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wdrPropagandakampagnen gegen Nikotin und Alkohol gehörten in den vergangenen Jahren zu den staatlich vorgegebenen Erziehungsmaßnahmen, die von den politisch kontrollierten Staatssendern ARD und ZDF in die Köpfe der Bürger getrichtert wurden. Seit geraumer Zeit stehen auch Fleischesser im Fadenkreuz totalitärer Vorstellungen darüber, was die Deutschen konsumieren dürfen und was nicht.

Der WDR benutzt dafür sogar Nachrichtenformate, die eigentlich objektiv und unvoreingenommen über Fakten berichten sollten, um denjenigen Bürgern ein schlechtes Gewissen einzureden, die sich frecherweise dem Vegetarismus widersetzen.

So tönte es heute Morgen in den Nachrichten von WDR2 und WDR5:

„Die meisten Deutschen essen weiterhin viel Fleisch. Die Saarbrücker Zeitung berichtet vorab aus dem „Ernährungsreport 2016“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Demnach gaben in einer Umfrage mehr als 80% der Deutschen an, mehrmals pro Woche Fleisch zu essen. Aus der WDR-Nachrichtenredaktion Sarah Pradel:

‚Fleischessen ist offenbar vor allem bei Männern beliebt. Bei der Umfrage gab fast die Hälfte von ihnen an, dass sie täglich Fleisch oder Wurst verzehren. Nichtmal halb so viele Frauen sagen das von sich. Sie können offenbar auch besser ganz darauf verzichten. 6% der weiblichen Befragten sind demnach Vegetarier. Bei den Männern ist es gerade mal 1%.'“

Es ist also der Staat, der den Bürgern mit Hilfe seines Rundfunks vorschreiben will, was viel Fleisch ist und viel ist schlecht. Mehrmals pro Woche ist schlecht und täglich ist schlecht. Gut ist hingegen besser ganz darauf verzichten – so die unmissverständlichen Botschaften der Regierung. In Nordkorea mag die Propaganda noch plumper daherkommen, aber was hier verbreitet wird, ist prinzipiell nichts anderes.

Polen war in den vergangenen Jahren ein gerne zitierter Partner Deutschlands und der EU, wenn es darum ging, Hetze an der Seite Berlins und Brüssels gegen Russland oder Griechen zu verbreiten. Seit die Mehrheit der Polen eine konservative Regierung gewählt hat, die sich von Brüssel und damit Berlin zunehmend distanziert, dreht sich der Wind in Politik und Medien um 180°.

Der polnische Außenminister Waszczykowski verteidigte gestern eine Gesetzesvorlage der konservativen Regierung, die die Staatssender stärker unter Regierungskontrolle bekommen wollen, mit den Worten:

„Als müsse sich die Welt nach marxistischem Vorbild automatisch in nur eine Richtung bewegen – zu einem neuen Mix von Kulturen und Rassen, eine Welt aus Radfahrern und Vegetariern, die nur noch auf erneuerbare Energien setzen und gegen jede Form der Religion kämpfen. Das hat mit traditionellen polnischen Werten nichts mehr zu tun.“

Natürlich haben die Attacken der neuen polnischen Regierung auf die Staatssender nichts mit einem Bedürfnis nach seriösem, objektivem Journalismus zu tun. Diese Sender waren aber auch schon vorher weder objektiv noch unabhängig, sondern haben neoliberale Brüsseler Propaganda im Sinne Berlins verbreitet und nun dreht die neue Regierung die Sender eben in ihre eigene Richtung. Das hat die deutsche Regierung schon lange geschafft, wie ARD und WDR tagtäglich unter anderem mit oben dargelegter Propaganda gegen Fleischesser beweisen.