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Demokratie, Desinformation, NATO, Neoliberalismus, Propaganda
Die neoliberale Gleichschaltung der deutschen Medien hat sich in den letzten Monaten unmissverständlich sowohl durch Hetze gegen eine linke griechische Regierung, als auch gegen eine entschlossene Lokführer-Gewerkschaft manifestiert, die nichts anderes getan hat, als ihre verfassungsgemäßen Rechte in der Interessenvetrtretung ihrer Mitglieder in Anspruch zu nehmen.
Dass nun ausgerechnet in Großbritannien ein linker Politiker mit einem Erdrutschsieg den innerparteilichen Wahlkampf um die Führung der Labour-Party für sich entscheiden konnte, quittierte das ZDF schon am vergangenen Samstag mit einem rotzfrechen Vorgeschmack auf die kommende Kampagne, der Albrecht Müller offensichtlich so auf die Palme brachte, dass er noch – vollkommen unüblich – am Sonntag einen Beitrag auf den Nachdenkseiten veröffentlichte.
ZDF heute-Sendung 12. September 19.00 Uhr
Diana Zimmermann: „Corbyn will die Sparpolitik beenden, die Bahn wieder verstaatlichen und möglichst aus der NATO austreten. Der überzeugte Radfahrer und Vegetarier gilt nicht nur Konservativen als linker Spinner.„
Nochmal zum Mitschreiben: Ein Politiker, der andere Vorstellungen als Sparpolitik und radikale Privatisierungen hat, der die NATO als Kriegs- und nicht als Verteidigungsbündnis sieht, der „aus Überzeugung Fahrrad fährt“ und kein Fleisch ist, der „gilt als Spinner“. So weit ist es mit dem Staatsfunk gekommen.
Die Kampagne gegen Corbyn wird natürlich nicht nur in deutschen Medien gefahren, sondern wohl mindestens so vehement in ihren anglo-amerikanischen Vorbildern. Dazu haben wir hier einen aktuellen Artikel von Stephan Lendman von Counterpunch in Übersetzung von FritztheCat:
Das Einprügeln auf Jeremy Corbyn

Jeremy Corbyn, 12. September 2015 in London
von (Übersetzung FritztheCat)
Stephen Lendman
(geb. 1934 in Boston) BA 1956 an der Harvard University. Zwei Jahre US Army, dann MBA der Wharton School der University of Pennsylvania 1960. Publizist zu nationalen und internationalen Themen seit 2005. Seit 2007 Radiomoderator. Lendman gewann 2008 den Project Censored Preis und 2011 den International Journalism Preis des Mexican Journalists Club. Er ist Autor der viel beachteten Bücher: „Banker Occupation: Waging Financial War on Humanity“ und „How Wall Street Fleeces America: Privatized Banking, Government Collusion and Class War„. Sein letztes Buch ist: „Flashpoint in Ukraine: How the US Drive for Hegemony Risks World War III“ (2014)
Der britische Premierminister David Cameron nannte Corbyn eine Bedrohung für die nationale Sicherheit. Mehr dazu später.
Zum ersten mal seit Jahrzehnten ist britische Politik wieder interessant. Ob der erstaunliche Aufstieg des langjährigen Hinterbänklers Corbyn zum Anführer von Labour einen Unterschied macht, wird sich zeigen.
Ein Mensch mit einer Handvoll Parteiunterstützern die versuchen, das versiffte System mit seinem Geldadel zu verändern ist eine, gelinde gesagt, mutige Idee.
Die Anhänger Blairs und Thatchers und die Medienmeute sind gegen ihn. Unterstützer der Labour-Partei werden abwertend als „Corbynistas“ bezeichnet. „Corbynismus“ steht für isolationistisch und anti-britisch.
Ein feindseliger Kommentar im „London Observer“ machte ihn mit dem unbewiesenen Vorwurf schlecht, dass „es Beweise gäbe, dass die Wähler den Corbynismus in seiner gegenwärtigen Form mit Pauken und Trompeten ablehnen – wenn er überhaupt bis zur nächsten Wahl durchhält.“
Die Kommentatoren vom Observer behaupten, die „langweiligen Auftritte seiner Konkurrenten“ hätten den Weg zu seinem Sieg geebnet. Liz Kendall, eine Vertreterin des Blairismus, wurde ordentlich abgewatscht – mit demütigenden fünf Prozent.
