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2016: Jetzt erkennen wir, dass 1984 da ist

von Phil Butler                                            Übersetzung FritztheCat

Der Zustand der meisten Medien ist traurig, erbärmlich und hoffnungslos unglaubwürdig. Von der BBC bis zur New York Times – jeder Anschein von Glaubwürdigkeit ist verschwunden. Was die Sache jedoch verschlimmert ist die Beliebtheit der Interessensgruppen in den Sozialen Medien. Die Welt der Information war noch nie so polarisiert und die Öffentlichkeit versinkt dabei in eine Art Neo-Stammeskultur. Wladimir Putin ist der Prügelknabe, Barack Obama ist ein Witz der Geschichte und die neuen Kandidaten für das Präsidentenamt sind größtenteils Karikaturen eines Anführers. Wenn sich nur Bernie Sanders als etwas anderes entpuppen würde als ein Wolf im Schafspelz, vielleicht hätten wir dann eine Chance!

neo_phil_Butler_1984525Nur wenigen ist bekannt, dass George Orwell, von dem die Journalisten „Orwellsches“ Dies und Das nachplappern, tatsächlich im Spanischen Bürgerkrieg kämpfte. Wenn man die Lage, in der wir uns heute befinden, genauer betrachtet, so kann man leicht Parallelen ziehen zwischen meinen „Interessensgruppen“, die sich gegenseitig an die Gurgel gehen, und jenen Faschisten, Kommunisten und diversen anderen Brigaden, die die amerikanische Zerrissenheit widerspiegeln. Die Furcht, die Verdächtigungen, der Hass und sogar die zensierten Zeitungen des Spaniens 1936 finden heute ihr Echo nicht nur in Amerika, sondern in den europäischen Hauptstädten. Das „Orwellsche“ im Sinne von 1984 ist die Lage, in der sich unsere Gesellschaften jetzt befindet. Obwohl Orwell während seiner Zeit in Spanien eine Art Stalin-Phobie entwickelte, spiegelt sein späteres Werk, insbesondere 1984, nicht irgendeine sowjetische Robotergesellschaft, sondern eine Welt im permanenten Krieg, unter allgegenwärtiger Überwachung durch die Regierung und öffentlicher Manipulation. Diese wird diktiert von einem System mit dem euphemistischen Namen „Englischer Sozialismus“. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wollte Orwell mit seinem verstörenden Roman zeigen, wie Kommunismus in englischsprachigen Ländern aussehen würde. Ironischerweise sind die Parallelen zu heute verblüffend. Nur die Briten haben sich Amerika gekrallt, nicht anders herum. Der gleiche permanente Krieg, nur der nukleare Teil fehlt noch. Wir wissen alle, dass Big Brother eifrig beobachtet und im Friedensministerium (US Außenministerium), dem Ministerium für Überfluss (Federal Reserve Bank), dem Ministerium für Liebe (Homeland Security) und im Wahrheitsministerium (BBC & CNN) das Sagen hat.

