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ardzdfVorsicht Falle! Gewarnt werden muss aktuell vor Trick­be­trügern, die sich in der Tarnung eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks aufgemacht haben, Bürger für dumm und dämlich zu verkaufen.

Die Ganoven im Auftrag des Staates versuchen leichtgläubigen Mitmenschen quasi ein Perpetuum-Mobile zu verkaufen: einen Motor, der bei gleicher Leistung und gleichem Verbrauch nur durch den Einbau einer magischen Monstranz und ein bisschen gutem Zureden plötzlich weniger Schadstoffe ausstößt. Hintergrund des Nepp ist die milliardenschwere Betrugsaffäre eines systemrelevanten Wirtschaftsgiganten der Automobilbranche.

Um größeren Schaden abzuwenden agiert der staatsnahe Konzern im Stile mittelalterlicher Hütchenspieler, Beutelschneider und Gaukler, indem er seinen Opfern ein vermeintliches Zaubersieb („Strömungstransformator“ sic!) unter die Nase reibt und behauptet, mit diesem und einigen codierten Zaubersprüchen würde eine benzingetriebene Pferdekutsche bei gleichem Verbrauch und gleicher Leistung weniger Schadstoffe ausstoßen.

Will der Staatsfunk die Bürger verpferdeäppeln?

Schon der normale Menschenverstand reicht aus, um diesen Hokus-Pokus als weiteren Betrug zu entlarven – was die Kumpane dieser Ganoven in den Medien nicht davon abhält, den Schwindel öffentlichkeitswirksam unters Volk zu bringen.

wdr5Der WDR verkauft das Zaubersieb in den stündlichen Nach­rich­ten hochtrabend als „zusätzliche Technik“:

Kathrin Riggert: „Bei den meisten Autos, deren Stickoxidausstoß als zu niedrig angegeben wurde, reicht ein habstündiges Softwareupdate. Dabei handelt es sich um europaweit mehr als 5 Millionen Autos mit 2l-Motoren. Bei dem 1,6l-Motor müssen Mechaniker zusätzliche Technik in den Motor einbauen. Aber auch dafür müssen die Fahrzeuge weniger als eine Stunde in die Werkstatt, sagte ein VW-Sprecher. Ziel des Konzerns sei, dass der Verbrauch der Fahrzeuge durch die Umrüstung nicht steige und die Motorleistung nicht sinke.

 

zdf_80Wie nicht anders zu erwarten wird der Nepp auch in den Haupt­nach­richten des zweiten deutschen Staatsfunk un­hin­ter­fragt als Lösung angepriesen.

ZDF heute-journal 25.11.2015

Gundula Gause: „Im VW-Abgasskandal hat das Kraftfahrtbundesamt die Umbaupläne des Konzerns genehmigt. Ab Januar werden 8,2 Millionen betroffene PKW in die Werkstätten gerufen. Neue Luftgitter und Softwareupdates sollen zu hohe Stickoxidausstöße senken.“

ard_logoDie ARD präsentiert in tagesschau und tagesthemen ein Firmenvideo mit dem VW-Zaubersieb, das nichts anderes „leistet“, als die Luftzufuhr zum Motor zu drosseln, was zwangsläufig eine Leistungsverringerung zur Folge haben muss, wenn der Motor zuvor bereits leistungsmäßig optimiert war – wovon man ausgehen muss.

ARD tagesschau 25.11.2015

ARD_ts_25112015_VW_Luftgitter

Jörg Ihßen (mit leichten Zweifeln): „Das soll die Lösung sein: ein unscheinbares Luftgitter, eingebaut vor einem VW-1,6l-Dieselmotor. Zusammen mit einem Softwareupdate soll jedes der etwa 3 Millionen Autos in der Werkstatt in weniger als einer Stunde umgerüstet werden. Bei 5,2 Millionen Motoren mit 2L-Hubraum reiche allein die Softwareumstellung, heißt es beim Konzern… Offen ließ der Konzern, ob sich der Kraftstoffverbrauch durch den Eingriff erhöhe oder die Motorleistung nachlasse. Bei ersten Tests nicht, heißt es. Die Umrüstung scheint jedenfalls günstiger zu werden, als vom Konzern erwartet, rund 500 Millionen Euro, so Experten.“

Ferdinand Dudenhöffer sollte eigentlich als Professor für Automobilwirtschaft zumindest eine grundlegende technische Propädeutik mitbringen, die ihn an diesem Wunder zweifeln lassen würde, wird hier aber als „Experte“ angeführt, der die Börsenkurse des Konzerns hochjubeln soll.

Dudenhöffer: „500 Millionen Euro ist ein sehr sehr geringer Betrag für die Tragweite, die wir bisher hatten beim Dieselskandal, deshalb kann man davon ausgehen, dass die VW-Aktien weiter steigen werden, denn die Belastungen sind eutlich geringer als ursprünglich gedacht.“

Es ist ziemlich offensichtlich, dass der VW-Konzern hier versucht, möglichst billig aus seinem selbstproduzierten Skandal herauszukommen und dabei auch vor weiterem Betrug nicht zurückschreckt. Die hier präsentierte „Lösung“ erinnert an magische Magnete, die Nepper immer wieder an den Mann bringen, um Autoleistung zu erhöhen oder den Verbrauch von Benzin, Öl oder Gas an heimischen Heizbrennern zu verringern. Dass ARD und ZDF hier nicht genauer nachhaken und den Nepp hinterfragen, der zweifellos in Kürze auffliegen wird, zeigt einmal mehr, dass wir es mit einem Staatsfunk zu tun haben, der seine Aufgabe nicht darin sieht, dem Staat auf die Finger zu schauen, sondern Bürger im Sinne der Herrschaft zu manipulieren.