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Bemerkenswertes Eingeständnis eines früheren Bank of England-Vorstands: Die europäische Depression wurde vorsätzlich herbeigeführt

by                                                     Übersetzung FritztheCat

Und wieder einmal sehen wir, dass Zentralbanker erst nach ihrem Ausscheiden die Wahrheit sagen.

Letzte Nacht war es Alan Greenspan [Anm.d.Ü.: ehemaliger Federal Reserve-Chef], der über den Zustand der Wirtschaft herzog. Er sagte: „Im Grunde genommen haben wir die Probleme, weil die Produktivität im Keller ist“ und auf die Frage, ob er optimistisch nach vorne blicke, antwortete er: „Nein, schon seit einiger Zeit nicht mehr.“

Und am Sonntag warnte der frühere Chef der Bank of England (BOE), Mervyn King, dass ein weiterer Aspekt der globalen Wirtschaft, nämlich das Finanzsystem, dessen strukturelle Probleme seit der Finanzkrise unangetastet blieben, „ganz bestimmt zu einer weiteren Krise führen wird“.

Ja ja, Warnungen von ehemaligen Zentralbankern, die mehr als alle anderen für den gegenwärtigen weltweiten Dreckhaufen verantwortlich sind, hören sich nur wie revisionistischer Scheißdreck an. Dennoch hat es uns sehr überrascht, was King heute bei seiner Buchvorstellung sagte.

Der Telegraph berichtete heute unter Berufung auf den ehemaligen Vorstand der Bank of England, Europas Wirtschaftskrise „ist das Ergebnis ‘vorsätzlicher’ politischer Entscheidungen der EU-Eliten“. Mervyn King setzte seine beleidigenden Angriffe gegen die europäische Wirtschafts- und Währungsunion fort. Er habe vorausgesagt, dass die angespannte Eurozone aufgelöst werden müsse, um die schwächsten Mitglieder von den unaufhörlichen Kürzungsmaßnahmen und den rekordverdächtigen Arbeitslosenzahlen zu befreien.

King sagte auch, er habe sich nie vorstellen können, dass ein wirtschaftlicher Zusammenbruch in der Größenordnung der 1930er in der heutigen Zeit an die Küsten Europas zurückkehren würde. Und er fügte hinzu, dass das Schicksal Griechenlands seit 2009 (dessen Zusammenbruch stellt die Wirtschaftskrise der USA zwischen den beiden Weltkriegen in den Schatten) ein „schreckliches“ Beispiel finanzpolitischen Versagens sei. Das sagte er einer Zuhörerschaft der London School of Economics.

european great depression

„Ich konnte mir nicht vorstellen, dass wir je wieder in einem industrialisierten Land eine Depression haben würden, wie sie die USA in den 1930ern erlebten. Aber so ist es in Griechenland passiert.“

„Lord King, der bei der englischen Zentralbank ein Jahrzehnt lang gegen die schlimmste Finanzkrise ankämpfte, sagte, die schwächsten Mitglieder der Eurozone hätten keine andere Wahl als eine Rückkehr zu nationalen Währungen. Das sei ‘der einzige Weg zurück zu wirtschaftlichem Wachstum und Vollbeschäftigung“. (Telegraph)

Aber die Preisfrage zu Europas Depression war schon immer die: ist das ein Resultat bloßer Dummheit und mieser wirtschaftlicher Entscheidungen – oder war es Vorsatz? Die Antwort von King lässt aufhorchen: „Es ist schrecklich und es war nahezu ein vorsätzlicher Akt der Politik, der die Dinge sogar verschlechtert hat“.

Diese Aussage sitzt tief, denn sie bestätigt was „der“ AIG-Bericht von 2008 schon lange vorhersagte – und das, Jahre bevor die europäische Krise losging. Nämlich, dass Europa insbesondere eine finanzielle Krise (neben einer Umwelt- und Terrorismuskrise) heraufbeschwören würde, um das „Europäische Imperium“ zu festigen.

Denken Sie an die Worte des ehemaligen AIG-Strategen Bernard Connolly auf die rhetorische Frage „Was will Europa“:

„Europa will mittels globaler Fragen seine Macht erweitern:

Umweltfragen: die Kontrolle über die Mitgliedsländer zu erhöhen. 

Terrorismus: als Ausrede für größere Kontrolle über die Polizei und die Justiz; die Ausweitung der Überwachung.

weltweite Finanzkrisen: zwei Fliegen (der freie Markt und die angelsächsische Wirtschaft) mit einer Klappe (eine europäische Regulierungsbehörde; Versuch einer globale Finanzregierung).

EMU [Anm.d.Ü.: Europäische Wirtschafts- und Währungsunion]: das Erzeugen einer Krise, um die Einführung einer „Europäischen Wirtschaftsregierung“ zu erzwingen.

Das Ergebnis dessen, was sich Europas ungewählt herrschende Oligarchen ausgedacht haben, ist eine Tragödie für Europa. Wir sollten Brüssel dazu gratulieren, dass es seine Macht nicht nur erhalten, sondern gefestigt hat. Aber dafür herrscht es über einen absteigenden, wirtschaftlich insolventen Kontinent mit einer ganzen Generation von Arbeitslosen, mit Millionen von Flüchtlingen, die um Einlass bitten und einer kulturellen „Integration“ Europas wie wir sie seit Jahrzehnten nicht gesehen haben.

Und während wir bisher darüber spekulierten, ob das Ganze zufällig passierte, wissen wir es jetzt besser: es war von Anfang an Vorsatz.