungsmittel zu finden, findet sie natürlich nicht und dann bleibt man in dem Land acht, neun Jahre, hält es besetzt. Schlägt jeden Widerstand nieder und strukturiert das Land völlig um für die eigenen Bedürfnisse. Das heißt Privatisierung. Das heißt, öffnen für die eigenen Produkte. Und alles, was hier gemacht wird, in die Infrastruktur reingesetzt wird, diese Aufträge gehen ins eigene Land. Und wenn ich das anschaue, dann weiß ich, um was es gegangen ist.“

Jebsen: „Würden Sie sagen, dass das, was wir im Moment tun mit der NATO, dass das Eroberungskriege sind? Es geht um die Eroberung von Märkten, damit bei uns vollbeschäftigt werden kann?“

Bernd Duschner: „Es geht klar um die Eroberung von Märkten – Absatzmärkten. Es geht um Zugriff auf wichtige Rohstoffe. Es geht um politische Einflussbereiche – ganz klar, nichts anderes. Es geht nie… man kann nicht mit Bomben eine humanitäre Entwicklung fördern. Will man auch gar nicht. Sie können auch nicht ein Land, indem sie es unter militärischen Druck setzen, unter Embargo setzen, es bedrohen, erwarten, dass sich da irgendeine Demokratie entwickelt. Das ist völlig verrückt.“

Veröffentlicht am 04.05.2016

Stell dir vor, es ist Krieg und einer schaut hin.

Bernd Duschner ist Versicherungsvertreter. Er lebt davon, Menschen Policen zu verkaufen, die immer dann greifen, wenn das Schicksal einen Tiefschlag landen konnte.

Krieg ist ein solcher Tiefschlag, nur dass dann keine Versicherung aufkommt. Krieg gilt als höhere Gewalt, um zu verschleiern, dass Krieg von Menschen gemacht wird. Vorsätzlich. Damit hat Krieg mit höherer Gewalt überhaupt nichts zu tun. Krieg ist ein bewusster Akt, keine Naturkatastrophe.

Spätestens seit dem Zweiten Weltkrieg gelten Angriffskriege als völkerrechtswidrig und damit als Schwerverbrechen. Umso unerträglicher war es für Bernd Duschner, als er mitbekam, wie das wiedervereinigte Deutschland sich an den Bombenteppichen gegen den souveränen Staat Jugoslawien beteiligte. Dieser Krieg war der Sündenfall für das mauerlose Deutschland.

Das seinerzeit von den Medien verkaufte Feindbild „Serbe“ war die Basis, um über 70 Tage Bomben über großen Teilen Jugoslawiens abwerfen zu können. Die anschließenden Sanktionen richteten weiteren Schaden an. Nur wer wurde da eigentlich geschädigt? Der Staatchef, den man im Westen zum Aggressor erklärt hatte, oder die Zivilbevölkerung?

Wir alle kennen die Antwort, nur die meisten von uns sahen diesem Unrecht damals tatenlos zu. Anders Bernd Duschner. Er gründete einen Verein, um Menschen speziell in Serbien zu helfen.

Duschner machte sich die Mühe, genau hinzusehen. Er dekodierte die Kriegspropaganda und reagierte mit persönlicher humanitärer Hilfe, zu der er sehr viele Menschen in seiner Stadt Pfaffenhofen ebenfalls animieren konnte.

KenFM traf den Mann, der damals in Serbien nicht wegsah und heute Kindern aus Syrien, die dringend medizinische Hilfe benötigen, nach Deutschland holt. Gegen alle Widerstände der Behörden.

Freundschaft mit Valjevo e.V.