Die Führerschaft Corbyns „stellt für die Labour-Partei die bisher größte Herausforderung dar“, behauptet der Kommentar des Observer. Sie haben recht mit der Feststellung, dass er sich im Verändern der Dinge erst noch beweisen muss – bei den tief sitzenden finanziellen Interessen, die in westlichen Gesellschaften und größtenteils anderswo auf Kosten aller die Dinge am Laufen halten.
Wenn Corbyn die Dinge etwas aufrütteln kann, dann gibt es eventuell Hoffnung dafür, den Thatcheristen und Blairisten einen Holzpflock ins Herz zu rammen – keine Minute zu spät!
Der britische Premierminister David Cameron ist ein Kriegsverbrecher der nur noch nicht angeklagt wurde – er macht gemeinsame Sache mit Obamas imperialer Agenda und bedroht den Weltfrieden.
Corbyn will die Menschheit vor der Geißel endloser Kriege retten. Wer ist in Wahrheit eine Bedrohung für die britische und globale Sicherheit? Mit Sicherheit nicht ein Befürworter von Frieden und Stabilität – vorausgesetzt, seine Aktionen als Chef der Labour-Partei weichen nicht von seiner edelmütigen Rhetorik ab.
Die ganze zivilisierte Welt hofft, dass er aus echtem Schrot und Korn ist. Die kriegshetzenden Kriminellen der westlichen Regierungen und Israels bedauern seinen Aufstieg. Bisher gab es kein Glückwunschtelegramm von Obama – oder gleichgesinnten Staats-Schurken.
Bei seinem Besuch letzter Woche in London hat Netanyahu ihn brüskiert – er bedauerte seine offene Unterstützung für die palästinensischen Rechte, einschließlich seiner lauten Opposition letzten Sommer zu Israels nackte Aggression gegen Gaza.
Camerons Twitter-Kommentar war mehr als doppelzüngig: „die Labour-Partei stellt jetzt eine Bedrohung für unsere nationale Sicherheit dar, für unsere wirtschaftliche Sicherheit und für die Sicherheit unserer Familien.“
Urteilen Sie selbst. Corbyn ist Vorsitzender der britischen „Stop the War Coalition“. Er ist für nukleare Entwaffnung und gegen die von den USA angeführte Tötungsmaschine der NATO.
Er will die gewaltsame Austeritätspolitik, die die normalen Leute schädigt und ein paar Reiche noch reicher macht, beenden. Und er will die Einschnitte beim Sozialsystem umkehren, um den Bedürftigsten zu helfen.
Er fordert eine monetäre Lockerung (Quantitative Easing) für das einfache Volk. Geld, das verantwortlich in die Wirtschaft gepumpt wird, schafft Wachstum und Arbeitsplätze. Wenn die Konsumenten Geld hätten dann würden sie es auch ausgeben. Eine vernünftige Wachstumsspirale ist möglich. Die Politik des Westens bedient ausschließlich die finanziellen Eliten.
Corbyn unterstützt Investitionen in lebenswichtige Infrastrukturprojekte, den öffentlichen Transport und erneuerbare Energien – um die Abhängigkeit von der Saurier-Zitze zu beenden.
Im August schrieb er in einem Artikel für den „Ecologist“: „unsere gemeinsamen Anstrengungen müssen auf einer grüneren Vision von Großbritannien liegen. Und wir müssen jene Wähler erreichen, die sich ernsthaft um die Umwelt sorgen. Nur so können wir ein nötiges Wahlbündnis aufbauen.“
„Zerschlagt die Energie-Kartelle.“ „Kein TTIP mit den USA.“ „Ja zum Recht auf saubere Atemluft.“
„Wir kämpfen für die gleiche Sache: eine Gesellschaft die in unser aller Interesse geführt wird und auch zum Schutz unseres Planeten.“
Corbyn ist gegen das Fracking und andere Umwelt-zerstörenden Praktiken. Ob er auch meint was er sagt, das muss sich erst zeigen.
Trotz über 30 Jahren im Parlament war er immer ein machtloser Hinterbänkler, er hatte nie ein Regierungsamt, geschweige denn eine Parteiführung wie jetzt.
Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon plapperte Camerons beleidigende Bemerkungen nach und nannte Corbyn „eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit der Nation , die Sicherheit unserer Wirtschaft und die Sicherheit Ihrer Familien.“
„Ob es um die Schwächung unserer Verteidigungskräfte geht, das Anheben von Steuern auf Arbeit und Einkommen, mehr Schulden zu machen und höhere Sozialkosten, oder die Lebenshaltungskosten durch Gelddrucken zu erhöhen – Jeremy Corbyns Labour-Partei wird der arbeitenden Klasse Schaden zufügen“, posaunte Fallon.
