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Es ist mehr als aufrüttelnd, erschütternd und streckenweise schockierend, was ein (ehemaliger) KSK-Soldat im NuoViso-Interview zu berichten weiß und es passt – gerade weil es von einer anderen Warte und mit anderen Worten formuliert wird – nahtlos zu dem, was Eugen Drewermann den Zuhörern in Herz und Verstand impfen will. Vielleicht ist es das Interview des Jahres und vielleicht die letzte Mahnung, zu Verstand zu kommen, bevor es zu spät ist. Ganz sicher wird es sich jedem ins Gedächtnis brennen, der es gesehen hat:

Schluss mit Krieg!
Lasst euch nicht länger instrumentalisieren und verheizen!

Nuoviso_tv_KSK

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Schwächen hat das Interview zwischenzeitlich dort, wo Themen angeschnitten werden, die nicht aus der eigenen Erfahrungswelt des (ehemaligen) Soldaten stammen, man sollte hier nicht alles auf die Goldwaage legen, den Schilderungen der Vorgänge in Afghanistan und rund um die Ausbildung tut dies keinen Abbruch.


Da von einigen Lesern Zweifel an der Authentizität Adrians geäußert wurden, verlinken wir hier noch ein Video aus dem Mai, das am Rande der 17. Friedens-Fusion aufgenommen wurde und bis heute gerade einmal 800 Klicks bekommen hat. Adrians aktuelle Äußerungen sind absolut kompatibel zu dem, was er bereits damals erzählte. Regelmäßige RT-Deutsch-Zuschauer werden eine kleine Überraschung erleben…

Adrian_Berlin_KSK

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Hagen Grell äußert sich zum Verdacht Adrian würde schauspielern:

Hallo Leute, um mir nicht die Fingerkuppen wund zu schreiben, hier die Zusammenfassung zum Elite-Soldat-Video von NuoViso. Für die die’s nicht wissen, ich (Hagen Grell) arbeite seit ein paar Monaten als Moderator bei NuoViso. Gestern nun dieses Video. Hier die ganze Story:

1. Wir drehten ein Interview mit Adrian, der uns nach eigenen Aussagen von seiner Zeit als Elite-Soldat beim KSK erzählte. Gute Story, schöne Message, ein paar Dokumente, die passen.
(UPDATE:) Über Kontakte im Team hatten wir auch im Umfeld von Adrian einige Menschen gefragt, die ihn kennen und für ihn bürgen.

2. Bei NuoViso hat keiner einen militärischen Hintergrund. Insofern konnten wir nicht einschätzen, ob seine Geschichte insgesamt glaubhaft ist

3. Erste Veröffentlichung: Nachdem das Video schon einmal draußen war, hat Adrian Sorge bekommen, rechtliche Konsequenzen zu spüren, verständlicherweise. Somit musste das Team das Video nochmal runter nehmen und neu bearbeiten und auf Bestätigung warten.
(UPDATE:) Die erste geleakte Version war niemals öffentlich. Scheinbar hatte Adrian aber zur Absicherung das Video an Freunde oder Rechtsbeistand geschickt. Eventuell kam es dort zum Missverständnis und die Rohversion des Videos (das NIE für die Öffentlichkeit gedacht war) wurde verbreitet.

4. Währenddessen war das Video aber schon etliche Male heruntergeladen und nun wieder hochgeladen worden.

5. Dann brachte das NuoViso-Team das Video raus (ich schreibe immer Team, weil ich auf dem Kanal nichts zu melden habe, und ich weiß nicht, wer’s von den Jungs hochgestellt hat) und ich verteilte das Video an ein paar Stellen. Wurde gut gesehen.

6. Unterdessen entwickelte sich heftige Kritik von einer nicht kleinen Untergruppe der Zuschauer, die behaupteten, das sei ein FAKE. Unter anderem auch der Autor von „Vier Tage im November“ Johannes Clair. Diese Leute behaupteten, unser Gast ein FAKE. Sie führten ein paar mehr oder weniger glaubwürdige Argumente an.

7. Ich engagierte mich daher sehr intensiv im Chat und hörte mir die Argumente an, die vorgebracht wurden. Die Argumente waren (bisher) keine Beweise, aber teils gute Argumente. Ohne Beweise allerdings stehe ich natürlich weiter zur Geschichte von unserem Gast.

