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NDS_BannerLügen für den Krieg
Jens Wernicke im Interview mit Norman Paech

Was werfen Sie den Medien denn genau vor?

Ihre Parteinahme für den Krieg! Es hat zwar immer Medien gegeben und gibt sie nach wie vor, die sich klar gegen die aktuellen Kriege ausgesprochen haben, die Lügen ihrer Propaganda aufdecken und die Interessen der Kriegstreiber offenlegen. Nur sind diese leider die Ausnahme und agieren meistens zu spät.

Es sind die großen meinungsmachenden Medien von „Bild“ und „Welt“ über das eiserne Dreieck „SZ“, „FAZ“, „NZZ“ bis hin zu „ZEIT“ und „SPIEGEL“, die sich grundsätzlich auf die Seite hegemonialer Machtpolitik und imperialer Intervention stellen. Sie können sich dabei reichlich aus den Expertisen internationaler Think Tanks bedienen, deren Radius sich allerdings auf den transatlantischen Bogen der NATO-Staaten beschränkt. Selten kommen kritische Stimmen aus der sogenannten Dritten Welt hinzu, es sei denn, sie reihen sich in den nordatlantischen Diskurs ein.

Selbstreferentiell kreisen sie in einem Netzwerk hochangesiedelter Institutionen und Konferenzen, von denen und von deren Wirken die Bürgerinnen und Bürger auch nur wieder über die Medien erfahren, die dort vertreten sind. Diese Parallelgesellschaft des militär-medialen Komplexes ist eng mit den Regierungen verknüpft, von denen sie zumeist auch finanziert wird. Ihre Journalisten sind fest eingebunden in das Herrschaftsmilieu an der Spitze der Gesellschaft, welches sie zuverlässig gegen Kritik beispielsweise aus der Friedensbewegung oder von abweichenden Positionen immunisiert….

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