Großbritanniens Beteiligung an den endlosen Kriegen der USA hat er genauso verschwiegen wie den Schaden für Millionen einfacher Leute durch Tory-Regierungen und Labour-Regierungen nach Thatcher. Die Behauptung der Konservativen: sie würden weiter für „Stabilität, Sicherheit und Chancen“ kämpfen, ist absurd.
Daran mangelt es in Großbritannien seit den 70ern. Egal wie ernsthaft – Corbyn allein kann die Dinge nicht verändern. Die einzige Chance (und die ist gering) ist eine Woge nachhaltiger, massenhafter Unterstützung.
Jahre, vielleicht Jahrzehnte werden nötig sein, die enormen Schäden zu reparieren. Die meisten Regierungen auf der Welt folgen dem selben zerstörerischen Weg wie die USA und Großbritannien.
Wenn es Corbyn ernst meint mit der Arbeit am echten Wandel, dann schart er hoffentlich eine starke britische Graswurzelbewegung um sich – die einzige Chance für Licht am Horizont.

400 000 neue Mitglieder würden auch der SPD gut zu Gesicht stehen. Als die SPD noch die SPD war, 1972 hatten wir 91,1% Wahlbeteiligung & 45,8% SPD-Anteil.
Schaut man auf die Wahlmüdigkeit heute, auf 71,5% Wahlbeteiligung, vermutlich weil viele Menschen resigniert haben, dann verwundert der SPD-Anteil von 23% nicht sehr.
„The Labour Party is now a threat to our national security, our economic security and your family’s security“
Also, das erinnert mich an die kommentare zu Oskar Lafontaine.
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/die–sun–widmet-oskar-lafontaine-eine-titelseite–der-gefaehrlichste-mann-europas-,10810590,9515698.html
1999
https://www.wsws.org/de/articles/1999/03/oska-m16.html
Lafontaine trat zurueck und begruendete es unter anderem damit dass ihm zur zeit seine familie wichtiger sei.
Zwischen den zeilen lese ich dass er massiv unter druck gesetzt wurde.
Dirk: Diana Zimmermann will die Sparpolitik von Gutmenschen, Radfahrern und Altlinken unbehindert fortsetzen.
„Lasst sie bluten und hungern!“ sagt stolz ihr neuestes Wandtatoo in der üppig ausgestatteten 3-Balkon-280-qm Altbauvilla.
Mehdorn zurückholen an die Spitze, die immer noch zu sozialistische Bahn endlich privatisieren und möglichst jeden Krieg der Nato unterstützen, bevor selbst die Nato weiss, welches Verbrechen sie als nächstes begehen soll, so lauten ihre ehrgeizigen Ziele.
Die überzeugte SUV-Fahrerin und Fleischesserin gilt nicht nur Konservativen, sondern auch Mitte-Links Menschen, die nach vorne schauen und die SPD und die Grünen „cool“ finden als zukunftsweisend.
GROSSES PHOTO VON DIANA
Bildunterschrift:
RT Deutsch :
Politisches und mediales Establishment mobilisiert gegen den neuen Labour-Chef Corbyn
Guck an, ein neues Feindbild wurde im eigenen westlichen Lager gefunden! Interessant zu sehen, dass sofort auch Spezialdemokraten ( äh…Sozialdemkraten) sich auf Corbyn einschießen, obwohl Labour ja eigentlich eine Schwesterpartei sein sollte..Die transatlantische Achse des Guten hat einen neuen Bösewicht neben Putin entdeckt. Bei RT prophezeit man völlig richtig über Corbyn folgendes: „Die zu erwartende Hetze gegen Corbyn und dessen politische Positionen wird wahrscheinlich auch im deutschen Mainstream neue Maßstäbe in Sachen Propaganda und Meinungsmache setzen.“.
Sind VERSTAATLICHUNGEN in der EU überhaupt erlaubt?Hat Corbyn in GB die Monopolsauerei Quecksilberlampe bekämpft? Will er vielleicht UKIP und schottische Freiheitsbewegung neutralisieren?Wer schon solange in der Politik sitzt und an Puls der Gegenbewegung andockt könnte auch ein OHBARMA sein.
Genug neue Anhänger hat er ja schonmal, zigtausend neue Parteimitglieder nach der Wahl sind ziemlich deutlich.
Man kann nur hoffen das hier nicht die nächste Widerholung greift. Die US Bevölkerung war nach Bush auch fertig mit ihrem System, das sie mit den Obamaversprechen dann aber doch brav noch übler weitergeführt haben.
