DemocracyNow_bannerZweiter Teil des Videointerview auf Democracy Now! mit David Talbot, Autor des neuen Buches „Des Teufels Schachbrett: Allen Dulles, die CIA und der Aufstieg von Amerikas geheimer Regierung“

Der Aufstieg von Amerikas geheimer Regierung oder
Das tödliche Vermächtnis des Ex-CIA-Direktors Allen Dulles – Teil 2

Hier gehts zum ersten Teil des spannenden Interviews.

14.10.2015                                                         Übersetzung FritztheCat

David_Talbot_Devils_Chessboard170Eine neue Biographie über Allen Dulles beleuchtet, wie seine Zeit bei der CIA mithalf, den gegen­wär­tigen nationalen Sicherheitsstaat zu formen. Der Biograph David Talbot schreibt: „Die Handlungen von Allen Dulles quälen das Land noch heute. Die Suche nach der amerikanischen Seele ist ein ständiger Kampf. Und viele Handlungen während Dulles Regentschaft bei der CIA tragen daran Schuld.“ Und weiter: „Experimente zur Ge­dan­ken­kontrolle, Folter, politische Morde, außer­or­dent­liche Über­stel­lun­gen (Anm.d.Ü.: Entführungen) und Massenüberwachung von US-Bürgern und Verbündeten – Dulles hatte all diese Werkzeuge in seinem Koffer.“

Amy Goodman: Hier ist Democracy Now! democracynow.org, der Kriegs- und Friedensbericht. Ich bin Amy Goodman. Unser Gast ist David Talbot. Sein Buch heißt: „Des Teufels Schachbrett: Allen Dulles, die CIA und der Aufstieg von Amerikas geheimer Regierung“. Beginnen wir mit dem Titel, des Teufels Schachbrett. Warum dieser Name, David?

David Talbot: Des Teufels Schachbrett bezieht sich darauf, dass die Dulles-Brüder – John Foster Dulles, Außenminister unter Eisenhower, und sein Bruder, Allen Dulles, auf den ich mich fokussiere, Chef der CIA – sie liebten es, gegeneinander Schach zu spielen. Sie vertrieben Stunden damit, sogar am Tag der Hochzeit von Allen Dulles. Seine Braut musste warten, während sich die Brüder im Schach bekriegten. Und sie betrachteten wohl auch die Welt als ihr Schachbrett. Völker werden zu manipulierenden Bauern. Daher dachte ich, wissen Sie, das wäre eine treffende Metapher.

Aber Amy, ich möchte zurückgehen zu dem, worüber wir vorher gesprochen haben – alternative Medien. Ich meine – ich möchte nur unterstreichen was Du vorher gesagt hast: wie wesentlich es sei, dass es Gegenstimmen gibt. Sie sind die Lebensadern der Demokratie. Und Shows wie die Deine und öffentliches Radio sind einfach lebenswichtig. Weißt Du, mein Buch hat es nicht leicht, an den Medienpförtnern vorbeizukommen. Sie wollen es nicht hören, und zum Teil liegt es an der CIA, sie sind auch heute noch, aber besonders unter Allen Dulles, Meister im Manipulieren der Medien. Ich war in Shows, und man hat mich auflaufen lassen. Oder Shows die extrem kurzfristig geplant wurden, seltsam. Ich sollte etwas für das Magazin „Politico“ schreiben. Jemand dort hatte das Buch ein „Meisterwerk“ genannt. Sie wollten es halt, nun, vorstellen. Stattdessen hat mich „Politico“ fallen gelassen. Und ein Artikel, der auf kürzlich geleakten CIA-Dokumenten beruht, – tolle Sache, diese Leaks – stammt von Phil Shennon, einem früheren New York Times-Reporter. Darin beschuldigt er im Grunde Fidel Castro für die Ermordung von Präsident Kennedy. Das ist die alte Desinformationshaltung der CIA. Also die CIA manipuliert nach wie vor die Medien, und es ist essentiell, dass es unabhängige Medien wie diese hier gibt.

Amy Goodman: Können Sie uns etwas über die Beziehung zwischen dem Herausgeber der New York Times, Arthur Hays Sulzberger, und Allen Dulles erzählen?

David Talbot: Nun, die Sulzberger-Familie und die Dulles kennen sich seit langem. Zur Amtseinführung bei der CIA schrieb ihm einer der Sulzbergers: „Das ist das Beste was ich seit Jahren gehört habe.“ In einem anderen Brief nennt er ihn zärtlich „Ally“. Man duzte sich. Sie waren in den gleichen Klubs. Sie waren Meister in der Manipulation von Medien – die Dulles-Brüder, besonders Allen. Nach der Veröffentlichung des Warren-Reports, der offiziellen Untersuchung über die Ermordung Präsident Kennedys, schrieb einer der Chefredakteure von Newsweek an Allen Dulles. Alle diese Informationen stammen aus den eigenen Unterlagen von Allen Dulles. Er war sehr stolz darauf, dass er die Medien in seinen Händen hielt. Und dieser Newsweek-Redakteur schreibt: „Vielen herzlichen Dank für Ihre Wegweisung zur Berichterstattung über den Warren-Reports. Ohne Sie hätten wir das nicht geschafft.“ Also so war damals das Schmuseverhältnis zwischen der CIA und den Medien. CBS, Newsweek, die New York Times, die Washington Post, sie waren alle in der Hand der CIA. Sie wohnten alle in Georgetown. Man traf sich zu Cocktailpartys. Sehr angenehme Atmosphäre.

