Schlagwörter
Demokratie, Desinformation, Kriegspropaganda, Propaganda, Syrien, USA, Verschweigen, Verzerren
Gestern haben wir hier in deutscher Übersetzung einen Artikel des Daily Beast veröffentlicht, der aufzeigt, wie Informationen der US-Geheimdienste auf ihrem Weg über das CENTCOM zum US-Präsidenten – und letzten Endes an die Öffentlichkeit – gezielt manipuliert werden.
Sowohl der Artikel, als auch die Fakten, auf denen er beruht, sind außerordentlich bemerkenswert und man muss beides getrennt betrachten, um die richtigen Schlüsse zu ziehen, denn auch der Artikel des Daily Beast ist nicht frei von politischem Spin.
Die Fakten, die wir aus dem Artikel als gesichert annehmen können, beschreiben die Unzufriedenheit einer beträchtlichen Zahl von Analysten der US-Geheimdienste, die sich sowohl über Manipulationen ihrer Berichte, als auch über ein Arbeitsklima beschwert haben, das sie dazu zwingt, sich selbst zu zensieren, wenn sie keine Probleme bekommen wollen. In beiden Fällen gehen die Manipulationen direkt (indem Berichte moniert, geändert, zurückgeschickt oder nicht weitergeleitet werden) oder indirekt (wenn Analysten sich selbst zensieren) auf den Druck leitender Personen aus der Führungsetage des CENTCOM zurück.
The Daily Beast liefert in seinem Artikel eine vermeintliche Erklärung:
Einige meinten, dies sei eine Folge, weil Kommandeure ihren beruflichen Aufstieg absichern wollten, indem sie den Berichten den gewünschten politischen Spin gaben.
Dieser möglichen „Erklärung“ für die Motivation zur Manipulation der Berichte kommt in der Bewertung des gesamten Vorgangs eine Schlüsselrolle zu. Tatsächlich handelt es sich hierbei selbst um einen politischen Spin, denn es ist nicht mehr als eine unbelegte Vermutung, die das Denken der Leser in eine bestimmte Richtung lenken soll, die da lautet: Es gibt keine anderen politischen Gründe, über die man sich Gedanken machen sollte, die Vorgesetzten wollen der politischen Administration nur das liefern, was diese hören will.
Dass die Vorgesetzten angeblich nur liefern wollen, was sie glauben, was man in der politischen Führung von ihnen hören will, ist zwar eine halbwegs plausible Erklärung, aber nur eine mögliche und sie steht im Widerspruch zum Verhalten vieler Analysten selbst, die ja offensichtlich nicht damit einverstanden sind, dass ihre Berichte verfälscht werden und für ihren Unmut sogar berufliche Schwierigkeiten in Kauf nehmen. Wenn man an diesem Punkt nicht aufhört zu denken – weil man sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden geben will – und wenn man das große geopolitische Bild betrachtet, dann kann man auf eine ganz andere Erklärung kommen.
Das große geopolitische Bild der Ziele der US-Außenpolitik haben u.a. Zbigniew Brzeziński, STRATFOR-Chef George Friedman oder Wesley Clarke öffentlich gemacht. Pläne für militärische Interventionen und offene Kriege der USA gegen den Irak, Syrien, Somalia, Sudan und den Libanon lagen bereits vor 9/11 in der Schublade und dass die USA Syrien zerschlagen wollen, um die schiitische Achse und den Einfluss Russlands in der Region zu brechen, entspricht genau diesen geopolitischen Planungen, für die Menschenleben nicht die geringste Rolle spielen.
Daraus ergibt sich eine andere Interpretation der nun bekannt gewordenen vorsätzlichen Manipulationen, mit denen die Führung des CENTCOM die US-Administration offensichtlich gezielt in ihrem Sinne desinformiert. Wenn es das Interesse ist, Syrien zu zerschlagen, den Einfluss des Irans in der Region zurückzudrängen, seine Unterstützung des Hisbollah zu erschweren und Russland aus Syrien komplett zu vertreiben, um den Russen damit den Mittelmeerhafen Tartus zu nehmen, dann sind die Horden des IS und al-Kaidas für die militärische Führung der USA ein Mittel zum Zweck, genau diese Ziele durchzusetzen.
