Schlagwörter
Desinformation, Kriegshetze, Kriegspropaganda, Mediendiskurs, Propaganda, Syrien
Dr. Rainer Rothfuß hat von 2009 bis 2015 an der Universität Tübingen als Professor im Fachbereich Geowissenschaften / Humangeographie geforscht und sich dabei speziell mit dem Thema der Feindbildgenese beschäftigt.
Bereits im letzten Jahr hat Ken Jebsen ein ausführliches Gespräch mit Rainer Rothfuß über Feindbildgenese, Konfliktforschung und Kriegspropaganda in den Medien geführt. Heute wurde ein zweites ausführliches Gespräch veröffentlicht, in dem es unter anderem um den Kampf des Establishments gegen die Kritiker der Kriegshetze geht.
Lügen ist auch eine Form des Tötens, denn man tötet die Wahrheit und schafft die Grundlage für den, der dann tötet.
Dr. Rainer Rothfuß: „Es ist in der Tat so, dass es nicht karriereförderlich ist, sich in brisante Themen einzuschalten und da eine vom Mainstream abweichende Meinung einzunehmen. Das ist extrem gefährlich, was die Karriereentwicklung angeht…Die Medien haben sich nicht bewährt, als vierte Gewalt im Staate…“
Die beiden unteren Links führen zu dem exzellenten Interview von Dr. Rainer Rothfuß mit NEWS FRONT, in dem er den Ukraine-Konflikt analysiert. Kurze Zeit nach dem Interview begannen die Attacken der transatlantischen Kriegshetzer gegen den profilierten Konfliktforscher.
Dr. Rainer Rothfuß ist ein Wissenschaftler, der sich permanent mit der Frage beschäftigt, wie Konflikte entstehen und wie man diese in einem frühen Stadium so entschärfen und lösen kann, dass sich keine Seite bemüßigt fühlt, Gewalt anzuwenden.
Das gefällt nicht jedem.
Angeschobene Konflikte, die nicht in einem Ressourcen-Krieg enden, sind für die Rüstungsindustrie als verlängerter Arm global operierender Konzerne mehr als ein Verlustbringer. Sie gefährden ihr Geschäftsmodell, das ohne Mord, Totschlag und die im Anschluss lancierte „humanitäre Hilfe“ gar nicht zum Geschäft würde.
Jeder, der sich ohne wenn und aber für den Frieden einsetzt, für wirklich fairen Handel, Kooperation und Transparenz, bekommt es früher oder später mit dem Militärisch-Industriellen-Komplex zu tun, der längst auch einen großen Teil der Presse unterwandert hat.
Pauschal lässt sich zusammenfassen: Wer sich dem Raubtierkapitalismus entgegenstellt, ob als Aktivist, Journalist, Politiker, Kirchenmann oder Wissenschaftler, wird diffamiert und verleumdet, mit dem Ziel, ihn zu isolieren und wirtschaftlich kaputt zu machen.
Auch Prof. Dr Rainer Rothfuß kann inzwischen ein Lied von dieser Taktik singen. Seine Stelle als Junior-Professor an der Universität Tübingen wurde nicht verlängert.
Rothfuß hatte es gewagt, sich als damaliger Vorsitzender der Internationalen Gemeinschaft für Menschenrechte auch mit der Ukraine-Krise zu beschäftigen. Er hatte er es etwa „gewagt“, Dr. Daniele Ganser als Dozent zu laden, und er „erdreistete“ sich, einem privaten russischen Presseportal ein Skype-Interview zu geben.
Da endete dann die Presse- und Meinungsfreiheit auch an deutschen Universitäten, vor allem, wenn wie in Tübingen ein Mitglied der Atlantik-Brücke und des Aspen-Instituts eher die „neutrale“ Linie der Universität verkörpert. Claus Kleber ist seit 2015 Honorarprofessor für Medienwissenschaften in der Hölderlin-Stadt.
