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Medien berichten alle gleich, sie setzen zu viel auf Meinung, sie bringen zu wenige Analysen, sie kürzen Interviews so, dass Sinnzusammenhänge aus­ein­an­der­gerissen werden, sie verfälschen bewusst. Was sich anhört nach einer Medienkritik, wie sie beispielsweise auf einer Pegida-Demonstration zu hören sein könnte, stammt in Wirklichkeit von großen Unternehmern und Spitzenmanagern.

Stine Marg: Medien pauschalisierten, skandalisierten oder profanisierten. Einige sprachen davon, dass Menschen regelrecht „gejagt“ würden und es kaum mehr einen Schutz der Privatsphäre gebe. Interessant ist, dass die Befragten in Bezug auf die Medien auch eine sehr harte und martialische Sprache verwendeten, mit der sie sonst eher zurückhaltend waren….

Beinahe alle Befragten waren sich darüber einig, dass die Medien zu viel „Meinungen“ produzierten beziehungsweise reproduzierten und zu wenig „Analysen“ brächten, also die Zuschauer, Leser oder Hörer nicht adäquat und sachlich informiert würden. Viele nehmen die Medien auch sehr einheitlich wahr und behaupteten, dass alle das Gleiche schrieben…So seien beispielsweise Interviews gekürzt und Sinnzusammenhänge auseinandergerissen worden, worüber sich die Wirtschaftselite heftigst empörte…

Die öffentlich-rechtlichen Medien haben keinesfalls eine größere Reputation bei den Managern und Unternehmern. Das trifft im Übrigen auf alle Formate zu…

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