Daraus ergeben sich zwei mögliche Interpretationen. Die eines ist, dass die wechselnde politische Führung der USA für eine Gruppe, die man als „Staat im Staate“ oder auch „tiefen Staat“ bezeichnen kann, keine Rolle spielt. Diese Gruppe besteht aus Beamten und Führungsfiguren des Militärs, sowie der dem US-Militär finanziell und politisch verbundenen Konzerne und Thinktanks. Sie stehen weitestgehend außerhalb demokratischer Kontrolle, da ihre Ämter und Positionen nicht durch Wahlen bestimmt werden, sondern durch Karrierenetzwerke.
Wenn sich diese Gruppe geopolitische Ziele gesetzt hat – oder auch ganz ohne klandestine „Verschwörung“ was die geopolitischen Ziele der US-Außenpolitik betrifft, einen Konsens teilt -, dann kann sie diese Ziele gegen oder mit der wechselnden politischen Führung des Landes durchsetzen. Es ist also denkbar, dass der US-Präsident und seine Administration diese Pläne teilen und ihre Umsetzung aktiv vorantreiben. In diesem Fall sind sie Teil der Desinformation, wissen um die tatsächlichen Zustände in Syrien bestens Bescheid und tun ihrerseits alles, um den Vormarsch der Islamisten zu kontrollieren und zu lenken – wozu auch die Desinformation der Öffentlichkeit gehört, die eine Kooperation der USA mit al-Kaida oder IS zweifellos missbilligen würde.
Es ist aber auch denkbar, dass dieser tiefe Staat seine geopolitischen Ziele gegen die politische Administration umsetzt, indem er den Präsidenten, seine Berater und Minister gezielt mit falschen Informationen füttert. Wenn das CENTCOM die Analysen der Experten bewusst dahingehend manipuliert, dass Präsident und Öffentlichkeit denken, der IS sei nur ein unbedeutender Faktor, den man unter Kontrolle hat und erfolgreich bekämpft, dann sorgt das gleichermaßen dafür, dass der IS – ganz im Sinne der übergeordneten Geopolitik – in Ruhe seinen Vormarsch fortsetzen kann, um das eigentliche Ziel, die Regierung in Damaskus zu stürzen, eines Tages zu erreichen.
Klar ist: leitende Führungsfiguren des US-Militärs sorgen dafür, dass die politische Führung der USA falsche Informationen bekommt, wovon der IS in seinem Vormarsch vom Irak Richtung Damaskus profitiert. Unklar ist, ob die politische Führung die geopolitischen Interessen dahinter teilt, also mitwissender und aktiver Teil einer Verschwörung ist, die Weltöffentlichkeit über die wahren Zustände in Syrien zu täuschen oder ob die Obama-Administration selbst ein naives Opfer ist. Die Erklärung des Daily Beast, dass die Verantwortlichen innerhalb der militärischen Führung die Berichte nur deshalb verfälschen würden, um eigene Karrierechancen zu wahren, ist hingegen alles andere als überzeugend.
Die Firmeninteressen in Amerika reichen so weit, dass sie die US-Außenpolitik bestimmen. Über Lobbylisten wird Einfluss auf die Politiker ausgeübt. Über Spenden werden Stimmen gekauft. Die Unternehmen bezahlen auch gutes Geld für geheimdienstliche Quellen. Was glaubt Ihr denn, worum es beim NSA-Skandal geht? Die US-Firmen wollten alles über ihre Konkurrenz herausfinden. So kann man einem potientiellen Kunden z. B. ein besseres Angebot machen, als die anderen Mitbewerber. Und natürlich kennt man nun auch alle neuen Technologien der Konkurrenz und braucht sie nicht selbst zu entwickeln.
Und die Unternehmen finanzieren auch das aktive Eingreifen von Geheimdiensten und sogar Teilen des US-Militärs.