Einige von euch erinnern sich jetzt vielleicht an eine Szene in dem Film „Matrix“. Der „Splitter“ im Kopf von Neo, den Morpheus in Frage stellt, dieser ständige Hintergedanke „was geht hier vor sich?“ – er nagt gerade an Einigen von euch. Wie kann es sein, dass das Leben so sehr einer anti-utopischen Phantasie gleicht? Aber das Vergrößerungsglas zeigt unserem Gehirn nicht nur einen Teil von 1984 – das Orwellsche „Doppeldenk“. Doppeldenk ist Teil eines Konstrukts namens Oligarchische Zentralplanung. Im Grunde bedeutet es: schwarz wird für weiß ausgegeben, entgegen den sichtbaren Fakten. Ein deutliches Beispiel ist die Behauptung westlicher Führer: „Putin ist Schuld“. Entgegen jedem Beweis für eine Mittäterschaft des russischen Präsidenten. Und es wirkt, nicht wahr? Es scheint als hätte jemand oder eine Gruppe 1984 gelesen und sie wollten den Roman in die Wirklichkeit umsetzen. Der permanente Konflikt über sogenannte „umstrittene Grenzgebiete“, zwischen Orwells Oceana (Amerika und Britannien), Eurasia (eine erweiterte UdSSR) und EastAsia (China und andere), wir sehen, dass es den Konflikt jetzt wirklich gibt. Ich werde euch jetzt symptomatische Beispiele für „Doppeldenk“ geben.
„Präsident Putin hat ‘vermutlich’ der Ermordung Litvinenkos zugestimmt“, so die Schlagzeile der BBC Nachrichten. Darauf folgte die Korruptionsbeschuldigung Wladimir Putins durch das US Finanzministeriums (Ministerium für Überfluss). Die Massen wurden mit diesem Doppeldenk innerhalb von vier Tagen beackert. Aber schon seit Ende 2013 haben die Systemmedien (Wahrheitsministerium) ein permanentes „Neusprech“ vom Stapel gelassen welches die Fakten auf den Kopf stellte. Die Russen würden bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiel in Sotschi Schwule grillen, und streunende Hunde und unbenutzbare Toiletten überschwemmten die westlichen Nachrichten. Russland ist 100 mal in die Ukraine einmarschiert, aber Kiew ist noch immer in der Hand westlicher Marionetten. Die toten Kinder, aufgebahrt in Krankenhäusern in der umstrittenen Ukraineregion Donbass, diese unglücklichen Kinder sind auch die Schuld Putins, auch wenn die Bombensplitter in ihren kleinen Körpern von NATO unterstützter Artillerie stammen. Die Propaganda und einseitige Berichterstattung dieser und anderer Vorfälle ist in ihrer Natur unglaublich Orwell. Die Big Brother Situation ist dermaßen eskaliert, dass sogar das vom Weißen Haus kontrollierte TIME Magazine Barack Obamas Kontrollzwang erwähnen musste. So schrieb Joseph Lynch 2014:

„Nach Angaben von ProPublica hat die Obama-Regierung acht Anklagen nach dem Spionage-Gesetz erlassen. Damit wird die Veröffentlichung von für die Nationale Sicherheit gefährlichen Informationen kriminalisiert. Vor Obama gab es insgesamt nur drei Anklagen nach diesem Gesetz.“

Was wir heute sehen ist ein Abbild dessen, was Orwell so erklärte: der Staat schützt seine eiserne Macht mit permanenter und menschenverachtender Propaganda. Gary Spina geht in einem Artikel des Independent Sentinel einen Schritt weiter in der Beschreibung dessen was seit dem Amtsantritt Obamas passierte. Sein Artikel beginnt so:

„Wenn zukünftige Historiker einst über den Niedergang und den Fall der Vereinigten Staaten von Amerika schreiben, dann werden sie über die Orwellsche Welt des Barack Hussein Obama schreiben und die Ahnungslosigkeit der Massen, die unter seiner Tyrannei gelitten hat.“

Noch vor fünf Jahren hätte jeder, der so etwas sagte, als irrer Verschwörungstheoretiker gegolten. Jetzt sehen wir im glühend heißen Scheinwerferlicht unsere eigene Ahnungslosigkeit und die unserer Nachbarn. Karikaturen psychopathischer Lügner streiten in Amerika um das wichtigste Amt auf Erden. Eine ausgewiesene Lügnerin und Konzernpuppe bewirbt sich neben einem Kreditjunkie-Milliardär. Hillary Clinton stinkt nach Unehrlichkeit und Gleichgültigkeit. Donald Trump jedoch offenbart die amerikanische Führungskrankheit. Die Leute sind immer noch so schlecht informiert, so unwissend, dass sie glauben, Trump wäre ein Erfolgsgarant, ein sogenannter Selfmade-Milliardär“. Trump ist – wie Clinton und Obama – nichts weiter als eine Marionette der Banker. Dieser Artikel von 1990 lässt uns hinter die Kulissen der großen Trump-Lüge blicken. „Der Donald“ ist nämlich mit einer gigantischen Kreditkarte der Top-Investoren unterwegs. Er verkleidet sich als Revolutionär für eine Reform der Vereinigten Staaten, aber Donald Trump ist in Wahrheit die Verkörperung eines Orwell-Charakters: O’Brian, der Spitzel von der Gedankenpolizei. Trump jammert über die Obama-Regierung, gleichzeitig ist er genau von dem System abhängig, das den Amerikanischen Traum vergiftet hat. Hillary ist vielleicht eine egoistische Psychopathin, aber Trump ist der üblere Blutsauger, der Amerikas Ansehen restlos ruinieren wird.

