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ard_logoWenn man sich als halbwegs intelligenter und durchschnittlich gebildeter Mensch vorzustellen versucht, was in den Redaktionen der öffentlich-rechtlichen Anstalten und Konzernmedien derzeit abläuft, gerät man doch arg an seine Grenzen, denn mit dem, was echter Journalismus ist, also die Recherche von Fakten und deren ausgewogene Berichterstattung, hat das, was man alltäglich vorgesetzt bekommt, so wenig zu tun, wie ein „BigMac-Menu“ mit „Haute Cuisine“ oder auch nur gesunder Ernährung.

So wie Junk Food auf Dauer den Körper vergiftet, vergiften US-gesteuerte Propagandisten den Geist, verblöden die Menschen, hetzen sie auf oder sedieren sie – je nach Bedarf – damit westliche Kriegs- und Menschenrechtsverbrecher im Nebel der in die Irre geführten öffentlichen Meinung ungestört ihre geopolitischen Machtspiele ausagieren können.

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In dem diesmal von der ARD-Beobachtungsstelle Bräutigam & Klinkhammer aufgespießten TAGESSCHAU-Beitrag gibt es einen echten Traumsatz: „Offenbar“ darf dort Herr Oliver Mayer-Rüth kommentieren, „offenbar“ verschärfe die Allianz zwischen Moskau und Assad das Leid der Zivilbevölkerung zunehmend. Kein Beweis, keine Einordnung, keine Quelle, was bleibt ist die pure Meinung. – Von Beginn des russischen Einsatzes in Syrien verzichtet die TAGESSCHAU auf die schlichte Wahrnehmung, dass der Westen und seine Alliierten erst seit diesem Einsatz überhaupt über einen Frieden verhandeln wollen. Deshalb muß auch Carla del Ponte, die ehemalige Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs, außerhalb des ARD-Blickfeldes bleiben: Sie hatte es gewagt die russische Intervention „gut“ zu finden. Das ist im Gniffke-Land natürlich nicht sendefähig.

PROGRAMMBESCHWERDE:

Krieg in Syrien: Angespannte Situation an der türkisch-syrischen Grenze
Sendung: tagesschau 10.02.2016 20:00 Uhr

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,

ein weiterer Fall von Halbinformation (und damit ein Fall von Desinformation) seitens der Redaktion ARD-aktuell ist zu beklagen. In diesem o.g. 30 Sekunden langen Filmbericht werden der syrischen Staatsführung genozidaler Massenmord und Massenfolter vorgeworfen, zitiert wird das aus der Pressekonferenz des Hohen UN-Kommissars für Menschenrechte (OHCR).

Was die Tagesschau allerdings unterschlägt, ist der zweite Berichtsteil des OHCR, in dem allen Terrororganisationen in Syrien, von IS und Jabat al-Nusra bis sogar zur „Freien Syrischen Armee“ (FSA) die gleichen schweren Vorwürfe gemacht werden: Geheimgefängnisse, Folter, Mord, Massaker in ungezählten Fällen. Diesen Teil des Berichts, gut nachzulesen bei http://m.heise.de/tp/artikel/47/47357/1.html unterschlägt ARD-aktuell komplett, darüber berichtet die Tagesschau kein Wort…

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