Gert Ewen Ungar

Die Rufe, Merkel müsse die Konsequenzen aus dem Flüchtlingsdebakel tragen und endlich gehen, werden lauter. Und sie orchestrieren sich zunehmend transatlantisch. Allein das sollte großes Misstrauen auslösen. Das Establishment der USA ist sicherlich kein guter Berater, wenn es um die Frage nach einem Regime-Change geht, wie man an den globalen Brandherden sehen kann, für deren lodern maßgeblich genau dieses Establishment die Verantwortung trägt. Es beantwortet die Frage nach dem Danach nämlich grundsätzlich nicht.

Diese Frage ist aber elementar wichtig. Nehmen wir einmal an, Merkel ist wider aller Erwartung einsichtig und tritt zurück. Und dann? Wer macht es dann? Sigmar Gabriel käme infrage, denn der ist Vizekanzler. Schäuble hat sicherlich auch Ambitionen, schließlich war er mal Kanzlerkandidat und fühlt sich zu Höchstem berufen. Schon an dieser Auswahl sieht man, wie schlecht es um Deutschland bestellt ist. Pest oder Cholera.

Gehen wir alternativ davon aus, es gebe Neuwahlen. Was wäre dann? Mit Neuwahlen bekäme…

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