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Es gibt zwei Sorten Journalisten in der Bundes­presse­konferenz: Die einen fragen, was sie am nächsten Tag schreiben sollen, der andere fragt, was Sache ist. Der andere ist natürlich Tilo Jung, Störenfried in einer über Jahr­zehnte ein­ge­spielten Theater­vor­stellung mit drittklassigen Schauspielern der Regierung und Journalistendarstellern der Mainstreammedien.

Jung ist das naive Kind, das nicht aufhören will zu behaupten, dass der Kaiser nackt ist und entlarvt und nervt mit so einfachen wie berechtigten Fragen die Protagonisten der Regierung, die genau wissen, dass sie nach Strich und Faden vorgeführt werden und nicht das Geringste dagegen machen können. Würden sie nämlich die Wahrheit sagen, statt Propaganda, Doppelmoral und Heuchelei zu verbreiten, wären sie morgen arbeitslos.

Regelmäßige Zuschauer von RT oder RT-Deutsch wissen, dass es in den Pressekonferenzen der US-Administration mitunter ähnlich grotesk und amüsant zugeht, wenn Journalisten des russischen Senders – oder andere kritische Korrespondeten – echte Fragen stellen, die die Propaganda der US-Regierung entlarven.

Wenn RT’s Gayane Chichakyan den Sprecher des US-Außenministeriums Mark Toner vorführt, dann sieht das so aus:

Weil deutsche Politik und Medien ein Wurmfortsatz der USA sind und deshalb die gleichen Lügen auftischen müssen wie ihr Herrchen in Washington, kann Tilo Jung mit einer einfachen Frage, wer denn die guten Rebellen in Syrien seien, den Sprecher des deutschen Außenministeriums Schäfer einmal mehr aussehen lassen, wie einen dummen Lümmel, der die Hausaufgaben nicht gemacht hat:

Hinter all den Lügen und dem peinlichen Herumgedruckse steht natürlich die schlichte Wahrheit, dass es sowas wie „moderate Rebellen“ – von denen westliche Lügenmedien wie ARD und ZDF täglich schwadronieren – in Syrien überhaupt nicht gibt. Wer dort mit Waffen gegen die syrische Regierung kämpft, sind durchweg islamistisch motivierte Fanatiker, die sich bestenfalls in Nuancen unterscheiden, aber alle das Ziel haben, einen religiösen Staat zu errichten, in dem weder Christen, noch Alawiten, Juden oder Kurden einen Platz hätten, sondern vertrieben, ermordet oder versklavt würden. Wer in Syrien moderat ist oder jemals war, hätte nicht zur Waffe gegriffen, sondern auf friedlichem Weg an Veränderungen gearbeitet.