Amy Goodman: Wie Sie wissen gibt es in Guatemala derzeit einen Volksaufstand. Das ist ziemlich erstaunlich. Otto Perez Molina, OPM, der Präsident, wurde gefeuert, er sitzt derzeit im Gefängnis. Wir hören jetzt Allan Nairn, seit vielen Jahren Investigativjournalist, der da in Guatemala vor Ort war. Und es reicht bis 1954 zurück. Allan Nairn berichtet seit den 80ern über Guatemala.

Allan Nairn: „Guatemala ist eine Oligarchie. Sie tötet Gewerkschafter, sie tötet Bauern, die sich in den Plantagen organisieren wollen. Die Plantagenbesitzer arbeiten Hand in Hand mit Washington. Und sie wollen ihre Macht nicht verlieren, die zum ersten Mal in Gefahr ist. Ich halte es für einen historischen Moment. Es begann 1954 mit der Invasion der CIA in Guatemala. Der Umsturz der demokratisch gewählten Regierung und die Machtergreifung der Armee. Und jetzt steht das Volk auf.“

Amy Goodman: Das war Allan Nairn über den jüngsten Aufstand. David Talbot, können wir zurückgehen in das Jahr 1954, wo wir den ersten Teil unseres Gesprächs beendeten? Reden wir darüber, was wirklich passierte. Für wen arbeiteten der CIA-Direktor Allen Dulles und sein Bruder, Außenminister John Foster Dulles?

David Talbot: Also ihre ursprüngliche Macht bekamen sie bei Sullivan & Cromwell, dieser sehr mächtigen Wall Street-Kanzlei. John Foster Dulles war der Chef und Allen Dulles arbeitete für ihn. Einer ihrer Kunden war United Fruit. United Fruit war natürlich ein Gigant, ein Konzerngigant, ihm gehörte viel in Lateinamerika, er besaß riesige Ländereien in Guatemala und vielen anderen Ländern. Er war nicht nur ein Bananen-Firma. Er war ein multinationales Immobilienunternehmen. Oft gehörten ihm auch die Versorgungsunternehmen. Und ihr gehörte die örtliche Politprominenz der entsprechenden Länder.

Anfang der 50er taucht ein möglicher neuer Anführer auf. Jacobo Arbenz, ein junger Offizier, offen für Neuerungen. Er bewirbt sich um das Präsidentenamt und wird von seinem Volk gewählt, mit einer Reform-Kampagne. Und eine seiner ersten Amtshandlungen ist es natürlich, einen Teil des Landes wieder zu verstaatlichen und es dem eigenen Volk, den Bauern für ihre Arbeit zur Verfügung zu stellen. Guatemala war im Grunde ein mittelalterliches Land, regiert von Landbaronen. Diese Reform kam bei United Fruit, den örtlichen Eliten, den Oligarchen und der CIA gar nicht gut an und hatte Folgen. Allen Dulles, der für Eisenhower als CIA-Direktor arbeitet, schildert Jacobo Arbenz als einen gefährlichen Kommunisten – was er nicht war – und bereitet einen Umsturz mittels eines Militärcoups vor. Und es kommt dazu.

Worüber ich schreibe, worauf ich mich konzentriere ist der Scherbenhaufen nach dem Umsturz, nicht nur für die Familie Arbenz, die so etwas wie die Kennedys von Guatemala waren – ein glamouröses junges Paar, Jacobo und Maria Arbenz, ihre Kinder, sehr hübsch, wohlhabend, aber sehr bestimmt darin, die Armut im Land zu lindern. Nach dem Umsturz erleiden sie ein schreckliches Exil. Kein Land will sie haben, aufgrund von CIA-Druck. Die CIA und das Außenministerium setzen jedes Land von Mexiko bis ganz Südamerika unter Druck, die Arbenz-Familie nicht aufzunehmen. Schließlich müssen sie für ihr Exil hinter den Eisernen Vorhang, in die Tschechoslowakei. Dort sind sie unglücklich. Schließlich doch wieder zurück, nach Mexiko, aber unter strenger Überwachung. Die Familie wird verfolgt. Wo sie hingehen werden sie beschattet. Eine der Töchter begeht Selbstmord. Und das Leben von Jacobo Arbenz selbst endet unter mysteriösen Umständen – verbrüht in einer Badewanne in einem Hotel in Mexiko City. Seine Familie glaubt heute, dass es ein Mord war. Und wenn man bedenkt, dass die CIA eine Todesliste führte, mit Linken, Journalisten, Politikern, die nach dem Coup zu beseitigen wären, dann besteht eine große Wahrscheinlichkeit.

