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kenfmAnfang Juni überzeugte Ken Jebsen mit der Erstausstrahlung seines neuen, unabhängig finanzierten Talk-Show-Formats Positionen. Von den gleichgeschalteten Main­stream­medien weitestgehend totgeschwiegen, brachte der umtriebige Journalist eine exquisite Runde aus Politik, Wissenschaft und unabhängigem Journalismus zusammen, die spannender und informativer war, als alles, was die mit Milliarden Euro gemästeten Staatssender jemals an politischer Diskussion auf die Beine stellten.

Nun ist auf YouTube die zweite Ausgabe von Positionen zu sehen.

Eine halbe Million Klicks auf Youtube sind für eine politische Diskussionsrunde abseits der Staats- und Konzernmedien ein großartiger Erfolg und man kann nur hoffen, dass es so weiter geht. In der zweiten Ausgabe liegt der Schwerpunkt beim Thema Wirtschaft: Neoliberalismus, soziale Spaltung und ethische Fragen eines „alternativlosen“ Kapitalismus.

Gäste:

  • Prof. Dr. Athanassios Giannis, Leiter des Instituts für organische Chemie der Universität Leipzig,
  • Peter König, der über 20 Jahre für die Weltbank Wasserentwicklungsprojekte geleitet hat
  • Ernst Wolff, Autor des Buches „Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzuges“
  • Albrecht Müller, Ökonom, ehemaliger Wahlkampfleiter von Willy Brandt und Kopf des alternativen Nachrichtenportals NachDenkSeiten.

INFO:
Wann reicht es?

Ein Prozent der Menschheit besitzt mehr als der Rest auf diesem Planeten. Diese Fakten haben mit dem vorherrschenden Wirtschaftssystem zu tun, das vor allem denen nützt, die reich sind. Es ist buchstäblich ihr Reich, und alles, was in diesem Reich geschieht, hat sich nach zuvor von den Reichen auf den Weg gebrachten Gesetzen, Ansichten und Plänen zu richten.

Mit Demokratie hat das wenig bis gar nichts zu tun, nur darf man das den Massen gegenüber nicht offen aussprechen, um eine weltweite Rebellion zu verhindern. Tarnen und Täuschen ist daher eines der Hauptanliegen der obszön reichen Eliten, deren elitärer Status sich ausschließlich auf den Nullen vor dem Komma stützt.

Was der Otto-Normal-Bürger schlicht als ungerechte Verteilung aller weltweit erbrachten Güter bezeichnen würde, wird von den Eliten als Gesetzmäßigkeiten des Marktes verkauft. Immer ist es ein abstrakter Markt, der für alle Fehlentwicklungen verantwortlich ist. An diesen Markt hat man zu glauben wie an eine Religion. Schon wer hinterfragt, macht sich verdächtig und wird als Ketzer abgestempelt.

Für den Markt hat nur Wert, was man zu Cash machen kann, was Profite verspricht, und da ist beispielsweise Ethik kein Produkt, mit dem man handeln könnte. Ethik lässt sich auf dem Markt weder kaufen noch verkaufen, und so hat sich der moderne Mensch im Kapitalismus gefälligst zu entscheiden! Ethik oder Etat?

Nur muss er das wirklich? Lässt sich nicht Ethik und Etat unter einen Hut bringen? Und sind unsere Werte nur Börsenwerte?