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Gärtner_Lügenpresse240Markus Gärtner war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und verschiedene Mainstreammedien. Als er u.a. als Blogger einen kritischen Blick auf die eigene Zunft warf, wurde ihm mit der Zeit immer deutlicher, was alles schief läuft. Seine Analysen hat er in ein Buch mit dem Namen „Lügenpresse“ gegossen.

Wer jetzt denkt: „Oh je, Kopp-Verlag“, der hat die erste Regel zur Befreiung aus den uns allen angelegten Fesseln der Propaganda nicht verinnerlicht:

Es geht niemals um das Medium, sondern immer nur um die Information

Es ist immanenter Bestandteil jeder Ideologie und einer jeden propagandistischen Scheinwelt, Denkverbote und geistige „No-Go-Areas“ aufzubauen, um die komplette Deutungshoheit über die Welt in den Händen der Herrschenden zu halten. Zu dieser Scheinwelt gehören sowohl die „Verfemten“ als auch die „Hohepriester“.

Die „Verfemten“ sind all jene, die sich der herrschenden Ideologie nicht unterwerfen, sie infragestellen und mögliche Alternativen aufzeigen. Sie werden grundsätzlich ausgegrenzt und als „Heiden“, „Spinner“ oder „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt, damit die Schafe sich erst gar nicht mit deren Gedanken beschäftigen. Wo einer derartige Ausgrenzung und Verfemung herrscht, kann von einer Demokratie und freier Presse keine Rede sein.

Auf der anderen Seite gibt es die „Hohepriester“: Inhaber der absoluten Wahrheit und Integrität, denen die Schafe absolut alles glauben sollen und wenn es noch so widersprüchlich und offenkundig falsch ist. Zu ihnen gehören die Moderatoren der Staatsmedien, Chefredakteure und „Investigativjournalisten“ der staatskonformen Konzernpresse. Während die „Verfemten“ ausgegrenzt und diffamiert werden, werden die „Hohepriester“ von ihresgleichen mit billigem Lametta und Orden behängt.

Wer aus diesem Kanon der Konformität und staatstragenden Ideologie aussteigt, wird in dieser Gesellschaft gnadenlos ausgegrenzt und so gut es geht wirtschaftlich vernichtet. Er wird keinen Job in den Mainstreammedien mehr bekommen, was eine der Hauptursachen der klandestinen Meinungsgleichschaltung ist, denn im System bleibt nur, wer die ausgesprochenen oder unausgesprochenen Regeln verinnerlicht hat und befolgt.

Wer also sagt: „Kopp ist grundsätzlich unseriös und nicht glaubwürdig“, der manifestiert in vorauseilendem Gehorsam seine eigene ideologische Versklavung. Ein freier Denker betrachtet Informationen ganz unabhängig davon, aus welcher Quelle sie stammen und bewertet sie anhand seines Vorwissens, anhand von Plausibilität und möglichst nach Rückversicherung aus weiteren Quellen.

So, wie es in diesem ideologischen Herrschaftssystem „Verfemte“ und „Hohepriester“ gibt, so gibt es Versuche, das Denken der Menschen durch die Vereinnahmung oder Brandmarkung von Worten zu regulieren. Eines der bekanntes und aktuellsten Beispiele ist der Begriff der „Lügenpresse„, der – historisch vollkommen falsch – in die Naziecke gesteckt werden soll. Auch wer dieses Spiel mitmacht, zeigt, dass er sich Denkvorschriften unterwirft, die so weit gehen, dass er sich aus Gehorsam und Konformitätsbedürfnis die eigene Sprache nehmen lässt.

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wikipedia-Eintrag „Lügenpresse“ – Bild anklicken zum Vergrößern!

Der wikipedia-Eintrag zum Begriff ist ein Paradebeispiel für die politische Mani­pu­la­tion dieses Mediums, die ja aktuell in dem bemerkenswerten Film von Markus Fiedler und Frank-Michael Speer beleuchtet wird. Der Abschnitt über die aktuelle Verwendung, ist eine einzige Diffamierung all jener, die mit ihm Kritik an den Mainstreammedien üben. Von „Ver­schwö­rungs­theo­rie“ ist dort in dem kurzen Absatz gleich fünfmal die Rede. Statt Beispiele für die Lügen dieser Medien, werden ausschließlich Beispiele von Lügen aus dem Umfeld von Pegida aufgeführt. Als Kronzeuge dient der „Hoheprister“ Bernhard Pörksen, ein System-„Experte“, der seinen Professorenjob nicht wegen erwiesener Qua­li­fi­kationen bekommen hat, sondern wegen inhaltlicher Konformität zur Ideologie des Staates.

Warum Markus Gärtner, der ja selbst über Jahrzehnte Teil der „Lügenpresse“ war, sein Buch so genannt hat, erklärt er im Interview mit RT-Deutsch – einem Medium, das die hier dargelegten Mechanismen durch seine pure Existenz, seine journalistisch hochwertige Arbeit und die Anfeindung durch die Systemmedien bestätigt wie kaum ein anderes.

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