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Darayya ist ein von militanten Rebellen besetzter Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus. Die syrische Armee hat in dieser Woche sowohl RT-Reporterin Lizzie Phelan, als auch ARD-Mann Thomas Aders an die Frontlinie vorgelassen, damit diese sich einen Eindruck von den Kämpfen machen konnten. Die beiden Berichte erlauben einen direkten Vergleich zwischen dem von der russischen Regierung und dem durch Zwangsgebühren finanzierten deutschen Staatsfunk.

Wir wollen das hier gar nicht selbst langatmig analysieren, sondern es jedem Betrachter selbst überlassen, sich eine Meinung zu bilden, was seriöser Journalismus ist und was gezielte Propaganda und Meinungsmache. Man achte auf die Wortwahl, Fakten, Spekulationen, Behauptungen, Einseitigkeiten und Wertungen.

Schon der Vergleich der einleitenden Worte zum Bericht auf RT und den ARD tagesthemen ist ohne den Aufwand einer tieferen Analyse entlarvend. Die Propaganda beginnt schon bei der Auswahl des Hintergrundbildes…

RT-Bericht in deutscher Übersetzung

RT_Darayya1

Bild anklicken, YouTube!

„Der von Moskau und Washington vermittelte Waffenstillstand in Syrien ist nur noch Tage entfernt. In einem Vorort von Damaskus gibt es noch immer erbitterte Kämpfe. Die syrische Armee sagt, sie versuche, Terroristen der al-Nusra-Front zu vertreiben. Lizzie Phelan ist mit den Soldaten an der Front.“

ARD tagesthemen 24.02.2016

ARD_tt_24022016_Darayya

Bild anklicken, ARD-Mediathek! (Bericht kommt gleich zu Beginn der Sendung)

Caren Miosga: „Wenige Tage vor der vereinbarten Waffenruhe in Syrien hat Präsident Assad erklärt, er wolle sich an die Feuerpause halten. Der Kriegsherr gibt sich kompromissbereit, allerdings nur zu seinen Bedingungen. Terrororganisationen dürfen weiter bombardiert werden. Doch wer Terrorist ist und wer nicht, das definiert Assad auf seine eigene Weise und scheint jetzt die verbleibende Zeit noch nutzen zu wollen, so viele Gebiete wie möglich zurückzugewinnen. Die Kämpfe sind jetzt heftiger denn je. Hilfsorganisationen beklagen, man erlebe eine der schwersten Wochen seit Beginn des Krieges vor 5 Jahren. Unser Korrespondent Tommy Aders hatte heute aus beängstigender Nähe die Soldaten Assads im Kampf beobachtet.“

Wer hier wie ein seriöser Journalist agiert und wer wie eine staatliche Maulhure, dürfte selbst den unbedarftesten Zuschauern in der direkten Gegenüberstellung einleuchten. In den dann folgenden Berichten von Lizzie Phelan und Thomas Aders wird dieser Eindruck mehr als bestätigt.

Viel Spaß beim direkten Vergleich!