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Daniele Ganser_sAm 23., 24. und 25. Oktober ist der Schweizer Historiker, Friedens- und Konfliktforscher Daniele Ganser erneut in Berlin im Kino Babylon. Thema des Vortrags:

 

Medienkompetenz: Wie funktioniert Kriegspropaganda und was kann man
dagegen tun?

Laut der Webseite des Veranstalters gibt es für den Zusatztermin am 25. noch Karten. Wer Ganser also live sehen möchte, der sollte sich beeilen, denn laut den Nachdenkseiten ist auch diese Veranstaltung bereits ausverkauft.

Ganser hat den Nachdenkseiten im Vorfeld ein lesenswertes Interview gegeben, in dem er noch einmal mit naiven Träumereien aufräumt, Propaganda hätte es nur unter den Nazis gegeben. Lesern dieses Blogs ist das natürlich nicht neu, aber seine aktuellen Bezüge zu Syrien unterstreichen, was wir hier täglich dokumentieren und stellen es beispielsweise in den geschichtlichen Zusammenhang der US-Unterstützung für islamistische Mujahedin in Afghanistan.

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Ganser: Das Thema Kriegspropaganda ist wichtig, weil wir tief in der Gewaltspirale stecken und sich immer mehr Menschen fragen, wie wir da wieder herauskommen. Wir müssen erkennen: Gewalt und Lüge gehen Hand in Hand. Wir werden nur einseitig und oberflächlich über die Gewaltspirale informiert. Wir haben Krieg in Syrien. Wir haben Bürgerkrieg in der Ukraine. Wir haben Krieg im Irak, zudem Kämpfe in Afghanistan, Pakistan und Libyen. Viele Menschen leiden, und viele Menschen flüchten. Heute ist es wichtig zu erkennen, dass auch der Westen, also die NATO-Länder, angeführt vom Imperium USA, eine Mitschuld an dieser Gewaltspirale tragen. Die Kriegspropaganda, die über die Zeitungen und das Fernsehen verbreitet wird, versucht diese Mitschuld des Westens zu verdecken, indem sie vorgibt, dass zum Beispiel die USA nur in den Krieg ziehen, wenn sie zuvor angegriffen worden sind.

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