Dr. Rothfuß lässt sich aber nicht unterkriegen. Im Gegenteil, sein aktuelles Projekt, eine Friedensfahrt, die vom 8. bis 21. August geplant ist und von Deutschland direkt nach Moskau führt, wird mehr Staub als bisher aufwirbeln. Mediale Unterstützung durch KenFM ist gewiss.
Ziel der Reise ist es, den Frieden als das höchste Gut in Europa hochzuhalten. Gute Nachbarschaft ist schlecht für Kriegstreiber, oder, wie Mark Twain sagte: Reisen ist tödlich für Vorurteile.

Der Journalist Richard A. Bermann alias Arnold Höllriegel
Das Ergebnis der Reichstagswahlen vom 5 März 1933 kommentierte Richard A. Bermann alias Arnold Höllriegel folgendermaßen: „Beim Tee erfahren wir durch ein Funktelegramm, dass Hitler und Hugenberg sich (mit welchen Mitteln) eine Mehrheit im deutschen Reichstag erzwungen haben. Ich hatte nicht daran gezweifelt. Hier endet, durch eigene Schuld, die deutsche Republik, die mich einmal begeistert hat: hier endet die Welt, in der ich gelebt habe, die einzige, die ich mir vorstellen kann. Das Ungewisse, in das ich hineinfahre, ist klarer als das Formlose, das ich hinter mir lasse: ich gehe in die Wüste und werde, freiwillig, ungeheure Ereignisse nicht miterleben. Zum ersten Mal seit 1914 schalte ich mich aus; ich frage mich, ob das noch miterleben heißt. (Die Saharafahrt).
Man sollte diesen vergessenen Journalisten und Schriftsteller unbedingt lesen.
Er meint die Republik, die 1918 völkerrechtswidrig durch den Scheidemann-Putsch zustande kam, nicht wahr? Die Begeisterung dafür dürfte 1933 bei den allermeisten Deutschen vollständig verflogen gewesen sein auch ohne Hitler und die Selbstermächtigungsgesetze. Alles schön bei Oswald Sprengler beschrieben, und daran hat sich bis heute nicht viel geändert.
Danke trotzdem für den Literatur-Tip.
In Sachen Untergang des Abendlandes bemerkt Siegfried Kraucauer in seinem Buch – „Von Caligari zu Hitler/Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft/ 7.Schicksal – Seite 96.
„Im Versuch, die Grundlangen des Ichs zu überprüfen, begnügte sich die Einbildungskraft der Deutschen nicht damit, tyrannische Vorstellungen auszutüfteln, sondern stellte sich auch die Frage, was passieren könnte, wenn die Tyrannei als Lebensform verworfen würde. Von 1920 bis 1924 – einer Zeit, in der der deutsche Film niemals für die Sache der Freiheit eintrat, geschweige denn sie auf der Leinwand entrollte – waren Filme im Bann unkontrollierter Triebe ebenso geläufig wie jene Tyrannenfilme. Die Deutschen waren offenbar der Meinung, dass ihnen zwischen verheerender Anarchie und tyrannischer Herrschaft keine andere Wahl blieb. Beide Möglichkeiten schienen verhängnisvoll. In dieser Zwangslage nahm die Vorstellungswelt jener Zeit Zuflucht beim antiken Schicksalsbegriff. Das böse Geschick, verhängt vom unerbittlichen Schicksal, war kein bloßer Zufall, sondern ein erhabenes Ereignis, das allen, die es erlebten und erlitten, metaphysische Schauder einflößte. Als Folge höherer Gewalt hatte wenigstens das Verhängnis Größe. Der durchschlagende Erfolg von Spenglers Untergang des Abendlandes zu jener Zeit spricht für diese besondere Empfänglichkeit. Obwohl viele hervorragende deutsche Philosophen und Wissenschaftler heftige Bannflüche gegen das Buch schleuderten, waren sie unfähig, die überwältigende Anziehungskraft einer Vision zu schwächen, die ihre zeitbedingte Prophezeiung des Untergangs aus geschichtsinhärenten Gesetzen herzustellen schien. Diese Vision entsprach der emotionalen Situation so vollkommen, dass alle Gegenargumente kleinlaut klangen.