Also die tragischen Nachwehen dieser Umstürze dauern immer noch an. Wissen Sie, was die CIA und Allen Dulles Eisenhower nach dem Guatemala-Coup gesagt haben? „Oh, es war ein sauberer Umsturz. Wissen Sie, es gab fast keine Toten.“ Aber die Wahrheit ist, dass auf den Schlachtfeldern Guatemalas wegen des Umsturzes Zehntausende starben, und die Gewalt geht weiter.

Amy Goodman: Und war es nicht ein Vorläufer für die Sache in der Schweinebucht? Etwa 6 Jahre später – erklären Sie uns was passierte.

David Talbot: Nun gut, es war eine Ermutigung wie leicht es war, den Regimewechsel in Guatemala auszuführen. Ja, als Fidel Castro in Kuba an die Macht kam, da hat er die gleichen Konzerninteressen verärgert wie sie von den Dulles-Brüdern vertreten wurden – Ölfirmen wie Standard Oil von Rockefeller und andere wie Landwirtschaftskonzerne. Sie glaubten, dass Fidel beseitigt werden musste, und sie haben Pläne geschmiedet, unter Eisenhower, mit Eisenhowers Zustimmung, Fidel Castro zu töten, ihn zu ermorden. Und Fidel Castro wurde zu der Zeit für die Revolution von seinen Landsleuten geliebt – er hatte einen Tyrannen gestürzt, Batista, einen von der Mafia unterstützten Tyrannen, eine sehr korrupte und gewalttätige Diktatur. Er war die Zukunft, sehr betörend, er und Che Guevara und so weiter. Sie kamen nach New York und die Leute auf den Straßen stürzten sich auf sie. Aber als sie 1960 zur UN-Sitzung nach New York kamen, da hatte die Eisenhower-Regierung bereits Gegenmaßnahmen getroffen. Kein Hotel wollte sie nehmen. Schließlich nahmen sie ein Hotel in Midtown, aber die verlangten, sie wollten so viel Geld als Sicherheit, man hat Fidel praktisch erpresst. Er war wütend und zog letztendlich in ein Hotel in Harlem.

Amy Goodman: Hotel Theresa.

David Talbot: Hotel Theresa. Die hielten dem Druck aus Washington stand, der Manager des Hotels, ein Afro-Amerikaner. Er wuchs im rassistischen Süden auf. Und er sagte: „Wissen Sie, ich weiß wie es ist, wenn man kein Dach über dem Kopf bekommt. Die kubanische Delegation bleibt hier.“ Das war sehr…

Amy Goodman: Traf er dort Malcolm X?

David Talbot: Ja. Ein sehr einschneidender Moment. Malcolm X besuchte das Hotel Theresa. Er drängelte sich in die Suite, vollgepackt mit Dutzenden von Leuten. Sie haben eine sehr interessante Begegnung, Fidel und Malcolm. Und es veränderte ihr Leben, und hatte auf beide Männer jahrelang einen großen Einfluss. Malcolm sagte tatsächlich, dass er (Fidel) einer der wenigen Weißen war, die er zu respektieren und zu schätzen lernte. Ach ja, in dem Hotelzimmer war auch ein Kerl vom FBI, der sich Notizen machte. Daher wissen wir etwas darüber, was dort passierte und geredet wurde. Weil es einen FBI-Bericht gibt.

Amy Goodman: Wer war es?

David Talbot: Nun, der Name wurde nicht veröffentlicht, aber er hatte eine Agenten der ihn überwachte. Währenddessen, Fidel trifft sich mit Chruschtschow und Nasser aus Ägypten und anderen Staatsoberhäuptern und bringt die Eisenhower-Regierung in Verlegenheit, er verschwindet nach Harlem, wissen Sie, in Manhattan will ihn keiner haben – und da trifft sich die Mafia mit Agenten von der CIA im Plaza Hotel, nur ein paar Straßenzüge entfernt, und plant seine Ermordung. Also 1960 gibt es in New York ganz schöne Intrigen. Und um es noch interessanter zu machen: ein junger JFK, der gerade Wahlkampf für seine Präsidentschaft macht, hat, kurz nachdem Fidel abgereist war, einen Auftritt im Hotel Theresa und sagt eigentlich: „Ich stehe hier auf revolutionärem Boden. Und wir sollten den Gezeitenwechsel, die Revolution und die Zukunft begrüßen. Wir sollten keine Angst davor haben.“ Und zum Schluss spricht er über die Sterblichkeitsrate der Kinder in Harlem und viele Sachen, die heute noch aktuell sind.

