Schlagwörter

, , , , , , , , , ,

zdf_80Als sogenannter „Journalist“ der Staatsmedien ARD und ZDF hat man es nicht leicht. Das eigene Land militärisch besetzt, nicht souverän, weit entfernt von dem, was gebildete Menschen unter Demokratie verstehen, politisch an der Seite von saudischen Despoten, islamistischen Terroristen, militanten Putschisten, Faschisten und Gewaltverbrechern. All das müssen die Maulhuren und PR-Agenten der Staats- und Konzernmedien als „wertegeleitete“ Politik eines souveränen und demokratischen Staates verkaufen.

Weil „der Westen“ im Nahen Osten seit Jahrzehnten mit saudischen Despoten fraternisiert, die Frauen unterdrücken, wie keine andere Gesellschaft, die Menschen auspeitschen, kreuzigen und enthaupten, wie zu Zeiten von Pontius Pilatus, die Gastarbeiter wie Sklaven halten und jeglichen Widerspruch gegen das System drakonisch bestrafen, sind die bezahlten Weltverdreher und Meinungsmacher gezwungen, mediales „Schönwetter“ für Saudi-Arabien zu verbreiten und da kommt das auslandsjournal des ZDF gerade recht.

ZDF_auslandsjournal_sa

ZDF Werbeclip für Saudi-Arabien – Bild anklicken, YouTube! (ca.45min)

Kürzlich erst gelang den Saudis ein PR-Coup im ZDF heute-journal, als Anne Gellinek in einem Anfall spätpubertärer Verzückung vom „jungen und stets leise auftretenden“ saudischen Außenminister schwärtme. Der Mann ist 54 und nur Allah weiß, wie viele Frauen und Mädchen er persönlich misshandelt, versklavt und missbraucht hat. Sicher ist, er ist für massenhaften Mord, Terror und Versklavungen in Saudi-Arabien, Unterdrückung in Bahrain, Krieg im Jemen und auch in Syrien mitverantwortlich, wo sein Regime islamistische Terroristen unterstützt, die mit Hilfe der USA, Großbritannien, Frankreichs und Deutschlands den säkularen Staat in eine Hölle verwandelt haben.

Das „auslandsjournal“ erhielt eine der seltenen Drehgenehmigungen im Königreich Saudi-Arabien.

ZDF

Nach Anne Gellinek wurde nun auch Antje Pieper auf den transatlantischen Strich geschickt, um einen ausgiebigen Werbeclip für Saudi-Arabien zu produzieren. Auch sie trifft – rein zufällig natürlich – besagten al-Dschubair und darf ihm einige abgesprochene Stichworte in den Mund legen, damit dieser sich vom IS distanzieren kann. Selbst ein Interview mit einem saudischen Hardcore-Imam hat Dschubairs Botschaft für das ZDF arrangiert und man sieht Adel al-Kalbani an, dass ihm der Widerwillen mit dieser westlichen „Schlampe“ auch nur in einem Raum sein zu müssen, aus jeder Pore trieft.

al-Kalbani wurde offenbar nahegelegt, sich – wie schon zuvor al-Dschubai – vom IS zu distanzieren, um das miese Image des Landes medial aufzupolieren. Nur deshalb sitzt der Mann mit einer Ungläubigen vor einer westlichen Kamera und scharrt buchstäblich mit den Hufen, weil er am liebsten aus dem Raum stürmen würde. al-Kalbani sagt also widerwillig und pflichtschuldig seinen Text auf, der eine Grenze zwischen Saudi-Arabien und dem IS suggerieren soll: „Die meisten verstehen den Islam nicht.“

ZDF_auslandsjournal_kalbani

„Bei uns wird der Täter von einem ordentlichen Gericht verurteilt“

Dass es sich um inszenierte Lügen für die westliche Öffentlichkeit handelt und das ZDF sich für transatlantische PR benutzen lässt, um die deutsche Öffentlichkeit einmal mehr für dumm zu verkaufen, zeigt sich, wenn dieser führende saudische Geistliche zu seinen Brüdern in Dubai spricht. Gerade erst hatte er nämlich einem Sender des Emirats ein Interview gegeben, in welchem er die geistige Verwandschaft mit dem IS herausstrich und sogar die Hinrichtungen von Journalisten als gerechtfertigt im Sinne der salafistischen Weltanschauung ansah. Wundert es jemanden, dass die sogenannte Journalistin Pieper ihn nicht darauf ansprach?

DubaiTV_kalbani

al-Kalbani im arabischen TV – YouTube!

Natürlich ist der Beitrag des auslandsjournal – um nicht vollkommen unglaubwürdig und grotesk daherzukommen – vordergründig kritisch angelegt und rattert die Kritik am Regime herunter, wie ein Werbeclip der Pharmaindustrie die Nebenwirkungen eines ach so segensreichen Medikaments. Am auffälligsten ist jedoch die nahezu durchgängig unterlegte, schmissig-orientalische Pop-Musik, mit der eine geradezu fröhliche Stimmung verbreitet wird. All das macht den Beitrag zu einem Machwerk der Propaganda und man muss es nur mit den Hetzbeiträgen gegen das demokratische, säkulare und kultivierte Russland und namentlich Vladimir Putin (anklicken, um noch einmal in die unterlegte Musik hineinzuhören) vergleichen, um zu erkennen, wie durch und durch verlogen und verkommen das transatlantische Pack in Mainz wirklich ist. Würde man den Deutschen die Wahl überlassen, saudisches oder russisches Benzin zu tanken, die Mehrheit würde nicht lange überlegen.