Richard A. Bermann alias Höllriegel war einer der wenigen Journalisten, die von St. Germain (Friedenskonferenz) aus berichten durften. Er war Österreicher und schrieb für einige große Tageszeitungen (Prag, Wien, Berlin).
Habe die Ehre
F.G.
Das Interview mit Herrn Rothfuß hört man sich gerne an. Es ist einfach gut zu sehen, dass es auch im akademischen Bereich zunehmend mehr Menschen gibt, denen eine opportunistische Karriere weniger wichtig ist als das mutige Standing zu ihren politischen und moralischen Überzeugungen.
Ich möchte aber einen Punkt hervorheben, der mir auch in diesem Interview zu kurz kommt bzw. sachlich unangemessen dargestellt wird. Es wird oft behauptet, dass die Medien nur objektiver, fairer und wahrheitsgetreuer berichten müssten, um ein pazifistisches Meinungsklima in der Öffentlichkeit herzustellen, welches sodann auch eine friedlichere Außenpolitik erzwingen würde.
Ich halte diese Interpretation für einigermaßen naiv und irreführend. Der Grund ist so einfach wie deprimierend: nicht die öffentliche (!) Meinung ist es, die heutzutage die Außenpolitik zu beeinflussen vermag, sondern einzig und allein die “veröffentlichte Meinung”! Selbst wenn 99 Prozent aller Menschen auf dieser Welt einen militärischen Angriff für irrational, schädlich oder ungerecht halten (siehe z.B. den Irakeinsatz der USA, aber auch die Nato-Aggression auf dem Balkan) – es hätte keine Konsequenz, sofern sich die Medienmacher (in “Absprache” mit der Politik) für diesen Einsatz aussprechen (Feindbildpropaganda vorausgesetzt) oder ihn durch Stillhalten akzeptieren würden. In unserer “Mediokratie” wird dies dadurch möglich, dass sich die Massenmedien einbilden und so tun, als wären sie die Repräsentanten des “öffentlichen Diskurses”. Was die Politik ihrerseits dankbar annimmt, da es einen überschaubaren Raum von “Ansprechpartnern” gibt, mit denen man solche Deals verabreden kann.
Man sollte dies als ein deprimierendes Faktum zur Kenntnis nehmen. Welche Konsequenzen sich daraus ergeben, um Bellizismus und Kriege zu verhindern, ist eine extrem wichtige Frage. Eine Frage, bei der auch zu berücksichtigen wäre, dass die vermeintliche “Freiheit der Presse” im globalisierten Kapitalismus nur noch auf dem Papier existiert, de facto aber ein ökonomisch-bedingter Konformismus ohnegleichen erzwungen wird.
Haben Jebsen und andere während ihrer akademischen Kaffeekränzchen schon registriert, dass hier bei uns Menschen im Gefängnis landen?
http://www.focus.de/finanzen/recht/rundfunkbeitrag-frau-sitzt-im-gefaengnis-weil-sie-gez-nicht-zahlte_id_5404529.html
http://www.petra-timmermann.de/Meinung/2013/GEZ.html
Es ist ein Skandal, ein Thema, was einem Faschisten-Regime alle Ehre macht. Menschen werden abgeführt und eingebunkert, weil sie sich gegen das Meinungsdiktat des Regimes und den Zwang, dieses auch noch finanziell zu stützen, wehren.
Wo bleibt die Empörung in den alternativen Medien? Man zerfranst sich auf tausend Schauplätzen rund um die Welt, während bei uns selbst Menschen gebrochen und in die Gefängnisse wandern.
