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Wie Amerikas korrupte Presse das Land zerstört
von Eric Zuesse 08.01.2016                           Übersetzung FritztheCat

Das Ausmaß der Bestechlichkeit der amerikanischen Regierung wird sogar von den besten Medien Amerikas (Mainstream und Internet) gewaltig unterschätzt. Das Ergebnis: die Öffentlichkeit wählt am Ende korrupte Politiker wie George W. Bush und Barack Obama, die logen bis sich die Balken bogen, während sie Billionen von der Öffentlichkeit zu den Aristokraten verschoben. Die wiederum schütten Milliarden – Peanuts für die Aristokraten – in die Wahlkämpfe und in die „gemeinnützigen“ Stiftungen früherer Präsidenten.

(Nur ein Beispiel eines aristokratischen Resultats aufgrund politischen Werbens für Aristokratie: an der Spitze der Clinton Foundation sitzt zufällig deren inkompetente Tochter Chelsea Clinton, deren Kinder später mit Sicherheit Mitglieder der Aristokratie sein werden, genauso wie bei den Bushs – egal wie kompetent oder inkompetent ein Erbe zufällig sein mag. Aristokratie ist alles andere als eine „Gesellschaft der Chancengleichheit“. Aber sie legt sich nicht fest, denn alle Kandidaten – ob Republikaner oder Demokraten – werden von der Aristokratie unterstützt. Dadurch wird das Volk als mitmachende Lohnsklaven gehalten und wird nicht zu demonstrierenden Gewerkschaftern. Welche Partei die Gesetze für die Aristokraten schreibt und durchführt spielt keine Rolle.)Das offizielle Material zur Fäulnis amerikanischer Medien beginnt hier: mit einem der besten Systemjournalisten (nur um hervorzuheben wie tiefgreifend die Zensur ist), Shahien Nasiripour von „Huffington Post“. Am 6. Januar titelte er: „Die Obama-Regierung steht davor, ihren größten Fehler in der Finanzkrise zu wiederholen“ und so fängt sein Artikel an:

In den Jahren seit dem Versagen, auch nur einen Wall Street-Boss für seine Verwicklung in die globale Finanzkrise anzuklagen, hat das US Justizministerium ständig versprochen, dass Konzernvorstände für ihre Missetaten zur Verantwortung gezogen werden . Aber am Montag, als man VW wegen des Komplotts des Autobauers (zur Verschleierung ungesetzlich hoher Mengen giftiger Gase die ihre Autos ausstießen) verklagte, da stellte das Justizministerium wieder keine strafrechtliche Anklage gegen die Firma oder seine Angestellten.

Der deutsche Autohersteller, einer der größten der Welt, gab am 22. September zu, dass betrügerische Software eingebaut wurde um bei den Abgastests von seinen 11 Millionen Dieselfahrzeugen zu betrügen. Kläger behaupten, die Firma habe versucht die Öffentlichkeit zu täuschen und habe absichtlich die Fakten vor den Aufsichtsbehörden verborgen, Ermittler behindert und Bundesbehörden belogen.

Wenn jetzt Volkswagen verfolgt wird und nicht die kriminellen Fälle gegen die Firma oder ihre Mitarbeiter verfolgt werden, dann wiederholt das Justizministerium seine Fehler nach der Finanzkrise.

Die Weigerung der Obama-Regierung, auch nur einen einzigen Top-Banker anzuklagen, als „Fehler“ zu bezeichnen ist eine glatte Lüge, denn diese kriminellen Handlungen haben den Finanzvorständen Milliarden beschert und Billionen aus der Öffentlichkeit gesaugt. Millionen von Hauskäufern wurden dazu überredet, einen mehr als 15 Seiten starken Darlehensvertrag zu unterzeichnen, dessen Sätze der Unterzeichner niemals verstehen konnte und verstehen wird, anschließend wurden diese wackligen Darlehen als AAA-sichere Anlagen gebündelt (sogar die eigenen Angestellten haben versucht, die Vorstände zu informieren, dass diese alles andere als AAA seien) und dann wurden diese hypothekenbesicherten Wertpapiere an Pensionskassen und dergleichen verhökert, mit saftigen Gebühren. Dieses Geschäftsmodell hat vielleicht die kriminellen Finanz-Vorstände sehr reich gemacht, aber Millionen von zugenagelten Häusern, gekürzten Renten usw. als Folge dieses Vorgehens führten zur Verarmung der Öffentlichkeit. Der Geldtransfer von den vielen Armen zu den wenigen extrem Superreichen ist super für die Aristokratie, aber schlecht für die Öffentlichkeit. Dieses Geschäftsmodell wurde von den Top-Bankern und deren Freunden so geplant und durchgeführt: den öffentlichen Wohlstand auf sie selbst zu übertragen, ohne Rücksicht darauf, wie viel die Öffentlichkeit dadurch unvermeidlich verlieren würde – und das ist weitaus mehr als die Spitzengauner davon profitieren. Ein solches Vorgehen ist nicht einfach ein „Fehler“. Es ist falsch zu sagen „das Justizministerium wiederholt seine Fehler“; und der Autor weiß das. Aber er will ja seinen Job behalten und – noch wichtiger – auch zukünftig eine Anstellung finden.

