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ardzdfDie Propaganda und Desinformation der öffentlich-recht­lichen Lügensender ARD und ZDF, sowie der transatlantisch gleichgeschalteten Konzernpresse, über den Syrienkrieg unterscheidet sich bestenfalls formell und in Nuancen von der Kriegspropaganda der Wochenschau.

Seit Beginn des militanten Aufstands wurde die Gewalt der Opposition gegen die Regierung durch deutsche Medien verharmlost oder legitimiert. Die syrische Regierung wurde systematisch auf die Person Assads personalisiert. Der Präsident des Landes selbst wurde dämonisiert und mit niemals belegten Behauptungen, er habe Giftgas einsetzen lassen, zum Abschuss freigegeben. Wir sehen hier alle Merkmale der Kriegspropaganda: Dämonisierung, Personalisierung, Gewaltrechtfertigung, Lügen, Behauptungen, Doppelmoral, einseitige Parteinahme.

Ziel der Propaganda war der Sturz Assads und die Zerschlagung seiner Regierung. Man muss sich deshalb immer wieder bewusst machen, dass die mittlerweile über 200.000 Toten und Millionen Vertriebenen genauso auf das Konto der ARD- und ZDF-Kriegshetzer gehen, wie die Gaskammern der Nazis auf das Konto von Goebbels und Seinesgleichen. Kein Krieg ohne Kriegspropaganda.

Ein Paradebeispiel, wie diese Desinformation und Kriegspropaganda funktioniert, konnte man in den letzten Tagen erneut in ARD und ZDF beobachten. Es zeigt, wie einseitig berichtet wird, wie die Regierung dämonisiert und ihr allein die Opfer zugeschoben werden und wie Verbrechen der Rebellen konsequent  totgeschwiegen werden. Das alles passiert natürlich nicht zufällig, sondern mit politischer Intention.

reuters_15092015_Aleppo800Am 15. September kamen in Aleppo bei einem Raketenangriff der Rebellen auf einen Stadtteil, der von Regie­rungs­an­hängern gehalten wird, 38 Zivilisten ums Leben – darunter 14 Kinder. Es gab 150 Verletzte. Reuters berichtete, die Aufständischen hätten die Stadtviertel in einem der blutigsten Angriffe mit Granaten und Raketen bombardiert.

Darüber berichteten ARD und ZDF in ihren Hauptnachrichtensendungen mit keinem Wort.

Am selben Tag jammerte Petra Gerster in den heute-Nachrichten über die Flüchtlingsströme, die aus Syrien kommen, aber in der ganzen Sendung wurde mit keinem Wort über den verheerenden Angriff in Aleppo berichtet.

Einen Tag später jammerte die tagesschau über Zerstörung und Schmuggel syrischer Kulturgüter, aber mit keinem Wort wurde über das Massaker an Regierungsanhängern berichtet.

Eine Woche später, am 21. September – man kann hier einen Racheakt vermuten – sterben bei einem Raketenangriff auf ein von den Rebellen gehaltenes Stadtviertel 18 Menschen, also nicht einmal die Hälfte verglichen mit dem Angriff in der Woche zuvor, aber dieser Angriff landet im ZDF heute-journal am Montag.

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Gundula Gause: „In der syri­schen Großstadt Aleppo sind bei einem Raketenangriff der Armee auf ein von Rebellen kontrolliertes Wohn­viertel 18 Zivilisten getötet worden. Dutzende wurden nach Angaben von Menschenrechtlern verletzt. Die Kämpfe um Aleppo verschärfen sich seit Tagen.“

So funktioniert Kriegspropaganda!

Verschweige die Verbrechen derjenigen, die du unterstützen willst und berichte nur über Missetaten deiner Gegner. Simpel, aber effektiv. In Bezug auf den Syrienkrieg läuft diese gezielte Desinformation und Kriegspropaganda seit Jahren. Da werden regelmäßig sämtliche Opfer der Regierung in die Schuhe geschoben, während von toten Anhängern Assads oder Armeeangehörigen bestenfalls dann berichtet wird, wenn es gar nicht anders geht. Das Ziel ist klar: Der Krieg gegen die Regierung soll propagandistisch gerechtfertigt werden. Dass diese Regierung starken Rückhalt in weiten Teilen der Bevölkerung besitzt, wird selbstverständlich aus den gleichen Gründen systematisch totgeschwiegen.

Wenn die öffentlich-rechtlichen Mitverantwortlichen für diesen Massenmord in Syrien glauben, deutsche Bürger könnten gezwungen werden, derartig offensichtliche Kriegspropaganda auch noch zu bezahlen, dann sind sie noch dümmer, als sie skrupellos und menschenverachtend sind. Und das will was heißen.