Schlagwörter
Demokratie, Desinformation, Kriegspropaganda, NATO, Propaganda, Staatsmedien, Syrien, USA, Verzerren, WDR
Wir haben hier mehrfach darüber berichtet, dass die Staatsmedien jeglichen Diskurs über die Ursachen der Flüchtlingskrise unterdrücken, weil die Verantwortung des Westens so offenkundig ist und in den gleichgeschalteten Mainstreammedien nicht auf den Tisch kommen darf.
Heute veranstaltet der WDR eine Pseudodiskussion, deren Besetzung an Unverschämtheit kaum zu überbieten ist. Neben dem staatlichen WDR-„Journalisten“ Thomas Schaaf, der diese Farce „moderieren“ soll, sind der vom Kanzleramt finanzierte Militarismus- und Kriegshetzer Markus Kaim von der SWP eingeladen, Dr. Magdalena Kirchner, NATO-Propagandistin der DGAP (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik), CDU-Mann Elmar Brok, ein beinharter NATO-Frontsoldat und Maidan-Putschist, sowie Larissa Bender, Mitgründerin der Kölner Syrienhilfe, die sich einseitig gegen die syrische Regierung engagiert und ihr die alleinige Schuld am Krieg zuschreibt.
Um Benders einseitige Positionierung an der Seite der syrischen Opposition zu kaschieren, veröffentlicht der Staatssender auf der Webseite ein Zitat Benders, das suggerieren soll, dass es sich hier um eine vermeintlich kritische Stimme handelt:
„Die westliche Welt und Deutschland sind mitverantwortlich für die hohen Flüchtlingszahlen. Denn erst die befürchtete Bedrohung der europäischen Stabilität durch die Krise lenkt den Blick der Politiker auf das Morden in Syrien.“
Fast wären wir drauf reingefallen!
Tatsächlich gehört Bender zu den naiven westlichen Einfaltspinseln, die die Gewalt einseitig der Regierung zuschreiben:
„Das Assad-Regime hat mit brutaler Gewalt diese aufkeimende Hoffnung niedergeschlagen. Die gegen das syrische Volk gerichtete Grausamkeit und Härte sind so unvorstellbar, dass es im Ausland schwer fällt, sie zu glauben. Nachrichtenmedien zögern zunehmend, über diese Gräueltaten zu berichten.“ (Link)
„Während der „Arabische Frühling“ die Diktatoren in Tunesien, Ägypten und Libyen zu Fall brachte, klammert sich das Regime in Syrien an die Macht und geht mit äußerster Brutalität gegen friedliche Demonstrierende vor. Doch trotz Tausender Toter und Hunderttausender Verwundeter, Verhafteter, Vertriebener und Verschwundener weichen die Menschen nicht vor Militär, Sicherheitskräften und Schlägertrupps zurück. Wer sind diese Menschen, die der gnadenlosen Unterdrückung die Stirn bieten, woher nehmen sie die Kraft und worauf gründet sich ihre Hoffnung auf einen demokratischen Wandel?“ (Link)
Dass sich in ihrem Buch dann auch noch ein „Ausblick“ von SWP-Kriegstreiber Volker Perthes findet, rundet das Bild ab.
Einseitiger und unverschämter kann man eine „Diskussion“ nicht besetzen.

Zur Frage, wer wirklich hinter dem Chaos im Nahen und Mittleren Osten steckt:
»In 1982, as the Likud Party (which is to say, the institutional incarnation of the Revisionist Zionist belief, first articulated by Jabotinsky in the „Iron Wall“ that the only way to deal with „the Arabs“ in and around Israel was through unrelenting force and the inducement of cultural fragmentation) was consolidating its hold on the foreign policy establishment of Israel, a journalist named Oded Yinon, who had formerly worked at the Israeli Foreign Ministry, published an article in which he outlined the strategic approach his country needed to take in the coming years. What follows are some excerpts from Israel Shahak’s English translation of that text:
„Lebanon’s total dissolution into five provinces serves as a precedent for the entire Arab world including Egypt, Syria, Iraq and the Arabian Peninsula and is already following that track. The dissolution of Syria and Iraq later on into ethnically or religiously unique areas such as in Lebanon, is Israel’s primary target on the Eastern front in the long run, while the dissolution of the military power of those states serves as the primary short term target. Syria will fall apart, in accordance with its ethnic and religious structure, into several states such as in present day Lebanon. (…)“
Oded Yinon’s vision reappeared in the now infamous „Clean Break“ document from 1996, authored by a consortium of US and Israeli „strategic thinkers“ (including zionists Richard Perle, Douglas Feith and David and Meyrav Wurmser), which was meant to serve as a foreign policy guide for the first administration of Benjamin Netanyahu. The text is nothing if not obsessive regarding the need to seriously debilitate Syria’s ability to act in any way as a pole of regional influence in the area.
