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ardzdfAm 29. September, dem Tag, als Johannes Hano im ZDF seine wahnhaften politischen Projektionen verbreitete, statt Fakten und Informationen, haben die vom US-Präsidenten Barack Obama politisch und militärisch aufmunitionierten saudischen Truppen im Jemen eine Hochzeitsgesellschaft bombardiert und dabei mehr als 130 Männer, Frauen und Kinder massakriert.

Jemen_Hochzeit_29092015

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Die Propagandasender ARD und ZDF taten das, was immer ihre erste Wahl ist, wenn sie derartige Infor­mationen bekommen: sie schwiegen. Mit keinem Wort wurde dieses Verbrechen in den abendlichen Haupt­­­nach­­­rich­­­ten­­­sen­dun­gen erwähnt. Wenn US-ge­stützte, saudische Despoten in frem­den Län­dern massen­haft Zivi­listen ermor­den, dann passt sowas den aus den USA gelenkten Pro­pa­ganda­­­an­stalten politisch nicht ins Konzept.

Während also ZDF-Mann Johannes Hano seinen psychedelischen Unsinn zusammenfabulierte, wonach der Massenmörder Obama angeblich „körperliche Schmerzen hätte, wenn er mit Vladimir Putin an einem Tisch sitzen müsse“, berichtete die ARD in tagesschau und tagesthemen ausführlich über sich selbst und einen geplanten Themenabend „Heimat„, statt über die Heimat der Jemeniten, die von saudisch-amerikanischen Kampfbomber heimgesucht wurde, um wieder einmal unschuldige Menschen zu massakrieren.

Das Verschweigen ist – wir haben das hier massenhaft belegt – immer erste Wahl, wenn es darum geht, westliche Verbrechen propagandistisch-medial so zu behandeln, dass die Bevölkerung nicht beunruhigt wird. Wenn das nicht geht, weil man sich komplett desavouieren würde, wenn man überhaupt nicht berichtet, werden die Verbrechen infrage gestellt („angeblich, sollen, womöglich,…“), verharmlost, heruntergeredet, oder – wie im Fall des Oberst-Klein-Massakers von Kundus – gerechtfertigt („Schutz deutscher Soldaten…“).

Im Fall des aktuellen Bombardements eines Krankenhauses in Kundus durch die US-Armee, geschieht dies so, dass die Meldung zunächst einmal in den Nachrichtensendungen möglichst weit nach hinten gerückt wird, gerade so, als handele es sich um eine Lappalie.

Während die Propagandasender ARD und ZDF in den tagen zuvor die völkerrechtlich legitimen russischen Angriffe auf Terroristen in Syrien zur Hauptmeldung machten und ohne jede Belege zivile Opfer behaupteten, wurde der erwiesene Angriff der USA auf ein von den „Ärzten ohne Grenzen“ betriebenes Krankenhaus in Afghanistan in tagesschau und heute in den hinteren Teil der Sendungen geschoben.

In der tagesschau – wie in anderen Nachrichtenformaten der ARD-Sender – wird das Kriegsverbrechen ohne jeden Beleg als „aus Versehen“ qualifiziert und die erwiesene Täterschaft mit der Formulierung offenbar von US-Kampfjets“ infrage gestellt. Gerechtfertigt wird das Verbrechen dadurch, dass man dort gegen „Vorstöße der Taliban“ kämpfe – so Jens Riewa in der tagesschau. Auch im folgenden Bericht heißt es, „dass vermutlich US-Kampfbomber das Hospital bombardierten“, gerade so, als wären andere Kampfbomber in Kundus im Einsatz, die für dieses Massaker an Ärzten und ihren Patienten infrage kämen.

In den 19.00-Uhr heute-Nachrichten des ZDF wurde das Massaker gegen Ende der Sendung hinter einer Meldung über den Abzug von Waffen in der Ostukraine und vor dem „Tag der Moschee“ in Deutschland versteckt. Die Methoden der verbalen Verharmlosung und Rechtfertigung sind erwartungsgemäß die gleichen wie in der ARD.

Wie die Lügenpresse der Konzernmedien dieses Kriegsverbrechen ihrer transatlantischen Freunde behandelt, hat das Spiegelkabinett analysiert:

Spiegelkabinett2Deutsche Medien entschuldigen Kriegsverbrechen der US-Luftwaffe in Kundus