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kenfmDr. Rainer Rothfuß hat von 2009 bis 2015 an der Universität Tübingen als Professor im Fachbereich Geowissenschaften / Humangeographie geforscht und sich dabei speziell mit dem Thema der Feindbildgenese beschäftigt.

Bereits im letzten Jahr hat Ken Jebsen ein ausführliches Gespräch mit Rainer Rothfuß über Feindbildgenese, Konfliktforschung und Kriegspropaganda in den Medien geführt. Heute wurde ein zweites ausführliches Gespräch veröffentlicht, in dem es unter anderem um den Kampf des Establishments gegen die Kritiker der Kriegshetze geht.

Lügen ist auch eine Form des Tötens, denn man tötet die Wahrheit und schafft die Grundlage für den, der dann tötet.

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Dr. Rainer Rothfuß: „Es ist in der Tat so, dass es nicht karriereförderlich ist, sich in brisante Themen einzuschalten und da eine vom Mainstream abweichende Meinung einzunehmen. Das ist extrem gefährlich, was die Karriereentwicklung angeht…Die Medien haben sich nicht bewährt, als vierte Gewalt im Staate…“

Die beiden unteren Links führen zu dem exzellenten Interview von Dr. Rainer Rothfuß mit NEWS FRONT, in dem er den Ukraine-Konflikt analysiert. Kurze Zeit nach dem Interview begannen die Attacken der transatlantischen Kriegshetzer gegen den profilierten Konfliktforscher.

NEWS FRONT-Interview Teil1

NEWS FRONT-Interview Teil2


Veröffentlicht am 03.04.2016

Dr. Rainer Rothfuß ist ein Wissenschaftler, der sich permanent mit der Frage beschäftigt, wie Konflikte entstehen und wie man diese in einem frühen Stadium so entschärfen und lösen kann, dass sich keine Seite bemüßigt fühlt, Gewalt anzuwenden.

Das gefällt nicht jedem.

Angeschobene Konflikte, die nicht in einem Ressourcen-Krieg enden, sind für die Rüstungsindustrie als verlängerter Arm global operierender Konzerne mehr als ein Verlustbringer. Sie gefährden ihr Geschäftsmodell, das ohne Mord, Totschlag und die im Anschluss lancierte „humanitäre Hilfe“ gar nicht zum Geschäft würde.

Jeder, der sich ohne wenn und aber für den Frieden einsetzt, für wirklich fairen Handel, Kooperation und Transparenz, bekommt es früher oder später mit dem Militärisch-Industriellen-Komplex zu tun, der längst auch einen großen Teil der Presse unterwandert hat.

Pauschal lässt sich zusammenfassen: Wer sich dem Raubtierkapitalismus entgegenstellt, ob als Aktivist, Journalist, Politiker, Kirchenmann oder Wissenschaftler, wird diffamiert und verleumdet, mit dem Ziel, ihn zu isolieren und wirtschaftlich kaputt zu machen.

Auch Prof. Dr Rainer Rothfuß kann inzwischen ein Lied von dieser Taktik singen. Seine Stelle als Junior-Professor an der Universität Tübingen wurde nicht verlängert.
Rothfuß hatte es gewagt, sich als damaliger Vorsitzender der Internationalen Gemeinschaft für Menschenrechte auch mit der Ukraine-Krise zu beschäftigen. Er hatte er es etwa „gewagt“, Dr. Daniele Ganser als Dozent zu laden, und er „erdreistete“ sich, einem privaten russischen Presseportal ein Skype-Interview zu geben.

Da endete dann die Presse- und Meinungsfreiheit auch an deutschen Universitäten, vor allem, wenn wie in Tübingen ein Mitglied der Atlantik-Brücke und des Aspen-Instituts eher die „neutrale“ Linie der Universität verkörpert. Claus Kleber ist seit 2015 Honorarprofessor für Medienwissenschaften in der Hölderlin-Stadt.

Dr. Rothfuß lässt sich aber nicht unterkriegen. Im Gegenteil, sein aktuelles Projekt, eine Friedensfahrt, die vom 8. bis 21. August geplant ist und von Deutschland direkt nach Moskau führt, wird mehr Staub als bisher aufwirbeln. Mediale Unterstützung durch KenFM ist gewiss.

Ziel der Reise ist es, den Frieden als das höchste Gut in Europa hochzuhalten. Gute Nachbarschaft ist schlecht für Kriegstreiber, oder, wie Mark Twain sagte: Reisen ist tödlich für Vorurteile.