Wenn man sieht was aus den Grünen geworden ist, wie schnell ein Kissiger Kontakt mit der Parteispitze der Piraten hatte oder was für Leute die AFD ganz schnell in Gegenbewegung gebracht haben, dann kann man nur für die Britten hoffen er hält durch.
Dazu sollte er keinen Krebs oder eine Lungenembolie bekommen, Falschirmspringen, Flugzeug fliegen, Herzprobleme bekommen oder die Badewanne benutzen.
Auf der anderen Seite, wird er abgesägt wird GBs Wirtschaft weiter deutlich hinter Deutschlands bleiben. Den Leuten wird es weiterhin schlecht gehen, ein EU-Austritt bleibt wahrscheinlicher. Wenn GB geht, haben wir ohne den US Anker auch wieder eine Chance diese sich verfestigende Kapitaldiktatur zu verlassen.
Sicher ist Corbyn ein Spinner! Was bringt es der Finanzelite schon, wenn ihnen der Zugriff auf die Schlüsselinstitutionen des Landes verwehrt ist? Auch der Vegetarismus bringt der Fleischindustrie nichts. Und erst der Verzicht auf das Auto! Und woher sollen die Bodenschätzue kommen,wenn keine Kriege geführt werden? Am Ende gewinnen noch die Sozialisten / Kommunisten und wirtschaften die Welt in eine egalitäre Gesellschaft. Pfui Teufel, der sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen!
Aber auch der Papst sollte aufpassen. Der 33Tage-Papst Johannes Paul I. sollte ihm ein Beispiel sein. Der stocherte zwar nur in den finanziellen Verflechtungen des Vatikan herum, kam aber dabei den US-Kardinälen bedenklich nahe. Der gute Franz will in die USA. Wenn er dort seine fast kommunistischen Äußerungen nicht zügelt, sind die USA not amused. Was das bedeutet, können die Betroffenen nicht mehr erzählen.
Genauso ist es ! Eventuell ist Corbyn ein neuer Schröder, der versuchen soll, die immer lauter werdenden Proteste zu kanalisieren. Und dass bei ihm, nach Jahren im Parlament, auf einmal die Erleuchtung gekommen ist, muss sich an mehr als an durchaus klugen Reden festmachen lassen. Schön wäre es natürlich, wenn er, so er denn zum Premier gewählt werden würde, seinen Worten dementsprechende Taten folgen lassen sollte. Falls diese aber auch nur ansatzweise in die „richtige“ Richtung gehen, bin ich mir sicher, dass er seine Lebenserwartung drastisch reduzieren müsste.
MfG
Off topic: was hat Frau Zimmermann vom ZDF eigentlich gegen „Radfahrer“. Ob das so sinnvoll war, diese erlesene species so zu verprellen?
Nicht nur die sind betroffen. Auch Vegetarier und Sozialkundelehrer. „Mit seinen pastellfarbenen Hemden und beigen Jacketts wirkt Corbyn wie ein Sozialkundelehrer.“ Der Hemdenfetisch der Qualitätsjournalisten ist nicht länger zu leugnen. http://www.heute.de/grossbritannien-linker-politiker-corbyn-neuer-labour-chef-40081074.html
Immer wieder diese Hemden. Oder auch fehlende Krawatten. Tsipras, Varoufakis, jetzt Corbyn. Hat eigentlich noch keiner über Estlands Präsident Ilves hergezogen, weil der tagsüber mit seiner Galadinner-Fliege rumläuft? Natürlich nicht, ist ja ein US-höriger.
Pastell? Es war doch nicht etwa ein „lebensbejahendes Rosa“??? ;)
Der typische deutsche neoliberale bzw. neokonservative Spießer hat einige Haupt-Feindbilder, als da sind: Radfahrer, Linke, Friedensaktivisten, Vegetarier usw.. Und noch schlimmer sind für diese neoliberalen Tagesschau-Gerhirne die ach so bösen USA-Kritiker und Russlandversteher und überhaupt: Alle diese Besserwisser, die sich anmaßen, unsere „freie“ Presse zu hinterfragen. Unverschämtheit so etwas! Alles bezahlte Putin-Trolle…
Wonderful! Der Streifen muss unters Volk. Jedes Mal, wenn dann Cameron wieder Gift spuckt cora publico, denkt jeder sofort daran. Wonderful!
Das passt hervorragend dazu ! Könntest du sogar im Artikel einarbeiten.