Die erste halbe Stunde finde ich besonders aufschlussreich. Hier gibt es einen Zeugen, der das bestätigen kann, was wir „Verschwörungstheoretiker“ aufgrund unserer Beobachtungen abgeleitet haben: Bestimmte Standpunkte sind nicht erlaubt, gewisse Meinungen nicht erwünscht, und was der jeweilige Feind denkt, ist sowieso tabu. Rothfuß hat es selbst erlebt und kann auch zeigen, wie wenig unabhängig die Organisationen sind, deren angebliche Gemeinnützigkeit offenbar rein politisch und ideologisch festgelegt wird. Und politische Funktionsträger, von uns, dem vermeintlichen Souverän gewählt und über unsere Steuern bezahlt, missbrauchen ihre Ämter, z.B. den Abgeordnetenstatus, um das durchzusetzen, was dann wohl als Staatsräson gilt.
Am schlimmsten aber, wie immer, die Medien bzw, die Menschen, die diese machen. Denn sie hätten die Macht, jedenfalls theoretisch, das alles durch schonungsloses Aufdecken zu unterbinden. Sie tun aber weniger als nichts, denn sie machen sich sogar zu Handlangern dieses perfiden Systems.
Wer einmal ein Weilchen aktiv auf dem Youtube-Kanal von kenFM kritische Anmerkungen zu KenFM postet, wird etwas sehr Interessantes bemerken: Zensur! Und zwar nicht zu knapp! Achtet einfach einmal darauf, wieviele Antworten jeweils zusammenfassend angezeigt werden, und wieviele sich dann tatsächlich öffnen, wenn man nachlesen will.
Da ich diese Art von Zensur auf anderen Kanälen nicht erlebe (ich selbst kann meine Postings lesen, aber keiner meiner Freunde im In- und Ausland), gehe ich davon aus, dass dies durch Jebsens Team persönlich erfolgt, es ist zumindest mit Sicherheit keine Maschine/Programm, die das automatisiert übernimmt. Der naive Nutzer bemerkt nicht, wieviele Beiträge da so täglich im Nirvana verschwinden.
Ich komme zu dem Schluss: Ken Jebsen und seine Mitarbeiter gehören zum System der Desinformanten. Wer sich einmal anschaut, seit wann Ken Jebsens Erfolg durch die Decke geht, wird feststellen, dass es seit seiner Zusammenarbeit mit Pedram und dem Eklat mit Elsässer so läuft.
Um welche Themen geht es bei der Jebsen-typischen Desinformation? Deutsche Geschichte, Zionismus, Satanismus, Völkervermischungsprogramme, NWO.
Dazu wird es bei KenFM NICHTS (mehr) geben.
Hat Ken Jebsen ein längst überfälliges Interview zum Thema George Soros und seine Netzwerke und Machenschaften gemacht? Nein!!! Stattdessen ein Interview mit dessen ‚Zögling‘ Varoufakis.
Des Teufels Werkzeuge sind List und Täuschung. Ob sich Rothfuss wohl bewusst ist, welchem Teufel er hier aufsitzt?
Wenn du zur Quelle (der Erkenntnis) willst, mußt du gegen den Strom schwimmen.
(Konfuzius)
Der angepasste Durchschnittsmensch, die absolute Mehrheit darstellend, sitzt naturgemäß in der akademischen Hierarchie überall herum. Er hat Funktionen, Titel und wird auch schon einmal als Experte gehandelt. Jene wachen darüber, dass die politischen Vorgaben erfüllt werden. Sie sind die Gesinnungspolizei. Aber immer gab es auch Menschen, die sich gegen die Lüge, gegen den Herrschafts- und Führungsanspruch einer privilegierten Minderheit opponierten. Chapeau!
Ich ziehe meinen Hut vor Herrn Rothfuß!
Für sein mutiges Eintreten für Frieden wünsche ich ihm Gottes Segen.