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ard_logoDie öffentlich-rechtlichen Anstalten ARD und ZDF haben die massenhafte Kriminalität, Diebstahl und sexuelle Übergriffe in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof und anderen Orten tagelang systematisch totgeschwiegen und auch in der Folge gezielt versucht, die Herkunft der Täter – insbesondere Hinweise darauf, dass es sich vielfach um „Flüchtlinge“ handelt – unter den Teppich zu kehren.

So bestätigte heute Christian Pfeiffer erneut im WDR5 „Tagesgespräch“, was er schon in phoenix sagte, dass Redakteure der ÖR ihn im Vorgespräch baten, jeden Hinweis auf Flüchtlinge zu unterlassen. Eine Tatsache, für die sich die Chefredakteure bei ihm mittlerweile entschuldigt hätten.

Am Dienstag haben wir hier auf einen Kommentar von Hasso Mansfeld auf meedia.de hingewiesen, in welchem er Tacheles redet und der schon am folgenden Tag eine Reaktion der Verantwortlichen der ARD nach sich zog.

Köln ist eine Bankrotterklärung der Presse und schädlich für die deutsche Medienlandschaft

Der Kommentar – und das haben viele PS-Leser nicht verstanden – ist deshalb so wichtig, weil Mansfeld selbst Teil des Systems ist und seine Kritik von Innen deshalb erheblich mehr Wirkung erzielt – und auch mehr über den Zustand des Systems verrät -, als 10 nachgewiesene Fälle von Propaganda und Desinformation, die wir hier in der Propagandaschau veröffentlichen.

Ein zweiter, immer wieder zu beobachtender gedanklicher Fehler ist die Auffassung, dass sich Personen durch irgendwelche Äußerungen komplett diskreditieren könnten. So wurde Udo Ulfkottes augenöffnendes Buch „Gekaufte Journalisten“  immer wieder mit dem sachfremden Hinweis kritisiert, der Autor habe sich in der Vergangenheit mit rassistischen und fremdenfeindlichen Aussagen unmöglich gemacht. Tatsächlich hat das eine ganz offensichtlich mit dem anderen nichts zu tun. Das gilt nicht nur für Ulfkotte, sondern generell und selbstverständlich auch für Journalisten der „Lügenpresse“ oder jemanden wie Mansfeld.

Offenkundig verbreitet auch ein Claus Kleber nicht ausschließlich Lügen, Halbwahrheiten oder Propaganda. Tatsächlich liegt die Macht der Mainstreammedien gerade darin, in vielen Themenbereichen guten bis exzellenten Journalismus zu liefern, um immer dann, wenn es um außen- und sicherheitspolitische Interessen geht, lupenreine NATO-Propaganda zu betreiben oder in Wirtschaftsfragen (Griechenland, EU, Euro, Gewerkschaften, etc.) einseitig Interessen der Konzerne und Eliten zu propagieren. Man könnte sagen, diese Medien erwirtschaften sich einen Vertrauensvorschuss, den sie dann schamlos für ihre politische Ziele ausbeuten.

Wie wichtig der Kommentar von Mansfeld war, zeigte sich schon einen Tag später darin, dass sich der Vize-Chefredakteur von ARD-aktuell, Christian Nitsche, gezwungen sah, in einem öffentlichen Brief zu antworten und die Vorwürfe „zurückzuweisen“. Dieses „Zurückweisen“ ist ein Synonym für „ich kann die Vorwürfe nicht mit Fakten widerlegen, aber verbitte mir diese Kritik.“

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Die Fakten sind klar und unzweideutig, sonst hätte jemand wie Mansfeld auch nicht so deutliche Kritik geübt. Der WDR hat seinen Hauptsitz in Sicht- und Rufweite des Kölner Hauptbahnhofs und hat erst – anders, als zum Beispiel der lokale „Express„, der schon am 1. und 2. Januar Online-Artikel veröffentlichte – am 4. Januar über diese unsäglichen Vorgänge vor seiner Haustür berichtet. Da gibt es also nicht das Geringste schönzureden und Nitsche – wen wundert es? – versucht es trotzdem.

ARD-aktuell hat auf Basis der jeweils verfügbaren Erkenntnisse umfangreich berichtet. Am Tag, als die Dimension der Ereignisse in der Silvesternacht klar wurde (4.1.), hatte die Tagesschau in ihrer Hauptausgabe um 20 Uhr einen Beitrag, ebenso berichteten die Tagesthemen. ARD-aktuell gehört damit zu den Medien, die früh und prominent über das erschreckende Ausmaß der Straftaten berichtet haben. (meedia)

Von ARD-„aktuell“ kann also mit Blick auf die Vorgänge, die nun seit dem 4. Januar auch die staatsnahen Mainstreammedien dominieren, keine Rede sein. Vielmehr sollte sich die Redaktion in „ARD-ausgewählt“ oder „ARD-vorgefiltert“ umbenennen, um dem eigenen Treiben einen passenden Namen zu geben.