„Israel can shape its strategic environment, in cooperation with Turkey and Jordan, by weakening, containing, and even rolling back Syria. (…) Most important, it is understandable that Israel has an interest supporting diplomatically, militarily and operationally Turkey’s and Jordan’s actions against Syria, such as securing tribal alliances with Arab tribes that cross into Syrian territory and are hostile to the Syrian ruling elite.“ And as Dan Sanchez has recently shown, David Wurmser went into even greater detail about the need to balkanize Israel’s northeastern neighbor in articles published in approximately the same time period, talking quite openly in one essay about „expediting the chaotic collapse“ of Baathist Syria. „This is a playoff situation in which you need both teams to lose, but at least you don’t want one to win — we’ll settle for a tie, … Let them both bleed, hemorrhage to death: that’s the strategic thinking here. As long as this lingers, there’s no real threat from Syria.“
I don’t think it can get much clearer than that. The US-Israeli plan in Syria has never been about helping anyone in that country, but rather insuring its effective dismemberment so as to further the perceived „strategic interests“ of the Jewish state. «
Zum Nachhören und auseinander nehmen.
Fluchtursachen bekämpfen – aber wie? – Der Fall Syrien und der Ansturm auf Europa (22.10.2015)
http://www1.wdr.de/radio/podcasts/wdr5/audiofluchtursachenbekaempfenaberwiederfallsyrienundderansturmaufeuropa100-audioplayer.html
Danke für den link zu diesem Exempel für Skrupellosigkeit.
Wann gedenken die Herrschaften aus dem „God’s Own Country“ und des NATO-Blocks eigentlich auch andere radikale Islamisten in Syrien und dem Irak zu bekämpfen.
Denn in Syrien gibt es mehrere radikal sunnitische Gruppierungen welche genauso wie die ISIS-Terroristen mit brutaler Gewalt ein islamistisches Khalifat bzw. Gottesstaat errichten wollen:
Beispielsweise die folgenden Gruppen
Al-Nusrah Front (siehe Al-Qaidas Agenda 2020)
Jaish al Islam
Ahrar al Sham
Suqour al Sham,
Liwa al Tawhid
Liwa Al-Islam
The Kurdish Islamic Front
inzwischen hat sich auch die radikal islamische Hamas-Terroristen in Syrien eingemischt
https://syria360.wordpress.com/2015/10/02/terrorist-confesses-to-hamass-involvement-in-terror-activities-in-syria/
Zur Erinnerung die Hamas -Terror-Organisation wurde von der EU aus der Liste der Terror-Organisationen entfernt!
Für den Westen oder die NATO gibt es allerdings nur drei Feinde:
Russland,Iran udn ISIS.
Alle anderen Islamisten sind angeblich moderat und außerdem unsere Verbündete …
Habe gestern, zugegebenermaßen, das erste Mal vom „Bandar-Feltman-Plan“ gehört:
„Laut der unabhängigen Presseagentur Champress [1] gehen die für die Aufwiegelung der Bevölkerung in Deraa, in der Nähe der jordanischen Grenze, benutzten Agitationstechniken auf einen Plan zurück, der 2008 vom ehemaligen saudischen Botschafter in den USA, Prinz Bandar bin Sultan, und vom ehemaligen amerikanischen Botschafter im Libanon (2004-2008), Jeffrey Feltman, geschmiedet wurden. Erklärtes Ziel: Präsident Bachar al-Assad zu stürzen und Libyen zu teilen. Kosten der Operation: zwei Milliarden Dollar. “
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Syrien/ziel2.html
Lest einfach diesen Artikel, dann wird bei euch ein AHA-Effekt eintreten. Die Umstürze in sialmischen Staaten, der arabische Fürhling all diese war schon vor mehr als einem Jahrzehnt geplant gewesen. Auch der Irakkrieg wurde bereits Ende der 90-er geplant von der US-Administration:
http://www.heise.de/tp/artikel/19/19379/1.html
Kann man den WDR Beitrag im Netz verfolgen oder wird der nicht live übertragen ?