Und auch die Weigerung Obamas, diese Verbrechen zu ahnden, ist kein Fehler. Und Obama hat sich mehrfach geweigert sie strafrechtlich zu verfolgen. Das ist genauso wenig ein „Fehler“ wie ein Banküberfall. Banküberfälle durch “Bankräuber“ werden rigoros verfolgt. Wie lautet der berühmte Ausspruch des großen Kriminologen William K. Black: „Die beste Art eine Bank auszurauben ist eine zu besitzen“. Nur an der Spitze Amerikas (und Menschen die der Spitze dienen) wird Kriminalität nicht verfolgt.

Die USA haben die weltweit höchste Gefangenenrate – und nicht nur die absolut höchste Anzahl an Gefangenen von allen Ländern, einschl. China und allem was die US „Nachrichten“-Medien gemeinhin als „Diktatur“ bezeichnen. Welche Nationen sind demnach Polizeistaaten? Wenn man reich ist, dann gehört Amerika nicht dazu. Aber wenn man nicht reich ist dann gehört es mit Sicherheit dazu, mehr als jedes andere große Land. Für jeden, außer den paar super reichen Amerikanern, ist Amerika ein Polizeistaat, auch wenn die Medien es eine Art „Demokratie“ nennen. Für die ganz Armen ist es ganz bestimmt ein Polizeistaat, auch wenn es die Konservativen einen „Wohlfahrtsstaat“ nennen, nur um die Armen anzuschwärzen, da kommt zur Schädigung durch die böse Realität auch noch die Beleidigung hinzu. [Anmerkung: Hier folgt ein Exkurs über eine sehr spezielle Interpretation der US-Verfassung, den wir überspringen.]

Lügen im Journalismus ist unverzeihlich – egal wie geschickt ein Journalist sein mag. Aber es ist im amerikanischen „Journalismus“ gang und gäbe. Es wäre besser wenn man den amerikanischen „Journalismus“ eine Werbeveranstaltung nennen würde. Es handelt sich um Werbung für ein behördliches Wirtschaftssystem, das den Reichtum von der Öffentlichkeit auf die Aristokratie überträgt.

Es ist ein System, das Journalisten anstellt und feuert; dadurch wird kontrolliert worüber berichtet wird und worüber nicht. Wie die einzelnen „Nachrichten“ platziert werden, ihr Stellenwert und was in diesen „Nachrichten“ betont und was verschwiegen wird.

Das geschieht alles nicht zufällig. Sie werden von der Realität diktiert, dass wenn der Angestellte nicht mitspielt, er oder sie gefeuert wird und bei allen anderen „Nachrichten“-Medien der Aristokratie auf eine schwarze Liste kommt – und das sind praktisch alle „Nachrichten“-Medien.