Lächerliche Anschuldigungen?
Sehen wir mal auf den US-Kongress. Die Wechselquote bei den Kongresswahlen liegt bei etwa zwei Prozent. Selbst das nordkoreanische Politbüro hat da mehr Personalwechsel, als der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika.
In einer Demokratie wählt das Volk seine Anführer.
In Amerika suchen sich die Anführer ihre Wähler aus. Es gibt keinen Wettbewerb mehr, sondern nur noch Zusammenarbeit.
Tatsache ist, dass es in Amerika eine kleine Gruppe sehr reicher Menschen gibt, die de facto die Kontrolle über das Land und seine Behörden ausüben.
Das ganze ist weder eine Verschwörung, noch eine Verschwörungstheorie.
Verschwörungen agieren im Verborgenen.
Die Oligarchie zeigt sich ganz offen. Sie besteht aus einer Ansammlung von Menschen aus dem Geschäftsleben, der Politik, dem Militär, den Geheimdiensten und den Medien, denen klar ist, dass ihren Interessen durch Kooperation besser gedient ist als durch Konkurrenz. Es gibt keine geheimen Zeichen oder Handschläge. Die meisten Leute, die zur Oligarchie gehören, sind sich ihrer Existenz nicht mal bewusst. Wenn überhaupt, reden sie sich ein, dass es den Interessen des Landes dient und nicht dem Eigennutz.
Wenn die Oligarchie in den Spiegel sieht und sagt: „Der Staat, dass bin ich!“, dann ist das nicht einmal gelogen. Es beschreibt lediglich die Realität. Dafür hat die Oligarchie selbst gesorgt.
Natürlich erklärt sich daraus auch, dass die USA jedes Jahr einen neuen Krieg brauchen. Die Rüstungsfirmen wollen Gewinn machen, also muss ein Feind her, der dann mit den Waffen der Rüstungsfirmen nieder gemacht werden muss.
Schon 1933 verwies der Marinekorps-General Smedley Butler auf diesen Aspekt:
»Krieg ist ein schmutziges Geschäft (im englischen Original: ›War is a racket‹); das war er schon immer. Es ist wahrscheinlich das älteste, bei Weitem das gewinnträchtigste und sicherlich das bösartigste. Es ist das einzige [Geschäft], das weltweit verbreitet ist; und zugleich das einzige, in dem die Gewinne in Dollar und die Verluste in Menschenleben gemessen werden. Unter ›racket‹ versteht man meiner Meinung nach am besten etwas, … das nicht das ist, als was es der Mehrheit der Menschen erscheint. Nur eine kleine Gruppe von ›Insidern‹ weiß, um was es geht. Und man führt es zum Nutzen einiger Weniger zulasten der großen Mehrheit. Nur sehr wenige Menschen erschaffen sich aus Krieg gewaltige Vermögen.«
Sehr treffender Kommentar!
Die Vermutung, daß der „Deep State“ die operative Politik der USA manipuliert, ist deutlich plausibler als die Erklärung, daß die Centcom-Kommandeure um ihrer Karriere willen Geheimdienstberichte verfälschen. Das liegt schon daran, daß diese Erklärung trivial ist: In jedem System verhalten sich die Leute karriereorientiert konform. Die eigentliche Frage ist deshalb, warum das System augenscheinlich dysfunktional arbeitet. Sie stellt sich um so dringender, als Geheimdienste normalerweise dazu da sind, den Kontakt zur Realität zu sichern, nicht dazu, sie zu verschleiern. Das gilt nicht nur auch, sondern vor allem in Ländern, in deren Öffentlichkeit die Lüge herrscht.