Deutschlands Journalisten undPolitiker sind an Kriechertum, nicht mehr zu ueberbieten.
Der Dollar bewrkt Wunder
Das Geldsystem ist die Wurzel! Erst wenn der Dollar (bzw. das fiat Geld) implodiert, implodiert das Lügenimperium.
“Die westliche Welt und Deutschland sind mitverantwortlich für die hohen Flüchtlingszahlen. …“
Die richtige Ergänzung dieser „kritischen“ Einschätzung lässt sich wohl mit gauckscher „Verantwortung“ a la:
… Der Westen hätte viel eher militärisch eingreifen und das Assad Regime stürzen sollen.“
finden.
Habe die Zwangsgebühren-TV-Anstalt WDR 5 soeben auf „Der große Plan“ der US-Regierung 7 Ländern nach 9/11 anzugreifen (mit Videohinweis) und seine Folgen (Terror und Massenflucht) hingewiesen. Je mehr das tun, desto mehr geraten Pseudoaufklärer unter Druck und müssen sich mit den fakten auseinandersetzen. Von nix kütt nix, sagen Kölner treffend.
Ich bewundere Ihren Optimismus, Markus, zweifle aber an der Lernfähigkeit des WDRs und der zur Selbstreflektion. Wo kämen wir denn da hin, wenn »professionelle Journalisten« und »ausgewiesene Experten« ihres Fachgebiets sich von Hörern und Zuschauern belehren lassen müßten?^^
==OFF-TOPIC==
Auch schon aufgefallen, daß sich seit der Flüchtlingskrise bei ZEIT ONLINE nicht mehr alle Themen kommentieren lassen? Würde ja passen wie die Faust aufs Auge, ein weiterer Schritt der »freien Presse« in ihr selbstgeschaufeltes Grab.
Fefe berichtete gestern immerhin:
Oh und noch ein schönes Stück über die Medienlandschaft in Rußland, von einer Moskauerin und promovierten Historikerin, die in den USA lebt: https://ninabyzantina.wordpress.com/2015/10/06/state-propaganda-realities-of-the-russian-media-landscape/
Ich greife mal die wesentlichen Punkte raus, vielleicht kann @FritzTheCat sich die Mühe einer Vollübersetzung machen, falls er Lust dazu hat.
Der gerne in hiesigen Medien verwendete, politisierende Begriff »Staatsmedien« und besonders der der »russischen Staatsmedien« ist problematisch, denn er unterstellt:
– Im Westen gäbe es keine Staatsmedien (BBC, RAI, ARD, ZDF, DLF, DW?!);
– Konzernmedien seien unparteiisch und ausgewogen;
– Staatsmedien könnten keine Gegenmeinung darstellen und seien deshalb den Konzernmedien unterlegen;
– und daß Mediennutzer (allgemein die interessierte und gebildete Öffentlichkeit) unfähig seien, die empfangenen Informationen kritisch zu analysieren.
Da will ich den Nato-Groupies mal nicht zu nahe treten :-)
Weiter gibt sie viele bebilderte Beispiele aus aktuellen Sendungen im russischen TV, die bei der Gästeauswahl an die einst kontroversen ARD-Gesprächsrunden vor dem Mauerfall erinnern. Jedenfalls ist das Spektrum dort wesentlich breiter als bei »unserem« Jauch oder »unserer« Maischberger.
