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Demokratie, Desinformation, Gekaufte Journalisten, Kritischer Journalismus, Mediendiskurs, Propaganda, Staatsmedien, USA
Deutschlands Rolle in Europa und der Welt – Diskussionsrunde mit Heiner Flassbeck und Noam Chomsky (via Webcam) in München
Immer wieder ist Deutschland eine dominante politische und kulturelle Präsenz in Europa und international.
Von seiner Rolle in beiden Weltkriegen, der transatlantischen Allianz mit den USA nach dem zweiten Weltkrieg, bis hin zur Wiedervereinigung: Deutschland ist einmal mehr eine dominante wirtschaftliche und politische Macht auf dem europäischen Kontinent und darüber hinaus.
- Was ist die wirtschaftliche und politische Bedeutung Deutschlands in der jüngeren Geschichte?
- Was bedeutet Deutschlands Präsenz auf der Weltbühne heute?
- Welchen Einfluss hat das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten auf die wirtschaftliche und soziale Innen- und Außenpolitik?
- Was kann der Einzelne tun um sich bei sozialpolitischen Themen zu engagieren und eine positive Veränderung zu bewirken?
Datum: 17.11.2015
Ort: Muffatwerk, Ampere – Zellstraße 4, 81667 München.
Sprachen: English & Deutsch
Eintritt: Euro 10
Live-audio stream via Radio München
Ablauf:
Einlass: 18:30 Uhr
Beginn der Diskussionrunde mit lokalen Aktivisten: 19:00 Uhr
Diskussionsrunde mit Heiner Flassbeck: 20:00 Uhr
Live Interview mit Noam Chomsky via Webcam: 21:00 Uhr
Frage/Antwort Runde: 22:00 Uhr
Ende: 22:30 Uhr
Weitere Informationen über „das Wiedererstarken deutscher Großmachtbestrebungen auf wirtschaftlichem, politischem und militärischem Gebiet…“
http://www.german-foreign-policy.com/de/info/
(Die Menschen benötigen Informationen!)
Mag man zwischen inhaltlicher Rolle und der Bedeutung einer Rolle unterscheiden, stünde nach den beiden Weltkriegen Deutschland in der Arena als Tanzbär mit Ring in der Nase. Und Deutschland wäre bedeutsam geworden in Sachen Schuld.
Die inhaltliche Rollenbeschreibung scheint auf den ersten Blick respacktabel: Fleiß und Treue gebunden in Folgsamkeit neben intellektueller Beredsamkeit. Eingebettet in ein Rechtssystem, ein Wertesystem, ein Kastensystem und eine alte Logik: Ohne Fleiß kein Preis.
Ohne Schuld kein Fleiß? Ohne Schuld keine Selbstverachtung, keine Selbstaufgabe und keine Selbstvernichtung? Deutschland per Ring in der Nase in der Schuld- und Schuldenfalle gelandet?
Die Schuldrolle ist ehrenwert und dämlich zugleich. Einerseits zeigt sie einen gegen das Menschsein gerichteten teuflischen Geist, andererseits bezeugt sie Aktivitäten eines Unterbewusstseins, das mehr aus dem Unbewussten als aus dem Bewusstsein gespeist wird; wodurch die Schuldrolle nicht reflektiert werden kann; eben, dumm gelaufen.
Dass in einer Schuldrolle sich bestimmte Charakteristika entwickeln müssen, ist so sicher, wie ein Blinder nicht sehen kann. Schuld generiert den Antrieb, sich aus der Mangelwelt zu erheben. Und Schuld gebiert die Scheinheiligkeit, das Erwecken von Anschein und das Streben nach Anerkennung und Ansehen – als eine Art Größenwahn beschreibbar.
Wollte man eine neue (und bessere) Rolle für Deutschland kreieren, müssten andere Voraus-Setzungen geschaffen werden. Einerseits durch ein anderes geistiges Feld für die Akteure, und andererseits müssten reaktive Informationen, die Schuld überhaupt entstehen lassen, deaktiviert werden – was eine Erweiterung des Bewusstsein und eine Verminderung des Einflusses aus dem Unbewusstsein zur Folge hätte.
Deutschland als gesellschaftliches Konstrukt verbleibt in der Rolle der Selbstzerstörung, wenn nicht vermehrt hier lebende Menschen lebenswertes Existieren praktizieren. Ob das Notwenige möglich ist? Jedenfalls ist das Packvolk nicht so dämlich, wie es die „elitäre“ Führungsriege für ihre Rolle als Pseudo-Verantwortungsträger braucht.
Gruß
Wolfgang Jensen