Das führt zu einem dritten Erklärungsansatz: Was, wenn das System insgesamt dazu neigt, den Kontakt zur Realität aufzugeben? Konform verhält sich dann, wer die Fiktion, das gewünschte „Narrativ“, unterstützt, statt es zu sabotieren. Im Fall der USA ist eine solche Annahme keineswegs abwegig; man erinnere sich an die Aussage (sinngemäß) eines früheren hohen Beamten: „Wir sind jetzt ein Imperium, wir erschaffen unsere eigene Realität.“ Unter dieser Voraussetzung ist jeder Hinweis auf Fakten, die mit dem Phantasma unvereinbar sind, ein potentieller Angriff auf das Imperium selbst.
Zur Verdeutlichung ein anderer Fall, in dem ebenfalls die triviale Erklärung von der Karriereorientierung führender Militärs für eine Fehlentwicklung bemüht wird, nämlich die Fortsetzung des F-35-Programms trotz immenser Kosten bei zweifelhaftem Nutzen. Hier gibt es, im Unterschied zu den Informationen über den IS, kein irgend erkennbares US-amerikanisches Interesse, die Wahrheit zu verschleiern. In einem Konflikt mit einem ernsthaften Gegner gegebenenfalls mit einem untauglichen Jabo antreten zu müssen, kann auch für den „Deep State“ keine sinnvolle Option sein.
Ebensowenig ist es eine vernünftige Idee, den eigenen Geheimdienst zu korrumpieren und zu ruinieren. Die IS-Affäre scheint mir vor allem ein weiteres Zeichen für den Niedergang der USA zu sein, in diesem Fall eines, daß jedermann bedenklich stimmen muß. Ein rational handelnder Feind, und sei er noch so diabolisch, ist immer noch erträglicher als ein schwerbewaffneter Verrückter.
Ich möchte den Gedanken des Realitätsverlusts als Zeichen des Niedergangs aufgreifen und auf die Vorgänge verweisen, die wir derzeit in Berlin erleben. Es ist ein sicher seltenes Schauspiel, dass der Schleier der Propaganda auf einem von den Propagandisten gewähnten Höhepunkt derart zerreißt und den Blick auf die völlige Leere und Substanzlosigkeit der Aufführung freigibt. Es war das Ende der Manipulation, der drohende völlige Kontrollverlust durch die Übermacht einer entfesselten Realität. Bemerkenswert zu erleben, wie Merkel in ihrem Zusammenspiel mit der hypenden Presse selbst Opfer des Hypes wurde. Plötzlich standen sie alle ohne Kostümierung da, die de Maizières, die Seiberts, die von der Leyens und wie sie alle heißen – eine Laienschauspieltruppe, Dilettanten. Und derjenige, der darauf hingewiesen hatte, dass diese Dame nur spärlich – wenn überhaupt – bekleidet sei, war in diesem Fall der bayerische Ministerpräsident. Rums und gegen die Wand. Ob sich unsere Madame davon noch einmal erholen wird, bleibt unklar. Die Presse trommelt heute auf jeden Fall schon einmal heftig in die Gegenrichtung. Wir hätten den Politikstil von Frau Merkel nicht verstanden. Doch, doch, den haben wir verstanden, gut sogar. In jedem Fall Anschauungsmaterial für den Staatskunde-
unterricht.
„Daily Beast“ zaehlt keineswegs zu den regierungskritischen Blogs.Misstrauen ist desshalb angebracht.. Es ist nicht zu bestreiten, dass die juedische Lobby (AIPAC) einen ungeheuren Einfluss auf das Weisse Haus, Kongress und Senat ausuebt, und damit das amerikanische Einpartei System der Demoplikaner massgebend praegt. New-York Time Journalist Thomas Friedman gestand 2003 bei der israelischen Haaretz:“ Der Kriegsplan fuer Irak wurde durch eine kleine Gruppe von 25 bis 30 Neokonservativen, die Mehrzahl davon juedisch, ausgearbeitet. 2006 gestand ein aussenpolitische Berater des Praesidenten, Richard Perle „Nicht Bush traf die Entscheidungen, sondern die Administration die er normalerweise kontrollierte, beherrschte den Praesidenten (Original: „Bush did not make decisions, in part because the machinery of government that he normally run, was actually running him“) Das Gleiche gilt wohl auch bezueglich unserer Medien., die strikt davon absehen, den Einfluss des israelischen Yinon Plans auf die Vorgaenge im mittleren Osten in Betracht zu ziehen. Es darf einfach nicht sein, dass gewisse Begebenheiten unf Fakten ausnahmslos unter den Teppich gekehrt werden.