Dieser Bericht in Quartz zeigt Trumps Unterstützung durch „Moslems“, darunter der saudische Prinz Alwaleed, der Trump bei seinen gescheiterten Immobiliengeschäften in den 90ern unter die Arme griff. Trumps Mitgliedschaft im Klub der Kreditjunkies und abhängigen Führer hat eine direkte Folge. Beteiligungen bei Blackrock Inc., einem Ableger von Jacob Rothschilds Blackstone, Verbindungen zu George Soros, Scotiabank, Evercore Partnership, Protego, Kissinger Associates und der umstrittenen Versicherungsgruppe AIG und hunderte Nebenbeteiligungen an berüchtigten Investmentbanken zeigen Trump im denkbar schlechtesten Licht für eine Präsidentschaft. Auch wenn seine Geschäfte durch hunderte Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften verschleiert sind: Dokumente wie diese vom luxemburgischen Fond SICAV decken Investmentbeteiligungen an Firmen und Fonds auf, die von Rothschild-Agenturen rund um den Globus gemanagt und betrieben werden. Trump ist im Obsidian Fund investiert und SICAV lässt das Submanagement von keinem geringeren als Edmond de Rothschild Investment Advisors erledigen.

Ein Zeitungsredakteur sagte vor kurzem zu mir: „Phil, ich ersaufe in Kommentaren und Leitartikeln. Ich brauche ein paar Berichte mit harten Fakten.“ Und ich dachte mir: „Geht’s nicht jedem so?“ Wenn die Mainstreammedien das Geld nur so raus hauen und die Propaganda aus allen Rohren feuert, wie soll da selbst der beste Journalist mithalten können? Ohne Kohle, nur mit Hintergrundwissen und Leidenschaft, liegt die einzige Wahrheit in logischer und nachweisbarer digitaler Dokumentation. Machen wir uns nichts vor: die meisten Nachrichten sind entweder frei erfunden, oder es handelt sich um fehlgeleitete Mittelmäßigkeit. So wird 1984 zu 2016. Ein Artikel im New Yorker hat jüngst einen beißenden Relaitätscheck geboten, ich zitiere:

„1984 beginnt an einem kalten Aprilmorgen in einem heruntergekommenen London, der Hauptstadt von Airstrip One, einer Provinz Ozeaniens. Dort ist, trotz aller technischen Fortschritte, das Wetter immer noch lausig und die Bewohner leiden unter nicht enden wollenden  Kürzungsmaßnahmen.“

Kein Ausweg. Die ganze Macht und Entscheidungsgewalt liegt an der Spitze, und nicht bei den Menschen dort unten. Lügen, Irreführung, das nervtötende Dröhnen der Werbung, Tod, Krieg und Steuern für die kleinen Menschen, das ist unsere Realität. Wir leiden größtenteils schweigend, unsere Beschwerden werden durch die Anfeuerungsrufe beim Super Bowl oder einem FIFA Match erstickt oder unterdrückt. Die Angst unter der wir leiden wird in den Töpfen des Ministeriums für Liebe gekocht. Zukünftigen Präsidenten bekommen die Milliarden vom Ministerium für Überfluss geliehen. Und das Friedensministerium macht das Gegenteil, verteilt Brötchen in Kiew, während die Nazis ihre Waffen laden und spannen. Und zum Wahrheitsministerium: einst stolze Journalisten werden von Big Brother gezwungen, eine kalte Nadel in unsere Köpfe zu treiben und uns einzupflanzen, dass ein „womöglich“ für eine Verurteilung reicht. Und jetzt sehen wir wie sich das katastrophale Unheil ausbreitet. Unsere einzige Hoffnung ist Revolution.

Für die Amis wird es langsam Zeit zu beten, dass Bernie Sanders kein Wolf im Schafspelz ist. Er könnte der Eindringling sein bei der „Party“. Wie auch immer, er ist die einzig vernünftige Wahl zum amerikanischen Präsidenten.