8. Ich konfrontierte Adrian damit, habe aber bisher noch keine Antwort.

9. Ich hab auch ein paar Experten und Semi-Experten gefragt, die ich kenne und warte auch da noch auf Antwort.
(UPDATE:) Unsere Experten (militärische und nicht-militärische) vertrauen teils Adrians Geschichte, teils nicht. Es könnte sein, dass Teile seiner Geschichte nicht stimmen bzw. mit der Geschichte von anderen Soldaten vermischt sind. Vielleicht aufgrund seiner PTBS.

10. Bis dato wollte ein Teil des NuoViso-Teams gern das Video oben lassen und mit einem Disclaimer versehen, ein anderer wollte es erstmal auf privat schalten. Wir haben es jetzt erstmal auf privat, wie ich gesehen habe, und warten, dass wir uns einigen.
(UPDATE:) Aufgrund des aktuellen Stands unserer Recherche sind Adrians Aussagen nicht definitiv falsch, aber ein Teil der Aussagen könnte nicht stimmen bzw. von anderen Soldaten übernommen worden sein (siehe 9.). Das macht die Teile der Geschichte nicht unglaubwürdig für mich, aber stellt die Gesamtgeschichte in Frage. So das ich nicht mehr mit Selbstverständlichkeit sagen kann, die Geschichte stimmt zu 100%.

11. Aktueller Stand: Ich hoffe, das Video geht wieder online mit einem Disclaimer, um Verschwörungstheorien vorzubeugen und um Re-Uploads einzudämmen.
(UPDATE:) Das Video wird aufgrund der aktuellen Entwicklungen nicht mehr online gehen. Schade, denn es hatte das Potential zum großen Klick-Erfolg und für eine gute Verbreitung dieser Informationen. Wir können die Geschichte aber journalistisch nicht zu 100% absichern. Und wobei das nicht heißt, dass Adrians Geschichte falsch ist, heißt das aber, dass wir sie im NuoViso-Team journalistisch gesehen für nicht belegbar genug halten, dass wir sie weiter verbreiten möchten.

(UPDATE:) Ich möchte mich bei allen Zuarbeitern bedanken, die mit ihrem Wissen und ihrer Recherche zu einerseits Klarheit und andererseits berechtigten Fragen beigetragen haben. Danke für die Mitwirkung! Freue mich auch auf zukünfitge Zusammenarbeit mit euch!

Hagen Grell

Update 3:

Veröffentlicht von NuoViso am 10.01.2016

Manchmal muss eben der Chef ran, wenn es um die wirklich wichtigen Angelegenheiten geht. Und ein großes Anliegen geistert immernoch in der NuoViso-Sphäre herum und inspirierte hier und da einen wütenden Artikel: das kurz nach seiner Veröffentlichung wieder gelöschte Interview-Video mit dem damals als KSK Soldat vorgestellten Interviewgast Adrian. Talker vom Dienst Hagen Grell überfällt NuoViso-Gründer Frank Höfer im neuen Cheftalk-Fomat mit den Vorwürfen und Kritiken.

Der Ablauf des Krimis: Wir drehten ein Interview mit einem Gast, der uns nach eigenen Aussagen von seiner Zeit als Elite-Soldat beim KSK erzählte. Gute Story, ein paar Dokumente, die passen, schöne Message am Ende. Dann brachte das NuoViso-Team das Video raus. Es wurde viel geklickt. Unterdessen entwickelte sich heftige Kritik von einigen Zuschauern, die behaupteten, das Video sei ein FAKE – unter anderem auch der Autor von „Vier Tage im November“ – Johannes Clair und von Daniel Fallenstein von Spreemilieu [1]. Das NuoViso-Team stellte das Video nach Beschäftigung mit der Kritik auf privat.

Einige alternative Journalisten nutzten dennoch den Aufhänger, um NuoViso und NuoViso-Produkte zu kritisieren. Dazu zählt insbesondere Alexander Benesch, der kürzlich (3 Wochen nach dem Ereignis) einen Anti-NuoViso-Artikel veröffentlichte [2], der das KSK-Video als Aufhänger verwendet, um das erfolgreiche, bisher nie angezweifelte Marcel Claus Interview [3], NuoViso allgemein und den investigativen Film „Ukrainian Agony“ [4] von Mark Bartalmai zu kritisieren.