Der jüdische Einfluss geht zunächst einmal darauf zurück, dass die jüdische Gemeinde in den USA eine große Anzahl exzellenter Denker, Analytiker, CEOs und Wissenschaftler stellt. Oder wie ein amerikanischer Freund einmal anerkennend meinte: „they have a trust of brains“. Dies gilt es zunächst einmal anzuerkennen. So ist beispielsweise die Rede von George Friedman außerordentlich lehrreich. Man muss seine Ansichten nicht teilen, aber der Mann denkt sehr umfassend und tiefgründig über politische und strategische Zusammenhänge nach, getrieben von einer dramatisch bedrohlichen Vergangenheit. Und dabei ist er auch noch bemerkenswert ehrlich und hat vielen von uns zu neuen Einsichten verholfen. Und natürlich sind die jüdischen Amerikaner auch Teil des imperialen Systems und an prominenten Stellen auch einflussreich. Andererseits zeigt aber der Atomdeal mit Iran auch die Grenzen einer Lobbygruppe wie AIPAC auf, da diese Vereinbarung mit Sicherheit alles andere als im Interesse von AIPAC und selbstredend nicht im Interesse der aktuellen israelischen Regierung ist.
„Seit den Ereignissen des 11. September 2001 haben wir unsere Leser oft aufmerksam gemacht auf die Existenz eines „Tiefen Staates“ in den USA, der unabhängig ist vom Weißen Haus und mitunter dazu fähig, ihm seinen Willen aufzuzwingen. Dies zu wissen ist nach unserer Auffassung unbedingt notwendig, um die Politik der Vereinigten Staaten zu verstehen. Wenn allerdings die Existenz dieses „Tiefen Staates“ vom Weißen Haus noch offiziell zugegeben wird, so bestreitet es aber dessen Unabhängigkeit. Professor Peter Dale Scott – der den „Tiefen Staat“ seit langer Zeit erforscht – hat dessen Aktivitäten bei vier wichtigen Ereignissen erläutert. Er widmet ihm ein Buch, dessen französische Übersetzung Anfang Mai erschienen ist, und diesen Artikel, der bestimmte Argumente daraus aufgreift.“
http://www.voltairenet.org/article187603.html
„Die Rede, die John F. Kennedys Schicksal besiegelte
Am 27. April 1961 hielt John F. Kennedy in New York vor den wichtigsten Zeitungsverlegern des Landes eine Rede, von der sie vermutlich noch nie etwas gehört und mit Sicherheit noch nie etwas in der Mainstream Presse gelesen haben. Diese Rede von einem der berühmtesten, beliebtesten, charismatischsten, mutigsten und (scheinbar) mächtigsten Männer dieses Planeten ist so wichtig, dass ich sie ab der entscheidenden Stelle fast komplett in Deutsch abdrucke. Das englische Original finden Sie auf der Webseite der JFK-Bibliothek:“
http://www.oliverjanich.de/die-rede-die-john-f-kennedys-schicksal-besiegelte/
Auch in meinen Augen ein exzellenter Artikel. Vor allem imponiert mir der Versuch, sich gedanklich und so differenziert dem eigentlichen Zentrum der Macht zu nähern. Chapeau!
Erst auf der geopolitischen und geoökonomischen Ebene werden die Zusammenhänge verständlich. Und vielleicht lassen sich politische Veränderungen bewirken, wenn diese Zusammenhänge gut genug durchdrungen sind. Zumindest wenn überhaupt, nur dann.
In den eigentlichen Entscheidungskorridoren herrschen frostige Temperaturen und es geht ausschließlich um Zielerreichung. Um fast jeden Preis und definitiv mit gegebenenfalls allen Mitteln. Alles kann Mittel zum Zweck werden. Und natürlich sind wir alle nur Mittel zum Zweck.
