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ard_logoAm 30. März 1941, nachdem Hitler der Wehrmachtführung seine Kriegsziele mitgeteilt hatte, notierte Joseph Goebbels in sein Tagebuch:

Unser Aufmarsch ist fast vollendet. Draußen hat kein Mensch auch nur eine Ahnung, was der Führer vorhat. Umso vernichtender werden seine Schläge sein. Unsere Tarnung ist vollkommen gelungen.

Schon Adolf Hitler benutzte jene Methoden der Kriegspropaganda, die wir heute wieder tagtäglich in den Staats- und Konzernmedien vorgesetzt bekommen: Lüge, Täuschung, Feindbildung – militärische Aufrüstung zur angeblichen „Verteidigung“.

Kaum ist Kriegsministerin von der Leyen (schon die Bezeichnung „Verteidigungsministerin“ ist lupenreine Propaganda) mit neuen Befehlen zurück aus Washington wird die Eskalationsschraube der NATO weiter angezogen. Deutsche Soldaten sollen wieder an die Ostfront – dorthin, wo nach dem letzten verbrecherischen Überfall Deutschlands noch nicht einmal alle Knochen ihrer Großväter ausgegraben sind.

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Quelle: SPIEGEL

Die Lügenpresse aus Staats- und Konzernmedien – seit dem Ende des letzten Krieges unter Kontrolle der anglo-amerikanischen Besatzung – verkauft diese militärische Eskalation wie weiland Joseph Goebbels. Man „engagiere“ sich gegen eine „Bedrohung“ durch den „Expansionskurs“ Russlands. Was für eine irre Verdrehung der Realität!

Zur Rechtfertigung der weiteren Kriegstreiberei werden herbeifantasierte „Ängste“ osteuropäischer Staaten und die angebliche „Annexion“ der Krim angeführt. Letzteres bekanntlich eine Folge westlicher Expansion und eines militanten Putsches gegen eine demokratisch gewählte Regierung in der Ukraine.

Für deutsche Soldaten kann es eigentlich nur eine Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg geben: Jeden Vorgesetzten umgehend zu entwaffnen und festzusetzen, der sie auffordert, erneut an die Ostfront zu marschieren. Für die Kriegshetzer der Lügenpresse gilt das in gleichem Maße. Mehr noch als die Befehlsempfänger in den Kasernen, tragen sie Verantwortung für militärische Eskalationen. Das wusste schon ihr Vorbild Joseph Goebbels.

Die geistige Mobilmachung [ist] ebenso nötig, vielleicht noch nötiger als die materielle Wehrhaftmachung des Volkes.

Joseph Goebbels

Sollte die von Washington betriebene Aufrüstung, Eskalation und Expansion Richtung Osten weiter vorangetrieben werden, dann ist der nächste Schritt die Inszenierung eines neuen Senders Gleiwitz, eines Tonkin-Zwischenfalls, einer Brutkastenlüge, oder eines beliebigen anderen herbeigelogenen Vorfalls, mit dem westliche Kriegstreiber ihre Massenmorde zu beginnen pflegen.

Art. 26 GG

(1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

 

Update:

Wir werden hier im Beitrag versuchen, alle Kriegshetzer deutscher Medien zu verewigen, die diese neue Eskalation und Aufrüstung an der Ostfront fordern, rechtfertigen oder schönreden. Sollte euch irgend ein „Journalist“ in ARD, ZDF, DLF oder der Konzernpresse auffallen, der sich an dieser Kriegshetze beteiligt, bitte meldet das hier in einem kurzen Kommentar (am besten mit Link!).

Den Anfang macht Christoph Prössl vom NDR mit seinem Kommentar im Echo des Tages:

Dialog und Abschreckung

Deutschland prüft ein verstärktes militärisches Engagement an der NATO-Ostgrenze. Hintergrund ist das Drängen osteuropäischer Mitglieder auf eine stärkere Präsenz der Allianz. Ein Kommentar von Christoph Prössl.

Die NATO-Russland Grundakte von 1997 liegt auf meinem Schreibtisch, ausgedruckt, neun Seiten. Dieses Zeugnis eines Neubeginns nach dem Kalten Krieg. In den nächsten Wochen werde ich sie immer wieder mal in die Hand nehmen müssen. Denn der NATO-Gipfel ist längst am Horizont aufgetaucht. Anfang Juli treffen sich die Staats- und Regierungschefs des Militärbündnisses in Warschau. Ausgerechnet in der Hauptstadt eines Mitgliedsstaates, das sich wie viele andere osteuropäische Länder ausgesetzt fühlt und mehr Schutz durch die NATO vor Russland verlangt.

Das Bündnis will die Zusage machen. Estland, Lettland, Litauen, Polen und Rumänien sollen die Gewissheit spüren, dass der Artikel 5 des Nord-Atlantik-Vertrags nicht nur auf dem Papier existiert. Beistand, notfalls militärisch.
NATO-Russland-Grundakte als Basis des Handelns

Die Entscheidung der Allianz, die militärische Präsenz an der Ostflanke zu erhöhen, ist richtig. In den kommenden Wochen werden die Details ausbuchstabiert. Am Freitag wurde deutlich: Deutschland wird sich stärker engagieren. Auch das ist gut. Deutschland ist eine wirtschaftsstarke Nation. Die Bundesrepublik hat eine Verantwortung für Sicherheit in Europa.

Ganz im Sinne dieser Verantwortung verweist Deutschland auch immer wieder auf die NATO-Russland-Grundakte. Denn dort steht: Die NATO verlegt keine zusätzlichen substanziellen permanenten Kampftruppen in die Länder des ehemaligen Warschauer Paktes. Daran wollen sich die Regierungen halten. Was sich als Einigung für den Gipfel von Warschau andeutet, ist also ein Kompromiss: Stärke demonstrieren durch Soldatinnen und Soldaten, die nur zeitweise in die osteuropäischen Staaten verlegt und immer wieder ausgetauscht werden. Es ist ein politisches Signal an Russland: Diese Grundakte ist die Basis unserer Politik.
Ein deutliches Signal kommt an

Gebrochen hat übrigens Russland die Vereinbarung. Moskau hat die Krim annektiert, obwohl in dem Dokument von 1997 die territoriale Unversehrtheit der europäischen Länder verabredet worden war.

Am Ende ist es eine Glaubensfrage: Wie umgehen mit Russland? Was sichert den Frieden in Europa? Müssen die Partner des Militärbündnisses Stärke zeigen, oder provoziert das nur unnötig den großen Nachbarn im Osten? Mein Vertrauen zu Russland ist in den vergangenen Jahren geschwunden. Aus wirtschaftlicher Schwäche und Reformmüdigkeit heraus hat Russland immer wieder an seinen Außengrenzen bewusst destabilisiert. Die Geschichte lehrt: Ein deutliches Signal kommt an. Ja, wir brauchen Dialog, aber eben auch Abschreckung.


Auch im Deutschlandfunk wird von Rolf Clement für die Eskalation durch die NATO an der neuen Ostfront Propaganda betrieben.

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bn_clementDLF-„Journalist“ Rolf Clement ist Mitglied des britischen  International Institute for Strategic Studies, Mitglied des Beirates für innere Führung beim Bundesministerium für Verteidigung und hält regelmäßig Vorträge oder moderiert Veranstaltungen transatlantischer Organisationen in denen das hohe Lied der NATO und die Mobilmachung gegen Russland gepredigt wird.