Amy Goodman: Trotzdem, schauen Sie, was Präsident Kennedy, als Präsident Kennedy, mit Kuba getan hat…

David Talbot: Ganz genau.

Amy Goodman: …was unter seiner Führung passierte, von der Schweinebucht bis zu den ganzen Mordversuchen auf Fidel Castro.

David Talbot: Kennedy ist da in gewisser Weise umgefallen. Er war gerade gewählt, jung, unerfahren, unter starkem Druck seiner Sicherheitsberater im Kabinett. Die Operation Schweinebucht hatte er geerbt, die Pläne. Im Grunde sagte man ihm: „Schauen Sie, wenn wir das Ding jetzt abblasen, es ist schon so weit, das wird Ihnen politisch schwer schaden.“ Die CIA hat ihn irgendwie verarscht. Er hat es letztlich genehmigt, aber hatte nicht die Absicht, es in einen kompletten Militärangriff auf Kuba eskalieren zu lassen. Aber das war der Plan der CIA. Sie wussten, dass dieser von ihnen zusammengestellte wilde Haufen von Exilkubanern nicht ausreichen würde, um Castro aus dem Sitz zu hebeln. Aber was sie hofften und was sie planten: dass ein junger Präsident Kennedy, nachdem die Invasion an den Stränden der Schweinebucht niedergeschlagen wurde, gezwungen wäre, die Marines und die US Luftwaffe zu schicken und Castro zu stürzen.

Amy Goodman: Und dann natürlich die kubanische Raketenkrise, unsere engste Begegnung mit einem Atomkrieg.

David Talbot: Nun, Kennedy blieb standhaft. Er eskalierte nicht. Und das war der Anfang vom Ende, die Schweinebucht, zwischen der CIA und Kuba – und dem Präsidenten Kennedy. Und ja, im folgenden Jahr wurde es durch die Kubakrise noch ernster. Nochmal: unser Militär und die CIA dachten, sie könnten Castro, nun, beseitigen. Während der Raketenkrise waren sie auf einen atomaren Krieg vorbereitet. Präsident Kennedy dachte, Leute wie Curtis LeMay, damals Chef der Luftwaffe, General Curtis LeMay, seien halb verrückt. Er sagte: „Ich will diesen Mann gar nicht in meiner Nähe haben“, denn er forderte eine nukleare Konfrontation mit der Sowjetunion. Und noch Jahre später, Jahre nach dem Tode Kennedys, ich zitiere aus einem Interview in meinem Buch, beschwert sich Curtis LeMay bitter, dass Kennedy Kuba nicht als Gelegenheit für eine atomare Reaktion nutzte. Ich glaube im Grunde, dass Präsident Kennedy mein Leben gerettet hat – ich war damals 12 Jahre alt – viele Leben gerettet hat, weil er standhaft blieb. Er widerstand seinen Sicherheitsberatern und sagte: „Nein, wir werden die Kuba-Krise friedlich lösen“.

Amy Goodman: Und am 22. November 1963 wurde Präsident Kennedy ermordet.

David Talbot: Richtig.

Amy Goodman: Was haben Sie über die Ermordung Kennedys herausgefunden?

David Talbot: Nun, zunächst hat Allen Dulles die Mitteilung seiner Entlassung nicht bekommen. Nachdem er von Kennedy nach der Schweinebucht entlassen wurde. Er ging heim nach Georgetown und machte von dort mit seinen Operationen weiter. Als wäre er immer noch Chef der CIA. Seine hohen Beamten trafen sich regelmäßig mit ihm. Er…

Amy Goodman: Sie hatten die Notizen seiner Frau und seiner Freundin.

David Talbot: Das stimmt. Ich entdeckte sein Tagebuch, mit wem er sich traf. Ich las seine – die Korrespondenz. Ich las die Aufzeichnungen und Tagebücher seiner Freundin.

Amy Goodman: Wer war seine Freundin?

David Talbot: Eine Frau namens Mary Bancroft, eine sehr interessante Frau, verwandt mit einem Herren der Gründer oder Herausgeber des Wall Street Journal war. Sie hatte Ambitionen. Sie spionierte während des 2. Weltkriegs für Allen Dulles in der Schweiz, als ihre Affäre begann. Bemerkenswert: als seine Frau, Clover Dulles, zum Ende des Kriegs in die Schweiz kommt, da freunden sich die zwei Frauen an. Clover Dulles wusste was läuft. Sie lässt es einfach irgendwie zu. Und die zwei Frauen bilden für den Rest ihres Lebens eine enge Beziehung. Und ihr Schriftwechsel ist faszinierend. Sie waren beide Patientinnen von Carl Jung, einem der Gründerväter der Psychiatrie in der Schweiz.