Ich persönlich glaube nicht an die politische Bedeutung Obamas. Dagegen spricht schon seine Verwendung auf den Covern der Mainstreampresse. Er macht eine gute Figur, hat eine nette Frau, zwei Töchter und könnte problemlos die Rollen von Denzel Washington übernehmen. Das Ganze wurde noch wertegemeinschaftsmäßig mit dem Friedensnobelpreis aufgehübscht. Ich hab mich eher immer gefragt, ob er das Ganze auch durchhält. Schließlich ist er ja ein Sensibelchen. Aber immerhin gefällt das den Frauen, die ihn dann ja auch wählen.
Sicher gibt es verschiedene Meinungen und Lager bei den Entscheidern. Aber die amerikanische Außenpolitik ist doch – und das ganz ohne Sarkasmus – von großer Kontinuität geprägt. Es geht um Machterhalt, um Bereicherung und Unterwerfung. Und die Macht bleibt sicher bei denen, die das am besten auf die Reihe kriegen.
…Es ist aber auch denkbar, dass dieser tiefe Staat seine geopolitischen Ziele gegen die politische Administration umsetzt, indem er den Präsidenten, seine Berater und Minister gezielt mit falschen Informationen füttert….
Über ‚Wenn das der Führer wüßte‘ sind wir doch längst hinaus, Dok.
Trotzdem, dieser Artikel war nach „The Daily Beast…“ nötig, quasi als Teil 2.
Den ‚Rest‘ hatte schon Eisenhower in seiner Abschiedsrede erwähnt.
Wäre es nicht wichtig, zu erfahren, was beispielsweise auch die Schweizer (z.B. besonders UBS) und ähnliche Finanzknoten vielleicht für Informationen zu einigen ISIS- und ISIS-Ähnlichen-Leuten haben? Im Februar 2015 blies Scott Bennett die Pfeife.
„State Dept whistleblower exposes UBS/Booz Allen ISIS funding… 10 min.“
Es scheint in diesem Fall so, dass zum Beispiel die New York Times eine — große Bankenretterin und — Freundin der Schweiz ist:
„[…] The NYT does not mention anything about UBS ISIS funding obviously […]“
~ ~ ~
Eine Randfrage: Kennt jemand einen aufschlussreichen Bericht oder gar eine „Meta-Analyse“, wer und/oder was zum Beispiel hinter der internationalen Kampagne steckt, die sich „Refugees Welcome“ nennt, und deren Aufkleber an den Laternen der Städte, deren Banner europaweit an öffentlichen Gebäuden hängen, deren Spenden zum Beispiel aus überschüssigen Veranstaltungseinnahmen stammen, von Veranstaltungen, die Refugees Welcome selber gesponsort hat?
http://homment.com/zFh77tykYR
es ist zwar keine Antwort aber zumindest eine interessante Ansicht;http://www.nachdenkseiten.de/?p=27517
Kluge Analyse, danke dafür.
Ich glaube nicht, dass die Obama-Administration naives Opfer ist, aber dass sie gegen diesen „Tiefen Staat“ letztlich machtlos ist.
Beim Thema „Überschreiten der Roten Linie“ – sprich der angebliche Giftgaseinsatz der syrischen Regierung – erschien es mir auch so, als wäre das, was Obama sagt etwas anderes als das was er wirklich wil. Meiner Meinung nach war er den Russen dankbar dafür, dass sie es ihm ersparten, seine Drohung umsetzen zu müssen. Die Atlantik-Brücken-Fans hierzulande schäumten damals ja auch vor Wut.
Was mich auch manches mal verwunderte ist, dass Obama Dinge aussprach, die kein gutes Licht auf das Handeln der USA warfen – es kam mir vor, als nutze er diese ihm verbliebene Möglichkeit, um Dinge auszusprechen.
Z.B. hier: http://www.rtdeutsch.com/11745/international/obamas-diplomatie-verstaendnis-wir-muessen-gewalt-anwenden-wenn-laender-nicht-das-machen-was-wir-wollen/
Aber vielleicht täusche ich mich ja auch.
