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Der Mob sammelt sich vor einem bewohnten Haus. Gemeinsam werden Hetzparolen skandiert. Man „weiß“, dass die Bewohner „anders“ sind, dass sie keine „Demokraten“ sind, dass sie „unsere Werte“ nicht teilen, dass sie „kriminell“ sind und nicht zu „integrieren“ .

Gegenseitig schaukelt man sich auf in seiner Hetze. Man ist ja was Besseres. Bestätigt sich mit einem anschwellenden Chor aus Diffamierungen, Ressentiments, Lügen und allem, was dem Objekt des Hasses irgendwie negativ angeheftet werden kann, bis unter dem Johlen des Gesindels erste Steine und Brandsätze fliegen. Fleißige Unterstützer schaffen größere Waffen heran, verteilen sie an junge Männer. Gewehre, Munition, Granaten. Als die ersten Panzer rollen, Raketen und Kampfflugzeuge aufsteigen dämmert dem Beobachter: hier geht es nicht um rassistische Hetze von Ausländerfeinden vor einem Flüchtlingsheim.

Die da hetzen tragen nicht Lonsdale und Thor Steinar, sondern Anzug und Krawatte. Sie rotten sich nicht auf Straßen und Plätzen, sondern in Redaktionen und Aufnahmestudios. Sie geben sich als Biedermänner und sind in Wahrheit gefährlichere Brandstifter, als irgendein Mob auf irgendeiner Straße. Mit ihrer Hetze, Desinformation und Propaganda haben sie ungezählte Kriege, mörderische Sanktionen und Embargos, millionenfachen Tod, Traumatisierung und unvorstellbares Flüchtlingselend vorbereitet und legitimiert. Sie sind die unterste Stufe menschlicher Existenz, denn sie leben und ernähren sich vom unbeschreiblichen Leid und Elend ihrer Millionen Opfer.

Mittlerweile sind ihre Kriege so nahe gekommen, dass die Überlebenden zu Hunderttausenden in die EU flüchten und was machen die Täter? Sie leugnen ihre Verantwortung und zeigen jetzt mit dem Finger auf jene, die nicht ausbaden wollen, was andere ihnen eingebrockt haben.

Ein Beispiel für diese Verlogenheit der Täter findet sich aktuell auf SPIEGEL ONLINE, einem der übelsten Hetzmedien, wenn es darum geht, US-amerikanische Kriege und Wirtschaftssanktionen vorzubereiten und zu rechtfertigen. Jahrelang hat der SPIEGEL gegen Assad agitiert, Lügen und Desinformationen verbreitet, gewaltsamer Eskalation das Wort geredet, islamistische Fanatiker als Demokraten verbrämt, Massaker und Vertreibungen von Christen verschwiegen und Aufrüstung und Munitionierung der Militanten durch USA und Großbritannien als Demokratisierung dargestellt.

Jetzt will der Brüssel-Korrespondent des SPIEGEL den Lesern weismachen, die EU hätte Mit­schuld am Flücht­lings­elend, „weil sie sich aus Kriegen heraushalte.“

Markus Becker

Kriegshetzer Markus Becker

Europa hält sich von Kriegen lieber fern, beutet arme Länder aus, spart an Ent­wick­lungs­hilfe – und trägt dadurch eine Mit­ver­ant­wor­tung für das Flücht­­lings­­drama…Natürlich kann Europa nicht jeden Krieg ver­hindern und jeden gescheiterten Staat aufbauen. Doch Europa muss für instabile und Not leidende Staaten bei Weitem mehr tun als bisher.“ (SPON)

Angesichts der Bombardierung Libyens durch Großbritannien und Frankreich, der Ausbildung und der politischen und militärischen Aufmunitionierung syrischer Rebellen und Terroristen, der Finanzierung und politischen und medialen Unterstützung des Krieges des ukrainischen Regimes gegen die eigene Bevölkerung im Osten des Landes will der SPIEGEL offensichtlich Geschichte umschreiben und die Leser einmal mehr für dumm verkaufen. Mehr noch: es handelt um eine unverhohlene Forderung nach mehr Krieg durch die EU, wenn Becker ein herbeigelogenes „Heraushalten aus Kriegen“ zur Ursache des Flüchtlingselends umdeuten will.

Steinewerfer, „Asylgegner“ und selbst Kriminelle, die Brandsätze in Wohnungen werfen, sind harmlose Stümper, verglichen mit den Kriegshetzern in deutschen Redaktionen.