Jeder Journalist, der sich weigert die Wahrheit zu verbiegen – und zwar in die Richtung die das Management fordert – wird gefeuert (oder Vergleichbares). Das wird von den Medien-Vorständen erledigt, nicht nur um die Widerständler zu feuern, sondern um die anderen „Journalisten“ auf Linie zu trimmen. Und wenn ein Journalist einmal gefeuert ist, dann kommt er für den Rest seines Lebens bei den gekauften „Journalisten“ auf eine schwarze Liste des Berufsstandes – das heißt, der Arbeitgeber. Ein gefeuerter republikanischer Journalist kann von einem demokratischen „Nachrichten“-Medium angeheuert werden und ein gefeuerter demokratischer Journalist kann von republikanischen „Nachrichten“-Medium angeheuert werden. Aber in jedem Fall ist eine Fortsetzung der Karriere eines „Journalisten“ nur möglich, wenn diese Person sich weigert, Dinge zu berichten, die die Aristokratie vor der Öffentlichkeit verheimlichen will. Etwa das, was Sie jetzt lesen. Denn das ist was einer der Aristokraten, Warren Buffett einmal öffentlich verlautbaren ließ und damit die Hauptwahrheit Amerikas kundtat: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Reichen, die diesen Krieg führt, und wir gewinnen ihn.“ Diese reiche Klasse ist eigentlich nicht das Obere ein Prozent; es sind die Top 20 oder so, die Milliardäre Amerikas. Aber die Vorstände der Mega-Banken und Ölfirmen, die Rüstungskonzerne und ihre Lobby-Agenturen und deren Handlanger für die paar Super-Aristokraten kaufen die Gesetze – und die Berichterstattung darüber (oder auch die Nicht-Berichterstattung). Das macht heute nicht mehr die Öffentlichkeit, sie hat keinen Einfluss mehr auf die Regierung. Im heutigen Amerika entscheidet nicht mehr die Staatsbürgerschaft, eine Wahl und die Steuern. Die gewählten Politiker vertreten fast nur noch die Aristokratie, die ihren Wahlkampf finanziert. Die Öffentlichkeit bekommt die Happen vorgesetzt, die die Aristokratie erlaubt.

Ein Beispiel für eine Journalistin die sich weigerte mitzuspielen: Amber Lyon war eine aufsteigende Journalistin bei CNN. Aber sie weigerte sich, die Brutalität der fundamentalistisch sunnitischen Königsfamilie von Bahrain und deren fundamentalistische, sunnitische Königsfreunde zu verschleiern, als diese die friedfertigen schiitischen Demonstranten im Kampf um grundsätzliche demokratische Rechte für das bahrainische Volk niederschlugen, der Großteil schiitisch und daher von den fundamentalistischen Sunniten (wie den Sauds, die Saudi-Arabien besitzen, und den Khalifas, die Bahrain besitzen) als „Ungläubige“ bezeichnet und folglich wie Dreck behandelt wird. Die Weigerung Lyons, das zu verbergen was ihre Chefs bei CNN von ihr verlangten, führte nicht nur zu ihrer Entlassung, sondern sie kam auf die schwarze Liste, und das war das plötzliche und endgültige Ende ihrer steilen Karriere. Jetzt muss sie sich mit anderen Dingen beschäftigen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Der Ausspruch „es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Reichen, die diesen Krieg führt, und wir gewinnen ihn“ stammt von einem „liberalen“ Unterstützer und Finanzier von Mr. Obama, er stammt vom 26. November 2006. Warren Buffet, dieser erstklassige Heuchler, der alle trickreichen Gelegenheiten nutzt, um seine Steuerverpflichtungen auf andere abzuwälzen und gleichzeitig verlangt, dass sein Land die Steuergesetze so gestalten soll, dass Milliardäre mehr und die Öffentlichkeit weniger zahlen sollen. Buffett greift hier privat (und nicht öffentlich, wie es sich gehören würde) den auf den Kopf gestellten Robin Hood in seinem Land an, er sieht sich als den echten „Klassenkampf“ in seinem Land. Außergewöhnlich. Aber Buffett hat seinen Kommentar nicht weiter erläutert, und man hat ihn auch nicht darum gebeten. Kein Mitarbeiter der Aristokratie (wie beispielsweise der konservative Reporter, dem er dies sagte) hat ihm dazu je eine Frage gestellt – kein Interesse in der Aristokratenpresse, für irgendeinen Beweis oder eine Untermauerung zu dieser schockierenden (und schockierend deutlichen und wahren) Bemerkung eines der Top-Aristokraten Amerikas. Er weiß, was läuft. Sie alle wissen es. Aber so etwas öffentlich zu sagen, ist wirklich unerhört. Für das genaue Gegenteil gibt es jedoch zahlreiche Äußerungen der Aristokraten-Diener, zum Beispiel vom Chefökonomen von Clinton-Obama, dem Harvard-Schüler Larry Summers.

