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Spricht man mit Bürgern, die den Main­stream­medien zunehmend kritisch bis ablehnend gegenüberstehen, hört man oft die Floskel: „Denen glaube ich überhaupt nichts mehr…“. Dahinter verbirgt sich auch das Eingeständnis, dass man „denen“ früher geglaubt hat und manch einer mag denken, die Propaganda und Desinformation sei erst in den letzten Jahren problematisch ge­wor­den, nämlich tödlich in den Zielländern von USA und NATO und ge­sell­schafts­zer­stö­re­risch in Europa.

Der Eindruck, die medialen Manipulationen seien eine neue Entwicklung, ist ein Trugschluss, der den Blick auf das Ganze verfälscht. Tatsächlich ist Deutschland seit Kriegsende einer systematischen Desinformation und Propaganda unter Kontrolle der Siegermächte ausgesetzt, die sich zwar in ihren vorgeblichen Zielen von denen der Nazis unterscheidet, aber nur unwesentlich in Qualität und Quantität. Die Methoden der Propaganda sind prinzipiell die gleichen wie unter Goebbels. Die Hetze gegen Russland oder andere Staaten im Visier der Kriegstreiber verzichtet zwar auf rassistische Narrative und stürzt sich personalisierend und emotionalisierend auf vermeintliche „Despoten“, aber das Ziel der Eroberung und Einverleibung fremder Territorien mit allen Mitteln, die Manipulation der öffentlichen Meinung zum Vorteil der herrschenden Eliten ist allen Imperien gemein.

Die aus den USA gesteuerte, weltweite Kampagne um die „PanamaPapers“ zeigt – wenn man sich auf eine höhere Ebene der Betrachtung begibt -, mit welchem Ausmaß transatlantischer Kontrolle der öffentlichen Meinung wir es in der westlichen Welt – insbesondere aber in Deutschland – zu tun haben. Selbstverständlich ist es kein Zufall, dass der Leak ausgerechnet an zwei ideologisch eingebundene Journalisten der SZ gegeben wurde und nicht beispielsweise an wikileaks. Natürlich ist es kein Zufall, dass die Daten von einem wie eine Geheimloge arbeitenden „Konsortium“ transatlantischer Journalisten ausgeschlachtet wurden, die alles daransetzten, irgendeine Verbindung zum russischen Präsidenten zu konstruieren und in den Vordergrund zu rücken. Dass diese mehr oder weniger unfreiwilligen PR-Strategen – von denen mancher tatsächlich glauben mag, er sei ein unabhängiger Journalist – von US-Oligarchen bezahlt werden, macht den Vorgang zu einer leicht durchschaubaren und damit auch entlarvenden Farce, die nur noch besonders unbedarften Zeitgenossen unverdächtig erscheint.

PS_MediaIn welchem Ausmaß die öffentliche Meinung in Deutschland seit Kriegsende  kontrolliert und gelenkt wurde wird, darüber kann man sich in vielen Büchern und Videos informieren, die wir bereits zu einem guten Teil in unserer Mediathek verlinkt haben. Vieles stammt aus den Nacht- und Nischenprogrammen der „öffentlich-rechtlichen“ Medien und kann deshalb von diesen schlechterdings als „Verschwörungstheorien“ diffamiert werden.

Eine bemerkenswerte neue Dokumentation von Gaby Weber entlarvt weitere Propagandageschichten aus den Zeiten des Kalten Krieges, als man den Westdeutschen die Angst vorm „vergewaltigenden“ Iwan und den Uneigennutz „rosinenbombender“ GIs eintrichterte. Märchen aus tausendundeiner Nachricht, die sich bis heute in der transatlantisch gesteuerten Hirnwäsche von ARD und ZDF fortsetzt. Im Interview für die Nachdenkseiten hat die Autorin Gaby Weber Jens Wernicke ihre Motivation beschrieben:

„Naja, wenn wir unsere Geschichte nicht kennen, wie wollen wir dann unsere demokratischen Rechte wahrnehmen? Und es geht hier ja nicht um Peanuts, um einen verrutschten Hosenträger eines Präsidenten. Es geht hier um die deutsche Geschichte, das heisst um die damals gescheiterte Wiedervereinigung aber auch um einen Nazi-Kriegsverbrecher. Und es geht darum, wie mit Atomwaffen unser Planet zerstört werden sollte und bis heute zerstört werden kann. „

KraterfürdenFrieden


Krater für den Frieden
Wie der militärisch-industrielle Komplex die Abrüstung überlebte
 

Nach offizieller Lesart tragen die Sowjets bis heute die Alleinschuld an der deutschen Teilung, dem Kalten Krieg und dem Rüstungswettlauf. Doch: 1959 war die Erd-Atmosphäre durch die Atomtests radioaktiv verseucht und der sowjetische Staatschef, Nikita Chroustschow, forderte vor den Vereinten Nationen ein Ende des Rüstungswettlaufs und ein Ende aller Atomtests.

Gleichzeitig wollte er einen Friedensvertrag für ein vereinigtes und neutrales Deutschland. Diese Vorschläge sollten auf einer Gipfelkonferenz im Mai 1960 in Paris von den alliierten Siegermächten verhandelt und beschlossen werden.

Doch durch gezielte Provokationen änderten die USA den Lauf der Geschichte zu Lasten Russlands, Deutschlands und Europas für die nächsten 29 Jahre. WIE? und WARUM? Wie gelang es den USA, die Abrüstung und ein neutrales Gesamtdeutschland zum Scheitern zu bringen? Warum werden wichtige Atomversuche in Patagonien bis heute verschwiegen, dafür aber eine „heldenhafte Entführung“ eines Nazi-Kriegsverbrechers durch den Mossad erfunden?

Auch das Erdbeben 1960 in Chile, das bisher stärkste in der Menschheitsgeschichte, gilt nach wie vor als Naturkatastrophe – und nicht als durch die US-Atomversuche ausgelöst. Bis heute wird die Weltöffentlichkeit über diese Katastrophen schamlos belogen.

In den Archiven der USA, der Bundesrepublik, Argentiniens und der Katholischen Kirche indessen, finden sich Dokumente, die ein Licht auf die wahren Ereignisse und auf die Machenschaften von CIA und Pentagon werfen. Aus den Recherchen zu den Hintergründen entstand der Dokumentarfilm „Krater für den Frieden“, der mit Zeitzeugen und frei gegebenen und eingeklagten Dokumenten bisher sorgfältig versteckte Zusammenhänge aufdeckt.

Der Film erhielt keinerlei Finanzierung von dritter Seite. Wer unabhängige Recherche fördern will, soll bitte mit Paypal spenden: gaby.weber@gmx.net

 

Der Kontrast zwischen einem von US-Oligarchen finanzierten transatlantischen PR-Netzwerk mit Zentrale in Washington zu einer unabhängigen Journalistin, deren Arbeit nicht einmal von den ÖR gefördert wird, steht beispielhaft für den asymmetrischen Propagandakrieg, mit dem wir es dieser Tage zu tun haben. Wer die aufklärerische Arbeit von Gaby Weber zu schätzen weiß, weil er eben nicht die Existenz eines von der Herrschaft manipulierten Untertans, sondern die eines freien und politsch bewussten Bürgers leben möchte, der muss nicht lange überlegen, ob er der unabhängigen Autorin oder den staatlichen GEZ-Propagandisten 20€ überweist.