Und sie nannten Allen Dulles „den Hai“, die beiden Frauen, denn beide wussten, mit wem sie es zu tun hatten – voller Charme an der Oberfläche und ein sehr beliebter Party-Gast in den Washingtoner Kreisen, aber im Innersten ein eiskalter Mann, der Menschen ohne mit der Wimper zu zucken in den Tod schicken konnte. Ein Mann der es fertig brachte, sein eigenes Kind, Allen Jr., in die Hände eines Experimentalarztes zu geben, der für die CIA arbeitete. An dem berüchtigte MKULTRA-Programm, über das Naomi Klein und Andere geschrieben haben.

Amy Goodman: Können Sie es kurz erklären? Und was wurde aus Allen Jr.?

David Talbot: MKULTRA – man nannte es ein geistiges Manhattan-Projekt. Es war der Versuch der CIA – man gab Millionen Dollar für Wissenschaftler und Ärzte im ganzen Land aus, große Institute – herauszufinden, ob man Menschen für jeden Zweck programmieren kann. Es war ein Programm zur Gedankenkontrolle. Sein Sohn Allen Jr. kam aus dem Koreakrieg zurück, mit einem Splitter im Kopf. Er hatte eine Hirnschädigung und seine Familie hatte es nicht leicht mit ihm. Er versuchte, seinen eigenen Weg zu gehen. Und irgendwann bringt ihn Allen Dulles zu diesem Wissenschaftler in New York. Und der führte unbeschreibliche Experimente mit ihm durch, wie eine Therapie mit Überdosen von Insulin, eine sehr schädliche Therapie, mit Krämpfen, manchmal bis in den Tod. Seine Schwester war schockiert – die Tochter von Allen Dulles – als sie ihn im Krankenhaus besuchte. Von ihr habe ich diese Geschichte.

Joan Dulles ist eine bewundernswerte Frau – Joan Telly, wie sie heute heißt, eine Therapeutin nach Jung im Ruhestand in New Mexico. Sie fährt einen Toyota Prius mit einem Obama-Aufkleber. Ich bin mir sicher, ihr Vater rotiert im Grab. Aber auch sie, wie viele von uns, sie war zum Zeitpunkt unserer Unterhaltung 90 Jahre, ringt mit dem dunklen Vermächtnis Amerikas, das sich in ihrer eigenen Familie abspielte. Wissen Sie, sie blickt zurück und ist angewidert, in gewisser Weise, von dem was Teil ihres Lebens war. Aber sie liest die Bücher – und ich hoffe sie liest meine – und kommt zu einem Bild über ihren Vater.

Amy Goodman: Wozu wurde MKULTRA verwendet?

David Talbot: MKULTRA versuchte unter anderem herauszufinden, ob man einen Mandschurischen Kandidaten programmieren kann, einen Mörder, der wie ein Roboter auf „Knopfdruck“ der CIA töten kann. Sie gebrauchten auch die „verschärfte Vernehmung“, wie wir heute sagen. Sowjets die in unsere Hände fielen, wurden…

Amy Goodman: Um welche Droge handelt es sich?

David Talbot: Nun, verschieden Arten, psychedelische – LSD war eine der Drogen. In Kanada, im Allan-Insitute der McGill Universität gab es einen sogenannten Schlafraum, den einer der Ärzte, Dr. Ewen Cameron, betrieb. Dort wurden Frauen, viele, hauptsächlich Frauen und seine Patienten einer Behandlung unterzogen. Dies waren Menschen mit neurotischen Störungen, postpartalen Stimmungskrisen und so weiter. Und in diesem Schlafraum bekamen sie enorme Mengen verschiedener psychedelischer Drogen verabreicht und wurden in einen Schlafzustand versetzt. Dann ließ man Endlosbänder laufen mit dem Ziel, die schlechten Gedanken zu löschen. Dabei wurde leider oft das Gedächtnis mit ausgelöscht. Einige erkannten nach diesen Experimenten ihre Familie nicht mehr wieder, wussten nicht mehr wer sie waren. In einem Fall wurde eine Frau in den Zustand eines Kleinkindes verwandelt. Sie wusste nichts mehr mit einer Toilette anzufangen. Und das war die Frau eines kanadischen Parlamentariers. Das war alles CIA-finanzierte Forschung während des Kalten Kriegs, das waren doch die unmenschlichsten Methoden gegenüber Menschen.

Amy Goodman: Wir reden mit David Talbot, und wir sind von der Ermordung von John F. Kennedy abgewichen.

David Talbot: Ja.

Amy Goodman: Erzählen Sie uns, was Sie beim Schreiben von „Des Teufels Schachbrett“ gelernt haben.

David Talbot: Nun, wie gesagt, nach seiner Entlassung durch Kennedy machte Dulles von zu Hause weiter…

Amy Goodman: Und warum wurde er entlassen?

David Talbot: Nun, gefeuert wurde er nach der Schweinebucht. Kennedy erkannte, dass er Dulles nicht aus der Eisenhower-Ära hätte übernehmen dürfen. Sie waren philosophisch zu unterschiedlich. Und die Schweinebucht brachte das Fass zum Überlaufen. Daraufhin hat man ihn gefeuert.