David Cameron nennt Opposition Bedrohung – Spott aus russischer Botschaft
http://de.sputniknews.com/panorama/20150915/304326084.html
Die russische Botschaft reagierte mit Spott: „Man stelle sich nur die britischen Schlagzeilen vor, wenn der russische Präsident die größte Oppositionspartei [Anm.: in Russland] als Gefahr für die nationale Sicherheit bezeichnen würde“, kommentierte die diplomatische Vertretung via Twitter.
Die Ironie der russischen Diplomaten kam bei den britischen Medien gut an, die den Tweet gerne weitergaben. „Unter den zahlreichen hämischen Kommentaren über Camerons Warnung ist der Tweet der russischen Botschaft top“, schrieb die Zeitung „Mirror“.
Danke an FritzTheCat. Mein Englisch ist eigentlich nicht so schlecht, aber an solchen Texten und dann auch noch so lang, da komme ich an meine Grenzen. Deshalb vielen herzlichen Dank!
Seit „Change“-Obama bin ich grundsätzlich skeptisch was „Heilsbringer“ anbetrifft. Wenn aber alle so dermaßen auf ihn einprügeln ist das eigentlich ein sicheres Zeichen, daß der Mann es ernst meint und auf dem richtigen Weg ist.
Anderseits, wenn der schon seit 30 Jahren im Parlament sitzt hat die NSA und GHCQ mit Sicherheit mehr als genug Material gesammelt um ihn notfalls „zur Vernunft“ zu bringen. Und wenn nicht, dann hat er bestimmt ein Laptop oder so, wo sich in irgendeinem Ordner ganz plötzlich Kinderpornos finden lassen. Denkbar wäre auch, daß ihn irgendeine Putzfrau o.ä. wegen versuchter Vergewaltigung anzeigt.
Nee, …also an Einzelkämpfer-Messiase, die jetzt alles zum Besseren wenden kann ich irgendiwe nicht mehr glauben. Wortführer und Vorkämpfer sind zweifelsohne, wie immer in der Geschichte, essenziell, eine wirkliche Veränderung zum Besseren hin kann in heutiger Zeit jedoch m.E. nur noch durch eine breite gesellschaftliche Front (von mir aus: Querfront !) erzwungen werden. Einzelpersonen wird das herrschende System immer irgendwie unter Druck setzten oder sonst irgendwie erpressen oder kaufen können, notfalls eliminieren lassen. Und ohne eine breite Querfront hingegen, wird das System immer in der Lage sein durch „Teile und Herrsche“ die nötige Kraft einer jeden Widerstandsbewegung im Keim ersticken zu lassen
Dennoch, …trotz aller Skepsis,…..wer sich so positioniert wie Jeremy Corbyn, dem kann man nur wünschen:
Glück auf !
@ anonymuus
Ihre Skepsis gegenüber Heilsbringern teile ich.
Heil wird uns nicht von Politikern „gebracht“ – Heil können wir nur selber machen.
Wie? – Das kann nur jede(r) selbst rauskriegen, fürchte ich.
Solange wir glauben, es käme eine Heilsfigur, ein Mensch, der uns das Heil brächte,
sind wir noch wenig erwachsen.
Das konnten weder Marx noch Merkel,
weder Hitler noch Honecker
weder Mao noch Misère…
Diese bunte Liste möge reichen.
; – )
In der gegenwärtigen Situation ist es auch angebracht, sich Politiker wie Herrn Corbyn, Herrn Tsipras, Herrn Farage… unter dem Gesichtspunkt genau anzusehen, ob es sich um „kontrollierte Opposition“ der Machthaber handelt, die uns damit „Opposition“ und „Demokratie“ vorgaukeln wollen.
Bankiers z.B. finanzieren bei der Kriegsfinanzierung nicht selten beide Kriegsparteien, um unabhängig vom Ausgang der „Schlacht“ auf jeden Fall die nachfolgende Situation kontrollieren zu können.
Was die Hetzkampagnen der Medien angeht haben Sie sicher recht. Aber „neoliberal“? Doch eher politisch korrekt.
„…eine entschlossene Lokführer-Gewerkschaft manifestiert, die nichts anderes getan hat, als ihre verfassungsgemäßen Rechte in der Interessenvetrtretung ihrer Mitglieder in Anspruch zu nehmen.“
Haben Sie den Satz bewusst konzeptuell durchdacht? Ich denke nicht.
Nichts ist heute so wie es dargestellt wird. http://aanirfan.blogspot.de/2015/09/jeremy-corbyn-very-jewish.html