Schlagwörter

, , , , , , ,

zdf_80Wer in ARD und ZDF als Moderator, Korrespondent oder „Experte“ die Welt verklären will, der muss in aller Regel eine ordentliche Portion staatstragender Verblödung und Skrupellosigkeit mitbringen, um verbrecherische westliche Politik und deren katastrophale Folgen im Sinne des Staates so zu interpretieren, dass zumindest die letzten dummen Schafe nicht merken, wie sie von morgens bis abends zum Narren gehalten werden.

Hajo Funke erfüllt dieses Anforderungsprofil offenbar spielend. In „berlin direkt“ am Sonntag Abend „erklärt“ er den erstaunten Zuschauern die Gründe der zunehmenden Gewalt gegen Flüchtlinge. Wie er es schafft, die wahren Ursachen (westliche Kriege, Demokratiedefizite des Berliner Regimes) totzuschweigen und stattdessen die Schuld an der Entwicklung auf den politischen Gegner der Großen Koalition abzuschieben, das war einfach nur hanebüchen.

ZDF_bd_20122015_Funke

Wer solche „Experten“ hat, der braucht sich über eine weitere Zunahme der Gewalt nicht wundern. (Bild anklicken, Mediathek)

Zunächst eine besonders „kluge“ Erkenntnis, für die man aber nicht unbedingt studiert haben muss. Über rhetorische Defizite bitte hinwegschauen!

Funke: „Es ist ein ungeheurer Unterschied, ob sie das mal anzeichnen und sagen, ich bin gegen Flüchtlinge – oder im Schlafzimmer oder in der Küche. Oder ob sie dafür auf die Straße gehen oder sogar Gewalt tun.“

Wer hätte das gedacht! Da sind wir doch jetzt mal wirklich schlauer. Aber es kommt noch besser.

Funke: „Und da hat sich was verändert. Die Hemmschwelle hat sich gesenkt – enorm! Durch PEGIDA, durch AfD und durch das Internet.“

Richtig gehört: das Internet ist schuld! Und natürlich PEGIDA und AfD. So einfach kann die Welt sein, wenn man mit dem Verstand einer Amöbe – oder politischen Scheuklappen – auf komplexe politische Zusammenhänge blickt und die wahren Ursachen aus der Wahrnehmung verschwinden lassen will, weil man (Staat und Regierung) dann nämlich plötzlich selbst auf der Anklagebank sitzen würde.

Gewalt ist in den meisten Fällen ein letztes Mittel zur Überwindung eigener Ohnmacht. Das kann intellektuelle Ohnmacht sein, z.B. einen zwischen­menschlichen Konflikt kommunikativ zu lösen oder – wie in der durch verbrecherische Politik verursachten Flüchtlingskrise – politische Ohnmacht, weil die Bürger gegen eine „alternativlose“ Politik, die sie in keinster Weise an Entscheidungsprozessen beteiligt, nur noch das Mittel der Gewalt sehen.

PEGIDA und AfD sind nur zwei Ausprägungen, der vom Staat großzügig zugestandenen legalen Möglichkeiten, Unzufriedenheit mit dem Diktat der Regierung zu kanalisieren. Selbstverständlich sind Demonstrationen und Parteigründungen vollkommen wirkungslos, aber aus Sicht der Regierung kann sich das Volk auf den Straßen gerne die Beine in den Bauch stehen oder sich in innerparteilichen Grabenkämpfen aufreiben – Hauptsache es ist mit sich beschäftigt.

Man könnte über Funke lachen, wenn die dahinter steckende Dummheit nicht so gefährlich für die Gesellschaft wäre. Der Flüchtlingsstrom wird auch nächstes Jahr sicherlich nicht abreißen und die heute schon komplett überforderten Behörden werden die Menschen weder angemessen unterbringen können, geschweige denn sie in die Gesellschaft „integrieren“. Von Arbeitsplätzen auch nur für einen relevanten Teil ganz zu schweigen. Das bedeutet, dass auch die Gewalt zunehmen wird und wer als Täter einmal Blut geleckt und dabei einen zweifelhaften „Erfolg“ hatte, der wird so schnell nicht Ruhe geben.