Ein US-Präsident ist entweder Millionär oder wird von den wahren Herren der USA mit Millionen Zuwendungen / Wahlkampfhilfe auf seinen (ihren) Posten gebracht. D.h. er wird immer die Interessen der Mächtigen vertreten, als Protegè besonders. Da muss er seine eigene Meinung unterdrücken. Dabei hilft ihm die Erinnnerung an JFK und auch (als Schwarzer) an MLK.
@ Kassandra
Zitat: „Dabei hilft ihm die Erinnnerung an JFK und auch (als Schwarzer) an MLK.“
Ja, denke ich auch.
@ Julia, 17:01
Das deckt sich weitgehend mit meiner Beobachtung.
Obama arbeitet in Abhängigkeit und unter Bedrohung von / durch Seilschaften, die über Leichen gehen, und die das vor und nach John F. Kennedy immer wieder gezeigt haben.
Hinweis auf ein Buch, das das umfänglich historisch schildert, seit der Zeit der Gründung der Bank of England:
Ellen Brown, Web of Debt.
Das Buch schildert den Zusammenhang zwischen der Geschichte des Zentralbankwesens und der Geschichte der Geheimdienste und des „tiefen Staates“, wenn man es so nennen will.
Immer wieder wurden unliebsame Politiker, die sich nicht mit der Marionetten-Rolle abfinden wollten, ermordet.
Dies ist jedenfalls eine oberflächliche und letztlich unsinnige Deutung, nach deren Motiv ich mich frage:
„Die Erklärung des Daily Beast, dass die Verantwortlichen innerhalb der militärischen Führung die Berichte nur deshalb verfälschen würden, um eigene Karrierechancen zu wahren, ist hingegen alles andere als überzeugend.“
Dazu steckt ein viel zu teuflisches System in dem Ganzen.
Womit wir bei der Frage nach den geistigen „Inspiratoren“ wären.
Sehr gute Analyse. Ich bin nach all den Jahren mit Obama der festen Überzeugung, dass es kein Versuch der Täuschung gegenüber dem Präsidenten, von seinen Mitarbeitern, ist. Er verfolgt ganz bewußt das Ziel der Zerstörung von Syrien. Er hat schon so viele Äußerungen über die Notwendigkeit des US-Imperiums abgegeben, dass man getrost von absichtlicher Handlung sprechen kann. Er ist Teil des „Deep State“ geworden.
Er ist beliebig austauschbar. Gesucht wird immer nur ein guter Laienschauspieler, der dem Urnenpöbel die Illusion einer möglichen Veränderung verdeutlichen hilft. Das kann zur Not auch ein Hamster sein — oder ein Stofftier.
ganz so beliebig vermutlich nicht…
http://www.geni.com/blog/look-whos-related-george-washington-and-all-the-presidents-325451.html
aber wirklich zu sagen hat er vermutlich trotzdem nichts – und der „Wähler“ schon mal gleich gar nicht.
Hier noch eine „kleine“ Abhandlung zur US-Wahlgeschichte…
youtube.com/watch?v=XTuuPx0hFYM
Er ist Teil des “Deep State” geworden.
Sehe ich auch so. Die stellen ihm ja auch die beiden Teleprompter, ohne deren Hilfe er selbst keinen einzigen geraden Satz herausbringen würde. Zwei deswegen, weil wenn er einen umwirft, fällt’s zu sehr auf (bei 1:40 etwa):
Nicht zu vergessen die Offenbarung bei 2:50, als das Band weiterläuft, während Obama vergisst, die Lippen dazu zu bewegen. SindasBauchredner-QualitätenOddaWas? :-D
Einfach einen nach dem anderen unter die Lupe nehmen, aber bloß nicht nach dem Lieblingsland fragen (oder nach der Religion, wie das von deutschen Nappeln häufig getan wird):
http://rightweb.irc-online.org/profiles/category/individuals