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Spekulationen, frei erfundene Geschichten oder von der NATO inszenierte Lügengeschichten über vermeintliche russische U-Boote sind ein wiederkehrendes Phänomen westlicher Propaganda. Das Ziel ist die Dämonisierung Russlands, die Aufrechterhaltung eines Feindbildes und die Suggestion einer unterschwelligen Bedrohung.

Im März berichtete die britische Lügenpresse unter falscher Berufung auf eine Fischercrew, ihnen sei ein russisches U-Boot ins Netz gegangen:

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Es war SO groß! Schottischer Fischer fängt russisches U-Boot als es sich in britischen Gewässern in der Nordsee herumtrieb (Daily Müll)

Die Geschichte wurde von deutschen Hetz- und Lügenmedien wie dem Spiegel und der FAZ erwartungsgemäß begierig aufgenommen.

Man kann davon ausgehen, dass die Fischer selbst nicht von einem „russischen“ U-Boot sprachen, sondern dass dieser politisch-propagandistische Twist erst in der Redaktion des Käseblatts Daily Mail erfunden wurde.

Die britische Küstenwache hatte offenbar auf Anfrage gelogen und eine Anwesenheit von NATO-U-Booten abgestritten und da westliche Propaganda davon ausgeht, dass westliche Offizielle immer die Wahrheit sagen, lag es nahe, ein russisches U-Boot herbeizufantasieren.

Dass deutsche Frontpostillen wie der Spiegel eine solche Geschichte nur allzu gerne aufnehmen, um ihre Hetze gegen Russland voranzutreiben, wundert niemanden, der die Geschichte westlicher U-Boot-Propaganda kennt, die Dirk Pohlmann in seiner bemerkenswerten Dokumentation aufgedeckt hat.

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Auch das Frankfurter Schmierblatt FAZ, das Wochen später unter Berufung auf die New York Times „berichtete“, meinte, dass es ein russisches U-Boot sein müsse, weil NATO und britische Marine ihre Anwesenheit abstritten:

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„Die Nato und die britische Marine wollen zu der Zeit keine U-Boote in der Region eingesetzt haben. Deswegen fällt der Verdacht auf Russland.“ (FAZ)

Und die FAZ hat auch direkt eine „Expertenerklärung“ zu der aus den Fingern gesogenen Behauptung bereit:

„Der Einsatz eines U-Bootes so nah an britischen Hoheitsgewässern könnte laut Experten des britischen Royal United Services Institute als Versuch Russlands gewertet werden, die Reaktionszeit der Nato-Partner zu testen.“ (FAZ)

Mittlerweile musste die britische Marine eingestehen, dass es eines ihrer U-Boote war, das der irischen Fischercrew beinahe das Leben gekostet hätte. Dass das Käseblatt Daily Mail das Ereignis aus dem März in den April verlegt, wundert angesichts dieser „Qualitätsmedien“ dann auch nicht mehr:
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Sorry, das waren wir! Royal Navy räumt ein, dass eines ihrer U-Boote ein irisches Fischerboot be­schä­digte … und kein russischer „Roter Oktober“

  • Trawler „The Karen“ wurde während des alarmierenden Zwischenfalls im April mit 10 Knoten abgeschleppt
  • Es passierte 18 Meilen vor Ardglass an der Südost-Küste von Nordirland
  • Offizielle dachten Nato-Übungen könnten das Interesse der Russen geweckt haben
  • Nun räumt das Verteidigungsministerium ein, dass es tatsächlich ein britisches U-Boot war, dass das Boot einfing (Daily Mail)

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht? Das gilt zumindest nicht für deutsche Lügen- und Propagandablätter, die in ihrer politischen Hetze gegen Russland alles für bare Münze nehmen, was die NATO und ihre untergeordneten Verteidigungsministerien in die Welt setzen.

Wetten, dass es mehr US-amerikanische U-Boote in deutschen Medien gibt, als russische U-Boote in allen Weltmeeren?