Aber, wie gesagt, Dulles machte von zu Hause in Georgetown mit seiner Anti-Kennedy Exilregierung weiter. Viele der Leute mit denen er sich traf, einige der Leute, wie Howard Hunt und andere, wurden später in den 70ern zu verdächtigen Figuren in den Kongressanhörungen eines Sonderkomitees zur Ermordung. Wissen Sie, die meisten Amerikaner wissen nicht, dass das die letzten offiziellen Stellungnahmen, der letzte offizielle Bericht zur Ermordung Kennedys ist, und nicht der Warren-Bericht von 1964. Aber der Kongress hatte die Untersuchungen zur Ermordung John F. Kennedys wieder eröffnet, und sie kamen zu dem Schluss, dass sein Tod das Ergebnis einer Verschwörung war.

Und eine Anzahl jener Leute, die während dieser Kongressuntersuchung auftauchten, waren bekannte Personen die mit Allen Dulles verkehrten. Es gab für sie keine offensichtlichen Gründe, sich mit einem „pensionierten“ CIA-Beamten zu treffen. Am Wochenende von Kennedys Ermordung ist Allen Dulles nicht zu Hause und sieht nicht fern wie der Rest von Amerika. Er ist in einem abgelegenen CIA-Büro, zwei Jahre nach seinem Rauswurf aus der Firma durch Kennedy. Man nannte sie „die Farm“, im Norden Virginias, als Direktor der CIA hatte er sie oft als zweiten Kommandoposten benutzt. Dort also hält er sich auf, als Kennedy ermordet wird, auch nach der Ermordung, und als Lee Harvey Oswald von Jack Ruby erschossen wurde. Das ganze fatale Wochenende hockt er in seinem CIA Kommandoposten. Es gibt viele solcher schrägen Umstände.

Ich habe auch bei Interviews mit Kindern von früheren CIA-Beamten herausgefunden, dass eine der Schlüsselfiguren bei der Ermordung Kennedys ein Typ namens William Harvey war. Er war der Kopf des CIA-Mafia-Plans gegen Castro und hasste die Kennedys, hielt sie für Schwächlinge und so. Sein Stellvertreter hat selbst gesehen wie er sein Büro in Rom verließ und nach Dallas flog, ein Flug Anfang November 1963. Eine bemerkenswerte Erkenntnis, denn wenn eine Person wie William Harvey, Kopf eines CIA- Tötungskommandos, eingesetzt von Allen Dulles, im November ’63 vor dem Mord nach Dallas versetzt wird, dann ist das eine wichtige Tatsache. Übrigens, die CIA weigert sich bis heute, die Reiseunterlagen von Leuten wie William Harvey herauszugeben. Nach dem JFK Records-Gesetz, beschlossen damals Ende der 90er, sind sie durch Bundesgesetz verpflichtet, alle in Zusammenhang mit der Kennedy-Ermordung stehenden Dokumente herauszugeben. Aber sie halten noch immer über 1.100 jener Dokumente zurück, einschließlich – und ich –

Amy Goodman: 15 Sekunden.

David Talbot: Ich habe auch das Freedom of Information-Gesetz versucht, um an die Reiseunterlagen von William Harvey zu kommen. Sie halten sie immer noch zurück.

Amy Goodman: Wie viele Anfragen für Interviews bekommen sie von den Mainstream-Medien?

David Talbot: Gott sei Dank gibt es die alternativen Medien, wie gesagt, wie Euch, Amy, denn es gibt Widerstand gegen dieses Buch. Als Erstes wende ich mich an die Mainstream-Medien. Ich sage, dass die New York Times, CBS, Washington Post, Newsweek, alle unter seiner Fuchtel standen. Sie besorgten seine Geschäfte.

Amy Goodman: Wessen Fuchtel?

David Talbot: Die Fuchtel von Allen Dulles. Als also der Warren-Bericht herauskam und wie ich erzählte, dass ein Top-Redakteur von Newsweek ihm geschrieben hatte: „Herzlichen Dank, Herr Dulles, dass Sie mitgeholfen haben, unsere Berichterstattung über den Warren-Bericht zu formen“. Nun, selbstverständlich war Allen Dulles Teil der Warren-Kommission. Einige dachten tatsächlich, der Name Dulles-Kommission wäre besser gewesen, so dominant war er. Also, die Beziehungen zwischen den Mächten in Washington und den Medien sind viel zu eng. Und…

Amy Goodman: Wie war die Beziehung zwischen Arthur Hays Sulzberger, dem Herausgeber der New York Times und Allen Dulles, dem Chef der CIA?