Am 15. Juni 2012 titelte Bonnie Kouvassi auf Huffington Post: „Larry Summers: Wir müssen uns auf die Chancenungleichheit konzentrieren“. Dazu zeigt sie ein Video von einem Harvard-Vortrag in dem er sagt: „Ich denke wir können, ich denke wir sollten die Ungleichheit der Ergebnisse akzeptieren. Wir sollten anerkennen, dass diejenigen, die mehr verdienen, besser dazu in der Lage sind die Gesellschaft zu unterstützen.“ Er griff jene an, die die extreme Ungleichheit von Reichtum kritisierten und lobte „Jene die besser dazu in der Lage sind die Gesellschaft zu unterstützen“ über den grünen Klee. Die Aristokraten-freundliche Sicht Summers: die Chancenungleichheit kann ohne Verminderung der Ungleichheit des Reichtums reduziert werden – sogar in so einem extrem ungleichen Reichtums-Land wie Amerika. Das ist nicht nur falsch, das ist absurd falsch: in einem Land mit so extremer Reichtumsverteilung ist die Chancenungleichheit größtenteils das Ergebnis der extremen Reichtumsverteilung. Wenn man nicht beides angeht, so wird es scheitern. Man muss beide Löcher gleichzeitig stopfen. Ein Leserkommentar beschreibt das Thema am 29. Dezember 2013: „Die Privilegien des Reichtums wachsen mit jeder Generation exponentiell. Nicht zuletzt durch die besseren Erziehungsmöglichkeiten für die Kinder der Reichen – sie müssen sich nicht damit abstrampeln, ihr Schulgeld zu finanzieren; und haben einen kleineren Schuldensack auf dem „Weg nach oben“. Wenn sich einer damit auskennt, dann ist es der frühere Harvard-Präsident Summers. Er weiß, was gespielt wird. Er erzählt halt nur die Unwahrheit.

So etwas darf in der Systempresse berichtet werden (was er sagte, nicht dass er dazu log). Denn nur etwa 30 Prozent (sogar der Aristokratie, darunter Buffett, aber nur Demokraten, keine republikanischen Aristokraten) widersprechen hier Summers. Im Grunde haben alle Aristokraten das Gefühl, dass sie persönlich legitimiert sind. Das gilt für alle Aristokraten überall (unabhängig von der Partei). Sie fühlen sich überlegen und denken sie hätten das Recht, die Massen auszuplündern. Diese Philosophie wurde von den aristokratischen „Klassikern“ mindestens seit Plato vertreten – das Propagandagewerbe ist alt!

Worüber sich die amerikanischen Aristokraten einigen können, ist zumindest die Ausbeutung der Öffentlichkeit ärmerer Länder. (Es existiert ein geleaktes „Summers Memo“ vom 12. Dezember 1991, als Summers Chefökonom der Weltbank war. Darin sagt er: „Eine gesundheitsgefährdende Verschmutzung sollte in jenen Ländern mit den geringsten Kosten passieren. Und das sind die Länder mit den geringsten Löhnen. Man sollte den Haufen giftigen Mülls in den Niedriglohnländern versenken. Die wirtschaftliche Logik ist einwandfrei und wir sollten uns dazu bekennen.“ Und das ist ein „demokratischer“ Ökonom.) Huffington Post hat zum Beispiel nie auf die Realität in der Ukraine hingewiesen, dass der Sturz des Russland-freundlichen Führers Victor Yanukovych vom 20. Februar 2014 und die Einsetzung des US-Aristokraten-Dieners Arseniy Yatsenyuk (für das US-Außenministerium selbst übrigens 16 Tage vor dem Umsturz) als Führer ein blutiger Umsturz war und nicht eine „Revolution“, wie die gesamten US-Medien fälschlich behaupten. Sogar der früher ehrenwerte britische „Guardian“ wurde in den letzten Jahren von der Aristokratie übernommen und verdient jetzt sein Geld mit dem Verzerren und Fälschen der Wahrheit über dieses Thema – und nicht mehr mit einer ehrlichen Berichterstattung. Sogar dem „Guardian“ kann man nicht mehr trauen.

Bush und sein Pudel Blair haben über Saddams Massenvernichtungswaffen gelogen, Dinge absichtlich erfunden, sie haben ihre Länder in die Invasion des Irak getrickst. Die westliche Presse hat darüber nicht berichtet. Sie haben sich auch nicht entschuldigt, dass sie bei den Lügen mitgemacht haben und zu Helfern für Massenmord wurden. Sie wurden nur immer ähnlicher und unglaubwürdiger.

Westliche „Demokratie“ existiert nur in der Vergangenheitsform. Sie war fehlerhaft und jetzt ist sie vergangen. Der letzte Nachhall ist die endlos andauernde PR-Kampagne. Wie lange wird die Öffentlichkeit im Westen noch daran glauben?


Eric Zuesse ist Historiker, Ge­schichts­forscher und Autor. Seine jüngsten Bücher sind: They’re Not Even Close: The Democratic vs. Republican Eco­no­mic Records, 1910-2010 und CHRIST’S VENTRILO­QUISTS: The Event that Created Christianity.