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zdf_80Die Doppelmoral der Berufslügner, Hofschranzen und Kriegs­hetzer in den deutschen Staatssendern ARD und ZDF entlarvt sich immer dann in besonders augenfälliger Art und Weise, wenn man ein bisschen den Überblick behält und die Nach­richten von gestern mit denen von heute vergleicht.

Besuche von Außenminister Steinmeier in Afghanistan eignen sich ganz besonders, denn die Lakaien von ARD und ZDF sind regelmäßig „embedded“, fliegen mit der Regierungsmaschine und werden unterwegs und vor Ort von Regierungs- und Botschaftsmitarbeitern instruiert, was sie zu berichten haben.

An diesem Wochenende war es Andreas Kynast, der im ZDF gebührenfinanzierte PR für die Regierung machen durfte und das volle Programm ablieferte.

Deutschlandfahnen wedelnde Kinder, die schon sprichtwörtlichen Schulmädchen und ein gestelltes Interview mit einem (zweifellos bezahlten) Straßenverkäufer, der ganz im Sinne der deutschen Besatzungsmacht vor den Taliban warnen durfte.

ZDF 19:00 Uhr heute 30.08.2015

Andreas Kynast: „So soll Afgha­nistan einmal sein: jung, gebildet, dankbar. Die Amani-Schule ist eine von dreien, die das Auswärtige Amt unterstützt. Mädchen auf Schul­bänken – auch heute noch ein politisches Bild.“ (Mediathek)

Dass die Amani-Schule tatsächlich ab der fünften Klasse eine reine Jungenschule ist, entlarvt Kynast als Lügner. Vielleicht war es ja die Aischa-i-Durani-Schule oder man hat kurzerhand für Steinmeiers Besuch Mädchen zur Jungenschule gekarrt, denn die machen sich besser in den Bildern der Propaganda und verfestigen das rassistische Bild vom „frauenunterdrückenden Musel“, dem der Westen mit aller Gewalt zeigen muss, was Humanismus ist.

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Dass die jubelnden Kids ihre Deutsch­land­fähn­chen nicht selbst gebastelt haben, können wir als gesichert an­neh­men – sie wurden verteilt und die Kinder aufgereiht um dem hohen Herrn aus Deutschland angemessen zu hul­di­gen. Die Bilder inszeniert, die Kamera an der richtigen Position, die Maulhure Kynast ein williger PR­-Schwätzer – so geht Propaganda.

Wenn in China ähnlich inszeniert – aber mit mindestens so echter Begeisterung – gejubelt wird, dann präsentieren sich ZDF-Maulhuren plötzlich „kritisch“. So zum Beispiel gerade erst am 31. Juli, als China die Austragung der olympischen Winterspiele 2022 zugesprochen wurde.

ZDF_h19_31072015_PekingKatja Eichhorn: „Großer Jubel vor dem Olympiastadion in Peking – eine Stunde vor der Vergabe der Winterspiele 2022. Der Beifall ist eingeübt, die Freude organisiert. Nichts wird dem Zufall überlassen – wie so oft.“ (Mediathek)

So ist das mit der Propaganda: Es sind immer die Anderen. Selbst wenn die himmelschreiende Doppelmoral dem Verstand ’nen Vogel zeigt, fällt es den Verantwortlichen im staatlichen Verblödungsfunk nicht auf, dass sie um keinen Deut besser sind, als die Kollegen in China oder Nordkorea.