David Talbot: Nun, sie waren privat befreundet, nicht nur mit ihm, sondern auch mit anderen Mitliedern der Sulzberger-Familie. Ich entdeckte den engen Schriftverkehr zwischen ihnen, die Gratulationen zu seiner Ernennung zum CIA-Direktor. Sie nannten ihn „Ally“, einer der Sulzbergers, in einem Brief. Man traf sich jedes Jahr. Dulles organisierte diese Medien-Besäufnisse zu Sylvester. Und da waren die Top-Reporter, die leitenden Redakteure, zusammen mit den Jungs von der CIA, man schäkerte und betrank sich. Und wenn Allen Dulles einen Reporter auf dem Kieker hatte, weil einer für seinen Geschmack zu aggressiv berichtete, zum Beispiel Guatemala – Sydney Gruson war der Reporter – kurz vor dem Umsturz 1954, dann rief er bei der New York Times an und ließ ihn entfernen. Natürlich war das wegen der Beziehung zu Sulzberger, dem Herausgeber. Solchen Einfluss hatte Allen Dulles.

Amy Goodman: Wie funktioniert so etwas?

David Talbot: Nun, sie haben ihn einfach abgezogen. Gruson musste umziehen. Sie versetzten ihn, glaube ich, damals nach Mexiko.

Amy Goodman: Wie würden Sie Smedley Butler, den General, der – nannte er sich nicht „einen Gangster für den Kapitalismus“? – den man bat, Länder umzustürzen und Nein sagte, vergleichen…

David Talbot: Ja.

Amy Goodman: …mit Allen Dulles?

David Talbot: Nun, der eine ist ein Held und der andere ist ein Schuft, um es kurz und knapp zu sagen. Smedley Darlington Butler, über den ich auch geschrieben habe – eine bebilderte Geschichte, für Leser jeden Alters, mit dem Titel „Ledernacken“ (Devil Dog). Smedley war ein amerikanischer Held. Er ging mit 16 zur Marine, wusste es nicht besser, rannte um die ganze Welt und kämpfte in Amerikas imperialen Kriegen, von China durch halb Lateinamerika und landete schließlich im Ersten Weltkrieg in Frankreich. Und als er in sein bestes Alter kam, da hatte er gesehen, welche Drecksarbeit die amerikanischen Soldaten im Namen der amerikanischen Geschäftsinteressen verrichteten. Und er sagte, er wäre wie Al Capone gewesen. Er sagte: „Wir bei den Marines waren wie Al Capone, nur dass sich Al Capone nicht mit uns messen konnte, den Verbrechen die wir im Namen Amerikas begingen, besonders in Lateinamerika.“

Amy Goodman: Aber nicht nur in Lateinamerika, wie beim Umsturz von Arbenz. War nicht die Pitcairn-Familie in den USA an einem versuchten Umsturz von FDR (Franklin Roosevelt) beteiligt, und wollten die nicht Smedley Butler dafür verpflichten?

David Talbot: Also, wie ich in meinem Buch schreibe, war das sein größter Moment von Heldentum, denn er war ein Held für die Soldaten, durch alle Dienstgrade. Er hielt beim berühmten Bonus Army Marsch eine Rede, wo Veteranen eine Kompensation für die verlorene Zeit verlangten, die sie in Übersee waren. Er sprach zu ihnen. Das war eine sehr kontroverse Angelegenheit für einen pensionierten Offizier, einen pensionieren General der Marines. Und, da er bei allen im Militär so beliebt war, und eine Reihe von Konzernfamilien wie die DuPonts und andere auf FDR wütend waren, sie nannten ihn einen „Klassenverräter“, wegen der ganzen Wall Street-Reformen und andere Dinge die sie zum Toben brachten, gingen sie – schickten sie Abgesandte zu Smedley Butler und sagten: „Würden Sie nochmal so einen Marsch anführen wie den Bonus Army-Marsch auf Washington? Aber dieses Mal mit Waffen, mit bewaffneten Soldaten.“ Im Grunde: „Wollen Sie einen Umsturz gegen Franklin Roosevelt anführen?“ Aber anstatt dabei mitzumachen ging er vor den Kongress und machte die Verschwörung publik.

Amy Goodman: Und wer waren die Familien? Wer waren…

David Talbot: Nun, DuPont war eine davon. Die Familieneigentümer von Remington, der Waffenschmiede, waren ebenfalls involviert. Eine Anzahl von denen waren Klienten der Dulles. Foster Dulles, nebenbei, John Foster Dulles, der später Außenminister wurde, betrieb die Wall Street-Kanzlei Sullivan & Cromwell. Als FDR anfängt, diese Reformen durchzupeitschen, wie die Börsenaufsicht SEC und anderes, Glass-Steagall, da versammelt er (Dulles) seine reichen Klienten in seinem Wall Street-Büro und sagt: „Ignorieren Sie es einfach. Wir werden uns dagegen wehren. Bei diesen Reformen machen wir nicht mit.“

Amy Goodman: Die Nazis? Ganz kurz.