Sie zitiert auch Sascha Kots, Journalist der privaten russischen Zeitung Komsomolskaja Prawda: »In Donezk gibt’s ein Hotel voll von Westjournalisten. Die habe ich noch nie draußen an den Stellungen gesehen. Ihre Arbeitsweise: lokale Produzenten mit dem Filmen beauftragen und irgendwelches Material zurückzubringen. Diese Journalisten portraitieren dann fremde Emotionen als ihre eigenen.«
Wo ist eigentlich Steffen Dobbert? o_O
Au weia, das ist ja richtig schlimm. Habe gerade Dobberts Twitter entdeckt.
Ein wahres Schaufenster der transatlantischen Filterblase!
»Medienmann« ist ARD-Moskau-Lügner und Golineh Atais Handlanger Markus Sambale.
Anne Applebaum gibt sich als »Historikerin«, die mindestens auf der gleichen ideologischen Stufe steht wie Timothy Snyder (»Bloodlands«).
Kasparov ist ein russischer »Oppositioneller«.
Umland Andreas ist der bekannte ZEIT-Hetzer in Ukraine- und Rußland-Fragen, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Umland (»NATO Fellow an der Hoover Institution on War, Revolution and Peace«).
Und Bernd Ulrich ist ebenfalls ZEIT-Kollege und Nato-Hetzer der zweiten Reihe.
Moneyquote von Ulrich: »Dass es #Putin gelingt, mit #Syrien von seiner Niederlage in der #Ukraine abzulenken, zeigt wie clever er ist. Und wie bescheuert der Westen«
m( facepalm
Eigentlich sage ich mir des Öfteren:
Ich kann Propaganda nicht verhindern, aber ich kann lernen mit ihr umzugehen !
Moneyquote von Ulrich: »Dass es #Putin gelingt, mit #Syrien von seiner Niederlage in der #Ukraine abzulenken, zeigt wie clever er ist. Und wie bescheuert der Westen«
…bei sowas, tuts allerdings trotzdem noch ein wenig weh.
Der Kasparow regt sich also allen Ernstes über manipulierte Wahlen auf. Dabei ist er doch selber gerade vom Weltschachverband (FIDE) für zwei Jahre von allen offiziellen Ämtern und Posten im FIDE und allen angeschlossenen Organisationen ausgesperrt worden, weil er sich die Wahl zum Präsidenten erkaufen wollte. Die Stimmen haben aber trotzdem nicht gereicht, selbst dazu war er zu blöd. So einer fühlt sich dazu berufen, anderen Belehrungen über korrekte Wahlen zu erteilen.
http://tass.ru/en/sport/830707
näheres zu Anne Applebaum
http://rightweb.irc-online.org/profile/applebaum_anne
ihr Gatte Radoslaw Sikorski (ehemaliger polnischer Verteidigungs- und Außenminister) war von 2002 bis 2005 in Washington Direktor der New Atlantic Initiative (eine Tochterorganisation des American Enterprise Institute for Public Policy Research)
http://web.archive.org/web/20031223094048/http://www.aei.org/research/nai/about/projectID.11/default.asp
@Dok: Hast Du den Beitrag geändert? Ich glaube, in der ersten Fassung hieß es noch, wir könnten Frau Bender eine Mail schreiben, sie solle sich diese Farce heute abend nicht antun. Aber Du schreibst ja: Fast wären wir drauf reingefallen.
Diesbezüglich wollte ich ergänzen, daß Frau Bender auf ihrer Homepage http://www.larissa-bender.de/ ihre Beiträge veröffentlicht hat. Sie schrieb auch schon für Amnesty International, worin sie — wie Du inzwischen richtig gemerkt hast — schon 2011 gegen Assad hetzte.
Amnesty International ist für mich wie Greenpeace oder RSF/Reporter ohne Grenzen eine inzwischen transatlantisch durchseuchte »NGO«, die mit ihren einstigen Idealen nur noch oberflächlich zu tun haben, während sie in den letzten 15-20 Jahren zunehmend politisch vergewaltigt worden sind. In den jeweiligen Heimatnationen gäbe es genug zu tun — von der jeweiligen Medienpräsenz dieser NGOs ganz zu schweigen. Die gibt’s nämlich nur dann, wenn sie im Sinne der transatlantischen Meinungsbildung mißbraucht werden kann. Das Wiederholungsmuster dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein.