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wdrTom Buhrow meinte heute Morgen in einer Vor­an­kün­digung auf den ARD-Check heute Abend, der ‚Lügenpresse‘-Vorwurf treffe die ARD nur am Rande. Die Zuschauer und Zuhörer würden den öffentlich-rechtlichen Vertrauen schenken.

Realitätverleugnung, Ignoranz, das Pfeifen im Walde…. Angesichts vernichtender Kritik – selbst aus dem eigenen Haus -, massivem Widerspruch und Protest in den Kommentarspalten auf tagesschau.de und mehreren Studien und Umfragen, die Einseitigkeit der Berichterstattung und Vertrauensverlust belegen, hat man sich offenbar entschlossen, das zu tun, was man am Besten kann: das Problem wegzulügen.

Dabei ist das Ausmaß der Propaganda und Desinformation so groß, dass es die Möglichkeiten dieses Blogs bei weitem übersteigt, auch nur die wichtigsten Manipulationen zu dokumentieren. Was wir hier aufbereiten können, ist immer nur ein Bruchteil dessen, was die Staatssender tagtäglich in die Köpfe der Bürger drücken wollen. Die Themen stapeln sich bis unter die Decke. Ob das die einseitige Berichterstattung über die Messerattacken und Morde an jungen Palästinensern geht oder die Weißwaschung der korrupten DFB-Bonzen, der Staatsfunk rotiert auf Hochtouren und es ist abzusehen, dass die Propaganda in den kommenden Monaten angesichts der Flüchtlingskrise noch einmal erheblich zulegen wird.

Ein weiteres aberwitziges Beispiel für primitivste Staatspropaganda sendete WDR5 am vergangenen Freitag, angesichts der Entscheidung des US-Präsidenten Obama, seine Truppen noch länger in Afghanistan zu belassen. Die Doppelmoral und Heuchelei, wenn man die Berichterstattung über diese Entscheidung der US-Regierung mit der Berichterstattung über das russische Eingreifen in Syrien vergleicht, spottet jedem Verstand.

Frank Woerner240

Frank Wörner – gelernter Truppenbetreuer beim WDR

Frank Wörner mussten wir hier bereits mehr als einmal vorführen. Den gelernten Truppen­be­treuer als Journalist zu bezeichnen, wäre eine Vergewaltigung der deutschen Sprache und des gesunden Menschenverstandes. Wörner musste den WDR5-Hörern am vergangenen Freitag Morgen die Verlängerung des US-„Engagements“ in Afghanistan schmackhaft machen und prä­sen­tierte ein weiteres Paradebeispiel staatlicher Propaganda.

Schon die Auswahl des Gesprächspartners ist bezeichnend: Carlo Masala ist Professor für Politik an der Universität der Bundeswehr in München, arbeitete zuvor für die NATO und ist Mitglied im Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Genau der richtige Mann also für den Staatsfunk, um das Treiben der USA in Afghanistan „kritisch“ zu hinterfragen!

Damit nicht genug: Die „Fragen“, die der staatliche Truppenbetreuer Frank Wörner dann stellt, sind an Erbärmlichkeit kaum zu überbieten. Schon der Einstieg klingt wie ein propagandistischer Kalauer:

Wörner: „Ist das jetzt die Reaktion darauf, dass die Taliban kürzlich Kunduz überrannt haben?“

Masala:„Das ist die Reaktion, dass die Taliban kürzlich Kunduz überrannt haben.“

Wörner hält es offensichtlich für nötig, dem Bundeswehr-Mann die Rechtfertigung der USA in den Mund zu servieren. Staatsjournalismus und Propaganda der dümmsten Sorte. Das komplette Interview kann man hier nachhören und sollte dabei die Hetze angesichts der russischen Unterstützung für die syrische Regierung im Hinterkopf behalten.