David Talbot: Die Nazis. Nun, viele Geschäftsleute der Nazis haben sehr enge Verbindungen mit den Dulles-Brüdern. Als Allen Dulles während des Kriegs in der Schweiz war, angeblich um für uns zu arbeiten, für das OSS (Anm.d.Ü.: Office of Strategic Services, Vorgänger der CIA aus dem 2. WK), hat er das auch für Treffen mit vielen Nazis genutzt und mit ihnen separate Geschäfte abgeschlossen. Er schaffte es tatsächlich, mit den Nazi-Kräften in Italien einen separaten Friedensvertrag auszuhandeln, gegen den Wunsch FDRs. FDR forderte eine bedingungslose Kapitulation.

Amy Goodman: War das Operation Paperclip?

David Talbot: Das war Operation Sunrise, der Deal den er machte. Und er schuf diese Schlupflöcher, sogenannte „rat-lines“, über die Nazis, führende Nazi Kriegsverbrecher über die Alpen in die Schweiz entwischten, runter nach Italien und ab nach Südamerika, und sogar in die Vereinigten Staaten. Einer der von ihm geretteten Ober-Nazis war Reinhard Gehlen, Hitlers früherer Chef des Nachrichtendienstes. Dulles hat ihn nach dem Krieg zum Chef des westdeutschen Nachrichtendienstes gemacht, ein Mann der als Angeklagter in Nürnberg hätte sitzen müssen.

Amy Goodman: Wer hat Sie fallen gelassen?

David Talbot: Wie gesagt, Politico war eine davon. Wissen Sie, Politico, eine der führenden Online-Publikationen und mit einer Druckausgabe, ich sollte etwas für sie schreiben. Stattdessen veröffentlichten sie ein Stück des früheren New York Times-Mitarbeiters Phil Shannon, das auf geleakten CIA-Dokumenten beruht, die im Grunde genommen Fidel Castro die Ermordung Kennedys in die Schuhe schieben. Das ist absurd. Als Fidel Castro von der Ermordung Kennedys erfuhr, da war er zerknirscht. Er wusste, dass Kennedy über versteckte Kanäle versuchte, zwischen Kuba und den USA einen Frieden zu finden, weit vor Obama. Jean Daniel, ein französischer Reporter, war tatsächlich im Auftrag Kennedys bei Fidel in Havanna, praktisch ein Olivenzweig von Kennedy an Fidel, als sie die schrecklichen Nachrichten aus Dallas bekamen.

Amy Goodman: Wer, glauben Sie, hat John Kennedy ermordet?

David Talbot: Nun, ich glaube was Robert Kennedy glaubte. Wie ich in meinem Buch „Brothers“ und in diesem Buch zeige, hat Robert Kennedy sich sofort jenes Team angeschaut, das vom CIA für die Ermordung Fidel Castros zusammengestellt wurde. Diese Team war, denke ich, auch für die Ermordung von Präsident Kennedy verantwortlich. Dieses Team, das ausländische Führer ermordete, das auf ausländische Führer ansetzte, von Dulles aufgestellt, Männer wie William Harvey, Howard Hunt, David Morales – sie alle waren verdächtige Schlüsselfiguren bei den Untersuchungen des House Assassination Komitees des Kongresses in den 70ern. Jenes Team wurde nach Dallas gebracht. Ich identifiziere jetzt diese Männer. Einige haben gestanden – Howard Hunt hat auf seinem Sterbebett zugegeben, dass er in die Ermordung Kennedys verstrickt war. Die Mainstream-Medien haben diese schockierende Nachricht komplett übersehen…

Amy Goodman: Howard Hunt, das war Watergate.

David Talbot: Er leitete den Watergate-Einbruch und er war ein legendärer Einsatz-Offizier der CIA, und sehr nah an Allen Dulles, er bewunderte Dulles. Auf seinem Sterbebett enthüllte er, dass er Teil des Plots war. Nochmal: 60 Minutes (CBS-Politmagazin) hat sich’s angesehen, und dann haben sie es fallen gelassen. Ich kenne einige Details dieser Geschichte. Aber ich denke, dass die Medien erstaunlich nachlässig darin sind, nicht über diese Untersuchungen zu berichten. Es handelt sich um ein Tabu. Aber es ist klar – ich denke ich lege überwältigende Beweise dafür vor, dass Allen Dulles ein Komplize bei der Ermordung des Präsidenten war. Und ausgerechnet er leitete die Untersuchung über die Ermordung des Präsidenten, weil er Präsident Johnson dazu überredete, ihn in die Warren-Kommission zu berufen, wo er die bestimmende Figur wurde.

Amy Goodman: David Talbot, Autor des neuen Buchs „Des Teufels Schachbrett: Allen Dulles, die CIA und der Aufstieg von Amerikas geheimer Regierung“.


Großer Dank an FritztheCat für dieses lange aber sehr informative Interview!