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ardzdfDoppelmoral und NATO-Propaganda kennzeichnen die „Berichterstattung“ der Staatssender ARD und ZDF über den Krieg in Syrien. Völkerrechtswidrige Bombardements Frank­reichs in Syrien werden legitimiert, Verletzungen des türkischen Luftraums durch russische Jets skandalisiert.

Das Ausmaß an Verlogenheit, einseitiger Propaganda und Doppelmoral, das bei deutschen Lügenmedien im Zusammenhang mit den Konflikten in der Ukraine und Syrien zu verzeichnen ist, verlangt extrem dümmliche oder ausgesprochen skrupellose Charaktere, die öffentlich Namen und Gesicht für eine derart plumpe Kriegspropaganda und politischen Schmierenjournalismus hinhalten.

Eine dieser erbärmlichen Figuren, die von sich selbst glauben, Journalisten zu sein, ist Christian Sievers vom ZDF. Der verkündete am 27. September vollkommen lapidar in den 19.00 Uhr heute-Nachrichten, dass Frankreich begonnen habe, in Syrien zu bombardieren. Das Normalste von der Welt, wenn man in der Propagandawelt des ZDF zuhause ist, wo NATO-Staaten bombardieren können, wen sie wollen und das Völkerrecht nur dann herbei zitiert wird, wenn man mit dem Finger auf andere zeigen möchte.

ZDF heute 19.00 Uhr 27. September

ZDF_27092015_Syrien_FrankreichChristian Sievers: „Die fran­zö­si­sche Luft­waffe hat erstmals Stel­lungen der Terror­miliz „Islami­scher Staat“ in Syrien bom­bar­diert. Das Prä­si­dial­amt in Paris sagt über die Einsätze habe man sich mit den Verbün­deten in der Region abgestimmt. Bisher hatte sich Frankreich nur an Luft­angriffen gegen den IS im Irak beteiligt.“

Während Bombardements im Irak dann zulässig sind, wenn sie mit der dortigen Regierung abgestimmt oder durch ein UN-Mandat legitimiert sind, ist klar, dass es für Bombardements in Syrien keinerlei Zustimmung der syrischen Regierung und kein UN-Mandat gibt. Frankreichs Bombardements sind also vollkommen völkerrechtswidrig und das weiß auch Sievers, sagt aber kein Wort dazu, sondern versucht den Eindruck zu erwecken, es wäre dasselbe wie im Irak, wenn NATO-Mitglied Frankreich jetzt auch in Syrien bombardiert.

Ganz anders hört es sich an, wenn russische Kampfjets den Luftraum der Türkei verletzen. Dann ist die Verbrecherorganisation NATO empört und die verlogenen Maulhuren des ZDF verbreiten diese Propaganda genauso willfährig und ohne jeden Hinweis auf die offenkundige Doppelmoral, wie sie erst ein paar Tage zuvor die Bombardements der Franzosen als vermeintlich legitim dargestellt haben.

ZDF heute 19.00 Uhr 06. Oktober

ZDF_06102016_Syrien_Nato_RusslandPetra Gerster: „Die NATO hat Russland wegen der Verletzung des Luftraums über der Türkei scharf kritisiert. Es sähe nicht aus, wie ein Missgeschick, sagte NATO-Generalsekretär Stoltenberg und nannte den Vorfall inak­zep­tabel und sehr ernst….“

Die gleiche Kriegspropaganda am 27. September in der ARD tagesschau. Dort werden die französischen Bombardements in Syrien von Jens Riewa als „immer breitere Front gegen den IS“ gefeiert. Im folgenden Beitrag von Mathias Werth behauptet dieser frech, die Luftangriffe seien „völkerrechtlich umstritten“. Genauso könnte man behaupten, die Existenz von Gaskammern im Dritten Reich oder die Legitimität der Bundesregierung sei „umstritten“. Was ARD und ZDF hier betreiben ist nichts anderes, als die weitere Schleifung des Völkerrechts zugunsten kriegerischer Einsätze des Westens. Das Völkerrecht hat für diese Kriegstreiber und Verbrecher keinerlei Bedeutung mehr.

Diese Verlogenheit und Doppelstandards sind lupenreine Kriegspropaganda im Auftrag der NATO. Mit dem Auftrag und den Verpflichtungen eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks, unvoreingenommen und objektiv zu informieren, hat das nicht das Geringste zu tun.